Dabei war es zwar nicht das erste Abenteuer, dass er auf hoher See bestand, doch war er damals noch mehr Schiffsjunge als Matrose und in dieser Zwischenwelt vom Kind zum Manne gefangen. Ungünstig, wenn man mit einer verwegenen Bande an Seefahrern anheuerte, um eine ganz besondere Insel zu finden. Viele Kartographen hatten ihnen vorher bestätigt, dass diese Insel gesichtet wurde, doch betreten hatte sie scheinbar niemand, oh nein. Sie war immer genau dann am Horizont erschienen, wenn man gerade auf der Flucht vor Freibeutern, mitten im Sturm oder nicht wirklich an ihr interessiert war, als wüsste sie genau, welchem Kapitän sie sich offenbaren konnte, um doch ihr Geheimnis zu bewahren.
Ja, es gab sie, diese Insel und doch hatte es scheinbar kein Schiff vollbracht, wirklich dort vor Anker zu gehen und die mysteriöse Insel zu erkunden, ihre Schätze zu finden oder ihre Geschichte zu entdecken. Nach und nach sprach man dann von einer Täuschung des Lichts auf den Wellen, von einer Verwechslung oder schlichtweg von Seemannsgarn.
Mürrisch brummend senkte er den Becher kurz und das Wellenspiel brach ab.
Narren, er wusste, dass es diese Insel gab und eines Tages, so hoffte er, würde es eine besonders findige Crew schaffen, ihr Geheimnis wie einen Schleier zu lüften. Er lenkte den Blick durch den Raum und tastete mit ihm die vielen Karten ab, die das zauberhafte Eiland zeigten. Ja, irgendwann würde sie sich finden lassen und dann sollten auch die Stimmen verstummen, die hinter seinem Rücken über seine Forschungen und sein Interesse an der verschollenen Insel lachten.
Mit grimmigem Nicken leerte er den Becher und beendete den
Meereszauber darin, nicht wissend, wie Recht er hatte.











