Zeit der Prüfungen

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Samira Vylen

Zeit der Prüfungen

Beitrag von Samira Vylen »

- Lehr mich das Schweigen -
- Vergiss das Flüstern -
- Leise... -
- Leise wollen wir beginnen -

Die erste Prüfung


" Die erste Prüfung wird sein, dass du eine Woche schweigen wirst, überall. Für jedes Versagen soll ein Finger gebrochen werden..." Ar'ynx, Clerica Alataris

Kühle Distanz kam mit dem verhangenen Schweigen einher und drängte sich zwischen den Magister und die junge Frau. Der ausdruckslos gefasste Blick ihrerseits verlieh ihr mehr Substanz und untergrub jene Fortschritte, welche die letzten Monate gemacht wurden. Die Erinnerung bewusst dem Eingehen des Bundes zugestimmt zu haben, verblasste neben den beängstigenden Ausmaßen. Selbst mit meisterlichem Talent zur Übertreibung wäre es schwer gefallen, zu behaupten sie hätte gewusst, was sie erwarten würde.

Eine Besitzrune beanspruchte er für sich, und welch grausamer Humor sollte sich dahinter verbergen? Sie hatte den Geschmack der Freiheit kosten dürfen, nur um sich kurz darauf in einem weiteren Gefängnis wiederzufinden. Die Gebote des Einen lehrten sich zurechtzufinden in diesem Geflecht, doch obwohl schon so viele Jahresläufe in diesen Landen, hatte sie sich lange nur am Rande bewegt. Sei es das Gebot des Gehorsams, oder der Fingerzeig dem Rat der Älteren zu vertrauen, beidem entsprang die Grundlage nicht sofort zu widersprechen. Der seltsame Kurs des Magisters hatte ihr Leben in gänzlich andere Bahnen gelenkt und zwang sie mehr und mehr unter Alatars Pranke. Mit den fähigen Händen eines Bildhauers hatte er Schicht um Schcht abgetragen, um ein anderes Bild hervorzubringen. Sie war selbst nicht sicher, wie es am Ende aussehen würde. Nur das es unter Seinen Wachsamen Augen geformt wurde.

Mit Verlassen des Tempels hatte kein Laut mehr über ihre Lippen gefunden. Es war nicht die Furcht vor der Strafe, dem Schmerz, sondern Erinnerungen an die Zeiten als Sklavin, die sie lähmten und ihr gleichermaßen Zuflucht gewährten unter einer behrrschten Maske der Ausdruckslosigkeit. Was würde in diesem Wochenlauf zu erwarten sein? War es seine Aufgabe, ihr doch einen Laut zu entlocken um seine Überlegenheit und Dominanz zu demonstrieren? Die Lethra hatte betont, dass der Magister derjenige sein würde, der im Falle eines Versagens die Finger brechen würde. Würde man erwarten, dass er mindestens einmal die Grenzen auslotete und sie diese Lektion lehrte? Nachdenklich hatte sie auf die Feder hinabgeblickt, die ihr einen schmalen Grat des Dazwischen bot. Zusammen mit dem Notizbuch, dass er ihr gegeben hatte, seine Weise sie für den Kampf zu rüsten. Ein Gedanke, der ihr erst später kam, als das Entsetzen uber die Bedeutung des Ritus langsam abklang. Doch sie bereute nicht, ihm ihre Verachtung über die Art der Behandlung kühl zu demonstrieren. Es gab immer mehr als nur einen Weg.

„Die einzige Furcht, die vor den Augen des Herren wirklich Bestand haben darf, ist die, euren eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden ... Nicht das genutzt zu haben, was Euch in die Wiege gelegt wurde, um ''Seinen'' Willen zu erfüllen. Was ihr euch also fragen solltet .. ist, inwiefern euer Handeln diesem Anspruch gerecht wird…“
Als sie sich Abends im Bett wiederfand, den Arm um einen schwarzen Kater geschlungen, der gedankenverloren gestreichelt wurde, drangen die leisen Worte Yosh's einmal mehr durch ihre Gedankenwelt. Schon vor langer Zeit gesprochen, waren sie ihr doch immer noch ein Anker in den Veränderungen. Sie besaß nicht die faszinierende Fähigkeit das Lied zu beeinflußen oder gab eine großartige Kämpferin ab. Doch auch in ihrem bescheidenen Rahmen konnte sie eine wertvolle Stütze sein. Ein Punkt unter anderen, der ihrer Verbindung mit dem Magister seine Stärke lieh. Hoffentlich würde sie die Kraft finden zu bestehen...
Zuletzt geändert von Samira Vylen am Samstag 7. Mai 2016, 04:33, insgesamt 1-mal geändert.
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

Die Welt aus Katzenaugen war anders. Dinge erschienen größer, manche Hindernisse wurden unüberwindbar und andere relativierten sich und erleichterten ihm den Zugang enorm. Kaum einer konnte diesem Kater widerstehen und so zog er jene Form gerade vor, um sie weiter zu beobachten. Den Menschen, ihn.. hatte sie mit kalter Verachtung, Distanziertheit gar angesehen.

Er wusste sie fühlte sich hintergangen und belogen, etwas was ihn tief in seinem Innern nun doch mehr traf als er zugeben wollte. Monate, Wochen der Annäherung und der Versuch nach und nach ihr Vertrauen zu gewinnen schien mit einem Male zerschlagen und gaben ihm das Gefühl ein Lügner, ein Schurke zu sein... verachtenswert. Doch er erkannte, es war sein Versäumen gewesen sie nicht mehr auf das Kommende vorzubereiten. Er glaubte nicht, dass er gerade zu ihr durchdrang, als er ihr vor dem Tempel sagte, dass sie ihm weiter vertrauen sollte. Ihrem Blick nach, so kühl und distanziert, freundlich zugewandt und gehorsam, die Augen die ihn ansahen und wieder abschweifen zu kühler Höflichkeit und stillem Abwarten... nun ihrem Blick nach fühlte sie sich verraten. Warum also sollte sie ihm noch vertrauen?

Er wollte kein willfähriges Püppchen als Frau haben, das ihr Hirn nicht einsetzte und einfach nur funktionierte. Das sie sich wieder in jene Rolle zurückzog verärgerte ihn sehr und vermutlich wusste sie das. Dennoch, Traditionen waren Traditionen und wenn er die langen Jahre Ausbildung bei der ehemaligen Tetrarchin Cey'lin, die Ausbildung im Leth'Arxon und seine Verbindung zum Mael'Qil Jaryan'dolor in Betracht zog konnte er nicht anders handeln. Seine Frau musste in ihren Augen die Prüfungen absolvieren, nur so bestände die geringe Chance, dass sie nicht nur als sein Weibchen sondern als nützliches Weibchen ihren Platz fand. Kurz musste er ob der Gedankengänge schmunzeln, Gedanken die er vor ihr nie aussprach, er hätte sich nur wieder diesen gewissen Blick eingehandelt. Also hatte er beschlossen ihr eine Gabe zu machen und ihr einen kostbaren Einband samt Schreibutensilien überreicht. Ein kleines Entgegenkommen seinerseits. Eine Möglichkeit mit ihm zu kommunizieren, der Blick der ihn traf und das Buch lies ihn kurz darauf seine Schwäche der er nachgegeben hatte bereuen, immerhin nahm sie es an. Benutzt hatte sie es aber nicht.
Sie war wirklich... schwierig im Umgang und überraschte ihn gerade aufs neue. Sie war schon lange nicht mehr das kleine Mäuschen, dass sich ihm letzten Spätsommer als seinen Besitz vorgestellt hatte. So waren sie schweigend ihrerm Tun nachgegangen, er unten in seinem Heiligtum, dem Arbeitszimmer und sie hatte sich in ihre Räume zurückgezogen. Ihre stumme Weigerung sagte ihm mehr als tausend Worte und so langsam hatte er das Gefühl gleich mit bestraft zu werden, nur auf eine andere Art.

Verdammt, menschliche Emotionen und Gefühle, schon einmal hatten sie ihm fast das Genick gebrochen und dank das Trainings mit dem Mael'Qil und der Aufgabe in der Kralle hatte er zu einer gewissen Abstumpfung zurückgefunden, die ihm das Leben hier erleichterten. Dann stand sie vor seiner Türe, er hatte sich geschworen kein weibliches Wesen in sein Haus zu lassen. Da war sie... nicht wegzustarren, als Gabe Durions, seines Freundes. Er konnte die Gabe nicht ablehnen, da er den letzten Willen seines Freundes respektierte. Anfangs behandelte er sie wie ein Möbelstück, dann erregte sie unwissentlich seine Aufmerksamkeit mit Kaffee und Gemüse, der Kaffee erregte seine Zufriedenheit und das Gemüse seinen Zorn... den Kaffee nahm er an das Gemüse wurde erfolgreich ignoriert.

Dann vor zwei Monaten die beginnenden zähen Verhandlungen des Ehevertrages, wobei die Kompromisse die er bereit war einzugehen lächerlich waren.
Ja und nun standen sie an einem Punkt, den er nicht vorausgesehen hatte und sein Versäumnis ärgerte ihn mehr als er zugeben wollte. Er hatte sie ungenügend, genaugenommen garnicht auf das vorbereitet was die Kinder des Alleinen ihr abverlangen würden. Sprichwörtlich hatte er sie ins kalte Wasser geworfen nun blieb abzuwarten ob sie schwimmen würde oder unterging.
Doch irgendwie glaubte er nicht das sie untergehen würde, allein ihm zum Trotz und um die vermaledeite Gemüsevereinbahrung wahr werden zu lassen... Rache war süss.
Zuletzt geändert von Althan Vylen am Samstag 7. Mai 2016, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.
Samira Vylen

Beitrag von Samira Vylen »

Die Tage zogen vorüber, erfüllt von stillem Schweigen.
Seltsam, wie man begann, den Klang der eigenen Worte zu vermissen. Die erste Zeit hatte der Magister sie überrascht, in dem er sich dem Schweigen anschloss. Die Konversation, mehr mit Händen und Füssen geführt, barg ihre eigenen Herausforderungen. Das heimische Hin und Her war auf seine Weise recht amüsant und führte zu vielen schweigenden Blicken. Obwohl, oder gerade weil keine Worte benutzt wurden um sich zu verständigen, schien das Verständnis zwischen ihnen zu wachsen. Doch es war nicht immer so leicht. Als sie sich auf dem Heimweg nach Grenzwart einem Überfall gegenüber gesehen hatte, war das Verlangen zu schreien außerordentlich groß. Kein Wort hatte ihre Lippen verlassen, trotz der Bedrohung und sie sich selber helfen müssen. Sie hatte tiefe Schnitte an der linken Hand davongetragen, die zunächst gut zu verheilen schienen, bis sie durch die Prüfung der Letharen erneut aufbrachen. Erst dort begann der wirkliche Schmerz...

Närrisch, sich in Sicherheit zu wiegen. Sie hatte sich erlaubt, durchzuatmen. Die Prüfung schien leichter als erwartet. Das Schweigen fiel nicht sonderlich schwer, nein man gewöhnte sich daran und lernte, andere Wege zu finden, sich durchzusetzen. Als jedoch die Letharen an der Tür des Magisters erschienen, ahnte sie, dass der Abend nicht leicht oder angenehm verlaufen würde. Althan zog sich mit dem Mael'Quil zum Gespräch zurück und überließ sie der Obhut eines Junglethyren. Die üblichen Schmähungen der Letharen machten ihr nicht viel aus, reihten sich in die vertraute Gewohnheit ein, als sie in Grenzwart dem Brunnen entgegenschritten. Der erste Schlag von der Seite traf sie unvorbereitet, aber nicht unerwartet. Der Mael'Quil hatte seine Art und Weise bereits einmal an ihr ausgelebt, doch der Schmerz war dennoch präsent. Die Zähne fest zusammenpressend, versuchte man sich wieder aufzurichten. Der Lethyr hatte ihr mit dem Stab die Beine weggerissen und der nächste Hieb folgte unter der harschen Forderung, sich gefälligst aufzurichten, diese Bemühungen zunichtemachend. Sie hatte weder Waffe noch Rüstung, die ihr Unterstützung boten, als die Fratze des Wesens über ihr aufragte und er sie abermals zu Boden in den Staub schickte. Als er ihr endlich das Aufrichten gestattete, geschah es nur um die verletzte Hand zu packen und zu malträtieren.

Durchhalten, Schweigen... Durchhalten, Schweigen.

Immer wieder die Gedanken kreisend in ihrem Kopf, während Welle um Welle neuer Schmerzen durch die Hand jagten, die unter dem Griff des Letharen zerdrückt wurde. Die tiefen Striemen brachen wieder auf, sie spürte das Blut heiß und brennend in den aufgebrochenen Wunden pulsieren. Ein Schrei wollte sich über ihre Lippen winden, doch sie hatte die Kiefer schmerzhaft aufeinandergepresst, unterdrückte den Impuls. Stehen konnte sie nicht mehr und ging mit dem Pochen in die Knie. Sein Fauchen klang in ihren Ohren und begleitete den nächsten Tritt, der sie zurück auf die Erde warf. Wieder wollte ein protestierender Laut sich hervorstehlen, mehr und mehr Konzentration opfernd. Dunkler Zorn regte sich tief in ihr und befeuerte die schwindenden Kräfte. Sein Stab drückte auf ihren Brustkorb, hielt sie fest zu Boden gepresst, als der Lethyr auch noch begann, das Lied zu beeinflussen. Mittlerweile wucherten Schmerz, Zorn und Angst ungehindert durch ihren Leib, wurden von der Hitze angestachelt, die auf einmal von der Hand des Letharen ausging. Sie hatte sich immer für besonders beherrscht gehalten, doch mittlerweile bröckelte diese unter ihr fort und ließ ein verwundetes, verängstigtes Tier zurück. Aber wenn sie nachgab, sich ergab, würden nur noch mehr Schmerzen folgen. Sie hielt sich daran fest, ebenso wie an dem unvertrauten Gefühl von Hass, dass sich tief in ihr regte.

Durchhalten... Schweigen... Durchhalten... Schweigen... ... ... NEIN!!!

Nein!, die Hitze drang brennend auf sie ein und mit aller Macht warf sie sich dagegen, als sie drohte ihr das Gesicht zu versengen. Ein blinder, wild ausschlagender Tritt in die Richtung des Letharen, ungeachtet der Schmerzen, die die Schläge hinterlassen hatten, des Gewichts, dass sie immer noch niederdrückte und... Freiheit.
Das Gewicht verschwand, erlösend und sie unterdrückte den Schrei, der sich in ihr aufgebaut hatte. Noch einen Augenblick länger und sie hätte doch geschrien, egal was es bedeutet hätte. Aber der Lethar ließ von ihr ab. Bebend zog sie den Atem ein, sich mit weichen Knien argwöhnisch aufrichtend. Ihre Adern brannten noch immer von dem Feuer des Erlebten, als sie die Umstehenden erstmals wahrnahm. Mittlerweile sah der Magister, der Mael'Quil und zwei weitere Letharen zu. Sie hatte kein Wort gesagt, oder hatte sie doch? Zweifeld schien in ihrem Kopf alles durcheinanderzuwirbeln. Als der Lethar Bericht erstattete, klang er regelrecht enttäuscht, nur von ihrem Bestehen berichten zu können und sie wurde entlassen. Das stets ergebene Neigen ganz automatisch, brodelte es unter der Oberfläche, als sie sich müde und vor Dreck starrend ins Bad schleppte...

Sie hatte die Woche ohne einen gebrochenen Finger hinter sich gebracht. Als die Nacht hereinbrach, überließ sie sich dem trügerischen Gefühl der Sicherheit. Arme, die sie schützend umfangen hielten, ließen sie in einen unruhigen Schlaf fallen. Bald würde die nächste Prüfung folgen...
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

Stille, nur die Geräusche ihrer beider Atem, das gelegentliche Knacken des Holzes im Kamin. Für sie war es wohl ungewohnter zu schweigen, anders als für ihn selbst, da er inzwischen vorzog bei vielen Dingen die er sah nichts mehr zu sagen. Er war der Worte so vieler leid, sie sagten das Eine und dachten etwas ganz Anderes. Doch ihre Mimik und Gestik, ihre Briefe und ihr Verhalten verrieten sie und so hatte er sich darin weiter entwickelt und gelernt. Er war müde geworden zu reden und zu lehren, er nahm keine Schüler mehr auf und hatte die Wenigen die er hatte abgegeben. Ein angenehmes Leben in Abgeschiedenheit langsam dem Vergessen anheim fallend, keine Fragen, keine Besuche... Stille.

Ein tiefer Atemzug folgte und er wusste es war noch etwas Zeit bis er aufstehen würde. Sie hatte sich in seine Welt begeben und wieder warf er sich vor ihr eigentlich keine wirkliche Wahl gelassen zu haben. Dennoch war sie freiwillig und in vollem Bewusstsein dessen was sie erwarten würde geblieben. Sie milderte die Dunkelheit die ihn zu übermächtigen drohte und gab ihm einen Grund wieder hierher zu kommen. Der der stehts auf Reisen und Fahrten für den Orden gewesen war, kam freiwillig... zurück. Nur um sie zu sehen, sie zu beobachten und einfach nur sie um sich zu fühlen. Er wollte nicht mehr allein sein und sie hatte ihn aus dieser Isolation befreit... ohne es selbst wohl zu ahnen.

Obwohl er sie so wenig auf die kommende Prüfung vorbereitet hatte, sie hatte bestanden und jenes erfüllte ihn mit einem gewissen Stolz. Vielleicht waren ihr nicht ganz die Beweggründe bewusst warum er so und nicht anders handeln konnte und die Kinder des Alleinen und die Clerica Ar'nyx bat jenes zu tun. Viele Gläubige im Reich erschienen ihm wie so oft als sehr oberflächlich und sobald Beschränkungen ihrer Selbst eintraf schon weitaus weniger gläubig als gedacht. Brav im Tempel sitzend und 'Heil Alatar' rufen war auch deutlich bequemer als wirklich im Leben und nach Anweisung des Tempels im Sinne seiner Gebote zu handeln. So hatte es ihn doch recht erstaunt von Samira zu erfahren, dass sie auf ihr Schweigen angesprochen wurde und das jene Menschen es selbst wohl nicht gemacht hätten. Wieder solch scheingläubiges Volk, er meidete sie auch wenn er wusste, dass Alatar auch jene für Seine Ziele brauchte. Schlussendlich würden sie sich allem am Ende ihres Lebens seiner Prüfung stellen.

Eine leise Regung neben sich lenkte seinen Blick auf ihre Gestalt. Es verlockte ihn sehr sie schon jetzt zu der Seinen zu machen, den Geschmack ihrer Haut zu kosten und sich nicht zu erheben. Doch genau wie in seinem Wirken, war er auch in seinem Schwur eisern... die Zeit war noch nicht gekommen. Er ging bevor sie erwachte, manchmal fehlten ihm die Worte und der sonst so Wortgewandte verfiel in Schweigen. Schweigen, Stille angenehm beruhigend, er vermisste die Sprache nicht.
Samira Vylen

Beitrag von Samira Vylen »

Die zweite Prüfung

…begann mit einem Paar Stiefel.
Sollte man allerdings seine Hand in diese Stiefel stecken, wird man ein Dutzend Nieten erfühlen, welche von innen an das Leder gebracht wurden. Und sollte man nur kurzen Druck ausüben, mit der Hand, wird man bereits leichte Abdrücke auf der Haut vorfinden.

„Ein gemeinsames Leben ist in manch Situation anstrengender, als der Weg der eigenen Perfektion. Diese Stiefel sollen von der Frau Samira Nailah für einen Wochenlauf getragen werden, um ihr zu verdeutlichen wie steinig ein Weg sein kann und wie schmerzerfüllt.“ Ar’ynx, Clerica Alataris
Steinig und schmerzerfüllt – als sie die Stiefel genauer untersucht hatte, warf sie wieder einen Blick auf die Zeilen. Nachdenklich und in Schweigen gehüllt hatte sie das Schuhwerk am nächsten Tag für den üblichen Weg nach Düstersee übergestreift. Wie zu erwarten war es noch immer genauso unbequem wie den Abend zuvor, als sie die Schuhe nur kurz probiert hatte. Die Nieten drückten sich deutlich von dem Leder ab und stachen ihr in die Fußsohlen. Es gab besseres Schuhwerk für den Lauf, doch zu mehr als einem vorsichtig zügigen Schritt konnte sie sich ohnehin nicht aufraffen. Schon nach wenigen Metern spürte sie den unangenehmen Druck ganz deutlich und der Gedanke an die Entfernung war keinesfalls tröstlich.

… Schritt für Schritt …

Als sie sich nach etwa der halben Strecke ausruhend auf einem umgefallenen Baumstamm wiederfand, brannten ihre Sohlen und sie verwünschte innerlich abwechselnd die Lethra und den Magister, da sie sich nicht entscheiden wollte, wen von beiden sie eher als den Schuldigen sah. Das es vielleicht auch daran liegen könnte, selbst verantwortlich zu sein, wurde geflissentlich ignoriert. Selbstmitleid würde ihr den Weg auch nicht erleichtern. Früher hätte sie alleine bei dem Gedanken daran barfuß in diesem kalten Landstrich gehen zu müssen das Zittern angefangen. Gerade schien es jedoch kaum etwas Verlockenderes zu geben, als die Stiefel an die Straße zu stellen und mit den wunden Sohlen das kühle Erdreich unter sich zu spüren. Seufzend raffte sie sich auf und setzte den Weg – mit dem Schuhwerk – fort.

Die kurze Rast hatte nur wenig geholfen, eher im Gegenteil. Nach nur wenigen Schritten war das Brennen wieder völlig präsent, rauschte mit dem Übermut eines jungen Liebhabers zurück an ihre Seite um jeden neuen Schritt mit einem feurigen Stechen anzufachen. Sie hätte sich gern wieder hingesetzt, das Unterholz links und rechts der Straße wurde jedoch bald missachtet. Vielleicht würde sie nicht jeden Tag diesen Weg gehen, aber dieses eine Mal musste sein. Alleine um ihm zu beweisen, dass sie nicht nur das zarte und schwache Wesen war, welches kaum mehr als wertlos in den Augen anderer erscheinen mochte. Es ließ sie an den vergangenen Winter denken, als sie bereits einmal für den Magister einen ähnlich quälenden Weg zurückgelegt hatte. Wie die Kälte sich erbarmungslos durch dünne Stoffe gedrängt, und das Gewicht ihrer Last an ihr gezerrt hatte als sie sich mühselig durch den Schnee kämpfte. Bald schon waren Hände und Füße taub und gefühllos, und sie war des Öfteren bis zu den Knien in den Schnee eingesunken...

Noch einmal also diese Lektion. Oh wie hätte sie sich die Taubheit der Kälte zurückgewünscht, sich dabei sein Bild in den Sinn rufend und sei es auch nur um ihn zu verfluchen. Wenn jeder Schritt Schmerzen nach sich zieht, würde man den nächsten Weg womöglich mit mehr Bedacht wählen, sorgfältig abwägen, welcher sich als nutzbringend erweisen würde. Ebenso sann man darauf, nur das Notwendigste mit sich zu tragen und unnötigen Ballast zurückzulassen. Manch einer vermochte aus der Pein Stärke zu gewinnen, den Schmerz als glasklaren Fokus nutzend. Sie würde sich jedoch auch nicht hirnlos die Füße zu Schund laufen. Sie war bereit darauf einzugehen, zu beweisen, dass sie auch diese Schmerzen ertrug, doch wenn so ein steiniger Weg vor ihnen läge, würde sie sich derer Mittel bedienen, die ihr zur Verfügung stünden. Werkzeuge nutzen, durchdacht handeln. Als ihr heutiges Werkzeug würde der Stall in Düstersee seinen Zweck erfüllen und sie sich für den Rückweg ein Pferd geben lassen…
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

Nieten, seine Fingerspitzen waren über die Nieten gestrichen. Noch gut konnte er sich damals ein seine Ausbildung durch die damalige Tetrachin Ceylin'Tyrs erinnern. Die Ausbildung war länger verlaufen, spezieller... schmerzhafter. Dornen, Peitsche, glühende Eisen, Einsamkeit, Demütigung und erneute durch vielschichtige Art ausgelöste Schmerzen die sich in dein Hirn brannten. Unauslöschlich seinen Hass schürten, seinen Zorn hervorriefen ihn agressiver, aber auch beherrschter und kontrollierter werden liessen. Diese ausdruckslose Maske die er in dieser Zeit lernte zu tragen, die er weiter perfektionierte so das man nie genau wusste was er als Nächstes tun würde, unberechenbar und immer für eine Überraschung gut.
Damals wie heute, nur die Personen hatte sich ob der beginnenden Prüfung geändert.

Er hatte in den letzten Tagen ihre steife gerade Haltung beobachten können, eine gewisse Würde, ein Stolz nicht daran zu brechen. Ebenso war sie weit weniger geduldig, agressiver und das von 'seiner' sonst so passiv gelassenwirkenden Frau. Es gefiel ihm, sehr sogar. Seine Sinne sprachen auf ihre Haltung und der veränderte Ton in ihrer Stimme an. Angefaucht hatte sie ihn noch nicht, oder angeknurrt, dazu war sie doch zu sehr beherrscht, noch nicht dazu hinreissend lassend... aber die Woche war ja noch nicht verstrichen.

Die Sohlen waren wund, sie schmerzen und sie bewegte sich mit Bedacht und Vorsicht in der letzten Zeit und er beobachtete sie weiter. Sie wusste es vielleicht. Vielleicht sah er nicht alles, doch er nahm seine Aufgabe darauf zu achten, dass sie ihrer Prüfung nachkam sehr ernst.
Gen Abend kontrollierte er jedesmal persönlich den Zustand ihrer Sohlen, ja auch darin war er sehr gewissenhaft, um ein Fehlverhalten ausschliessen zu können.

Natürlich war er zu sehr Mann, um die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sich ausgiebig ihren malträtierten Füßen zu widmen, immerhin war es nicht verkehrt sich das Wohlwollen seines Weibchens.. ehm angehenden Eheweibes/Frau/Gefährtin zu sichern. Sie entspannte sich langsam und dennoch kam er nicht umhin ab und an gewisse Punkte zu berühren um die Schmerzen erneut hervorzurufen.
Der Blick dem sie ihm zuwarf entschädigte ihn jedenfalls für den ganzen restlichen bescheidenen Tag, in dem er sich mit Kellerbaumeistern und Lageristen herumschlagen durfte.

Ja, das angehende Eheleben versprach recht unterhaltsam zu werden. Die Vorboten jedenfalls waren recht... vielversprechend.
Gast

Beitrag von Gast »

Es ist meistens der Fall, dass die Ehe im menschlichen Reich für die Unseren nicht nachvollziehbar ist. Sie wird durchzogen von Emotionen und Dingen, die einer wie wir nicht einmal gewillt ist zu greifen. Doch manchmal gibt es ein paar Geschöpfe, die unsere Methoden als sinnvoller erachten. Sie wenden sich einem dann zu, bitten um eine Art Beistand und wir wiegen ab, ob wir ihr ihnen entgegen kommen oder ob wir sie hinfort stoßen. Natürlich obliegt es nicht uns zu entscheiden, ob sie füreinander geschaffen sind, doch wenn es in unserer Möglichkeit liegt sie zu prüfen, dann sollten wir diese Fäden greifen und die Marionetten führen, die gewillt sind im Sinne Vaters zu handeln.

Doch in manchen Momenten benötigt es nicht einmal das Halten der Schnüre, denn sie laufen regelrecht von selbst und man sitzt nur von außen da, beobachtet, lauscht und lässt die Zeit ins Land streichen. Denn manchmal ist es lediglich nur die Zeit, die man benötigt, damit das Gift sich durch die Adern zieht und Besitz von ihren Seelen ergreift. Und nach und nach werden sie das, wozu Vater sie nicht machte. Man formte sie, unbewusst, bewusst. Zu einem Menschen oder eher zu zweien, wo man sich zum Schluss nicht fragen musste, ob all die Versprechungen die man Vater gab, als man vor den Altar trat, nur Heuchelrei waren und die Liebe verbargen. Denn wie groß konnte eine Liebe im Ernstfall schon sein.
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

Auftakt...

Als der Bote ihm die gesiegelte Nachricht brachte musste er sich erst einmal setzen, langsam nahm er einen Schluck vom Blutwein und als er den Kelch abstellte zuckten die Mundwinkel, dann ein Schmunzeln und dann musste er lachen. Bei Alatar, sein Fräulein Nailah wäre alles andere als begeistert, wenn sie davon in Kenntnis gesetzt werden würde.
Wenn auch der erste Versuch diese Thematik ihr nahe zu bringen anders verlief als gedacht. Es würde ihr nicht gefallen und so leicht es ihm fiel in diese Rolle zu schlüpfen, umso schwerer würde es für sie werden. Inzwischen hatte er so viel an Wissen mit ihr geteilt, um sie vorzubereiten Herrschaft und Dominanz, die Lehren Alatars mehr vertieft als je bei einem Menschen zuvor und sie immer wieder an ihre Grenzen geführt. Nun würde er sich dem Willen der Clerica fügen und seiner zukünftigen Frau die dritte Prüfung offenbahren.
Er erhob sich nahm den Kelch mit und ging die Gewölbetreppen nach oben... bald darauf ist ein bekanntes Brüllen zu vernehmen.
"Fräulein Nailah, ihr habt Post!"...
Natürlich übergab er es ihr nicht sofort... sie musste sich dafür etwas anstrengen.
Zuletzt geändert von Althan Vylen am Montag 20. Juni 2016, 23:00, insgesamt 4-mal geändert.
Samira Vylen

Beitrag von Samira Vylen »

Erleichterung durchströmte sie als die Woche der Prüfung endlich vorüberging und sie die Schuhe wieder sich selbst überlassen durfte. Sie hatte sich die Füsse ordentlich wund gelaufen. Der Schweiss in den Schuhen ließ die nässenden aufgeriebenen Wunden um so mehr brennen und gab einem das Gefühl Sand in den Schuhen zu haben, der allmählich die Haut abschmiergelte. Selbst wenn man jeden unnötigen Weg vermied, hatte es noch genügend Notwendige gegeben. Auch wenn der Spaziergang des Magisters nicht dazu zählte, würde man sie fragen. Trotz ihrer sorgfältigen Behandlung hatte es ein paar Tage gedauert, bis das schlimmste abgeklungen war, und sie sich wieder in normales Schuhwerk wagte. Die Schmerzen hatten sie in eine reizbare Stimmung versetzt. Ihre Zunge ließ sich allzu oft zu einer scharfen Entgegnung hinreissen, welche sie im Nachhinein als vermeidbar werten würde. Den Magister schien es allerdings nicht gestört zu haben, eher war seine Laune seitdem sonderbar gut, nervenaufreibend gut, fast aufdringlich. Bedauerlicherweise hatte der Abschied von den Stiefeln nicht den Kern des Zorns mit sich genommen. Wie eine schwehlende Glut konnte sie die Reste seines Brennens noch tief in der Brust spüren, wo er wartete, davon flüsterte, eine lodernde Flamme werden zu wollen. Sie bräuchte ihn nur ein wenig füttern, ein wenig loslassen. Nahrung für das Feuer gäbe es genügend, würde sie die Fesseln um ihre Vergangenheit lösen und die Bitterkeit einfliessen lassen. Er richtete sich nicht gegen den Magister, aber er war da, zur falschen Zeit am falschen Ort, oder am Richtigen, je nachdem welchen Standpunkt man vertrat. Rache war so ein gefährliches Wort. So verlockend.

Die dritte Prüfung

Ab dem morgigen Tag soll es ihr gestattet sein, über Euch zu verfügen, in Eurem Heim und wenn es Euren Stand nicht schadet. Ihr habt nun die Pflicht alles über Euch ergehen zu lassen, sie darf Euch Aufgaben geben, Euch demütigen, so sie das Bedürfnis dazu hegt und Euer Herr sein.

Ar'ynx, Clerica Alataris
Als sie den Brief schließlich aus den Händen des Magisters angeln konnte, wünschte sie sich baldigst, es lieber nicht getan zu haben. Mit jedem weiteren gelesenen Satz breitete sich der Geschmack von Galle in ihrem Mund aus und schnürte ihr die Kehle zu. Ihr Magen verkrampfte sich zu einem harten Klumpen in ihrem Leib, als hätte sie einen heißen Stein verschluckt, der nun in ihrem Inneren rumorte. Von all den Dingen, die sie hätte verlangen können, trug ihr die Lethra ausgerechnet eine Aufgabe zu, die sie bis aufs Äußerste verabscheute. Wieder hatte es eine hitzige Diskussion in den Grenzwarter Wänden gegeben, wieder hatte sie ihre Verstimmung darüber nicht völlig im Griff, und wieder freute sich der Magister. Sie hätte lieber die anderen beiden Aufgaben wiederholt, als sich dieser zu stellen, aber was nützte das Jammern am Ende schon. Sie hatte ihm die Stirn geboten, sich ihren Stolz bewahrt, wenn auch sonst nichts daran zu ändern war. Sie verstand nicht im Mindesten, wie er sich auch nur einen Deut darüber amüsieren konnte.

Für diese Woche werdet Ihr es tun.
Es geht um Verantwortung.
Verantwortung für jemanden, der unter Euch steht.
Alles was Ihr tun werdet, zieht Konsequenzen nach sich.


Sein Tonfall war ruhig, ganz der Lehrer, der weise Gelehrte und ließ ihre trotzige Reaktion mehr als albern erscheinen. Doch es half über den ersten Schrecken hinweg und sie versuchte sich auf die Dinge zu konzentrieren, die er ihr bereits zuvor versucht hatte näher zu bringen. Das Unbehagen saß weiterhin tief, so sehr sie sich auch von den Vorzügen und Möglichkeiten zu überzeugen gedachte, die sie mit offenen Armen willkommen heißen sollte.

Doch wenn er es unbedingt so wollte...
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »


Manchmal sollte man aufpassen was man sich wünscht, denn es könnte sein, dass es sich eines Tages erfüllen könnte...


Die Tage flossen in stoischer Regelmäßigkeit dahin und so kam es, dass er dennoch genügend beschäftigt war um die regelmäßigen Mahlzeiten, wie so oft... einfach zu vergessen. Mit der ihm penetranten Eigenschaft ein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, um es bis fast zur Perfektion zu treiben widmete er sich seinem neuen Projekt den Ausbau des Konvents. Vorerst waren die Kellergewölbe jene die seiner Zeit das Meiste abverlangten.

Langsam nahm es Formen an und von den ersten Skizzen folgte nach und nach das Umsetzen jener. Es waren angenehme Tage in denen er sich gern diesem Projekt widmete, auch wenn seine Zeit selbst jene knapp bemessen hielten.
Doch er wusste für _wen_ er jenes tat, ihre Meinung war ihm wichtig und auch wenn er jenes nicht sagte, irgendwie tat er sich immer schwer mit der Formulierung von Solchem, vermutlich ahnte sie wie wichtig es ihm war, dass ihr auch gefiel was er hier erschaffen lies.

Ja, so plätscherten die Tage dahin und er hatte es nicht sonderlich eilig das Ende jener Prüfung herbeizusehen, im Gegenteil. Es gefiel ihm wie sie erst zaghaft, dann immer sicherer 'neue' Regel in ihrem Haushalt aufstellte. Wo er sonst eine Maske stoischer Ausdruckslosigkeit zur Schau stellte... erleichterte er es ihr soweit, dass er ihr deutlich und ja er gab zu etwas übertrieben... deutliche Emotionen zur Schau stellte.
Ihr zum Vergnügen, ja er hätte schwören können, dass er manchmal ein innerliches Schmunzeln von ihr verspüren konnte. Das sie gerade eine Art Rechnung beglich fand er ausgesprochen faszinierend.

So erledigte er ihre Aufgaben mit der ihm gewohnten Gewissenhaftigkeit und selbst das _NICHT_ Wirken im Lied Eluives ging ihm leicht von der Hand, auch wenn es ein Rückschritt in mittelalterliche Zustände war, für ihn.
Keine Portale, Holzschlagen ohne einen Elementar und keine sonstigen Annehmlichkeiten das täglichen Magierlebens, es war... ungewohnt. Jedenfalls schien sie die Möglichkeiten zu nutzen ihn genau zu studieren und zu beobachten und ja... er gab ihr etwas zum Beobachten.
Am nächsten Morgen würde es zur frühen Morgenstunde an ihrem Gemach klopfen, sollte sie ihm erlauben einzutreten wird er mit einem auf ihre Vorlieben abgestimmten Frühstück erscheinen.

Zuletzt geändert von Althan Vylen am Donnerstag 30. Juni 2016, 05:34, insgesamt 1-mal geändert.
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