Von einer Templerin, über einen Menschen, zu einer Frau

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Sanjana Valeth

Von einer Templerin, über einen Menschen, zu einer Frau

Beitrag von Sanjana Valeth »

Heute… wenn ich mich so zurück erinnere… da ist der Wandel doch beträchtlich… der Wandel den mein Leben durchlief… der Wandel einer Templerin zu einer Frau. Damals fühlte ich mich nicht komplett. Das Leben war leer und kalt… Nur in einer kurzen Zeit, die gewaltsam beendet, fand ich mein Glück. Danach und davor gab es ungewisse Leere, zwischen der Liebe des Klosters und der grundgütigen Bewahrerin.
Bis zu jenem Moment, als die Änderung begann…


Eine Templerin
Damals, lange Zeiten bevor ich in den Orden der Temora eingetreten ward, war mein oberes Ziel und der Sinn meines Lebens mein Schaffen als Templer. Dies ist es wahrlich noch heute. Doch ich lernte dazu…
Zu jener Zeit ward auch das Verhalten der anderen die Widerspiegelung meines eigenen Verhaltens… Kühl mag ich es nicht nennen, doch distanziert, mit großer Höflichkeit… Zu hoher, mancher Zeiten… Wie Spiegel meiner eigenen Seele und doch genoss ich die Ruhe vor den Menschen und die Nähe mit Temora, der meinen Bewahrerin.
Nur in den Stunden der Nacht, wenn der Mond verhangen ward, sehnte sich mein Herz nach der Nähe zu den Menschen und nach Gesellschaft… Der Alpträume ward ich müde…
Einer Gesellschaft die ich eines Tages wieder finden sollte…

Ein Mensch
In Form des Ordens der Temora, fand ich eben jenes Ziel meiner Suche. Man ward gebeten ein zu treten und ich entschloss mich, ob dieser Ehre, es zu tun… An jenem Tage erfuhr man das Gefühl der Gemeinschaft. Erneut. Auf weltlicher Basis. Auf großer Ebene.
Ordensbrüder und Schwestern, welche ich schon im Kloster besaß und doch ganz anders.
Diesen Orden gab mir, nach jener Tragödie, erneut das Gefühl ein Mensch zu sein… Sie sprachen mich mit Schwester an. Menschen, für die ich sonst lediglich „ihre Gnaden“ ward…
Freundlich und höflich, doch höflich, wie man es einem Freund gegenüber ist, sprachen sie mit mir… Wärme erfüllte mein Herz und ich ward mir der Ehre wohl bewusst und die Menschlichkeit wuchs…


Eine Frau
Der Ordensring ward überreicht… Ich erinnere mich genau, und ich spüre noch heute, wie… Farion damals meine Hand nahm und den Ring über meinen Finger schob. Schnell endete die Berührung, ward es wohl befremdlich… Diese… harmlose Nähe.
Und es wandelte sich wahrlich unter der liebevollen Einfühlung von eben jenem Paladine…meinem Paladin… in das Bewusstsein der eigenen Weiblichkeit.
Im Laufe der Zeit wandelten sich unsere Gefühle und wurden von freundschaftlich zu… zärtlich… Zusammen gebracht und erweckt der inneren Gefühle, warden wir durch die Gunst Temoras und den Segen ihrer Heiligkeit…
Paladius… Er ward der erste Manne, welcher meine Hand hielt… ein seltsames Gefühl, jedoch schön…
Der erste Mann der mich „Liebes“ nannte…
Ich spüre wie ich erröte ob dieses Wortes… Doch zu gern höre ich es, dem Tone der dunklen Stimme meines güldenen Streiters Leben eingehaucht.
„Liebes“…
Ein neues Glück… Bekannt… und doch so neu…


Dieser Zeiten erinnere ich mich an einen Traum…
Mein erstes Licht kehrte wieder und sprach zu mir… auf das ich mein Versprechen geben solle, das Glück erneut zu finden… Es zuzulassen, so es meines Herzens einlass suchen würde…
ich habe es gefunden, mein Licht, und ich hoffe, dass auch die meine liebste Tochter einst unser Glück teilen wird...

Hab Dank, Licht meiner Vergangenheit.
Hab Dank, Grundgütige.
Eurer Worte… Eurer Wünsche vermochte ich zu erkennen, was ich niemals mehr missen mag.

Bald... bald wird die Zeit sein, in der wir unser Glücke teilen können.
Bis dahin... erlaubet mir zu genießen...
Stillschweigend...




Aus dem Tagebuch von Sanjana Valeth
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Farion Lefar
Beiträge: 189
Registriert: Donnerstag 16. Dezember 2010, 04:43

Beitrag von Farion Lefar »

Tage verronnen, wie der Sand in einem Zeitglas. Bücher wurden Studiert, Gebete wurden gesprochen, Aufgaben getan. Dies alles, die Bürde welches unser Dasein mitbringt im Zeichen Temoras galt es hoch zu halten. Vernachlässigen könnte man diese doch gar nicht zuviel bedeutend sie einen, und doch vermochte es die Liebe zu brechen.


Wenige Tage mag es her sein als sich die Junge Templerin ins Kloster zurückzog. Dort in den geweihten Mauern und Hallen ging sie ihren Meditationen nach. Vielleicht auch diesen Gedanken? Diesen Gedanken welcher Farion die Nächte beraubte. Immer wieder drehte sich der Blauschopf von einer Seite zu andern in seinem Bett. Er konnte kein Auge zuhalten ohne den Gedanken sie für die nächste Zeit nicht mehr sehen zu können. Vermissen, das Schneeweiße Haar meist zusammen gebunden, ihr Adrettes auftreten, allein schon jedes Wort welches sie sprach misste er, man könnte behaupten eine Engelszunge formte diese und trug sie mit einer Melodie welche uns aller Sinne berauben würde zu uns heran. Farion presste sein Gesicht kurz in das Kissen, als er sich dann herum drehte und sich aufrecht aufs Bett setzte. Nie hätte er sich zu Träumen gewagt von solchen Gefühlen heimgesucht zu werden. Was sollte er nun tun, diesen Gefühle ihren freien lauf überlassen, oder diese gar unterbinden. Langsam griff er nach seiner Ordensrobe welche nicht weit von ihm auf einen Stuhl lag und streifte sich diese über seinen Körper. Barfuss bewegte er sich über den kalten Boden seines Hauses, zu jenem Fenster was ihm den Spalier in die Nacht öffnen würde. Der Blick zum Mond hinauf, war einst jener welcher ihn viele Antworten auf Fragen gab. Vielleicht würden genau in diesem Moment jene Tiefblauen Augen hinauf sehen, hinauf in das silberne Band des Mondes. Um nach Antworten zu suche.



Lange weilte der Paladin noch am Fenster, bis sich eine feine Röte des Himmelsgestirns annahm. Wieder ward ein Tag vergangen ohne Schlaf, ohne Antwort. Dieses Gefühl welches ihm einst eines der Sieben Kinder Temoras aufschloss und ihm den Weg deutete es zu ergründen, sprach rechtens, so würde der Weg viele Entscheidungen mit sich bringen, und alles in Fragen taufen an jene wir einen Tag zuvor nicht einmal gedacht haben.



Mit dem Sonnenaufgang, und der Schlaflosigkeit welche sich in den Augen von des Paladin's hefteten zog er seine restlichen Sachen noch an. Heute würde es wieder ein ereignisreicher Tag werden….ein Tag der erneuten Prüfungen…..
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Farion Lefar
Beiträge: 189
Registriert: Donnerstag 16. Dezember 2010, 04:43

Beitrag von Farion Lefar »


Wie ein überlegtes streicheln fuhr er sich mit seiner rechten Hand durch das Haar. Ruhig saß er auf der Bettkante in jenem Schlafgemach im Kloster welches Sanjana früher einst bezogen hatte. Zwei Betten eines am Nord-Ende des Raumes das andere am Süd-Ende gestellt, wie zwei Kommoden welche diese Aufteilung teilten und ein Manns großer Schrank in welchen man wohl heute keine Kleidung mehr finden würde befand sich ebenso am Nord-Ende. Kleine Kerzen an der Wand angebracht umhüllten mit ihren warmen Schimmer die Räumlichkeit. Sie teilten sich ein Zimmer wohl zum ersten Mal über eine Nacht. Ungewiss mit der Scheue und dem Respekt voreinander die sie sich wohl gegenseitig ansahen verhielten sie sich jedoch noch recht „Normal“. Farion griff an die Bettkante und erhob sich, noch immer schien er Nachdenklich zu sein und ging einige Schritt durch das Zimmer. So recht wollte er die Junge-Templerin noch nicht wahrnehmen, bis sie ihn schließlich bat er solle sich herum drehen. Farion schaute recht herausgerissen drein und beäugte sie für einen Moment skeptisch. Langsam begann sie sich dabei von dem Stoff welche ihrer Schultern benetzte zu befreien als er begriff und mit einer Drehung sich der Wand hinter ihm zu kehrte. Schüchtern berührt senkt er seinen Kopf und Blickt auf die Kommode vor ihm wo er langsam begann mit dem Griff der Schublade zuspielen.

Das leise Rascheln herunter fallender Kleidungstücke ließ sich nur aus den Augenwinkel erahnen so wie man zu einer Seite blicken würde. Noch immer schien er irritiert ob sich bei den Gedanken zu erwischen auch nur einen Blick zu einer der Seiten zu wagen. Inzwischen hatte er die Schublade ohne Grund herausgezogen und zuckte förmlich zusammen als sie wieder aus seinen Rücken sprach, er könne sich wieder herum drehen, so schob er die Schublade überhastet zu welches deutlich Hörbar schien. Etwas schneller wie mit einem entschuldigenden Lächeln gewappnet drehte er sich zu ihr, und strahlte sie an.

Lange jedoch hielt sein verschmitzter Gesichtsausdruck dem Bild welches sich seinem Auge offenbarte nicht stand. Förmlich weidete sich sein Auge an der Jungen-Templerin. Welche nur leicht bekleidet, einige Schritt weit weg vor ihm stand. Ihre Hände hielt sie vor sich ineinander gefaltet und Ruhig. So wie sich das Nachtgewand um ihren Körper spannte verriet es an einigen Punkten ihre Weiblichkeit, welche so leicht betont gehalten wurde. Im ersten Moment tat sich Farion schwer daran seinen Blick wieder abzuwenden bis er es dann doch schaffte, und sich in einer Konversation zwischen den beiden versteckte. Zwischen den Worten tat er sich unbedacht daran seine Schwere Robe von seinen Körper zu streifen wie auch seine Jackett in sich zusammen zulegen um es vorsichtig auf die Kommode legen zu können.

Diesen Moment der Unbedachtheit würde er wohl nie mehr vergessen können. So war sein Oberkörper befreit von jedweden Kleidungsstück und gab einen unfreiwilligen Einblick auf seine Vergangenheit welche sich in den Konturen eines eingebrannten Ankh’s auf seinem linken Schulterblatt wieder spiegelte da. Zu lange verbrachte er die Nächte alleine, um nun unbedacht sich so die Blöße zu geben, und seine Strafe für sein einstiges vergehen jener Person unfreiwillig zu zeigen welche er am meisten „Liebte“……
Sanjana Valeth

Beitrag von Sanjana Valeth »

Schummrig mag das Licht im kleinen Klostergemach gewesen sein… Und so die junge Eminenz ihre Kleidung sorgfältig zusammenlegte, vermochte auch sie das Geräusch von Kleidung zu hören, welche in eben jene Kommode platziert wurden, an der Farion schon zuvor –gespielt- hatte.
Ohne größere Gedanken mochte ihr Blick kurz dem Geräusche folgen, musste sie doch sogleich erröten bei jenem, was ihre Augen erspähten.
Oft hatte sie nackte Oberkörper gesehen, in Kriegszeiten… und so sie Menschen versorgte, doch… Dieses Mal, ward es anders.

Langsam wandte sich der Körper der Hohetemplerin gen des Geräusches. Ihre Blicke mochten kurz den Körper des Mannes betrachten, den sie zu lieben lernte… Muskeln, welche verborgen blieben unter weiten Roben… Seine Arme erschienen mächtiger, als Sanjana bisher annahm, ward die Umarmung ihres Paladins doch wahrlich von solch sanfter Natur, dass man meinen könne, er würde etwas zerbrechliches berühren.
Die tiefblauen Augen Sanjanas wanderten nur langsam hinauf, an diesem stattlichen Oberkörper, bis sie jedoch die kräftigen Schulterblätter erblickte. Auch jene schienen mit einem Male in solch ungeahnten Charakter aufzuzeigen, so ihrer Eminenz nichts anderes blieb, als sich wahrlich geborgen zu fühlen in der seinen Nähe.
Geborgener… als sonst.

Während jenen Prozesses der genauen Betrachtung, mögen Sanjanas Füße die Geheiligte so nahe an ihren Liebsten geführt haben, so sie, etwas zögerlich, ihre Hand gen des Symbols recken konnte, welches sie auf seinem Schulterblatte erspähte. Die Haut ward vernarbt… Noch immer gerötet und doch schon von weißlicher Natur, wie es eine Narbe eben ward. Eingebrannt…
Wie aus dem Nichts stieg der jungen Eminenz für einen Augenblick der bekannte Geruch von verbranntem Fleische in die Nase, doch verflog dies ebenso schnell, so die Fingerkuppe ihres Zeigefingers den Kontakt mit eben jener Narbe suchte.
Wahrlich spürte sie das Erstarren des Paladins, doch hielt sie jenes nicht auf, mit ihrem Finger, sehr sanft, der Vernarbung zu folgen.

Als würde er spüren, dass die Zärtliche Berührung wieder an ihrem Anfang angekommen ward, wandte sich der Paladin vorsichtig um. So mochten die Blicke der zwei, unter Temoras Gnade stehenden, sich treffen. Wortlos, viele Atemzüge lang, bis Farion seinen Blick langsam an der seinen Hohetemplerin hinabwandern lies. Seine Hände suchten erkenntlich einen Platz, an welchem sie ruhen konnten, doch seien es nicht nur jene… Ebenso schweiften die seinen Augen über das sonnengebräunte Kunstwerk, welches sich seinen Augen nun aus nächster Nähe darbot. Wahrlich, ihr Dorf musste recht südlich gelegen sein…
Schneeweiße, sanft gelockte Haare wallten an dem jungfräulichen Körper bis zur Hüfte herab. Das im sanft güldenem Tone gehaltene Nachthemd ward ein weites Gewand und zeigte doch, so es in seichten Falten an ihrem Körper herabhing, jegliche, weibliche Rundungen der jungen Frau. Unbewusst mochte sie ihm so einen ungewissen Einblick schenken…

Ein tiefes Einatmen mochte zu hören sein, so wohl die kräftigen Männerhände sich entschieden, schlicht an seinem Körper herabzuhängen. Eine kurze Bewegung des schneeweißen Haares, mochte das seine Augenmerk sogleich wieder auf sich lenken.
Doch berichten… konnte er nicht… Nicht über jenes Mal, welches seine Schulter auf solch weise auf Ewig zeichnen würde.

Die Vergangenheit…
Wolle jener Paladin seine Gegenwart, wie auch seine Zukunft mit der seinen Gleichgesinnten teilen, ward die Vergangenheit schwer…
Noch…

Allein ein lang anhaltender, lieblicher Kuss vermochte den ihren Gefährten aus seinen Gedanken zu holen. Auf den Zehen gestützt, halt an seiner Wange und der seinen Brust suchend, vermochte es ihr gegeben zu sein, im dieses Spiel zu schenken, so dann auch die seinen kräftigen Hände in gewohnter Manier ihre Tallie sanft umrahmten…

Alsbald… würde er berichten…
Doch so solle der Abend mit jenem Kusse beendet sein.
Geschlafen… wurde in getrennten Betten.
Geruht jedoch… Im Herzen des Liebsten.
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