Bis zu jenem Moment, als die Änderung begann…
Damals, lange Zeiten bevor ich in den Orden der Temora eingetreten ward, war mein oberes Ziel und der Sinn meines Lebens mein Schaffen als Templer. Dies ist es wahrlich noch heute. Doch ich lernte dazu…
Zu jener Zeit ward auch das Verhalten der anderen die Widerspiegelung meines eigenen Verhaltens… Kühl mag ich es nicht nennen, doch distanziert, mit großer Höflichkeit… Zu hoher, mancher Zeiten… Wie Spiegel meiner eigenen Seele und doch genoss ich die Ruhe vor den Menschen und die Nähe mit Temora, der meinen Bewahrerin.
Nur in den Stunden der Nacht, wenn der Mond verhangen ward, sehnte sich mein Herz nach der Nähe zu den Menschen und nach Gesellschaft… Der Alpträume ward ich müde…
Einer Gesellschaft die ich eines Tages wieder finden sollte…
In Form des Ordens der Temora, fand ich eben jenes Ziel meiner Suche. Man ward gebeten ein zu treten und ich entschloss mich, ob dieser Ehre, es zu tun… An jenem Tage erfuhr man das Gefühl der Gemeinschaft. Erneut. Auf weltlicher Basis. Auf großer Ebene.
Ordensbrüder und Schwestern, welche ich schon im Kloster besaß und doch ganz anders.
Diesen Orden gab mir, nach jener Tragödie, erneut das Gefühl ein Mensch zu sein… Sie sprachen mich mit Schwester an. Menschen, für die ich sonst lediglich „ihre Gnaden“ ward…
Freundlich und höflich, doch höflich, wie man es einem Freund gegenüber ist, sprachen sie mit mir… Wärme erfüllte mein Herz und ich ward mir der Ehre wohl bewusst und die Menschlichkeit wuchs…
Der Ordensring ward überreicht… Ich erinnere mich genau, und ich spüre noch heute, wie… Farion damals meine Hand nahm und den Ring über meinen Finger schob. Schnell endete die Berührung, ward es wohl befremdlich… Diese… harmlose Nähe.
Und es wandelte sich wahrlich unter der liebevollen Einfühlung von eben jenem Paladine…meinem Paladin… in das Bewusstsein der eigenen Weiblichkeit.
Im Laufe der Zeit wandelten sich unsere Gefühle und wurden von freundschaftlich zu… zärtlich… Zusammen gebracht und erweckt der inneren Gefühle, warden wir durch die Gunst Temoras und den Segen ihrer Heiligkeit…
Paladius… Er ward der erste Manne, welcher meine Hand hielt… ein seltsames Gefühl, jedoch schön…
Der erste Mann der mich „Liebes“ nannte…
Ich spüre wie ich erröte ob dieses Wortes… Doch zu gern höre ich es, dem Tone der dunklen Stimme meines güldenen Streiters Leben eingehaucht.
„Liebes“…
Ein neues Glück… Bekannt… und doch so neu…
Dieser Zeiten erinnere ich mich an einen Traum…
Mein erstes Licht kehrte wieder und sprach zu mir… auf das ich mein Versprechen geben solle, das Glück erneut zu finden… Es zuzulassen, so es meines Herzens einlass suchen würde…
ich habe es gefunden, mein Licht, und ich hoffe, dass auch die meine liebste Tochter einst unser Glück teilen wird...
Hab Dank, Licht meiner Vergangenheit.
Hab Dank, Grundgütige.
Eurer Worte… Eurer Wünsche vermochte ich zu erkennen, was ich niemals mehr missen mag.
Bald... bald wird die Zeit sein, in der wir unser Glücke teilen können.
Bis dahin... erlaubet mir zu genießen...
Stillschweigend...
Aus dem Tagebuch von Sanjana Valeth