Der Pfad der Wut begegnet Disziplin

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XhuRyna
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Der Pfad der Wut begegnet Disziplin

Beitrag von XhuRyna »

Kapitel 1: Kleine Fäuste und kleine Hörnchen


XhuRyna war als RasharLo ehrlichweise klein und schwächlich. Als das letzte Kind im Wurf der Eltern beide ebenso der Kriegerkaste der RaSho angehörig wurde Sie oft von den anderen RasharLo nicht wahrgenommen oder gehänselt, auch wenn jeder Rashar seinen Platz im Stamm hat sind Kinder nunmal Kinder.

Sie lernte schnell sich zu verteidigen und oft war Sie der Auslöser einer Prügelei im Hort, weil Sie der Ansicht war alles mit ihren kleinen Fäusten und Hörnchen zu klären.Sie hatte das, was man bei den Rashar in jungen Jahren bevor der Mäßigung einen Blutrausch. Sie nannte es schlicht, das Rot in Rot bevor Dinge passierten wo Sie keine Kontrolle darüber hatte.
Das brachte Sie oft in Schwierigkeiten und führte zu disziplinären Maßnahmen. Ihre Ausbilderin, eine SenToki ValaShaRa erkannte die unbändige Wut und den Zorn in Ihren Adern. Sie wollte dieses Potenzial fördern und disziplinieren was oftmals auch in Schlägen enden konnte.

In den darauffolgenden Jahren wuchs XhuRyna heran wie jedes Lo. Kampftraining für die RaSho-Kaste und aus der zornigen kleinen RasharLo wuchs letzten Endes eine große und kräftige wie auch stolze Rasharii heran. Gewisse alte Konflikte blieben wie auch ein der Konkurrenzkampf wer denn letzten Endes die stärkste RaSho Ihrer Generation sein sollte, denn nur so konnte Sie ebenfalls zu den SenToki berufen werden.

Bei ihrem letzten Ausbildungstag, danach sollte Sie den Hort verlassen und dem Volk als Wache oder Soldatin dienen hörte Sie eine Stimme in ihrem Inneren. Sie war noch ohne Stammesbrandzeichen noch hatte die SenToki sie angesprochen, auch wenn es Andeutungen von Seiten ValaShaRa gab.Doch das war immer so, denn nur so stieg die Motivation der Perfektion und der Weg wurde geebnet. Ihr größter Konkurrent der ebenfalls auf den Ruf der SenToki wartete hieß XuShRaTosh. Ein RasharHo so groß wie ein Baum aber ebenso unbeweglich und sehr eigen.
Seine schiere Kraft war das einzige was XhuRyna respektierte, hatte Sie ihm doch schon so oft gezeigt wer der stärkere von beiden ist, in List und Strategie war Sie ihm zwar überlegen, aber seine schiere Kraft führte oft zu blauen Flecken und Schmerzen. XhuRyna erwartete, dass beide in die Reihen der SenToki aufgenommen werden.
Dazu kam es nicht denn es war Ahamani selbst, die zu Ihr und wohl zu einigen anderen zum Stamm des Unterreichs sprach. Ahamani hatte zunächste andere Pläne mit ihr. XuShRaTosh wurde im Unterreich statt der Ihren zu den SenToki berufen. Es sollte wohl zunächst nicht Ihr Pfad sein.

"Meine Kinder Ahamani erwartet diese Rashar an der Oberfläche, ein Feind ist zu besiegen."

Ohne zu zögern machte Sie sich auf den Weg zu Oberfläche, folgte dem berüchtigten Lavafluss der wohl laut der ältesten AlKunBra zur Oberfläche führen sollte. Sie war einige Tage unterwegs bis Sie durch einen Spalt, das erste Mal Sonnenlicht in ihrem bisher kurzen Leben sah.
Sie hatte im Hort von der Feuerkugel am Himmel gehört und auch dass Sie verschwinden kann und es so dunkel wie im Unterreich ohne Lava werden könnte. Nicht jeder der Rashar erreichte den Aufstieg, einige starben auf dem Weg. Fielen vor Erschöpfung um oder wurden von den Strapazen derart geplagt, dass Sie selbst in die Lava sprangen. XhuRyna sah dies mit stoischen und kalten Blick. Schwäche hasste Sie. Aufgeben hasste Sie. Sie würde niemals aufgeben, egal welches Hindernis man Ihr in den Weg stellte. Egal wie müde Sie gewesen wäre.
"Solange diese RaSho Blut in ihren Adern hat, wird Sie den Weg fortsetzen."
Ihre Beine müde vom langen Marsch hatten dennoch keine Zeit sich auszuruhen, denn die RaSho wiesen Ihr den Weg zur Waffenkammer vor dem RaKun wartete wohl schon eine Armee von Verbündeten, denn Sie erwarteten einen Kampf gegen einen abtrünnigen Gott, Getares.

Was dann geschah, ist wohl jedem bekannt....

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Zuletzt geändert von XhuRyna am Samstag 3. Mai 2025, 10:31, insgesamt 2-mal geändert.
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XhuRyna
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Beitrag von XhuRyna »

Kapitel 1.2: Das Rot in Rot

Endlos schien der Augenblick. So lebhaft und zusammenhangslos wie in einem verlorenen und verdrängten Traum.
Wo war Sie und warum?

Scheinbar irgendwo auf einer hohen Klippe des Vulkans. Sie konnte das salzige Meer auf ihren Lippen spüren. Seltsam bitter, salzig im Mund mit Geschmack von metallenen Blut.

Etwas stimmte nicht. Wie in Trance spürte Sie eine Veränderung in ihrem Inneren. Etwas regte sich wieder. Oshraxys? Doch wo war das heimtückische Flüstern? Wo die erniedrigenden Worte? Die Lügen? Die Zweifel?

Fiebrig, nein schon fast brennend, hinter ihren Augen vibrierend und pochend breiteten sich unter den so prachtvollen blauen Farben des Meeres und dessen Horizont das Rot aus. Herzschlag um Herzschlag floss es zähflüssig durch das blaue Meer als würde es selbiges in unbändigen Zorn und niemals abschwellender Wut bekämpfen wollen.

Blaue und rote Wellen schlugen mit gewaltigen peitschenden donnernden Fäusten aufeinander, als würden Titanen selbst um die Vorherrschaft der Farben kämpfen und als würden Berge mit Ihren Schlägen hart und brechend treffen.

Pochender Schmerz mit jedem Herzschlag. Ein Kampfschrei.Die Wut.Der Zorn.

So unkontrolliert süß und rot.

Das Rot besiegte das Blau und brach das Meer und den Horizont in Zwei. Mit einem tiefen Seufzen empfing das Meer das Rot. Es wurde regelrecht vereinnahmt bis nichts mehr übrig blieb als der rote Filter der sich zunächst schwach dann immer stärker werdend über ihre Augen legte, während Sie noch mit seltsam krampfenden Muskeln kämpfte.

Zitternd und angespannt beobachtete Sie die Szenerie als der Himmel ebenso Feuer fing durch einen Funken der aus dem Meer emporstieg. Zunächst nur einer. Dann viele, dann zahllose.
Dann schiere Vernichtungskraft.

Es umgab Sie ein Gefühl, als könnte Sie spüren wie Ihr Körper jeden Funken und jeden Flammenschlag mitnahm welche die Muskeln bei jedem Treffer unkontrolliert verkrampfen ließen, bis Sie das Gefühl hatte, so hart wie das Obsidian selbst werden aus dem Ihr Volk schon viele Waffen geschmiedet hatte.

Das Meer erhob sich, verbog sich bis es aussah wie ein niemals endender roter tosender Feuersturm mit hohen zischenden und gierig schäumenden Wellen die den Himmel treffen wollten und nun bereit waren selbigen herauszufordern.

Kratzend und unnachahmlich sprach etwas zu ihr, während Sie die betäubende Wut weiter und weiter in Ihr aufkeimte. Es schien endlos und ohne jegliches Zeitgefühl als Sie die Luft anhielt als wolle Sie sich gegen diese Stimme wehren, Ihr nicht zu hören, bis Sie nur einige von vielen Wörtern verstand.
"Emporgestiegen.e..stell ...d..."

Sie sah noch wie etwas aus dem Horizont emporstieg. Eine rote Sonne, die durch einen Lidschlag ein großes Auge öffnete ...

Mit einem harten Ruck wachte XhuRyna, schwer atmend und einem Gefühl als sei Sie im Onsen eingeschlafen auf.
Sie war komplett schweißgebadet, mitgenommen, fühlte sich fiebrig, geschwächt wie bei einer starken Erkältung. Sie richtete sich auf und fuhr sich mit beiden Pranken durchs Gesicht und Ihr erster Gedanke sowie Blick richtete sich auf eines Ihrer Zweihandschwerter. Rotglühend und brennend pulsierte es in der Halterung. Abwartend, ungeduldig, fordernd und rotglühend verharrte es im dunklen Schatten des Raumes. Geschmiedet im Herzen des RaKuns.

"Was ..was geschieht mit Ihr?" Hörte Sie sich noch selbst atemlos sagen, ehe Sie sich wieder geschwächt in die Felle fiel und ohne weiteren Traum wieder tief und fest einschlief....

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XhuRyna
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Beitrag von XhuRyna »

Kapitel 1.3 Das wütende Ungetüm

XhuRyna spürte die Erschöpfung tief in ihren Knochen, als sie sich auf den Weg zum RaKun machte.Sie war gerade auf dem Weg zurück vom Grauen Banner und hatte danach noch Jyn'drarr besucht. Die beiden so verschieden Sie auch waren verband etwas, was Sie noch nicht deuten konnte. Sie dachte noch über Jyn'drarrs Worte nach, war abgelenkt auf dem Rückweg:"Glaubst du, dass du jede Prüfung bestehst?"
Eigentlich war Sie auf der Suche nach Q'in gewesen. Sie hatte fragen und ihr letztes Aufeinandertreffen war nicht gerade ein Aufeinandertreffen des Sprechens sondern eher des Tanzens, wo XhuRyna mehr Glück als Verstand hatte als der oberste Lethyr die Taverne betrat und der Tanz ein schnelles Ende fand. Sie hätte gegen Ihn im Nachhinein keine Chance gehabt, doch hatte Sie sich verteidigt so gut Sie konnte.
Nun befand Sie sich auf dem Rückweg von etwas, was geschehen war und sich nicht mehr zurückdrehen ließ.
Ihr Körper war schwer, brannte von innen heraus, als würde er von einer unsichtbaren Glut verzehrt. Doch es war nicht nur die Müdigkeit, nicht nur das Fieber, das ihre Schritte verlangsamte. Es war das Wissen um das, was geschehen war.
Der Angriff war so plötzlich gekommen, dass sie kaum reagieren konnte. Die Worte der Räuber hatten noch in der Luft gehangen, drohend, fordernd, als der Schlag auf ihren Hinterkopf sie ins Dunkel stieß. Doch es war kein einfaches Dunkel. Es war das Rot in Rot. Das pochende, flammende Rot, das in ihr explodierte, als hätte es nur auf diesen Moment gewartet.
Sie erinnerte sich an das Dröhnen und die Kampfwut in ihren Ohren und an das Vibrieren ihrer eigenen Stimme, die zu einem unüberhörbaren Schrei wurde. Ihre Welt wurde verzerrt, eine tosende Flut aus wilden Zorn und unkontrollierter roter Wut übernahm ihr Denken. Sie verlor einen Moment die Kontrolle.
Schatten aus glühender Hitze zogen an ihrem Geist vorbei, geflüsterte Stimmen längst vergessener Ahnen riefen nach ihr, peitschten sie an. Dann war da nur noch Chaos und unbändiger Vernichtungswillen. Kantige schnelle Bewegungen mit dem Flamberge, zogen Risse durch ihre verschwommende rote Welt, während Sie einen Moment sogar glaubte einen Baum zu hören wie er fiel, dann Geschrei. Angstschreie von Stimmen die zuvor mit großen und frechen Worten Sie überfallen wollten.
Als sie zu sich kam, war ihr Atem schwer und heiß, wie ein glühender Wind aus der Tiefe Ihrer Heimat tief unter dem Vulkan. Sie glaubte Fieber zu haben. Die Beine welche Ihr immer festen Stand gaben, zitterten. Der metallische Geruch von Blut lag schwer in der Luft, als hätte ein roter Regen die Erde getränkt. Ihre Kleidung, ihre Haut, ihre Waffen, alles war durchdrungen vom Rot, als wäre das Blut selbst ein Teil von ihr geworden. Die Räuber? Sie waren nicht mehr. Nur Fetzen von Fleisch, abgetrennte Glieder, groteske Formen, die einmal Menschen gewesen waren. Die Erde unter ihr war aufgerissen, gezeichnet von der rohen Gewalt, die sie unwissentlich entfesselt hatte. Die Splitter der gebrochenen Waffen lagen verstreut, als wären sie unter dem Druck eines riesigen Ungetüms zermalmt worden.
XhuRyna stand mitten in diesem Gemetzel, ihre Flamberge den Sie Flammenschlag nannte beiden Händen fest umgriffen. Die Waffe glühte, pulsierte, als hätte sie sich an ihrem Zorn gelabt, als wäre sie ein lebendiges Wesen, das ihren Rausch mit ihr geteilt hatte. Die Runen entlang der Klinge leuchteten wie flüssiges Magma, riefen nach mehr, nach weiteren Opfern für das unersättliche Feuer, das in ihr tobte.
Sie atmete schwer, führte ihre Pranke an ihre Stirn. Fieber. Ihre Haut glühte wie die Klinge in ihrer Hand, als wäre sie aus dem gleichen feurigen Erz geschmiedet. Ihr dunkler, mit Hörnern gekrönter Kopf sank kurz nach vorn. Sie wankte, doch sie durfte nicht fallen. Nicht hier. Nicht jetzt.Keine Zeit.
Mit einem letzten Blick auf das, was von den Räubern übrig war, setzte sie ihren Weg fort. Schritt für Schritt, langsam, beharrlich und mit stoischer Disziplin egal wie groß der Schmerz war.Sie war auch verletzt und merkte es jetzt erst, ein Dolchknauf ragte an ihrer Schulter hervor.Genau dort wo beide Plattenteile Ihrer Rüstung die Schnalle hatten.
Der RaKun rief nach ihr. Die Stimme des Vulkans, der uralte Zorn des Feuers, er war Teil von ihr. Und sie musste nach Hause zurückkehren, bevor das Rot wieder die Kontrolle übernahm. Sie musste verstehen was geschehen war und Sie durfte auf diese Art und Weise nie wieder die Kontrolle verlieren. Sie musste sich mehr auf Ihre Disziplin berufen einen Weg finden die Kontrolle zu behalten. Sie musste noch mehr Kun sammeln Ihr Weg war noch lange nicht vorbei.
Sie erinnerte sich wieder an diese Stimme, die sie regelrecht unnahmlich ankratzte mit den Worten:"Emporgestiegene, stell dich dir selbst!"


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Zuletzt geändert von XhuRyna am Dienstag 25. März 2025, 09:27, insgesamt 2-mal geändert.
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Ragai Mirkow
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Beitrag von Ragai Mirkow »

XhuRyna hatte ihr eine wahre Geschichte erzählt – eine, die Ragai tief berührte.
Aus Wertschätzung für diese besondere Freundschaft, und aus stiller Bewunderung für Xhu, beschloss Ragai, das Gehörte festzuhalten. Nicht mit Worten – sondern mit Linien, mit Schatten, mit Ausdruck.

So setzte sie sich eines Abends in die Stille, ließ Xhus Worte in ihrem Geist kreisen – wie Rauch, wie Erinnerungen – und begann zu zeichnen.
Sie sah die Szene vor sich, als wäre sie selbst dabei gewesen:

„Ihr Blick war ruhig. Glühend.
Die Hörner ragten wie Dornen aus ihrem flammenden Haar, das im Wind flatterte wie brennende Seide.
‚Sie ist verwundbar! Jetzt oder nie!‘, schrie einer – und stürmte los.
Zu spät.
Mit einem wirbelnden Schwung zog sie eine Feuerspur durch die Dunkelheit. Das Schwert knisterte, fauchte – und spaltete den ersten Angreifer mit einem einzigen Hieb.
Sein Schrei verlor sich im Heulen des Windes.“


Als sie fertig war, betrachtete sie das Werk lange – still, mit einem leichten Lächeln.
Dann rollte sie das Bild sorgfältig zusammen und legte es in die kleine Truhe vor XhuRynas Wohnhöhle.
Ein Geschenk. Eine Erinnerung. Ein stiller Beweis ihrer Verbundenheit.

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Zuletzt geändert von Ragai Mirkow am Sonntag 23. März 2025, 15:27, insgesamt 4-mal geändert.
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ShaNara
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Beitrag von ShaNara »

Der heiße Atem des RaKun schwebte in der Luft. Ein Pulsieren, das fast im Takt mit XhuRynas rasendem Herzschlag schlug. Sie saß aufrecht auf ihren Fellen, um das Urteil der BrakNa abzuwarten. Dabei der Schmerz in ihrer Schulter pochend, wie eine drohende Warnung.

ShaNara trat lautlos näher, ihre geschmeidige Gestalt im Schein der Lava nur schemenhaft zu erkennen. Ihre obsidianfarbenen Augen musterten XhuRynas Wunde mit einer Mischung aus Besorgnis und Interesse. „Die Schwester weiss, was zu tun ist..“, sagte sie leise, ihre Stimme dabei jedoch entschlossen wirkend.

XhuRyna atmete schwer aus, schloss für einen Moment die Augen. „So führe es die BrakNa durch, diese vertraut ihr.“

ShaNara kniete sich neben sie, zog ihren Dolch aus der Scheide und hielt ihn in die Nähe eines kleinen Lavabeckens. Das Metall begann schnell zu glühen, während sich ein Tropfen Schweiß von ihrer Schläfe löste und in der Hitze verdampfte. XhuRyna betrachtete sie, wie sie dort kniete, so konzentriert, anmutig in ihrem stillen Entschluss. Es war ein Moment, der sich in ihre Gedanken brannte, wie der Dolch sich gleich in ihr Fleisch brennen würde. „Sie behalte es zwischen den Zähnen“, murmelte ShaNara, als sie Ihr ein kleines Stück Holz gibt, um darauf hineinbeißen zu können. “Die Schwester muss jetzt stark sein…” ihr Blick dabei jetzt nur noch auf die Wunde gerichtet.

XhuRyna zuckte nicht zurück. Die stolze Rasharii schloss die Augen und verspürte dabei die Wärme, die von dem glühend heißen Dolch in ihrer Nähe ausging. Dann kam der Schmerz – heißes Metall, das sich durch ihr Fleisch fraß. Sie biss die Zähne zusammen, spürte, wie ShaNaras andere Hand fest ihre Schulter hielt, als würde sie sie in der Realität verankern.
Als der Schmerz nachließ und nur noch das dumpfe Pochen blieb, öffnete XhuRyna die Augen wieder. ShaNaras Gesicht war ganz nah, die Augen dabei ihre Arbeit musternd. „Es ist vorbei“, sagte sie schliesslich.

Als sich ihre Klauen jedoch nun vorsichtig von ihr lösen, verweilten sie einen Moment länger als nötig… Als gebe es für einen Moment nichts außer der Hitze der Höhle und der stillen, gegenseitigen Anerkennung zwischen ihnen.

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Zuletzt geändert von ShaNara am Dienstag 1. April 2025, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
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XhuRyna
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Beitrag von XhuRyna »

Kapitel 1.4 Pochende Kopfschmerzen und Wut in der Brust

Nachdem die Wunde von der BrakNa behandelt und die Stelle an der linken Schulterseite mit einem glühenden Obsidiandolch kauterisiert worden war, blieben lediglich diese unsäglichen und hartnäckigen Kopfschmerzen zurück.

Die Verletzung an der Schulter war das Resultat eines verirrten Dolches und die drastische Maßnahme, die Wunde mit Feuer auszubrennen, wurde aufgrund des Giftes auf der Klinge notwendig. Doch die Kopfschmerzen schienen eine andere Ursache zu haben.

Seit dem Moment, als Ahamani sich mit Oshraxys vereint hatte, verspürte sie diesen pochenden Druck und die quälenden Schmerzen.

Zurück blieb eine Mischung aus Frustration und einer blinden Wut in ihrer Brust, die sie unter allen Umständen zu kontrollieren versuchte. Dieses Rot in Rot hatte sie zwar schon als junge Lo erlebt, doch diesmal war die Intensität eine andere, ebenso wie die Gefühle dahinter. Ihre Hörner, die für ihre Art eigentlich klein und unauffällig waren, schmerzten bereits bei der leichtesten Berührung. Das schabende und drückende Geräusch hinter ihren Schläfen und ihrer Stirn trieb ihr oft, besonders morgens und abends, Tränen in die Augen. Die Schmerzen waren real, genauso wie die Wut dahinter.

Das Fläschchen, das sie zuvor von ShaNara erhalten hatte und das eine beruhigende sowie leicht betäubende Wirkung versprach, zeigte nur noch begrenzte Wirkung. Es half ihr zwar, das Rot in Rot einigermaßen zu zähmen und die Schmerzen leicht zu lindern, doch auf Dauer schien es keine zufriedenstellende Lösung zu sein. In Kombination mit den Meditationstechniken, die sie von MhaRashKal gelernt hatte, gelang es ihr gerade so, nicht den Verstand vor Schmerzen zu verlieren.

Waren ihre Hörner gewachsen? Waren diese Ringe schon immer da? Als sie ihr Spiegelbild betrachtete, war sie überrascht: Tatsächlich waren ihre Hörner größer geworden und den Schmerzen nach zu urteilen wohl deutlich größer im Vergleich zu vorher. Aber warum? Und wie groß würden sie noch werden?
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XhuRyna
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Beitrag von XhuRyna »

Kapitel 2 Geburt der Flamme und der Asche

Das Eisgrab war keine gewöhnliche Höhle. Durchdrungen von Magie und Hass, geboren aus vergessenen Kriegen. Eiszacken ragten wie die Zähne eines gefräßigen Ungeheuers aus Boden und Decke und in der Luft hing ein Nebel, so kalt, dass die beiden Rasharii einen Moment
überlegten zurückzukehren. Sie waren derlei beißende Kälte nicht gewohnt und Sie spürten wie die Muskeln unter selbiger zitterten um sich warm zu halten.
XhuRyna, Kriegerin der Rashar, schritt voran, ihr Atem dampfte wie Rauch in der eisigen Finsternis. An ihrer Seite bewegte sich ShaNara, die Asche, deren dunkle Augen alles zu durchdringen schienen. Sie kämpfen sich gemeinsam durch die Höhle zerschmetterten die Gegner mit Leichtigkeit. Sie hatten etwas gehört. Etwas Uraltes sollte darin lauern. Die beiden Rasharii waren neugierig und wollten dem auf den Grund gehen.
Tief im Herzen der Höhle, wo das Eis blutrot schimmerte, wartete das Grauen: Der Blutdämon, uralt und hungrig, ein Koloss aus zuckenden Muskeln, pulsierenden Adern und Schatten, die wie lebendige Ketten aus seinem Leib wucherten. Seine Stimme war das Grollen von Lawinen, sein Blick das Versprechen ewiger Qual.

Er war schnell und erbarmungslos.

Mit einem donnernden Aufschrei schleuderte der Dämon ShaNara gegen eine Wand aus gefrorenem Kristall. Blut spritzte, färbte den Schnee rot. ShaNara sackte zusammen, ihre Silhouette zitterte vor Schmerz, doch ihre Augen blieben auf XhuRyna gerichtet ein stummer Ruf, ein Band, das stärker
war als der Tod. ShaNara hatte Glück, sie konnte den Schild noch gerade so heben, um Schlimmeres zu verhindern, doch Sie war verletzt.
XhuRynas aschblaue Augen fokusierten ShaNaras Blut im Schnee. Ein tiefer Seufzer als Sie spürte, dass Sie der unbändigen Wut und ihrem alten Erbe nicht entkommen konnte. Das Rot in Rot flammte in ihr auf wie ein längst vergessenes doch bekanntes Gefühl zunächst nur ein Grummeln im Innern.
Doch dann wurde Ihr Herzschlag zum Kriegstrommeln, ihre Narbe an der linken Schulter brannte und pochte wie ein zweites Herz. Die uralte Wut der Rashar, das Feuer, das in ihrem Blut lauerte, erwachte mit unbändiger und unkontrollierter Macht. Als würde ein Lavastrom durch die Adern fließen.
Sie war nicht mehr nur eine Kriegerin, sie war der Funke, der zu einem tosenden unkontrollierten und unfokusierten Feuersturm aufstieg. Das Erbe und die Essenz von Oshraxys brannte und blitzte in Ihr auf wie ein feuerspuckender Vulkan und dieser Vulkan wollte nur eins: Vernichten ohne
Rücksicht. Keine Kontrolle, kein Fokus. Mit einem vibrierenden Schrei, der selbst das Eis erzittern ließ, stürzte sie sich auf den Dämon. Das
flammende Großschwert warf Funken, als Sie es in Richtung des Blutdämons schwang. Der Blutdämon brüllte, er parierte den Schlag mit seiner langen gebogenen Klinge. Funken sprühten und das Geräusch von lauten aufprallenden Stahl und Metall fegte echoend durch die Höhle, erzeugte eine Druckwelle die den Schnee aufwirbelte.
Die Rasharii setzte nach führte das flammende Großschwert mit der rechten Pranke wie eine Einhandwaffe mit Leichtigkeit und knurrender Wut, um sich auf der eigenen Achse zu drehen und die Waffe in die linke Pranke zu legen, dabei einen abwehrenden Aufwärtshieb zu schwingen. Eine
flammende Spur zog Sie nach, gefolgt von Rauch und dunklen Dampf, als der Schnee berührt wurde.
Ihr gesamter Körper bewegte sich mit. Die aschblauen Augen funkelten gierig in die Richtung des Dämons und Ihr Gesicht wurde zu einer verzerrten wütenden Fratze, als habe Sie die komplette Kontrolle verloren. Jeder Schlag, jeder Tritt, jeder Aufprall, den Sie erlitt ließ das Feuer in ihr heller
lodern. Sie war ein Wirbel aus Glut, ein Inferno inmitten der ewigen Kälte.
Der Dämon schlug zu, Sie parierte wurde zum Teil in den Boden gedrückt, nahm beide Pranken um das flammende Großerschwert gerade zu halten. Immer und immer wieder, getrieben von einer Kraft, die jenseits des Verstandes lag, belauerten sich beide Kontrahenten. XhuRynas Augen
glühten, ihr Atem war Flammenhauch, Sie schnaubte und pustete, außer Atem. Sie glitt mehr ins Rot, die Welt verschwamm, wurde unscharf und dunkler.
Sie spürte, wie sie an den Rand des Wahnsinns geriet, wie das Feuer drohte, sie zu verschlingen. Die Adern brannten, der Körper wurde schwerer. Ihre Kraft fast aufgebraucht. Doch sie kämpfte weiter, für ShaNara, für sich selbst, für die Rashar gegen das Dunkel.
Sie hatte kaum noch Kraft das Großschwert gerade zu halten. Sie spürte wie das Feuer Sie langsam von Innen heraus aufzulösen drohte. Sie sackte auf das rechte Knie, spürte Ihre Kraft schwinden.
Im letzten, alles entscheidenden Moment, als der Kampf verloren schien und der Dämon zum tödlichen Schlag über Kopf ausholte, sammelte XhuRyna all ihre letzten Reserven, umgriff das Schwert mit beiden Pranken während Ihr eigenes Blut zähflüssig entlang Griffs der Waffe in den Schnee tropfte. "Disziplin," hörte Sie eine bekannte Stimme sagen. Das Wort wurde wiederholt wie eine süße Melodie, dass Sie nicht mit den Ohren hörte sondern mit dem Herzen.
Das Rot in ihrem Inneren, ließ die Niederlage nicht zu. Mit Disziplin und Beharrlichkeit stieß Sie Ihre Klinge nach oben und durchbohrte das Herz des Ungeheuers, als habe Sie auf diesen Moment gewartet. Sie stand auf und drückte mit den Beinen nach, um die Klinge so tiefer in die Brust des Ungeheuers zu schieben.
Ein Schrei, so alt wie die Welt, hallte durch das Eisgrab, als der Dämon in einer Explosion aus Blut und Feuer fiel leblos zu Boden.
XhuRyna taumelte, das Feuer in ihr flackerte, drohte zu erlöschen und Sie in den Tod mitzureißen.
Sie fiel auf das rechte Knie, das Rot in ihren Adern loderte noch zu stark, zwischen Glorie und Wahnsinn. Sie ließ das flammende Schwert fallen und beide Pranken umgriffen ihre Hörner ein lauter Schrei.
Die Kälte griff nach ihr, Sie wäre mit dem Gesicht im kalten Schnee gelandet, doch dann eine Berührung. ShaNaras Hand, schwach, aber fest, legte sich auf ihre Schulter. Ihre Stimme war leise, aber sie hallte wie ein Schwur in der Stille: „Du bist die Flamme, Schwester. Ich bin die Asche, die dich hält. Gemeinsam sind wir mehr als Tod und Feuer.“
Langsam kehrte XhuRyna zurück. Das Rot verblasste, das Feuer wurde zur Glut. Gemeinsam, Flamme und Asche, erhoben sie sich aus dem Eisgrab als Siegerinnen über das Dunkel, als Schwestern, deren Band nun stärker war als jedes Ungeheuer dieser bekannten Welt.

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Zuletzt geändert von XhuRyna am Samstag 3. Mai 2025, 10:45, insgesamt 4-mal geändert.
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XhuRyna
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Beitrag von XhuRyna »

Kapitel 2.1 Die Glutfesseln

Der Staub legte sich nur zögerlich über das zerfurchte Schlachtfeld, als XhuRyna schwer atmend auf die Knie sank. Ihr Atem ging stoßweise, die Welt um sie herum verschwamm kurz nicht vor Schmerz, sondern vor Wut. Das Rot in Rot pochte wie ein zweites Herz in ihr, dumpf, drängend, verführerisch. Tief in der Dunkelheit ihres Inneren raste eine Sturmfront, die sie mit mühsamer Disziplin hinter Kontrolle und Gedankenzügeln gefangen hielt, Ihre eigenen imaginären Glutfesseln.

Sie presste die Hand auf den Boden, spürte das nasse, kalte Gras, als könne der Kontakt zur Erde sie erden. Ihr Blut aber brannte, als ströme flüssiges Feuer durch ihre Adern.

Der Kalure, klein, doch mit einem Panzer aus blauem Mithril und uralter Verachtung hob die Dornenaufsätze an seinen Fäusten. Sein Schlag hatte sie vom Rücken ihrer ShriRak-Reitechse gerissen. Er hatte sie mehr als überrascht. Er war zwar viel kleiner als sie, doch das wog er mit seinen Muskeln und seiner kompakten Breite wieder auf. Bei Ahamani! Er war verdammt stark und schnell!

Der Gedanke, dass ein Krieger ihrer Stärke fallen konnte, erschütterte das Selbstbild der KaRaSho.

„Kontrolle“, flüsterte sie sich selbst zu. „Kontrolle, XhuRyna.“ Während sie mit dem Obsidianspeer zustieß, flogen Funken, als das Obsidian auf den Mithrilhelm des Kaluren traf. Ihr Schlag war heftig und für einen Moment schien es, als gewinne sie die Oberhand, doch dann kam der Gegenschlag des Kaluren. Er war präzise und erbarmungslos und sie spürte, wie ihre schwere Rüstung den Großteil der Wucht aufnahm. Ihre Brust schmerzte dennoch.

Das Rot in Rot lachte in ihr. Ein Echo aus Feuer und Blut. Es verhöhnte sie, beschimpfte sie, wie schwach sie war und langsam. Stimmen flüsterten aus der Tiefe, Stimmen jener, die sie einst besiegt hatte, jener, die sie in ihrem eigenen Geist eingekerkert hielt. Teilweise RaSho aus dem einstigen Hort, teilweise auch Bilder, die sie in diesem Moment tief aus ihrer Erinnerung hervorholte.

Es war der Pfad. Es war sie selbst.

Mit geschlossenen Augen stellte sie sich vor, wie die Disziplin eine Gestalt annahm, eine starke Kette aus Obsidian, dunkel geflochten aus vielen starken Gliedern, die das Chaos und die Wut bändigen sollte. Doch die Kette begann zu glühen, drohte zu reißen und zu schmelzen. In der Schwärze hinter ihren Lidern loderten Flammen auf.

Bilder zuckten auf, das erste Mal, als sie das Rot in Rot in ihren Träumen entfesselte, Berge brannten, Himmel wurden von Feuerströmen zerschnitten, ihr eigener Schrei hallte wie Donner durch die Lüfte, das Auge in der brennenden Sonne am Himmel.

Ihr Unterbewusstsein schrie nach Entfesselung. Nach Sein.

Sie öffnete die Augen.

Der Kalure stürmte wieder heran, die Dornenaufsätze mit glühenden blauen Mithrilrunen durchzogen. XhuRyna hob die Hand und tastete nach Zügeln.
Nach Zügeln? Einer ihrer Verbündeten hatte ihr ein Knochenpferd bereitgestellt, etwas Unechtes aus ihrer Perspektive. Sie stieg schnell auf, um dem Schlag des Kaluren zu entgehen. Die eigene Armee zog sich zurück.

Noch immer spürte sie, wie ihr Körper, zitternd und von Muskelzuckungen durchzogen, sich gegen das Aufbegehren des Innere, des Rot in Rot, wehrte. Ihre Disziplin war ein Wall, doch jeder Treffer des Kaluren ließ Risse entstehen.

"Ein Funke...," flüsterte etwas in ihr.

XhuRyna sah ihrem Feind ein letztes Mal nach, und ihre Pupillen begannen, das Licht eines imaginären brennenden Horizonts zu spiegeln. Das Rot in Rot zog an ihren Fesseln, ihren Glutfesseln.

„Nirr... noch nirr und nirr jetzt, am besten gar nirr...“, hauchte sie, während sie die Wut einsperrte und der Armee hinterherritt.

Die Disziplin würde sie retten, aber auch bremsen. Wie lange noch?

Denn tief in ihrem Inneren, wo das Feuer und die Flamme der Selbstbeherrschung kaum mehr glomm, loderte jener Funke bereits und wartete darauf, sich eines Tages in einen tosenden Feuersturm zu verwandeln. Ihre Tage waren somit gezählt. Sie konnte dem Rot in Rot also nicht mehr entkommen. Wie viel Zeit blieb ihr noch?
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XhuRyna
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Re: Der Pfad der Wut begegnet Disziplin

Beitrag von XhuRyna »

Kapitel 2.2 Der Alptraum

Tief und fest schlief XhuRyna auf den Fellen. Jedoch begann dann mit einem Male eine innere Unruhe. Ihr gehörnter Kopf bewegte sich und her, während scheinbar auch die geschlossenen Augen, sich unter den Augenlidern zu bewegen schienen.
Hin und wieder sprach Sie im Schlaf leise aber bestimmt:"Ni ...bitte nirr....schon wieder."

Wo war Sie? Im Traum wie immer erklomm Sie wieder den einen Pfad, er war voller spitzer schwarzer, schneidender Steine und ihre Handgelenke mit besonderen blauen Fesseln gefesselt. Es gab Momente da musste Sie in die spitzen Steine greifen um weiter zu kommen. Sie spürte die Verletzungen an den Händen, manchmal auch an den Beinen.
Der rote stehende Feuerball am Himmel, mit dem Auge beobachtete Sie, Sie musste nicht hinauf sehen, Sie wusste, dass er da war. XhuRyna trug Lumpen, es schien mal ein weites Gewand gewesen zu sein, wovon nur ein dreckiger und zerrissener Teil übrig blieb. Wo waren Ihre Waffen? Wo Ihre Rüstung? Sie konnte sich nicht erinnern, vielleicht Gefangenschaft? Durch wen? Sie erklomm weiter den Hügel und desto weiter Sie hinaufging, desto mehr spürte Sie diese aufkeimende und fast brennende Hitze in sich.
Oben angekommen hörte Sie zunächst ein leises rhythmisches tiefes bassiges aufladendes Surren. Es klang wie ein Intervall, der immer kürzer zu werden schien und desto kürzer er wurde, desto mehr stieg die Hitze in Ihr auf. Für einen Moment glaubte Sie zu verbrennen. Bis dieses Gefühl welches in ihrer Brust begann, dann bis zu ihrer Stirn hinauf wanderte, um dann langsam aber stetig die Hörner hinaufzugleiten und als der Intervall abrupt stoppte, im alles entscheidenden Moment einen elektrifizierten roten kleinen Funken, aus den spitzen Ihrer Hörner schießen lies. Alles was Sie sah, war ein roter Lichtkegel, der Ihre Augen mit einem Brennen quälte. Sie musste die Augen schließen.
In einem hohen Bogen flog dieser Funke zunächst gerade in den Himmel. Erleichtert fiel XhuRyna zurück auf Ihr Gesäß, als sei eine sehr schwere Last von Ihren Schultern genommen worden. Doch dann änderte der Funke die Richtung und es zog ihn auf den weit entfernten schneebedeckten Berg am Horizont. Als er die spitze des Berges berührte, durchzog Sie ein feuriger Schauer und eine gewaltige Explosion verbunden mit einem Donnerhall, die den Berg in rote Flammen hüllte und ihn wie den tosenden Vulkan explodieren ließ. Der Feuerball am Himmel weinte rote funken artige Tränen und hüllte ebenfalls alles in Feuer und Asche.
Es war nicht nur einfach hell. Alles war rot, so rot, dass Sie das rote grelle Licht durch die Augenlider sah und die Druckwellen der Explosionen erwartete. Kein Horizont, kein Land, alles rot. Als sei alles verloren.

Als Sie die Druckwelle erreichte, erwachte Sie und richtete sich keuchend im Sitzen auf. Ihre Stirn brannte und Ihr Abendkleid war komplett schweißgebadet. Ihre roten Haare klebten ihr im Gesicht und Rücken. "Nur ein Traum....nur ein Traum...bei Ahamani nur ein Traum", murmelte Sie und atmete tief durch. Die restliche Nacht blieb Sie wach. Einschlafen konnte Sie nicht mehr. Was hatte das zu bedeuten? Drohte Unheil?
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