Als Parun wieder an Bord war und die Seeluft schnupperte, ließ es dann doch langsam nach und sorgte für ein erleichtertes Aufatmen. Doch das Grinsen war schon eine geraume Zeit zuvor entstanden und Berwin, der ihm mit dem höchst zufriedenen, verträumten Ausdruck eines frischverliebten Mondkalbs entgegenglotzte, spiegelte seine Euphorie sowie Entspannung nur zu deutlich.
„Lass mich raten,“ begann Parun und strich sich das halblange, dunkle Haar aus dem Gesicht, „Auch auf K’awi hast du hübsche Mädchen gefunden, hm?“
Berwin strahlte noch mehr und nickt langsam, jetzt war er es, dessen Brust ein Seufzer verließ.
„Und wie! Schöne Mädchen und…“, der Blick in Richtung Parun wurde feixend, „gutaussehende Männer, was?“
Doch der dunkelhaarige Südländer ließ sich nicht necken und zuckte mit den Schultern.
„Du meinst, abgesehen von uns? Ja, der Ein oder Andere sah schon nicht übel aus.“
Sein blonder Mitreisender lachte kurz auf und vergrub das Gesicht dann wieder in den Armen, als wolle er noch ein klein wenig schlummern, ächzte dann aber eher unzufrieden auf.
„Und jetzt wieder zurück in die Winterkälte…“, jammerte er halb in den Stoff seiner Hemdsärmel hinein. Auch Paruns Miene verfinsterte sich jetzt zunehmend.
„Hm, daran wollte ich nicht gleich denken. Je weiter wir auf Meer fahren, umso weniger K’awi Sommer ist da und mit La Cabeza ist es auch nicht zu vergleichen.“
Berwins sehnsüchtiges Jammern unterbrach seine weiteren Gedanken.
„Uuuh, La Cabeza. Die Mädchen bei Minfays und diese süße Pir… Matrosin mit den schönen, großen… Augen. Da schmiegt man sich gerne an. Ach, können wir nicht einfach im nächsten Hafen kehrt machen und zurück nach La Cabeza? Komm schon, eine Ausnahme…“ Doch Parun schüttelte bereits emsig den Kopf und hob abwehrend die Hände etwas an.
„Nein, keine Ausnahmen. Das war die oberste Prämisse, denn du weißt, was auf dem Spiel steht. Abgesehen davon ist La Cabeza dann doppelt ungünstig. Die Schmuggler und Ganoven dort hätten früher oder später versucht Hand an die Ware zu legen. Apropos… viel haben wir davon auch nicht mehr, oder? Müssten auch Nachschub für uns holen.“
Berwin wurde etwas blasser um die Nase und sah sich hastig mit weitem Blick um. Paruns Augen hingegen wurden schmaler und feindselig.
„Sag nicht, du hast den Rücksack letzte Nacht im Gebüsch liegen gelassen! Ich wusste es war eine dumme Idee ihn dir anzuvertrauen, wenn du drei Weiber im Schlepptau hast.“ Doch Berwin atmete hörbar und erleichtert auf, griff unter den Tisch und hob einen einfachen Lederrucksack an, zurrte an den Schnallen und lugte hinein.
„Hm, dachte es wären mehr aber kann sein, dass ich gestern nicht mehr richtig gezählt habe nach diesem Kululu-Zeug.“
„Kukul.“, merkte Parun noch recht verstimmt und eher eisig an, erntete aber nur ein Schulterzucken.
„Möglich. Wie dem auch sei, es sind nicht mehr viele, ja.“
„Dann hast du deine Antwort erneut. Es geht jetzt erst einmal ans Festland und von dort aus ganz in den Süden. Deck dich mit Sonnenhüten und Aloemilch für deine empfindliche Nordländerhaut ein. Und wo wir schon dabei sind, vielleicht gönnst du deinem kleinen Freund da unten mal ein bisschen Ruhe, bis wir Nachschub haben.“
Berwin starrte ihn an, sah aber das erheiterte Funkeln in den olivgrünen Augen des Freundes und dann mussten beide so ausgelassen lachen, wie es nur sehr zufriedene Menschen vollbringen.

[OOC: Liebe Spieler, hier handelt es sich um eine kleine Miniquest, bei der grundlegend jeder mitmachen kann. Besonders angesprochen sind auch Holzarbeiter und Bauern. Wenn euch etwas seltsam vorkommt oder ihr dabei etwas Spezielles machen wollt, einfach ein rasches Ticket ans Questteam oder ein Posting hier und wir werden reagieren. Viel Spaß!]













