[MMT] Ein Festungsturm für die Marine

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Merrik von Aerenaue

[MMT] Ein Festungsturm für die Marine

Beitrag von Merrik von Aerenaue »

"Was seht Ihr da vor Euch?"
Sie standen auf den mauern des Kastells, der Blick in Richtung des Hafens gerichtet. Nyome fing, mal wieder, mit ihren Fragen an, statt direkt auf den Punkt zu kommen. Doch Merrik spielte mit, wie er es immer tat.
"Den Hafen, das Hafenviertel, das offene Meer."
"Und?"
"Drei Schiffe, ein Ladekran, eine ungenutzte Werft, das Handels- und Gasthaus."
"Und?"
"Worauf wollt ihr hinaus?"
"Kann man auch nicht sehen." Nyome deutete in das Hafenbecken, mitten aufs Wasser, direkt zwischen den Stegen und dem Kastell. "Genau da."
"Ist Wasser..." stellte Merrik treffend wie absolutig richtig und durch und durch stumpf fest.
"Aber bald ist da noch mehr. Kurz gesagt. Seine Hoheit hat bereits eine Absage für den Bau einer Wehranlage für die Marine in Tiefenberg erteilt. Die Klippen sind zu hoch, der Bau zu kostspielig.
Der Hafen von Adoran wird daher genutzt und direkt vor uns wird das Kastell erweitert, um einen weiteren Festungsturm hier im Hafenbecken. Für die Marine."


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Die Aufgabe war klar, unmissverständlich.
Seine herzogliche Hoheit will einen Festungsturm für die Marine. Und das Regiment soll ihn bauen.
Sicher, das Regiment hat die Unterstützung der Grafschaft und bezahlt werde soweit auch alles, doch es wird ein ganz schöner Aufwand sein in das Hafenbecken einen Turm zu errichten. Das würde das Regiment sicher nicht alleine hinbekommen, sind seine Zahlen aktuell doch recht klein.
Immerhin brauchten sie sich um das Schiff für die Marine keine Sorgen machen, kaufe seine herzogliche Hoheit eines einfach ein. Ob von Nharam, Alrynes oder einer anderen Marine, könnte Merrik in dem Moment auch egal sein. Er hatte einen Festurmturm zu bauen.

Noch am selben Abend wurden nicht nur die Truppen schriftlich informiert, auch wurde, wie von Nyome nahe gelegt, ein Schreiben an das Rathaus getragen, um um Unterstützung des Rathauses und der Bürger zu bitten. Ein weiteres Schreiben erreichte Amelie und damit die Sappeure, auf dessen Unterstützung er setzte.

Nyome zeigte ihm eine grobe Skizze dessen, was umgesetzt werden soll. Ein solider Festungsturm, direkt verbunden über einen kleinen Steb mit dem Kastell und, wichtiger, dem Hafen. Das sollte nicht das Problem sein, doch müsste man ein wenig umdisponieren. Merrik ging, mit einem Gardisten im Schlepptau, erst den Hafen ab, besah sich die Gegebenheite von Außen, verglich sie mit den Skizzen.

"Der hier müsste erweitert werden."
Er ging in die Knie und starrte in das Wasser, das zu trübe war, als dass er auf den Grund sehen konnte. Doch wozu war er ein Magier? Sein Geist löste sich von seinem Körper und fühlte forschen durch das Wasser, bis hin zu dem Grund des Hafenbeckens, genau an der Stelle, wo die Marine ihr neues Zuhause bekommen sollte.
"Nicht allzu tief, doch tief genug, dass es nicht einfach wird. Ich schätze auf 3 bis 4 Meter."
"Ist notiert, Oberstleutnant!"
Er betrachtete das Hafenbecken noch einen Moment, versuchte sich den Festungsturm vorzustellen.
"Das wird eine Menge Arbeit."

Wenige Moment später kamen sie wieder im Kastell an und gingen direkt in den Lehr- und Kartenraum, um sich das Ganze von der anderen Seite anzusehen.

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Hier wäre ein guter Ausgangspunkt, um mit den Arbeiten anzufangen, so zumindest Merriks Einschätzung. Und schon machten sich die ersten Gardisten daran genau diese Wand, hinter dem der Steg zum Marineturm entstehen sollte, einzureißen.
Doch würde er noch die Expertise von Handwerkern einholen und die Herangehensweise genauer planen. Und das möglichst gestern, wie Nyome es so nett ausdrückte, als Merrik nach einem Zeitplan fragte.
Doch der Anfang war getan...
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Elisabeth van Falkenglanz
Beiträge: 317
Registriert: Dienstag 23. Mai 2023, 10:06

Beitrag von Elisabeth van Falkenglanz »

Eisen schlägt gegen den Stein. Immer und immer wieder, bis der Stein aus der Felswand bricht. Im fahlen Schein der Laterne schimmern gestählte Muskeln im Glanz des Schweißes. Steine, Steine für das Regiment! Steine für den König!

"Wir werden Steine brauchen, um das Fundament des Marineturms zu befestigen. Und die fallen uns nicht einfach so vor Ort vom Himmel. Also müssen wir sie holen. Wer also in der dienstfreien Zeit noch Körner übrig hat, der hilft mir in der Mine Steine kloppen, ja?"

"Jawohl, Wachtmeister"

Ein paar wackere Kameraden konnte Wachtmeister Falkenglanz vielleicht zu Sonderschichten in der Mine überreden. Wäre ja auch etwas peinlich, wenn die junge Frau Wachtmeister das alles alleine macht. Also kann man nach Dienstschluss wohl ab und an ein paar eifrige Soldaten in der Mine antreffen, die wuchtig Bruchsteine aus dem Fels schlagen und sie zur Kaserne tragen.

Sieht man Wachtmeister Falkenglanz selbst in der Mine, dann in Zivil, damit die schicke Uniform nicht staubig wird. Wer die Muße hat sie zu betrachten, dem wird auffallen, dass sie ranklotzt wie ein Kerl und auch sonst, manchesmal die Weiblichkeit vermissen lässt. Ihr Körper, da wo er der Arbeit wegen nicht bedeckt ist, weißt einige Narben auf, ebenso wirklich zähe sehnige Muskelstränge und wenig Körperfett. Vielleicht liegt genau hier der unbewusste Dorn der Motivation. Denn welcher Kamerad wollte sich schon eingestehen weniger mannhaft zu sein, als das Mädchen, das Kirchenlieder schreibt? So bedarf es tatsächlich weniger Worte um den Eifer der Freiwilligen aufrecht zu erhalten.

Vielleicht aus Spaß oder vielleicht auch druchaus mit einem Seitenhieb haben sich wohl ein paar Kameraden ein Liedchen ausgedacht:
"Steineklopfen Steineklopfen, mach ich jeden Tag!
Steineklopfe Steineklopfen, weils die Wachtmeisterin so mag!
Steineschleppen Steineschleppen, mach ich jeden Tag!
Steineschleppen Steineschleppen, ohne jede Klag!"


So türmt sich, unter dem Einsatz der freiwilligen Helfer langsam ein Berg Material im Übungshof der Kaserne auf.
Zuletzt geändert von Elisabeth van Falkenglanz am Samstag 8. Juni 2024, 14:49, insgesamt 1-mal geändert.
Cecilia Zola
Beiträge: 301
Registriert: Montag 6. März 2023, 00:07

Beitrag von Cecilia Zola »

Sie betrachtete den Aushang im Kastell eine Weile nachdenklich. Es erging kein direkter Befehl an das Lager. Unschlüssig hörte sie sich unter den Kameraden um. Es wurden verschiedene Materialien wohl benötigt? Aber allen voran Werkzeug! Ein erleichtertes Leuchten ging durch ihre Augen und sie eilte zurück ins Lager. Damit konnte sie dienen!

Und so stand schon bald eine gut gefüllte Truhe mit Werkzeugen vor dem Lager. Ein jeder Soldat konnte sich nehmen, was er gerade für seinen Auftrag benötige. Meist hatte sie aber keine Ahnung, was sie tat. Handwerkliches Geschick fehlte bei ihr einfach komplett. Oder das Wissen dazu. Und so landeten auch Schneidernadeln in der Truhe oder feine Sägen, welche eher ein Möbelbauer benötigen würde. Die verwirrten Blicke ihrer Kameraden bekam sie dabei gar nicht mit: Ihre Konzentration lag bereits auf einer anderen Sache: Sie fertigte Listen an. Immer wieder neue und andere. Alles, was ihrer Meinung nach für solch eine Baumaßnahme benötigt werden würde.
Oft war sie in diesen Tagen im Lager anzutreffen. Dabei hatte sie meist ein Pergament zwischen den Lippen geklemmt und einen Kohlestift in den Händen. Und zwar so oft, dass ihre Finger ihrer Schreibhand bereits schwarze Kohlespuren aufwiesen, die auch unter dem stärksten Schrubben kaum noch wegzuwaschen waren.

Am Ende wird sie vermutlich das ganze Lager katalogisiert haben. Und zusätzlich den größer werdenden Stapel an Materialien im Übungshof. Nach jeder neuen Fuhre, eilte sie hinaus und notierte die neue Menge Steine. Sie wollte den tüchtigen Kameraden in nichts nachstehen und genauso fleißig sein. Dass dabei ein neues Liedchen durch das Kastell tönt, blieb ihr natürlich ebenso wenig verborgen. Schon nach kurzer Zeit hatte sich die einfache Melodie auch bei ihr eingeprägt und in Gedanken sang sie es mit, wenn die Kameraden laut singend am Lager vorbeikamen.
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Arjen Elsinga
Beiträge: 69
Registriert: Sonntag 26. Mai 2024, 07:07

Beitrag von Arjen Elsinga »

Nebel lag auf dem Wasser des Adoraner Hafens, als der Rekrut den Windungen des Hafenviertels entstieg. Die bald heraufziehende Sonne hatte gerade erst begonnen, den noch nachtblauen Himmel in hellere Farben zu tauchen. Neben ihm befanden sich nur wenige Arbeiter an den Stegen und begannen mit ihrem Tagewerk. Zumeist Fischer, welche die Gunst des Morgens für eine Ausfahrt nutzen wollten, sponnen ein Spiel aus Schatten und Silhouetten um die im Hafen liegenden Schiffe und ihre kleinen Jollen, mit denen sie auf Fang fahren würden.

Arjen Elsinga erlaubte sich, den von Oberstleutnant von Aerenaue in Aussicht gestellten Ausbau für die Marine, in seine Vorstellung zu berufen. Am Rand des Nordsteges betrachtete er die Wand des Kastells eindringlich, wie auch das zwischen ihm und der Festung liegende Wasser. Glücklicherweise hatte der Rekrut keinerlei handwerkliches Wissen, das über die auf See erforderlichen Arbeiten hinausging - weshalb er schlicht darauf vertraute, dass das Regiment das Vorhaben umsetzen können würde, wenn nur genug Hände anpackten. Ein Aufwallen von Stolz zeigte sich auf den Zügen des Rekruten, als er sich der Tatsache gewahr wurde, dass er an diesem Neubeginn für die Lichtenthaler Marine einen Anteil haben würde - und wer mochte wissen, wohin der Weg noch führen würde: Vielleicht sogar zur stärksten Marine im ganzen Reich! Nicht weniger konnte der König verlangen.

Als Arjen das Kastell betritt, würde er zunächst seinen pflichtgemäßen Kerntätigkeiten bei Dienstantritt nachkommen: Rüstung pflegen, Ausrüstung überprüfen, Uniform auf Sauberkeit und Schäden sichten und sofern es dann keine weitere Order gab, hätte er sich normalerweise Übungen zur körperlichen Ertüchtigung gewidmet, die sich heute jedoch darin erschöpfen sollten, dass er selber eine Picke in die Hand nahm und seine Kameraden beim Einreißen der Mauer unterstützte.

Mit einem leichten Hemd bekleidet, begann der Rekrut in stoischer Disziplin daran zu arbeiten, die vom Oberstleutnant befohle Öffnung in der Wand freizulegen. Der metallische Klang seiner Spitzhacke und das ab und an, in staubigen Nebel getauchte, Brechen von Stein, erfüllten die untere Kammer des Kastells, immer wieder unterlegt vom wiederkehrenden Ächzen des Rekruts, dem Schweiß und Staub bald schon an der Kleidung klebten.

Zwischendurch begann er immer wieder, Schutt und Geröll abzutransportieren und am Rande des Exerzierplatzes aufzutürmen. Ob Steine dabei waren, die man noch nutzen konnte, vermochte er nicht zu sagen - aber Hauptsache die Kammer war, trotz der Arbeiten in einem tadellosen Zustand.
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Die Arbeiten endeten nach wenigen Stunden und der Rekrut säuberte und stärkte sich mit frischem Wasser, wechselte die Kleidung. Die Anstrengungen noch im Leib, folgte ein Ausritt durch das Herzogtum - nicht nur, um etwaiige Wegelagerer von ihren Vorhaben mit soldatischer Überzeugung abzubringen, sondern auch um ein kleines Büchlein zu füllen, in dem er sich Einzelheiten zum Herzogtum und seiner Bewohner notiert hatte. Seine Ladung zur Vogtei ließ noch immer auf sich warten, doch wollte er so gut vorbereitet sein wie möglich - und insgeheim schwang die Hoffnung mit, der Oberstleutnant würde ihn nicht auf das Thema ansprechen. Tatsächlich führte ein Zusammentreffen mit der Freiin von Bergfall zu etwas Kurzweil, ehe er seinen Ritt fortsetzte.

Nachdem der Rekrut letztlich zurückkehrte und das Pferd versorgt wusste, beendete er den früh begonnenen Vormittag damit, dass er in der Mine einkehrte und dort noch mit der Restkraft, die ihm geblieben war, nach Steinen schlug. An den Liedern seiner Kameraden beteiligte er sich indes nicht, sondern prügelte in stoischer Stille dem Boden den Stein aus dem Leib. Dabei lag es nicht am Gesang selber, wie seine Kameraden erfuhren, als man Wasser und Mahlzeit teilte - sondern lag schlicht am Text.

Denn ob Seitenhieb oder Schalk auf Kosten der Wachtmeisterin: Diese Art von Humor traf keinen Nerv bei dem Rekruten aus Alrynes, dem die Hierarchie und der Respekt gegenüber der Truppe heilig genug war, um damit keine Späße zu treiben. Das mochte auf den einen oder anderen verstockt wirken, doch fand es am Ende die distanzierte Akzeptanz, die man letztlich erwarten musste, wenn man gemeinsam sein Leben für Reich und Krone aufs’ Spiel setzte.
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Kea Luenen
Beiträge: 13
Registriert: Dienstag 26. September 2023, 20:12

Beitrag von Kea Luenen »

Auf dem Weg vom Viertel zum Kastell hielt ich an und betrachtete die Stelle. Die Arbeiten waren bereits voll im Gange und von dieser Seite aus zumindest teilweise einsehbar.
Ein Marineturm. Auf solche Ideen konnten auch nur Magier kommen.
Aber es ging voran, endlich passierte etwas. Es schien als würde der Oberstleutnant tatsächlich Wort halten.

Im Kastell angekommen packte ich beim Steine schleppen mit an.
Meines Zeichens Experte darin Dinge kaputt zu machen, konnte ich auch beim Einreißen der Wand meine Erfahrung anbieten. Leider wurden meine Vorschläge, es doch mal mit einem Fässchen Pulver zu versuchen, oder sich eine 32 Pfünder einfach mal zum testen auszuleihen, wurden übergangen. Von Effektivität hatte hier noch niemand etwas gehört.
Also wurde mit Spitzhacken geschuftet, Steine hin und her gekarrt und aufgeschichtet, um sie eventuell für den Bau neu zu verwerten.
So entstand der Durchgang und gab nach und nach den Blick auf den Hafen frei.

Zusammen mit dem Wind, der vom Meer herbei wehte, erfasste mich eine gewisse Erleichterung. Endlich passierte etwas. Es waren kleine Schritte und vor uns lag viel Arbeit, aber der erste Teil war getan. Und ich konnte es kaum abwarten zu sehen, was für ein Schiff wir hier schließlich in Empfang nehmen würden.
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Arjen Elsinga
Beiträge: 69
Registriert: Sonntag 26. Mai 2024, 07:07

Beitrag von Arjen Elsinga »

Nachdem die fleißigen Mitglieder des Regiments bereits eine erkleckliche Anzahl an Steinen in das Kastell geschafft hatten und Interessierte von der Hafenseite aus, bereits den Durchgang und eine kleine Steganlage beobachten konnten, hatte die Baustelle in den letzten Tagen geruht.

Ab und an konnte man vielleicht einen einsamen Seemann sehen, der am Rand der Steganlage saß, auf das Hafeninnere blickte und vermutlich versuchte, aus dem ruhenden Wasser des Hafenbeckens das fertige Ergebnis herbei zu fantasieren.

Heute allerdings, konnte man einen frischen Rekruten des Regiments sehen, der ein mit Hölzern beladenes Pferd an seine Grenzen brachte. Unter dem mahnenden Blick des Stallmeisters wurde die Ladung vom Tier geholt, welches sich vermutlich schon lange nicht mehr so sehr auf einen schattigen Platz in einer Einstellbox und frisches Wasser gefreut hatte.

Der Rekrut indes, begann diverse Stämme und Bretter in das Kastell zu räumen und dem Materiallager des Regiments beizuordnen. Einem aufmerksamen Beobachter, sofern es einen gegeben hätte, wäre dabei vermutlich aufgefallen, dass es sich dabei vornehmlich um Hölzer aus Eiche und Zypresse handelt - also Material, welches als besonders Wasserbeständig gilt.

In kleineren Mengen schienen sich jedoch auch noch weitere Hölzer im Lager einzufinden - offenbar meinte es hier jemand mit der Materialspende besonders gut. Irgendwo soll in diesem Zusammenhang dann auch die Aussage "Sicher ist sicher." gefallen sein.
Merrik von Aerenaue

Beitrag von Merrik von Aerenaue »

Der Tag des Appells. Der Tag, an dem der Bau tatsächlich beginnen würde. Viele Kameraden und Helfer hatten material herangeschafft, jetzt musste es nur versenkt werden. Und trotz der Abmeldungen und der Krankheitsfälle, war Merrik nicht minder motiviert den Bau voranzutreiben.

Schon beim Bau des aktuellen Konvents konnte er sich das ein oder andere von dem Magiern des Bewahrens aus Nharam abgucken. Elementare sind vielseitige Wesen, die nicht nur für den Kampf genutzt werden konnten. Und so tat es Merrik den Magiern seiner Heimat nach.

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Unter Anleitung Kea's folten Merriks Elementare dem Plan, wuchteten die schweren Stämme problemlos von A nach B und letztlich ins Wasser, an ihren Bestimmungsort und drueckten sie letztlich in den Grund des Adoraner Hafenbeckens. Vier Stämme für jeweils vier geplante Pfeiler, die der Gardist mit den bereitgestellten Zypressebrettern noch vernagelte. Nicht schön, aber stabil war es. Keas Stärke lag ganz klar wo anders, aber es war solides Handwerk.
Und auch wenn Merrik für Beobachter nur herum stand, war es kein bisschen weniger anstrengend die Elementare in ihrer Existenz zu halten, um mit grobmotorischer Kraft dem feinmotorischen Arbeiten Kea's zu unterstützen.
Sie schütteten Bruchsteine in die Pfeiler, zur Stabilität hieß es im Plan, doch sehr viel mehr schafften sie an dem Abend nicht mehr.


Ein neuer Tag, eine neue Aufgabe.. oder viel mehr zur alten zurueck.
Wieder formte Merrik aus den Umgebungsenergien die klobigen Elementare, die mit ihrer schieren Körperkraft glänzen. Bausteine mussten um die Pfeiler geschichtet werden und das Fudament musste ausgebaut werden.
Einen Stein nach dem anderen trugen die emotionslosen Konstrukte vom Steinhaufen ueber den Steg und ins Wasser hinein, um ihn an ihren vorbestimmten Platz zu positionieren. Ohne Erschoepfung, ohne Pause, ohne darüber nachzudenken, folgten sie dem Willen des Magiers und schichteten, bis zur geistigen Erschoepfung ihres Herrn...

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Doch ihr Werk war gut, ein weiterer wichtiger Schritt zur Fertigstellung, für die Marine, für das Regiment und letztlich für das Herzogtum.

Sie würden noch einiges zu tun haben. Doch für heute war Merrik fertig, in vielerleih Hinsicht.
Zuletzt geändert von Merrik von Aerenaue am Freitag 28. Juni 2024, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Arjen Elsinga
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Registriert: Sonntag 26. Mai 2024, 07:07

Beitrag von Arjen Elsinga »

Es waren zwar nicht mehr viele Tage bis zum nächsten Appell, doch durch den kürzlichen Fortschritt, der zweifelsohne durch die Elementare des Oberstleutnant sprichwörtlich getragen wurde, hatte der Rekrut jeden Tag versucht, sich dort einzubringen, wo die magischen Kreaturen das Fundament geschaffen hatten. Die westliche und nördliche Wand bettelten um Vollendung und an jedem Tag, an dem Arjen Elsinga seinen Wachdienst antrat, nahm er sich einige Stunden davor oder danach und schichtete nach Anleitung der ausgelegten Pläne Steine und Ziegel auf, die sich letztlich zu den fehlenden Mauerstücken zusammenfügen sollten.
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Der Seemann mochte die offene Bauweise des Turms, die durch die schweren Gitter zum einen Sicherheit und - was den Hafen betraf - auch Übersicht bot, zum anderen aber ein Garant für einen konstanten Zug frischer Seeluft war. Denn wenn erst einmal das Erdgeschoss des Turmes vollendet war und man im Obergeschoss zu arbeiten begann, hätte der Raum sich schnell wie eine Gruft angefühlt. Doch stattdessen nahm der Bau nicht nur eine zweckmäßige, sondern auch ansprechende Form an.

Was den Erzmagier vor allem mentale Kraft kostete, zehrte in physischer Reinstform an dem Rekruten. Wenngleich er es sich in den dieser Tage recht ruhigen Wachen nicht anzumerken lassen versuchte, spürte Arjen Elsinga die Erschöpfung als stetigen Begleiter in seinem Leib. Nicht nur, dass er hier Arbeiten ausführte, die zwar durch die Pläne leicht verständlich, aber eben doch fremd waren - er war schlicht ein Soldat und kein Baumeister. Der vermutlich auch aufgekommene Ehrgeiz, dass der Ausbau des Kastells bis zum Seebundfest in seiner vollen Pracht erstrahlen sollte, trieben den Rekruten dieser Tage dazu an, wenigstens das Mauerwerk des Erdgeschosses vollendet zu sehen, damit man vielleicht bald schon im Obergeschoss weiterarbeiten konnte.
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Doch wo viel Erschöpfung war, da setzte sich am Ende eines Tages voller Entbehrungen auch die Gewissheit, dass die Marine endlich einen Weg beschritt, der vor allem eine Richtung kannte: Vorwärts.

Wenn die Wacht erledigt und die Arbeit am Marineturm ob nun durch Erschöpfung oder schlicht das angesetzte Dienstende erledigt war, fand sich der Rekrut immer öfter am höchsten Punkt des Ausbaus ein und genehmigte sich die letzte Mahlzeit des Tages, sofern er nicht direkt seine Heimat in Schwingenstein ansteuerte, auf den Treppen dessen, was bald zum ersten Obergeschoss des Turmes werden sollte.

Der Blick über den Hafen und das dortige Treiben schien ein Anblick zu sein, den Arjen Elsinga noch lange genießen würde. In Tagen, an denen ihm von anderen stets darüber berichtet wurde, welche Verluste das Regiment zweifelsohne hatte hinnehmen müssen, hatte der Seemann eben jenen Widrigkeiten den Rücken gekehrt und blickte schlicht dorthin, wo die Vorwärtsbewegung von Marine und Regiment hinführen sollte: In eine glorreiche Zukunft. Auch wenn dies bedeutete, dass man am nächsten Morgen wieder nichts anderes tat, als Steine aufzuschichten. Doch wer das Banner von Ehre und Tugend hoch halten wollte, musste zuerst in Demut lernen, dass auch einfachste Tätigkeiten den Geist der Truppe stärken konnten. Und Arjen Elsinga, war gewillt, zu lernen.
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Elisabeth van Falkenglanz
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Registriert: Dienstag 23. Mai 2023, 10:06

Beitrag von Elisabeth van Falkenglanz »

Schweiß und Muskelkraft. Zwar war die körperliche Ertüchtigung selbst keine der Tugenden Temoras selbst, doch hatte es etwas von einer Opfergabe. Gäbe es einen Eisengott der Muskelkraft, so wäre er vermutlich überaus erfreut gewesen.
Denn da war das Schlagen der Spitzhacke auf den Fels. Das Schleppen der Felsen zur Kaserne des Regiments. Das Formen der Felsen mit dem primitiven Hammer und Meißel, sodass es einen halbwegs passablen Quader ergab. Und dann? Dann musste der Quader hochgewuchtet werden, immer höher und höher. Das Seil des Seilzuges knarzte unter der Last des Steins. Oben auf dem Gerüst, der Mörtel angerührt und dann der Stein schließlich eingepasst.
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Wie häufig? Irgendwann hatte sie aufgehört zu zählen. Ihre Finger waren offen und notdürftig mit Bandagen versorgt, doch dennoch vollführte sie noch eine weitere Schicht ihre Opferung an den Eisengott der Muskelkraft. Die Arbeit am Turm der Marine schien den eh bereits recht breiten Rücken der Wachtmeisterin noch etwas breiter werden zu lassen. Wo der Körper offen lag sah man harte Muskeltsränge, die sich gegen die vom Wetter gebräunte und geschundene Haut abzeichneten. Da der Bau schon einige Wochen anhielt, zeigten sich die Auswirkungen langsam auch an anderen Stellen. Sie hatte an den Lederriemen ihres Plattenpanzers weitere Löcher hinzufügen müssen, damit sie diesen überhaupt noch zu bekam. Auch der Kragen saß nicht mehr ganz richtig, geschweige denn die Armschoner. Bald müsste sie die Rüste bei Arne neu anpassen lassen..

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Arjen Elsinga
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Registriert: Sonntag 26. Mai 2024, 07:07

Beitrag von Arjen Elsinga »

Nachdem der Rekrut Elsinga, Wachtmeister Falkenglanz und zuletzt auch die Gardisten Luenen und Sternlied die letzten Mauersegmente hochgezogen und für neuen Mörtel gesorgt hatten, um die Wände des Turms höher bauen zu können, befand sich Arjen nun erneut, an einem seiner wachfreien Tage inmitten der Erweiterung. Waren die Baupläne am Anfang noch kryptische Pergamente, aus denen der Rekrut kaum schlau wurde, so hatte er mittlerweile gelernt, die enthaltenen Informationen, auch wenn es bisweilen einige Anläufe und etwas praktisches Ausprobieren brauchte, nach und nach umzusetzen.

Vermutlich hätte es unter fachkundiger Anleitung weniger Materialverlust gegeben und die Arbeiten wären insgesamt schneller gegangen, doch am Ende ging es voran - und das war alles, was zählte.

Das Ziel für heute, das der Rekrut sich in völliger Unkenntnis der kräftezehrenden Arbeiten, die auf ihn warten würden, vorgenommen hatte, war es, den Boden des ersten Stockwerks zu legen. Wie genau das zu bewerkstelligen war, konnte man den Plänen sogar recht gut entnehmen - wie gut er die Instruktionen umsetzen können würde, war ein anderes Thema.
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Auch hier kam dem Rekrut die Vorarbeit der Sappeure zu gute: Die Eichenbalken, welche die Bodenplatten tragen sollten, waren vorgehauen und Scharten eingearbeitet, in denen die Platten später liegen würde. Die Wände wiesen Fluchten auf, die zum Einsetzen der Balken gedacht waren, so dass es im Grunde nur darauf ankam, das richtige Holz am richtigen Ort einzusetzen und am Ende das Gerippe mit Leben zu füllen.
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Dass das Einfluchten der Balken dabei mitunter der schwerste Teil der Arbeit sein würde, hatte der Rekrut allerdings unterschätzt. Mit Mühe hievte er die Balken auf das Mauerwerk, zumeist über Eck und dann über bereits gelegte Balken bis zu dem Ort, wo das Gerippe auf Fortsetzung wartete, bis am Ende die erste Reihe an Querverstrebungen fertig war.
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Nachdem die erste Reihe lag, entledigte sich der Rekrut allen Uniformteilen, die nicht essentiell waren oder ihn unsittlich erscheinen ließen. Schweiß hatte sich auf der Haut des Alryners gebildet und die Anstrengung ließ mit jedem Balken mehr Kraft aus den Armen des Soldaten schwinden.
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Am Ende jedoch: Einem großen Teil seiner Kraft beraubt und einen guten Teil des Tages später, hatte sich ein engmaschiges Holzgerippe gebildet, das als Grundlage für den Boden im ersten Stock dienen sollte.
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Als Arjen Elsinga schließlich beschloss, seinem Körper etwas Ruhe zu gönnen, blickte er nicht ohne Stolz zu den diversen Balken hinauf, die über ihm andeuteten, was bald eine feste, zusammenhängende Plattform ergeben sollte. Doch zunächst brauchte es eine Pause, um dem Körper neue Flüssigkeit, etwas Nahrung und auch Ruhe zuzuführen, fürchtete der Rekrut doch, dass er sonst vermutlich einfach tot umfallen würde.
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Am Ende war das Erscheinen der Anwärterin der Klosterwache, Melyna Fuxthal, die Kurzweil, die Arjen Elsinga brauchte und vor allem auch die Gesellschaft, die ihm die nötige Kraft gab, seine Arbeiten fortzusetzen. Während die Besucherin von unten, den Plan in Händen, die Arbeit des Rekruten im Blick behielt, legte er Platte um Platte in die vorgefertigten Scharten der Balken, bis sich ein breites Band formte und der Boden sich nach und nach unter den Arbeiten des Rekruten manifestierte. Einzig eine Bodenplatte, die der Unerfahrenheit des Rekruten geschuldet, zu Boden fiel, aber glücklicherweise keinen Schaden anrichtete, ging bei den Arbeiten verlustig.
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Am Ende schien das Heranschaffen der Platten den Großteil der Kräfte des Rekruten aufzuzehren, während das Legen der Platten am Ende beinahe eine gern genommene Erholung vom Schleppen des Materials war. Vermutlich würden sie, wenn die Arbeiten weiter so voranschritten, das Material sinnvollerweise in den Turm schaffen müssen, um die Wege zu verkürzen.
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Als das Wetter sich langsam verschlechterte und der Tag sich dem Ende neigte, fanden die letzten Platten ihren Weg in die vorgefertigten Scharten und ergaben den Boden für das erste Stockwerk des Marineturms. Der Rekrut hatte sein Werk vollendet, war aber auch am Ende seiner Kräfte. Welchen Krieg es heute zu gewinnen gab - er würde nicht mit erhobenem Speer in erster Reihe voranstürmen.
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Arjen Elsinga
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Registriert: Sonntag 26. Mai 2024, 07:07

Beitrag von Arjen Elsinga »

Die letzten Wachen hatten den Fokus des Rekruten anderweitig gebunden, so dass es einige Tage brauchte, bis er wieder zum Marineturm - seiner selbsterklärten Wirkstätte - zurückkehrte. Die Tatsache, dass es in der Zwischenzeit keinen erkennbaren Fortschritt gegeben hatte, ließ ihn zwar nachdenklich zurück, doch wusste er selbst um die Probleme: Das Regiment hatte viele Aufgaben zu schultern und viel zu wenig Köpfe, um sich allen Problemen zeitgleich zu widmen.

Zeit also, dem Ausbau des Festungsturms wieder die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdiente. Ein erster Blick in die Pläne ließ ihn etwas unschlüssig zurück: Es gab mehrere Dinge zu tun. Am Ende entschied sich der Rekrut für die vermeintlich einfachste Aufgabe - zumindest wirkte sie auf dem Papier so: Das Einsetzen der Türen.

Wie sich jedoch herausstellen sollte, war dies am Ende die Arbeit, die bereits einen Großteil der Kräfte des Rekruten aufzehren sollte. Am Ende hatte er keine andere Wahl, als die Türen zusammen mit einigen Hafenarbeitern einzusetzen weil die schweren Stahltore einfach zu schwer für den Rekruten alleine waren.
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Nachdem dies getan und den Helfern für ihre Mitarbeiter gedankt wurde, begann Arjen Elsinga die verbliebenen Baumaterialien, die noch immer am Ufer neben dem Kastell lose aufgeschichtet waren, in den Turm zu schaffen. Er hatte bereits beim Legen der ersten Plattform gemerkt, dass die Wege teilweise recht lang wurden. Also mussten die Materialien nun in das Innere geschafft werden.
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Nach dem Abladen der Materialien wurde schließlich frischer Mörtel angemischt und die bereits in Form gehauenen Steine der Nordwand nach und nach aufgeschichtet. Auch wenn es eine sehr monotone und keine einfache Arbeit war, merkte man dem Rekruten an, dass er sich noch mit vollem Eifer und viel Kraft dem Hochziehen der Mauer widmen konnte.
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Auch wenn es nicht die explosive Kraftentfaltung brauchte, die zuvor bei den Türen erforderlich war, merkte man jedoch bereits bei der Ostwand, dass der Rekrut spürbar länger beim Legen und Mauern der Steine brauchte.
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Dass es für das Legen der Südwand Nachschub an Mörtel brauchte, war genau die richtige Entschuldigung, sich einen kurzen Moment des Durchatmens zu erlauben. Dementsprechend ließ der Rekrut sich auch hier beim Anmischen wieder etwas mehr Zeit, bis es schließlich, mit frischem Mörtel ausgestattet, daran ging, die Südwand hochzuziehen - mit etwas zurückgewonnener Kraft und ungebrochener Motivation.
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Nach der Südwand schließlich, war jedoch eine tatsächliche Pause erforderlich. Der Rekrut machte es sich am Ende auf einem Haufen Steine bequem und blickte über den noch freien Bereich der Westwand auf die See. Er war heute sehr weit gekommen, hatte jedoch noch etliches vor sich. Und so setzte er seine wiedergewonnen und verblieben Kräfte dazu ein, auch die Westwand zu mauern. Die diversen Gitter und Fenster wurden eingesetzt bzw. vollendet und so stand das Mauerwerk der ersten Ebene am Ende des Tages, entgegen aller Erwartung, vollständig.
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Einzig die Stufen zur nächsten Ebene verblieben noch - und für jene nahm er sich am Ende wirklich alle Zeit der Welt, war doch die Kraft und auch der Arbeitseifer am Ende völlig aufgebraucht. Und erst, als der Rekrut über die gelegten Stufen wieder das Meer erblicken konnte, beendete er die Arbeit des heutigen Tages und kehrte in sein Heim nach Schwingenstein zurück.
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Merrik von Aerenaue

Beitrag von Merrik von Aerenaue »

War er ein schlechter Vorgesetzter?
Er wollte, dass die Marine selbst etwas für ihren Turm tut und nicht wartet, bis der Rest ihn gebaut hat. Und sie haben sich ja auch schon rege beteiligt, doch kam es zumindest in der nahen Vergangenheit leider weniger dazu.

Zumindest Kea hatte es, von der Marine, zum Appell geschafft. Also konnte der Turmbau auch direkt weiter gehen und, hoffentlich, beendet werden. Viel war ja nicht mehr zu tun. Beim letzten großen Bau hatten sie die Wände vom zweiten Stock hoch gezogen, weit genug, um als Reling für den obersten Stock zu dienen. Amelie hatte ihre Erfahrung eingebracht und den Boden vom obersten Stock gelegt. Gut, dass sie geholfen hat, ohne ihre Anweisungen wäre das wohl nicht so simpel gewesen. Esther hatte die Treppe zusammen gesetzt, dass man auch hoch kam.
Es fehlte also eigentlich nur noch der Leuchtfeuerturm.

Esther, Kea und Merrik gingen in den Turm, wo die bereits vorbereiteten Steinsaeulen des Turmes Lage, der den Marineturm abschließen sollte.
Merrik schaffte, wie üblich, zwei Elementare, die zwar wenig intelligent, aber dafür kräftig waren, kräftig genug, die Säulen alleine dahin zu tragen, wo Kea und Esther sie hinhaben wollten. Die beiden Gardisten kümmerten sich also um Ausrichtung und Befestigung.
Mit Mörtel bewaffnet und den Säulen tragenden Elementaren im Rücken, taxierten sie die Positionen für die vier Säulen aus, wärend Merrik von der Seite Kommentare abgab und das ganze mit den Plänen des Herzogs verglich.
Großzügig wurde der Mörtel verteilt, auf den die Elementare die Säulen platzierten. Es rummste jedes mal etwas, was den Kommentar Kea's nur bestätigte 'langsam können sie offenbar nicht'. Grobmotorische Elementare, die nicht verstanden, was sie taten.. oder irgendwas anderes.

Die vier Säulen standen gerade, als der liebliche Klang von Glocken an die Ohren der Soldaten drang. Lieblich wären sie zumindest gewesen, wenn es nicht die Alarmglocken Berchgards waren....
der Weiterbau musste also warten.


~°~^~°~

Der gestrige Abend lag immer noch schwer im Kopf des Oberstleutnants.
Der Kutscher, kaltblütig ermordet. Seine Familie noch nicht ausgemacht.
Doch das musste noch ein wenig warten.
Esther war mit der Untersuchung beauftragt und beschäftigt, die Priester waren informiert und ebenso angekündigt.
Doch der Turm musste fertig werden.

"Greger! Maynard! Antreten!"
"Jawohl, Herr Oberstleuntn!"
Die beiden Gardisten kamen direkt angerannt und salutierten ordentlich.
"Der Turm muss heute fertig werden. Ihr helft mir."
"Jawohl, Herr Oberstleutnant!"
Von den beiden Gardisten und, wieder mal, zwei Glaselementaren begleitet, machte er sich auf den Weg den Rest vom Turm fertigzustellen.
Im Grunde war es auch nur noch das Dach und ein paar Gitter.
Die Soldaten klemmten sich die Gitter unter die Arme, wärend die Elementare die Steine für das Dach schleppten. Merrik truf eine Leiter hinterher.
Die Gitter wurden erst einmal zur Seite gelegt. Nicht, dass sich am Ende noch der beim Dachbau darauf aufspießt.
Greger kletterte die Leiter hinauf, Maynard stand mit dem Mörtel bereit, die Elementare taten, was sie am besten konnten.. schwere Dinge hieven und halten.
Es sah fast meditativ aus, wie die vier zusammen Steine schichteten und befestigten, die mehr und mehr Form annahmen. Adoran-Blaue Schindeln krönten nach und nach das Gebilde und auch die Zwischenebene für das Feuerholz fand ihren Platz in dem Konstrukt.
Zuletzt wurden die Gitter dort platziert, wo sie hin sollen und ebenso festgeklöppelt.

Wärend sich Greger und Maynard bereits in RIchtung Dientschluss begaben, atmete Merrik tief durch, zufrieden wirkend.
Der Turm war fertig, hatte auch lang genug gedauert, doch er war fertig.
Nun musste ihn die Marine nur noch einrichten..
Aber das wäre ganz ihnen überlassen.
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