[Q] Die geheimnisvolle Insel

Terian Mailon

Beitrag von Terian Mailon »

Einmal wieder wurde ihm bewusst, dass Dunkelheit inzwischen etwas war, das er zu stilistischen Zwecken einsetzte. Tag und Nacht verlieren mit einem Nachtsichtzauber einfach ihre Bedeutung - für ihn war es nur dunkel, wenn er es so wollte. Und so durchschritt er im dunklen die Gründe, die als die neue Akademie ausgemacht wurden.

Viel Blick aufs Wasser, nicht unbedingt sein Lieblings-Element, aber es hat etwas.. schönes. Gepaart mit den tropischen Temperaturen der Insel war es wirklich angenehm. Immer wieder ertappte er sich bei Vergleichen. Dabei, sich vorzustellen, wie es hier wohl aussehen könnte. Das kleine Laborzelt wird sich ganz schön ausbreiten können. Vielleicht sind zwischen den Betten in den Gemeinschaftsräumen sogar... Wände.

Eigentlich war die Lagerfeuer-Romantik des Zeltlagers der Akademie etwas, das er sehr mochte. Aber das hier.. das war schon etwas.. anderes. Er verstand langsam, wieso die anderen Schulen so Wert auf ihre Gebäude legten. Es waren nicht nur die Gebäude, es waren die Möglichkeiten die damit kommen.

Und so durchschritt der weißhaarige Magier langsam die heruntergekommenen Gebäude der kleinen Nebeninsel. Und plante in seinem Kopf. Malte sich aus. Fantasierte über die Zukunft. Und merkte gar nicht, wie Stück für Stück der Plan Bajard auf jeden Fall treu zu bleiben in den Hintergrund rückte.
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K'awi
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Beitrag von K'awi »

Sie lauschte ruhig und all das, was die Gestrandeten wie kleine Bäche plätschernd einzeln sprachen, wurde in ihren Gedanken zu einem gemeinsamen Strom. Dieser begann sich rauschend zu entwickeln und wurde kräftig, so intensiv, dass sie in den Fluten die Bilder ihrer Ideen, Wünsche und Hoffnungen für die Stadt K'awis lebhaft und in allen strahlenden Farben sehen konnte. Manch eine Idee ließ sie eher erheitert auflachen, einige wenige ließ sie seufzen oder den Kopf schütteln, doch die meisten erblickte sie mit Wohlwollen und Zufriedenheit.

Lange hatte sie überlegt, diese Aufgabe den Zweiten zu geben, nachdem die Ersten ihr nicht an Land gefolgt waren, doch wusste sie, dass selbst ihre zweiten Kinder das Meer präferierten und zwar tagsüber an Land wandelten, die Flora und Fauna hegten und pflegten oder bei ihr im Tempel wachten, doch war das Muschelheim ihr Zuhause und die Verbindung zwischen den Ersten und Zweiten - somit wäre die Stadt wieder unbelebt und müsste erneut zerfallen.

Es hatte genaue Beobachtungen, viele Überlegungen und auch Überredungen gebraucht, bis sie sie von der Idee den Gestrandeten ein Heim zu bieten, überzeugt war. Zuletzt aber waren ist nicht nur Itoitas und Yaotls Bitten, sondern ihre eigene Intuition, die ihr sagte, dass sie diese Menschen nicht den Verrat im Hinterkopf hatten, sondern wirklich einen Neuanfang versuchten und K'awi sollte das Neuland dafür sein.
Der Gedanke gefiel ihr sehr und so hob sie die Hände, lauschte der inneren und äußeren See und spürte, die wie Magie durch die Finger rauschte, hörte das emsige Klacken der Steine, als Häuser sich erneut zur Vollendung erhoben, sah das flinke Huschen des Wassers, als die Aquädukte erneut erwachten und musste ob der Zierde der emsig wachsenden Pflanze sanft lächeln.

Sie musste sich einen Ruck geben, um die Ersten aufzusuchen und ihnen die Anweisung zu geben, ein besonderes Schiff, welches der Kapitän Tjamme am Hafen beaufsichtigen und einweisen würde, durch die Barriere zu begleiten, damit eine Schiffsroute für alle Besucher und die baldigen K'awi- Bewohner entstehen konnte.

Zuletzt ob sie behutsam den Schleier von der Tierwelt und beobachte das muntere Treiben in und um der Stadt herum, dann erst tauchte sie erschöpft einige Momente in die Tiefen der See herab und doch hörte sie den Jubel des Landes tief in der Seele,
denn K'awi heißt Leben und wie lebendig das kleine Eiland nun war!
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Varcuvius
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Beitrag von Varcuvius »

Die Insel hatte sich im Laufe des gestrigen Abend gewandelt. Ich hatte den Prozess nicht mitbekommen, wie so oft döste ich in einem kleinen Schläfchen als es geschah. Mittagsschlaf, dann früher Nachmittagsschlaf, zweiter Nachmittagsschlaf, frühabendlicher Erfrischungsschlaf... ich schlief ungewöhnlich viel auf dieser Insel.
Für die Augen war die Wandlung ein Segen. Die vormals zerstörten Hauswände und die zersprengten Straßen bildeten nun Gebäude, an die sich die Natur anschmiegte. Jedes der Häuser war sauber, als hätte hier eine Kolonne von unsichtbaren Kobolden ihr Werk vollbracht. Über den flachen Hausdächern verliefen Wasserkanäle, gespeist aus Türmen die offenbar das Wasser aus irgendeiner Quelle hochsogen, das dann wiederum die Häuser mit eben diesem Wasser versorgte. Jedes Haus für sich war makellos.
So schön die Wandlung auch war, nagt etwas tief in mir, eine Sorge oder Verwirrung darüber, diese ganzen Prozesse nicht nachvollziehen zu können. Der Blick auf die Klangstrukturen des Liedes ist uns weiterhin verwehrt. Ich kann nicht sagen ob die vormalige Erscheinung der Insel eine Illusion war, oder ob sie sich tatsächlich verändert hat. Ich kann die Kopfschmerzen, die von zu viel Sonne hin und wieder auftraten nicht durch mentalmagische Kniffe mildern, keine Worte mehr auf mentalem Wege vermitteln, keinen Eindruck über mein Gegenüber gewinnen mithilfe von Geistenergien. Jeder Tag ohne Liedzugriff erhöht die Last, die ich verspüre, die Sorge über den Verlust unserer Gabe. Vor ein paar Jahren gab es einen ähnlichen Vorfall, doch selbst dort war die Verbindung zum Lied nicht vollends verloren gewesen.



Tief in der Nacht, in einem der Häuser im oberen Teil der Stadt, hört man einen Schrei der sich für zwei, drei Herzschläge durch die Stille schneidet. Als wäre jemand aus einem Alptraum aufgeschreckt.
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Angelica Mondstein
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Beitrag von Angelica Mondstein »

Im Gras der Insel K’awi sitzend, schaute Angelica hinaus auf das Meer, welches ruhige Wellen an den Strand schickte. In der Ferne sah sie ein einzelnes Schiff, langsam auf die Insel und ihre Anlegestelle zusteuern.

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Eine Woche war es nun her, seit diese Stadt aus den Trümmern gewachsen war. Beeindruckende Aquädukte und überwucherte Gebäude, deren Innenräume angenehm kühl blieben, selbst wenn draußen die Hitze brütete. Mit trutzigen Stadtmauern vermochte dieser Ort Eindringlinge wohl eine lange Zeit abzuhalten, auch wenn sich Angelica nur schwer vorstellen konnte, dass dieser Ort angegriffen werden könnte. Andererseits, auch seit einer Woche war es nun möglich geworden K’awi anzusteuern. Und so mancher Einwohner Gerimor hatte sich ebenfalls auf den Weg gemacht, um diese neu entdeckte Insel zu betrachten.

Mit gemischten Gefühlen betrachtete Angelica jene Gebäudestruktur, die wohl zukünftig ihre Akademie werden könnte. Sicher hatte der ein oder andere der Arcana seine Gedanken einfließen lassen. Allein das rießige Teleskope konnte nur aus den Ideen der Venefica Dämmerstein stammen. Diese Ansammlung von Gestein, ein verlockendes Angebot. Gerade in Anbetracht dessen, dass sie auf Gerimor nichts weiter als ein Zeltlager hatten. Und eigentlich war jene Expedition ja auch genau darum erst gestartet worden; um einen Platz für ihre Fakultät zu finden.

Insgesamt hatte sich alles ganz anders entwickelt, als Angelica es erwartet hatte. Diese Insel, jenes Wesen welches sich K’awi nennt. Hier waren sie nun, eine Verlockung vor der Nase, während sie allerdings weiterhin an diesem Ort nicht auf das Lied zugreifen konnten. Was wollte K’awi im Gegenzug, so sie ihnen die Nutzung des Liedes wieder gestattete? Würde sie Einfluss nehmen wollen auf die Akademie, so sie sich hier niederließen? Und wie sah K’awi die Insel in Bezug auf Konflikte?

Sie musste mit K’awi sprechen. Und nicht nur sie selbst brauchte Antworten, auch andere, die nicht der Fakultät angehörten wie Freya mussten hören, welche Meinung K’awi vertrat.
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Angelica Mondstein
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~~~ Süßes geht immer ~~~

Beitrag von Angelica Mondstein »

Die kindlichen Stimmen zweier Mädchen aus Menek'Ur hallten ihr noch immer durch den Kopf.

  • Bring ihr Mocca mit!
    Sie mag sicher Bananen!
    Und Datteln!
    Und Torten, jeder mag Torten!

Kinder! Von allen Wesen diese Welt vermochten sie es doch so manches mal mit den besten Ideen zu kommen. Hadija und Nepha, zwei wundervolle Töchter der Wüste, hatten ihr vorgeschlagen, K’awi doch einfach ein paar Leckereien mitzubringen. Sicher würde sie dann mit ihr sprechen wollen. Gegen die Theorie sprach schlicht überhaupt nichts. Ohnehin nahm Angelica an, dass K’awi, egal was sie sein mochte, ein eher frohes und kindliches Gemüt innehatte. Umso logischer war es, dass gerade diese zwei jungen Blüten Menek’Urs wussten, wie man vorgehen könnte. Und selbst wenn K’awi keine kindliche Entität wäre, sie mochte gutes Essen und gute Getränke. Das hatte Itoita selbst gesagt.

Gutes Essen, gute Getränke. In Menek’Ur nicht schwierig zu finden, zumal sie direkt Hilfe von Aliza Inaya Bashir erhielt, die ihr Köstlichkeiten vom Markt brachte. Blätterteig mit Honig, Datteln, Bananen, Kokosnüsse, Kuchen aller Art und natürlich der besagte Mocca. Das Körbchen war am Ende wohl gefüllt und hätte gut und gerne auch den Weg in ihre eigene Stube finden können. Aber dieser Korb war nicht für den eigenen Gebrauch bestimmt.

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Als sie am späten Abend nach einer kleinen Eskapade in Bajard auf einer Matte in Freyas Haus zur Ruhe kam, nahm sie sich vor, den Korb morgen zu übergeben. An diesem Tag zumindest hatte sie weder die Kraft noch die Muße jenen Gang zu absolvieren, zumal ihre Begleiterin eindeutig dringender Gesellschaft brauchte.

Am nächsten Tag jedoch machte sich Angelica wie geplant auf, um das Päckchen am Tempel zu überbringen. Hinein ging sie nicht. Aber dem Korb einen behutsamen Schubser in den Innenraum des Tempels geben, verstieß ja nicht gegen die Gebote K’awis. Einzig ein kleiner Zettel lag den Leckereien bei.


  • Ich möchte gerne mit dir sprechen.
    Angelica

Nun blieb nur warten. Süßes geht immer...
Zuletzt geändert von Angelica Mondstein am Montag 22. August 2022, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
Allturius Mandros
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Beitrag von Allturius Mandros »

Ein paar Gedanken eines Magiers;

K `awi, ein Inselparadies im Süden des Meeres. Es wäre der schönste Ort der Welt, wenn es nur K`awi nicht geben würde. Seitdem Allturius K`awi sein zu Hause nennt ergeht es ihm innerlich sehr schlecht. Nicht auf das Liedgefüge zugreifen zu können, was Allturius schon mehr als sein halbes leben lang tat, ist so als hätte man Ihm 2 Gliedmaßen abgeschlagen. Ein ständig begleitender Phantomschmerz, welcher Allturius in eine düstere und Depressive Stimmung versetzt. Im Augenblick fühlt er sich nicht in der Lage die Schönheit der Insel genießen zu können.

„Sprich endlich mit uns“ Das ist wohl ein Satz welcher Allturius seine Lippen die Tage öfters verlässt, wenn er durch die Straßen und Wege von K`awi schlendert und an dieses fremde Wesen denkt.

Seit etwa 3 Wochen befinden sich die Mitglieder der Akademie Arcana auf der Insel K`awi. Drei Wochen der absoluten Ruhe. „K`awi sieht alles, K`awi`hört alles!“ eine Aussage welche die Inselbewohner häufig äußern. Wir sind für K`awi so fremd wie es auch für uns ist. Es ist befremdlich zu Wissen, dass hier auf der Insel ein sterbliches Wesen existieren könnte, dass dennoch derartig mächtig ist und einem bei der morgendlichen Toilette beobachtet. Gleichzeitig musste Allturius bei den Gedanken schmunzeln, als er eben seiner morgendlichen notdurft nachging.

Wir wollen uns hier ein Leben aufbauen, doch K`awi schweigt. Es ist sehr schwer sich mit einem Wesen auseinander zusetzen mit dem man nicht kommunizieren kann. Wir Wissen nichts über dessen Motive und Ziele insbesondere im Zusammenhang mit seinen neuen Bewohnern, uns.

Es gibt eine Art von Regierungssystem auf der Insel, geführt von den Inselbewohnern welche hier schon länger leben. Doch besitzen Sie überhaupt noch einen eigenen richtigen Willen? Es wirkt auf einen so als stände K`awi in allen Lebenslagen in Ihrem Mittelpunkt. Ich bin nicht auf diese Insel gekommen um mein Haupt zu beugen. Ich wage es nicht laut auszusprechen, doch was ich bisher vorgefunden habe ähnelt sehr dessen was man mit einer Sekte in Verbindung bringt. Diese Gedanken schmerzen mich und so hoffe ich, dass ich stark einem Irrtum unterliege. Den mit einer Sekten Gemeinschaft möchte ich wenig zutun haben.

Wir haben Gerimor verlassen um nicht den Willen und Launen der sterblichen Vertreter von Alatar und dem lichten Pantheon unterworfen sein zu. Doch nun sind wir den Launen eines unbekannten Wesen unterworfen, so wir uns hier wirklich etwas aufbauen wollen. Wir wollen die Akademie aufbauen. Wir wollen Märkte halten und leben auf die Insel bringen. Wir wollen zum Schutz und Frieden der Insel beitragen. Doch wir können es nicht, wir sind jeder Handlungsmöglichkeiten beraubt bis das zu klärende geklärt wurde. Dieses Gefühl ist sehr beeengend, nicht zu Wissen wie es weiter geht. Gezwungen zu sein zu warten.

Und doch kann es auch seine Vorteile bringen, wenn hier wirklich eine Art von Wesen existiert das derartig mächtig ist und die Insel sowie seine Bewohner vor den Kräften von Alumenas und dem Alartarischen Reich schützen kann. So das der Frieden auf der Insel erhalten bleibt.

Wir müssen einen gemeinsamen Weg finden der für beide Seiten angenehm ist. Eine Symbiose, ohne zwängen unterworfen zu sein. Es soll durch uns genauso profitieren können wie wir von K`awi. Vieleicht können wir auch noch etwas lernen, die Zeit wird es zeigen.
Zuletzt geändert von Allturius Mandros am Sonntag 28. August 2022, 15:07, insgesamt 6-mal geändert.
Cilia Daemmerstein

Beitrag von Cilia Daemmerstein »

Cilia lief durch die kleine Stadt, welche ihr mittlerweile ein wenig vertrauter erschien. Es hatte sicherlich geholfen den Schutt wegzuräumen, um diese Art der Vertrautheit schneller aufzubauen. Ein wenig grübelnd hielt sie inne und lies den Finger leicht über eine der alten Steinfassaden fahren. K'awi, die mysteriöse Entität dieser Insel mit dem selben Namen, war immer noch hier. Sie wartete, beobachtete, Urteilte über diese Fremden die zu Ihrer Insel gekommen waren... über die Mitglieder der Arkana und über all die anderen die mittlerweile diese kleine Insel mit ihrem warmen Klima ein Zuhause nannten.

Ihre Schritte trugen sie weiter. Die Abendluft war leicht schwül und wärmer als das, was man von Bajard gewohnt war. Sie ging durch das große Stadttor und betrachtete die Bäume nachdenklich. Fast jedes mal hielt sie kurz Inne, wenn sie neue Bäume sah. Sie fragte sich, ob Miw solche Bäume schon mal erblickt hatte. Ihre Gedanken fingen, zu solchen Abendzeiten, jedes mal um Miw zu kreisen. Wo war sie, wie ging es ihr, war sie glücklich? Fast fünf lange Jahre hatte sie ihr Leben verpasst, fünf Jahre gefangen jenseits von Zeit und Raum. Miw hatte wohl nie erfahren was aus Cilia wurde, den kurz zuvor hatte sie die Elfensiedlung verlassen und war mit unbekannten Ziel auf Wanderschaft gegangen. Sie hockte sich auf einen der Baumstämme und lehnte ihre Stirn leicht gegen die Baumrinde eines nahen Baumes.

Und was war mit K'awi? Gestern hatten sie ewig im Kreis diskutiert was sie tun sollten. Wie meistens unter Magier, war diese Diskussion durchaus Hitzig verlaufen, zumindest zeitweise. Wer war K'awi. War sie glücklich? Was hatte sie dazu veranlasst diese Expedition auf die Insel zu lassen, ihre Stadt zu bewohnen. Cilia konnte es sich nicht rational erklären, aber sie glaubte immer noch das hinter all dem nur jemand steckte, der einfach Angst hatte. Angst vor der Welt dort draußen. Scheu durch all die Zeit hier alleine auf der Insel zu sein, bis auf die wenigen Anbeter die hier lebten und ihr treu ergeben waren. Sie sah in Richtung Osten, zum Strand. Vielleicht konnte sie sogar die Wellen hören, welche leicht gegen den Strand schwappten.
„K'awi. Ich hab keine Ahnung wer du bist, aber wir sind hier. Und egal ob du Angst hast oder Scheu bist... die anderen hatten schon einen Punkt. Vertrauen kann nur gegeben, nicht gefordert werden. Ich vertraue auf mein Gefühl. Es gibt kein Grund uns zu fürchten oder dich zu verstecken. Die Welt wird sich weiter drehen, immer weiter, und die Verstecke werden immer seltener werden. Was du auch bist, denkst du nicht es ist an der Zeit ein wenig Mut zu fassen? Wenn du wirklich willst das wir dir Vertrauen, solltest du Anfangen uns auch zu vertrauen und dich zeigen. Ich denke das du weder Gewalttätig bist, noch das du Gewalt irgendwie schätzt... sonst hättest du dich nicht so lange hier versteckt.“

Sie legte sich auf den Baumstamm und lies die Finger leicht durch die Grashalme gleiten.„Die Welt durch Erinnerungen anderer zu sehen ist nicht vergleichbar damit sie erlebt zu haben. Ich kann dich verstehen, weißt du? Auch ich würde mich gern verstecken. Vor all dem Schmerz und all dem Leid den einen ereilen kann, aus dinge wie Freundschaft oder Liebe. Aber was wären wir, wenn wir nur die guten Dinge erfahren würden? Was wäre die Welt ohne Schmerz? Sie wäre frei von Freude. Was wäre die Welt ohne Hass? Sie wäre frei von Liebe. Licht und Schatten, beides hat das Recht zu existieren. Angst ist wichtig, aber was wäre die Welt ohne Angst? Eine Welt in der es nie Mut oder Neugierde geben würde. Erfahre die Welt selbst. Komm heraus, Streif deine Angst ab, und erlebe die Welt wie wir sie erleben. Lebe... anstatt nur zu Existieren. Das ist der einzige Rat den ich dir geben kann...den sonst wirst du das Leben verpassen. Und damit auch jede Freude, aber auch Schmerz, den das Leben zu bieten hat.“ Wieder strichen die Fingerspitzen durch das Grass. Sie schloss die Augen und begann einzudösen. Ihre Gedanken kreisten sich um Fragen, um Theorien, Ideen aber auch um Miw... in Freude und in Schmerz.

Eines Tages vielleicht würde sie jene Elfe wiedersehen. Eines Tages, vielleicht... aber was auch immer passieren würde, sie war erfüllt von der Zufriedenheit dies zumindest Erlebt zu haben, es durchlebt zu haben. Kurz blinzelte sie nochmal und sah den langsam erstrahlenen Sternen zu. Die Sterne... sie spendeten ein wenig Trost, Nacht für Nacht, wenn ihre Gedanken sich nicht von ihr lösen konnte. Den eines wusste sie mit Sicherheit. Egal wo sie war, sie sah die selben Sterne die auch Cilia betrachtete. Und zumindest das gab ihr eine gewisse Befriedigung.
„Mach nicht den Fehler zu Glauben das die Welt wäre wie du sie in unseren Gedanken siehst... erlebe sie selbst, und du wirst feststellen wie unglaublich schön sie sein kann.“ Als die letzten Strahlen der Sonne unter den Horizont kletterten, dämmerte ihr Geist langsam in einen entspannten Schlaf über.
Nelrim Sternenhort

Beitrag von Nelrim Sternenhort »

Der (Südsee-) Sonne so nah!

Still observierte er, die Arme vor der Brust verschränkt, den beginnenden Abbau. Beobachtete, wie die kleinen Türmchen der strahlend roten Zeltburg in sich sanken, als man die Mittelstange schräger legte und lauschte dem metallischen Kling-kling-kling Geräusch, das die Arbeiter verursachten, wenn sie die schieferen der Heringe wieder gerade klopften. Einer der Mannen rollte eine Zeltschnur säuberlich zusammen und als zwei Burschen mit einer Bücherkiste vorbeiwankten, da kam ihm dann doch eine scharfe Warnung über die Lippen und der erhobene Finger ermahnte die Bengel vorsichtig mit den kostbaren Werken der Academia Arcana zu sein.
Doch kaum waren sie aus dem Blick, da breitete sich diese tiefenentspannte, zufriedene Miene wieder auf dem Gesicht des Magisters aus. Er hatte es endlich geschafft,
das Ziel war nicht nur zum Greifen nah, nein, es war erreicht.

Er, Nelrim Sternenhort, der den Abschied von La Cabeza nie so recht überwunden hatte (denn wer tauschte schon gern Minfays hübsche, kurvige Mädchen gegen verdriesliche, dürre Bauernweiber, herbsüßes Wildkraut und kräftigen Rum gehen trockenen Tabak und fade Weine, Kartenspiele in der Südseesonne gegen Schreibarbeit in düsteren Stuben oder eben Zelten?), stand hier und beaufsichtigte den finalen Umzug der Academia Arcana nach… K’awi!

Ach, süßes Eiland der ewigen Sommersonne!
Die Mädchen dort waren zwar etwas scheuer als die Badehausnixen der Madame, doch standen sie ihnen in Schönheit und Liebreiz nicht nach, wussten köstlich zu kochen und dann war da noch dieser Kukul, der berauschende Schnaps,
der quasi Wildkraut und Rum in einem sein konnte,
welcher Nelrims Seelenfrieden heraufbeschwören konnte.
Ja, er hatte es endlich vollbracht und den Ort gefunden, an dem er alt werden konnte.
Umgeben von all den Sachen, die ihm wichtig waren:
Schöne Frauen, berauschende Leckereien, Glücksspiel und seiner Familie, der Academia Arcana.
Zuletzt geändert von Nelrim Sternenhort am Samstag 1. Oktober 2022, 12:35, insgesamt 2-mal geändert.
Lorelley Raback
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Registriert: Donnerstag 27. Januar 2022, 20:10

Beitrag von Lorelley Raback »

*Plitch platsch Plitsch platsch. Und noch ein Schritt durch erstaunlicher weise immer noch recht warme Wasser während das Netz hinter einem hinterher schleift. Erstaunlich dass die Fische hier so ähnlich denen vom Festland schmecken aber doch so anders aussehen.
Atmet einmal tief ein und geht etwas tiefer ins Wasser, taucht dem Wuschelkopf unter Wasser und muss direkt grinsen als sich die Krabben sofort wieder verkriechen.
Schon faszinierend wie zutraulich sie hier doch noch sind, vielleicht sollte ich sie doch einmal skizzieren..
krakelt später am Strand im lauen Klima eine kleine Skizze*

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Raphael Atheron

Beitrag von Raphael Atheron »

Langsam verschwand die Sonne am Horizont über K'awi. Er stand, wie so oft in der letzten Zeit, in der obersten Etage des Leuchtturms, genoss die Aussicht und dachte nach.

Es war erst etwas mehr als ein Jahr her, dass sie aus den Schatten entkommen waren und nicht einmal mehr die Ruinen der alten Arcana vorgefunden hatten. Heute haben sie eine prächtige Akademie und dazu noch eine Insel. Auch wenn da noch nicht alles perfekt ist. Die Möglichkeiten sind vorhanden. Vor allem jetzt, da die Ureinwohner die Verwaltung der Insel in die Hände der neuen Bürger gelegt haben.

Bei seiner Wahl zum Hauptmann der Inselwacht hatte er das Gefühl, als hätte sich K'awi kurz gezeigt. Aber sie hat nicht eingegriffen. Vielleicht eine Herausforderung, wirklich nach ihren Geheimnissen zu suchen? Auf jeden Fall war es ein kleiner Schritt auf ihn zu und es war an ihm, sich zu beweisen.

In der nächsten Zeit wird also viel Arbeit auf ihn warten. Im Rat muss über Gesetze und Diplomatie gesprochen werden. Die Inselwacht braucht ein Konzept und Wachen müssen eingestellt werden. Zum Glück gibt es schon erste Interessenten.

Kaum zu glauben, dass er mal über solche Themen nachdenken würde ...
Zuletzt geändert von Raphael Atheron am Mittwoch 25. Januar 2023, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Angelica Mondstein
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Beitrag von Angelica Mondstein »

Es war ein recht warmer Abend auf der Insel K'awi, als Angelica mit ihrer Berglöwin Leia ihren gewohnten Spaziergang am Strand unternahm. Die Sonne versank langsam hinter dem Horizont, und der Himmel war in goldene und lilafarbene Töne getaucht. Leia, mit ihrem silbrig glänzenden Fell, lief ruhig neben ihr, die Augen wachsam und gelassen. In der Ferne hörte man das leise Rauschen der Wellen, die gegen die Felsen schlugen, und das gelegentliche Krächzen der Papageien.

Angelica liebte diese Spaziergänge. Jeden Abend, wenn die Insel zur Ruhe kam, zog sie mit Leia zum Strand, um den klaren, salzigen Wind zu spüren und ihre Gedanken treiben zu lassen. Doch an diesem Abend war etwas anders. Während Leia eifrig den Sand durchstöberte, blieb sie plötzlich stehen und starrte aufmerksam auf etwas, das aus den Wellen ragte.

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Angelica folgte ihrem Blick und entdeckte ein massives Stück Holz, das im Sand zu stecken schien. Es war eine große, verworrene Wurzel aus Mangrovenholz, durch die Jahre im salzigen Wasser geglättet, aber mit einer faszinierenden Struktur und Form. Sie trat näher, kniete sich hin und strich vorsichtig mit den Fingern über die rauen Stellen. Das Holz fühlte sich fast lebendig an, als ob es ein Geheimnis verbarg, das nur darauf wartete, entdeckt zu werden.

„Schau mal, Leia“, flüsterte Angelica und berührte das Holz. „Ich glaube, dieses Stück hat eine Geschichte zu erzählen, meinst du nicht auch?“ Natürlich verstand Leia weder die Worte noch die Bedeutung der Wurzel, doch Angelica war überzeugt, dass das Holz etwas Besonderes war. Sie wickelte es in ein großes Stück Tuch und machte sich mit der Berglöwin auf den Rückweg.

Am nächsten Morgen suchte Angelica Leoras auf, um das Holz von einem Fachmann begutachten zu lassen. Als sie in seiner Werkstatt ankam, umfing sie der vertraute Duft von frisch bearbeitetem Holz. Der Raum war ein gut sortiertes Durcheinander aus Sägespänen, Werkzeugen und halbfertigen Werken, die alle eine eigene Schönheit ausstrahlten. Leoras blickte auf, als er sie bemerkte, und seine Augen verengten sich, als sie die Wurzel auf den Tisch legte.

„Das ist ein beeindruckendes Stück... Holz“, sagte er mit einem fragenden Blick. „Was willst du damit?“ „Siehst du die Form, Leoras? antwortete Angelica. „Ich könnte mich täuschen, aber es sieht so aus, als hätte es schon die Form einer Geige. Natürlich braucht es noch viel Arbeit... aber denkst du, du könntest ein Instrument daraus machen?“

Leoras betrachtete das Holz lange. Er drehte es, strich mit seinem Messer eine schmale Linie und lauschte dem Klang des Holzes. „Das wird nicht einfach“, murmelte er schließlich. „Mangrovenholz ist sehr hart und hat eine unberechenbare Struktur. Ich werde Zeit brauchen“, sagte er und legte die Wurzel behutsam auf seinen Arbeitstisch. „Aber ja, ich denke, ich kann etwas daraus machen.“ Dankbar nahm Angelica das Angebot an und überließ Leoras seiner Arbeit.

In den folgenden Wochen arbeitete Leoras unermüdlich an der Geige. Tag für Tag sägte, schnitzte und hobelte er das Holz, gab ihm Form, polierte es und bearbeitete jedes Detail mit meisterhafter Präzision, bis das Instrument schließlich vollendet war. Leoras hatte sich selbst übertroffen. Die Geige wirkte, als wäre sie tatsächlich aus einer einzigen Wurzel erschaffen worden, und die filigranen Perlmuttverzierungen auf dem Korpus verliehen dem Instrument eine besondere Schönheit, die an die Tiefen des Meeres und den Glanz der Wellen erinnerte.

“Die erste Geige aus Mangrovenholz der Insel K’awi. Zumindest.. eventuell.” Murmelte Angelica noch, als sie das Instrument entgegen nahm. Dankbar übergab sie Leoras einige Kronen, ehe sie sich nach Hause aufmachte, um die Eigenarten ihres neuen Instruments zu erlernen.
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Tomas Jan Levitt
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Beitrag von Tomas Jan Levitt »

Eine Weile lief der junge Musiker durch die Straßen der idyllischen Stadt, bis er sich entschloss, dass vermutlich jeder der Zweiten diesen Brief bei Itoita abgeben konnte. Also wurde der Brief mit eben jeder Bitte übergeben, in dem folgendes zu lesen ist:
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K’awi xan’yasha, werte Itoita,

meine liebe Freundin Angelica sagte mir, dass ich dich am Besten ansprechen kann, wenn es um unsere geliebte Stadt geht.
Ich habe da ein paar Fragen und Ideen und würde mich sehr freuen, wenn du mir ein wenig deiner Zeit dafür schenken könntest.

Lass mir einfach die Zeit und den Ort dafür zukommen und wir treffen uns.

Sonnige Grüße von

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Stimme der Insel

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GM Puck
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Beitrag von GM Puck »

Einer der Zweiten macht Tom freundlich darauf aufmerksam, dass Itoita bis zum kommenden Wochenende nicht an der Oberfläche sein wird, er sich aber sicher ist, dass sie dann bald Zeit für ihn haben wird.
NEVER EVER GROW UP!
-->bitte Tickets senden, keine Mails/PNs
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Angelica Mondstein
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Beitrag von Angelica Mondstein »

Die Sonne brannte bereits hoch am Himmel, als sie wie so oft den Strand entlangging. Der weite Sand erstreckte sich vor ihr, die Wellen des Ozeans brachen sanft gegen die Küste, und die warme Brise spielte mit ihren Haaren. An ihrer Seite streifte Leia, die alte Puma-Dame, ruhig und bedacht. Ihr glänzendes Fell und die scharfen Augen, die die Umgebung stets musterten, waren ihre ständige Begleitung. Gemeinsam gingen sie ihren gewohnten Weg entlang der Küste von K'awi, weit entfernt von der kalten Heimat Winterfall, in der sie einst lebte.

Es war schon eine lange Zeit vergangen, seit sie zum ersten Mal die Insel betreten hatte. Mehrere Jahre voller Sonne, Meeresbrise und stiller Nächte, in denen der Klang der Wellen sie in den Schlaf wiegte. Täglich schlenderte sie den Strand entlang, genoss das Gefühl des Sandes unter ihren Füßen und den warmen Kuss der Sonne auf ihrer Haut. Allmählich hatte sich der ständige Kontakt mit der Sonne nicht nur auf ihre Seele, sondern auch auf ihre äußere Erscheinung ausgewirkt.

Während sie so dahin schritt, bemerkte sie es, wie sie es in den letzten Wochen immer wieder getan hatte: Ihre Haut war dunkler geworden, nicht abrupt, sondern allmählich. Der blasse Teint, der sie aus den kalten Gefilden ihres Heimatlandes kannte, war einer sanften Bräune gewichen, die ihr nun vertraut war. Es war keine überraschende Veränderung, sondern eine langsame Folge der vielen Tage, die sie hier unter der warmen Sonne verbracht hatte.

Sie betrachtete ihre Haut nachdenklich, als die letzten Sonnenstrahlen des Tages sich über ihre Arme legten. Sie strich über die Haut und spürte den sanften Unterschied – das zarte Braun, das sie sich nach all den Jahren nicht einmal bewusst wahrgenommen hatte. Es war der natürliche Verlauf, fast unmerklich, als Teil ihrer Eingewöhnung in diese neue Heimat, die sie längst zu ihrem eigenen gemacht hatte.

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„Es ist schon faszinierend, wie dieser Ort einen verändert, meinst du nicht auch Leia?,“ murmelte sie mit einem leichten Lächeln und blickte zu ihrer stets stillen Begleitung, die sich in den warmen Sand legte und die letzten Momente des Tages genoss.

„Es ist gut, hier zu sein,“ flüsterte sie, als sie wieder auf das weite Meer starrte, das sich bis zum Horizont erstreckte. In dieser Wärme, unter dieser Sonne, hatte sie ihren Platz gefunden. Und mit jeder weiteren Stunde, die verging, würde sie noch mehr ein Teil von K'awi werden.
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