Es war nicht das erste Mal, dass er sich die Nächte deshalb – wach an die Zimmerdecke starrend – um die Ohren schlug. Aber dieses Mal, war es anders. Er war entschlossener. Das lag vor allem an ihr; sie hatte ihn wie immer bekräftigt, an seine eigenen Stärken zu glauben und diese elenden Zweifel beiseite zu schieben.
Er wand den Blick nach rechts und ein sanftes Lächeln huschte über seine Züge, ehe er sich auf leisen Sohlen aus dem Bett und in das Nebenzimmer schlich.
Er zog den Brief aus der Schublade des Schreibtisches und betrachtete ihn eingehend. Er war abgegriffen und schmuddelig – viel zu oft hatte er ihn schon in den Händen gehabt und mit sich gehadert, nur um ihn dann doch wieder unter die restlichen Papiere zu schieben und die Entscheidung auf einen anderen Tag zu verschieben.
Nicht heute. Kein Zögern mehr.
Er griff sich ein frisches Briefpapier, tunkte die Feder in das Tintenfässchen und begann alles noch einmal sauber abzuschreiben. „Gleich morgen früh werde ich einen Boten damit zur Festung der Bruderschaft senden..“, murmelte er vor sich hin, während die Feder über das Papier glitt. *
* Sollte das Siegel des Briefes gebrochen werden, offenbaren sich folgende Zeilen… *
Des All-Einen Segen mit der Bruderschaft des Herrn
Auch wenn ich mir im Klaren bin, dass die Bruderschaft durch die allgegenwärtige Bedrohung der Kristalle und die fortwährenden Angriffe der Kristallwesen auf das alatarische Reich, bereits über alle Maßen gebunden ist, so hoffe ich darauf, dass ihr einen kurzen Moment eurer wertvollen Zeit erübrigen könnt.
Ich möchte euch mit diesem Schreiben um einen Termin bitten, um bei der Bruderschaft vorstellig zu werden und meinem Anliegen Gehör zu schenken.
Falls ihr in diesen unruhigen Tagen ein wenig Zeit für mich erübrigen könnt, dann nennt mir bitte einen Termin und ich werde da sein.
Möge der All-Eine stets über euch wachen