Vater....Dein Wille....

Geschichten eurer Charaktere
Antworten
Qy´lae

Vater....Dein Wille....

Beitrag von Qy´lae »


Neue Wege
„…das Nest verlassen…“ . Immer und immer wieder hallten die Worte in ihrem Kopf wieder. Sie sollte…durfte…nein! musste… das Nest verlassen…Ein Nest weit ab auf einem anderen Kontinent. So stand es ihr nicht zu sich dem Beschluss der Ältesten zu verweigern.

Die Nacht war weit voran geschritten, als Qy’lae die Oberfläche betrat und einige Minuten an Ort und Stelle verharrte, den Kopf weit nach oben streckte und die Luft tief durch die Nase einatmete. Unbekannte, selten erschnupperte, garstige Gerüche vermischten sich mit dem altbekannten Geruch von Metall, Blut und Dreck. Gerüche nach…frischem Gras, Wäldern, frischen Blumen. Nur leise würde ein Beobachter das Knurren der Lethra vernehmen können. Zwar wurde die junge Lethra in den letzten Wochen immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Doch nun erstmal auf sich gestellt, eine Reise anzutreten, um das Nest auf Gerimor ausfindig zu machen!?! Sich jenem Nest anschließen und die Gunst des Vaters immer und immer wieder zu erlangen.

So konnte sie als Lethra sich bereits mit der Geburt eines Nachkommens ihrem Vater als würdig erweisen, doch war der Weg als Lethraxiae noch lang.

Langsam senkte sie den Kopf, die Augen geschlossen. Und in sich gekehrt…. „Vater… dein Wille…“ zischte sie leise. Wie ein Gebet wiederholte sie jene Worte immer und immer wieder. Und mehr als einmal schaffte sie durch dieses kleine für sich selbst entwickelte Ritual – vollkommen zurückgezogen in ihrem Kopf - die schlimmsten Strafen der Ältesten zu ertragen, wenn Qy’lae bei einer Übung versagte, zusammengebrochen war, oder den Anflug von Widerspruch aufkommen ließ. Vielleicht war es sogar jene kleine Fähigkeit, die Schmerzen, sei es der Bestrafungen oder gar der Geburt, fast stillschweigend zu ertragen, dass man ihr zutraute jenen Weg zu gehen, den man sich mit Waffen erkämpfen musste.

Hingeworfen vor Bestien, um zu testen, ob sie dem auch wirklich standhielt. „Vater…dein Wille…“ So zauberte ihr der Kampf ein kleines – für andere kaum wahrnehmbares - Lächeln auf die dunklen Lippen, während mit einem leisen Surren die Klinge durch die Luft schwang, um sich in den Leib einer Bestie oder gar eines Ketzers zu bohren. So war sie auch über die Jahre dazu verdammt gewesen die Handwerkskunst zu testen, doch weder das Geschick mit Nadel und Faden, noch mit einem Schmiedehammer kamen ihrem Willen und dem Drang nach, sich mit der Klinge und dem Bogen zu beweisen. Die Technik galt es zu verfeinern, die Bewegungen zu koordinieren, die Kraft und die Schnelligkeit zu erhöhen.

Und so manches Mal während der stetigen Prüfungen der Ältesten war sie der Ohnmacht so nahe, dass sie sich für ihr Versagen wohl mehr gestraft hätte, als es die anderen taten. Ja, sie sah die Lethrixoren, jahrelang geschult im Kampf, und ja sie entgegnete dem Spott und der Verachtung nichts. „Vater….dein Wille…“ Und während andere in ihre Höhlen krochen, stand sie da. Zornig auf sich selbst, die Waffe noch nicht so führen zu können. Und ihr Wille…ihr Wille, ihre Unzulänglichkeit als Lethra so gut es ging auszumerzen, um ihm dienen zu können, so schien es, wuchs mit jedem Schlag, mit jeder Beleidigung, mit jedem Spott. „Vater…DEIN Wille…“

-----------------------------------------------------------------------

Das neue Nest
Sie dachte nicht mehr angestrengt darüber nach, welcher der Sachen der diversen Jagden ihrer Brüder und Schwestern in welche Kiste gehörten. Ging ihr diese Aufgabe immer leichter von der Hand und so passierte es immer öfter, dass ihre Gedanken abschweiften. Abschweiften zu den Aufgaben, der Verachtung ihr als Runenlose gegenüber… Abschweiften zu ihren Fertigkeiten, die sie stetig verbessern konnte…. Abschweiften zu diesem Nest… ihrem Nest nun…. Abschweiften zu ihm….

Ja ihm…. So undurchschaubar mit der Maske… unnahbar… erbarmungslos in den Forderungen und Strafen, um sie und ihre Geschwister voranzutreiben. So war und ist es Vaters Wille. Gerade sie als Lethra, noch dazu runenlos, hatte kein Recht irgendetwas in Frage zu stellen. So erkannte sie ihre eigenen Fehler und würde sich wohl mehr für ihr Versagen strafen, als er es – mit Maske – wohl tat.

Ja, sie diente ihm….Vaters Wille war stark… und ja sie diente ihm in seiner Höhle…. Ihm… ohne Maske…. Hungrig nach seinen Berührungen, hungrig nach seiner Nähe…. Unter Vaters Blicken…. Vater dein Wille….So sei es….
[img]http://fs5.directupload.net/images/160616/d38ffe3i.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Qy´lae am Samstag 4. März 2017, 16:40, insgesamt 2-mal geändert.
Qy´lae

Beitrag von Qy´lae »

Mit einem leisen Seufzen ließ sich Qy’lae in der Höhle nieder. Fest verschlossen hinter der Türe. Alleine…. Alleine mit Vater… Nur unter seinen Blicken entledigte sie sich ihrer Rüstung, um einen weichen Stoff an ihre geschundene Haut zu lassen. Der Körper kam endlich zur Ruhe, doch die Gedanken kreisten unaufhörlich. Die ihr gestellten Aufgaben forderten sie tagtäglich, verlangten vollen körperlichen Einsatz und keine Sekunde durfte sie unaufmerksam sein. Ja, Vater sah alles und Vater strafte ein Versagen. Und in seinem Sinne straften die höheren Brüder und Schwestern ihre Schwäche ebenso. Langsam hob sich ihre Hand zu den Wangen und die Fingerkuppen glitten sachte an die feinen Narben dort. Es war ihre Unachtsamkeit, es war ihr Fehler… Vater sieht alles.

Kontrolle, ja sie hatte kurz die Kontrolle verloren und ihre lose Zunge sprach mit Jaryan’dolor als stünde sie über ihm. Nicht hier…. Vater sieht alles…. So war es eine Reaktion, die sie hätte kommen sehen müssen. Der kurze Schmerz holte sie schlagartig in das Hier und Jetzt zurück. Zeigte ihr deutlich ihren Platz. Und nun… alleine in der Höhle dachte sie über seine Aufgabe nach.

„Wie weit würden wir für unser Ziel gehen, um Vater besser dienen zu können? Wieso haben wir eine straffe Hierarchie?“


Es waren Dinge, die für sie selbstverständlich waren. Sie hatte nie hinterfragt, warum es so war. Es war so. Vater steht über allem. Sein Wille war ihr Weg. Seinen Willen galt es durchzusetzen. Koste es was es wolle.

Sie rieb sich die Schläfen und ging langsam die Höhle auf und ab. War es nicht eine Summe an Aufgaben, an Herausforderungen, an Lektionen, die wir brauchten, um sein Ziel zu erreichen? Was wären wir, seine Schöpfung, wenn wir nicht bereit wären alles zu geben, um seine Ziele zu erreichen? Das große Ganze steht im Vordergrund. Nicht der einzelne zählt. Ihre Existenz begründet sich auf Vater. Sollte es dann nicht selbstverständlich sein alles zu geben, alles zu fordern und an die Grenzen zu gehen, um seinen Willen durchzusetzen?

Ja, es gab Grenzen. Grenzen, die Vater auferlegte. Doch war es auch gegeben, stetig seine Grenze zu erweitern, wie ein dehnbares Band weiter raus zu stecken, um zu wachsen. Je stärker der Wille des einzelnen, desto stärker der Wille im Ganzen. Und sollte man dann nicht auch erkennen, dass auch Demut ein Teil des Ganzen war? Anzuerkennen, dass alle Kraft und alle Stärke Vater gehörten?

Selbst als sie in das Bett sank…sein Bett… nein ihr gemeinsames…. Spielte sie die Gedanken weiter. Strukturen und Hierarchie? So war es doch wieder das große Ganze, warum Vater ihnen Gebote auferlegte. Stand nicht in den Geboten geschrieben, wie man sein Leben zu leben hatte? Kein geringer Anteil daran fand sich in den Hierarchien wieder. Zwar sah Qy’lae oft genug, dass wohl manche Ansässige in Vaters Reich die Gebote wohl mehr als kleine Hilfestellung nahmen und eher als „So kannst du, musst du aber nicht“-Anweisung sahen und die Gebote, obwohl sie klar formuliert waren, so stark dehnten, dass die Grenze zwischen Irrsinn und Intelligenz verschwammen. Doch nicht für ihr Volk. Sie lebten die Gebote, sie verinnerlichten sie. Es gab kein Ja, aber…. Es gab nur ein Ja! Ja zu Vater, Ja zu seinen Geboten, Ja zu seinem Ziel. Man konnte nicht eines von dem anderen trennen. Alles lief bei Vater zusammen.

Sein Wille war ihr Ziel. Um jeden Preis.
Qy´lae

Beitrag von Qy´lae »

Hier war die Grenze… die Grenze von Vaters Reich. Seit sie hier angekommen war, war es ihr auch untersagt gewesen sein Reich zu verlassen. Als Runenlose… Tief sog sie die Luft in ihre Lungen. Die Augen geschlossen trat sie einen Schritt vor. Vaters Reich verlassen…. Ja nun durfte sie. Das Brennen der frischen Rune an ihrem Hals erinnerte sie daran was vor wenigen Stunden geschehen war.

Er….mit Maske… vollzog die Weihe. Unter Vaters Augen konnte sie in ihrem Nest beweisen, dass die Lavagrube noch keine Alternative für sie war. Aus dem Sumpf der Runenlosigkeit den ersten Schritt getan und nach Wochen die Gemeinschaftsrune erhalten. So stand sie einen Schritt über der Grenze zu Vaters Reich. Nur ein kleiner Schritt und doch soviel Freiheit. Doch Vater sah alles. Selbst jenen kleinen Schritt würde er sehen, ein kleiner Schritt konnte ihr Verderben sein.

So schritt die angehende Lethraxiae langsam durch den Wald. Geschützt unter dem Dickicht der Pflanzen und Bäume, als sie ihre Ohren spitzte und das vertraute Gröhlen und Grummeln einer Schlacht an ihr Ohr drang. Geräusche, die sie unweigerlich in den Bann zogen. Vertraut das Geräusch sich teilender Leiber. Behutsam trat sie Schritt für Schritt voran, als Qy’lae die ersten schemenhaften Bewegungen vor sich ausmachen konnte.

„Mra, main Schatz“ drang an ihr Ohr. Nicht zögerlich, sondern neugierig und vor allem vorsichtig drückte sie einen kleinen Ast zur Seite als sie ihn sah. In seiner verzierten Rüstung zerteilte er den Schädel eines Schatzwächters. Immer wieder sprach der Zwerg zu seinem Schatz, als wäre es sein Heiligtum. Eilte und wühlte hie und da in der Erde. Vollkommen seiner Gier ergeben, quollen die Münzen, Goldketten und sonstigen Edelsteine bereits aus den Taschen. Selbst die minderen Reste vergrub der Zwerg penibel genau.

Möglichst leise zog sich Qy’lae die Armbrust von der Schulter. Den mit letharischen Runen verzierten und grünlich schimmernden Bolzen sorgfältig eingespannt verharrte sie so einige Zeit. Die Gier schien unermesslich und so war auch nach kurzer Zeit jener Moment gekommen, den sie wohl erwartet hatte. Wieder konnte sie das Surren der Kaluren-Axt vernehmen, schien der Zwerg, dessen rote Haarbüschel unter dem Helm hie und da hervorlugten, doch zu sehr mit den Wächtern des Schatzes beschäftigt zu sein. In einer leicht gebückten Haltung, ein fester Stand, so wie sie es gelernt hatte, hob sie die Armbrust.

Vater….dein Wille…. Und mit einem leisen Knurren betätigte sie den Abzug. Das herrliche Geräusch des dahinpfeifenden Bolzen gefolgt von dem noch köstlicherem Geräusch, das er von sich gab, wenn er in dumpf in Fleisch eindrang, genießend stand sie einen Moment da. Das Adrenalin schien dem Kaluren zu sehr in Mark und Bein geschossen zu sein, setzte sie abermals einen Bolzen nach. Und dann… in eine Grube gekrochen sah sie aus ihrer Position nur noch den roten Haarschopf und kalurisches Gefluche. Das Gift würde sein übriges tun….

„Alatars Wille…“ sprach sie in den Wind, der ihre Worte bis zu den Ohren des Kaluren trug. Ketzer!!! Ihre Ohren schmerzten als er etwas über seine Gottheit erwiderte. Doch der süßliche Unterton von Schmerz und Überraschung waren zu übermächtig. Weit blähte sie die Nasenflügel, der Geruch nach einem guten Kampf und Blut lag in der Luft. Fast verführt unvorsichtig zu sein und sich an dem verletzten und hoffentlich seinen Verletzungen erlegenden Kaluren zu genießen, rang sie mit sich selbst um Kontrolle.

Die Armbrust in einer Hand trat sie langsam die Schritte nach hinten an. Zwar war das Verlangen stark, doch die Vorsicht gewann die Überhand, so überließ sie den dahinsiechenden Kaluren seinem Schicksal. Irgendwann würde sie über seinen Verbleib oder seinen Tod Gewissheit haben.

Vater …. Dein Wille…. So sei es
Zuletzt geändert von Qy´lae am Freitag 22. Juli 2016, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Nahezu lautlos, ebenso wie es ein schwer gerüsterer Kalure mit vollen Taschen vermag bewegte er sich durch den Wald. Stehts auf der Suche nach den verstecken der Unholden und Ihren Schätzen. Der Tag im Wald war bereits lang und seine Packtaschen über und über mit wertvollen Dingen gefüllt. Ein guter Tag. Die Geräusche des Waldes riefen auch keine Regung mehr in dem Kaluren hervor. Die dumpfen Schritte auf dem Waldboden waren genauso normal geworden, wir auch das knarzen der Bäume, das rascheln des Blattwerkes. Elendige und überflüssige Geräusche einfach, denen ein Kalur nur wenig Beachtung schenken konnte. Nicht selten vermisste er das Dröhnen und Hämmern in den Schmieden des Berges, ein wohlklang in jedes Kaluren Ohr.

Die Taschen waren bereits so gut gefüllt, das er die aktuelle Beute nichtmal mehr komplett mitnhemen konnte. Sorgsam vor dem Schatz knieden sortierte er die Sachen, ebenso auch aus seinen Packtaschen. Das Wertvollste wurde dann direkt wieder eingepackt, und der Rest sorgsam im Wald wieder vergraben und mit Blattwerk verdeckt. Geholt werden sollte es auf jedenfall später!

Er hatte noch nicht viele Schritte gemacht, bevor er mehr durch Zufall über ein weiteres Versteck fömrlich stolperte. Um nicht überrascht zu werden klärte er die Situation im Wald direkt auf : ,,Akh hab euren Schatz und akh nehme ihn mir jetzt!,, Es dauerte nicht lange, bis einige Unholde sich aus dem Wald bei Ihm wiederfanden und direkt auf den Kaluren zustürmten. Sie waren Chancelos, auch wenn der Zwerg stellenweise wirklich mit Ihnen zu tun hatte im Kampf. Er dauerte recht lange, seine Kräfte waren bereits im schwinden. Schon lange hatte er kein Auge mehr für seine Umgebung und die Dinge die sich sonst noch so im Wald befinden konnte. Der Wechsel zwischen seiner Schatzgier und Blutgeilheit wechselnden sich im takt. Es war nicht sicher war Ihn gerade mehr antrieb, doch sicher war das er seine Schwäche, gar Dummheit bald bereuen würde.
Noch während des Kampfes krachte ein Bolzen durch seinen Beinharnisch, dieser viel jedoch erstmal nicht auf da er keine Beiträchtigung mit sich brachte. Blut und Gold! Der zweite Bolzen jedoch, voller Glück geschossen oder von Ihrem Meister geführt traf Ihn genau unter dem Arm in die Seite. Nur schwerlich konnte er den letzen Riesen bezwingen bevor er sich in einer Erdsenke in Deckung brachte. Erst jetzt bemerkte er den zweiten Bolzen im Bein. Bei Cirmias war er sauer, nichtmal auf den Angreifer sondern viel mehr auf sich selbst. Wie oft lehrte er die jungen Graik die Aufmerksamkeit nicht zu verlieren..lächerlich in anbetracht der Tatsache wie er sich nun in diese Lage gebracht hatte.

Der Wind trug die kreischende Lethra Stimme direkt zu Ihm. Wie er diese elendigen blauen Pantherwämser hasste und doch war genau er es der von Ihnen gerade besiegt wurde. Schwer verwundet, kaum noch Kampffähig mit vergifteten Bolzen im Leib stand es nicht gut um den Zwerg. Es verging einige Zeit bis er die Kraft fand aus dem Wald zu kriechen wie ein Wurm. Elendig, geschwächt und kaum eines Sohn Cirmias würdig, dennoch am Leben. Er konnte es sich nicht erklären warum sie es nicht zu Ende gebracht hatte. Kein Kalure hätte ein Blauling in der Annahme das er sterben könnte liegen gelassen sondern hätte den Pantherwämser wirklich getötet.
Auch fragte er sich, ob sie Ihn Anhand der Aufwändigen Verzierungen der Rüstung nicht erkannt hatte, falls sie überhaupt Kaluren kannte und ein Auge für Ihre Verzierungen hatte. Das Wappen der Donnerfäuste auf dem Schild tragend und das Siegel der Bauhütte auf der Brust war es nicht schwer seine Zugehörigkeit und vorallem Funktion im Reiche Cirmias zu erkennen. Ein Priester Cirmias zu töten wäre wohl unter den Ihren eine große Sache gewesen, gerade wenn man in betracht zieht wieviele der blauen der Priester bereits selbst getötet hatte.

Er lebte, sei es Cirmias Stärke geschuldet oder der Dummheit der Lethra. Mit reichlich Einsatz der Sippe würde er den Anschlag mit reichlich zugewinn an Erfahrung überleben. Doch mit Sicherheit nicht ohne Folgen für sich...
Jaryan'dolor
Beiträge: 884
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Jaryan'dolor »

Über all die Jahre, geprüft und begutachtet... es kamen und gingen Lethrae in dem Leben des Letharfen. Nie wurde er zufriedengestellt, noch hatte er je etwas größeres für sie übrig.
Was für ein Werkzeug ergibt sich für sinnvoll? Vater sieht alles, also was hat er für den Letharfen vorgesehen? Hat er überhaupt etwas für ihn vorgesehen? Niemand konnte es Jaryan'dolor sagen...

Wie doch all diese Jahre verstrichen, blieb er seiner Gewandung auch immer treu. Die Anonymität wahren. Das Gesicht niemals zu offenbaren. Nur bestimmte durften es sehen... auch wenn es meist über zwingende Umstände war. Der Pantherhelm, die Maske, die Runen auf der so zerfledderten Robe. Die Markenzeichen die Ihn doch erkennbar machten, dass er es ist. Doch nie sah man wirklich Haut oder Gesichtszüge. Es durfte für viele ein Mysterium sein, wobei sich andere Personen schon daran gewöhnt hatten...


Strenge Blicke ziehen ständig durch die Höhlengänge des Leth'Axorns. Diese Wellen der Runenlosen... dieser Verbrauch der Bolzen für die nutzlosen Runenlosen, bis die Kadaver das nutzlose Fleisch endlich in die tiefen der Lavagrube befördern durften. Jaryan'dolor empfand Runenlose schon immer als eine eigene Prüfung, mehr aus ihnen zu formen. Kaum einer schaffte es... zu wenige, die dem gewachsen waren in der Gemeinschaft einen Platz zu ergattern. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, wie lange eine Hülle standhalten kann, bis diese auch den bemitleidenswerten Weg findet in die Tiefen zu fallen. So verging die Zeit und unzählige vergingen auch...

Vor vielen Wochen sah er Sie, die Lethra die ihm ein komisches Gefühl im Brustkorb gab. Eine Runenlose, taff mit einem Willen eines Pantherweibchens. Der Spott in seiner Körperhaltung gegen, als die Worte fielen welche voller Hohn ausgesprochen wurden. Die Augen verengten sich, als er sich Ihr näherte. Ein Gefühl was er nicht kennt und er hob die Hand umso höher, um zum Schlag auszuholen. Wie kann Sie es wagen? Vor einem Mael'Qil solch eine Haltung einzunehmen? Es war klar und deutlich, er würde Sie beobachten. Er würde auch Sie zum Fall kriegen, er war sich sicher.


„Angehende Lethraxiae?!“, er konnte es selbst nicht glauben. Eine Seltenheit im Leth'Axorn, denn die Lethraxiaee die er kannte waren alle verstorben oder verschollen. Sie würde niemals deren Platz einnehmen. Sie wird auf ewig eine Runenlose lieber bleiben.
Strafen die für alle Runenlose vorgesehen waren, galten nicht für Sie. Sie bekam die Strafen extra und vergrößert. Aufgaben die einfach von dem Aufwand erhöht worden, mit einer einzigen sexistischen Begründung.
„Weil du eine Lethra bist. Und jetzt verschwinde!“

Sie ließ sich nicht unterkriegen. Bis heute wird es sicher vielen unverständlich sein, weshalb Sie sich über Wasser halten konnte. Die Fänge des Mael'Qil suchten dauernd nach den Fehlern. Immer gab es etwas anzuprangern, selbst wenn alles korrekt und sauber verlaufen ist. Er hat immer etwas gefunden um Sie zu demütigen und zu erniedrigen. Schmerz und Schweiß, Blut und Eiter, Dreck und Schlamm. Mittlerweile sollte Sie sich schon daran gewöhnt haben...

Es kam der besagte Tag... Der Tag einer Weihe. Die Aufnahme in eine Gemeinschaft, welche streng und strikt nach den Rängen geordnet war. Ein Zusammenhalt der gezeichnet wird mit einer Rune der Gemeinschaft. Seine Handfläche bewegte sich über Ihre Wange, während der verzierte Dolch in der Luft hin und her schwankte. Es dauerte einen Moment für das Augenpaar, welches die Lavendelfarbe besitzt, um die richtige Stelle zu finden. Da war die Stelle... die linke Halsseite, worüber dieser Dolch glitt und Sie versehen hat mit der Rune der Akzeptanz, der Rune der Gemeinschaft des Leth'Axorn. Frisch und blutig, mit einem aufrechten und entschlossenem Blick. Die Runenlose starb an jenem Tag und geboren wurde die
Angehende Lethraxiae, Qy'lae.

Ja, es ist geschehen und viele konnten es kaum fassen. Auch der Letharf mit der Maske. Er fühlte sich alleine in Ihrer Anwesenheit bedrängt. Jedes Mal, selbst in diesem Rang, er würde Sie niemals schmerzlos ziehen lassen. Sie muss geschliffen werden, so wie es auch sein Bruder ihm sagte.
Selbst dann brachte es seinem inneren Gefühl nichts. Es hörte nicht auf, es blieb. Der Druck am linken Fleck des Brustkorbes, wenn Sie nur in der Nähe war.
Das muss ein Zeichen gewesen sein, Sie ist dafür bestimmt sein Werkzeug zu werden. Wie sollte es auch sonst sein? Der Vater könnte es doch nicht anders wollen, oder?
Die Gedanken flogen ihm schneller durch den Kopf, dass es nur eine Möglichkeit für ihn selbst gab.
Er wird diese Lethra für sich beanspruchen.

Jaryan´dolor hat geschrieben:Ein Pergament wird in letharischen Runen beschriftet im Bankturm des Leth'Axorn deutlich lesbar für jeden zu lesen sein...

Vaters unaufhaltbarer Hass leite uns,

ich
Jaryan'dolor beanspruche hiermit die Lethra Qy'lae für mich.
Sollte ein anderer Letharf meinen Anspruch für sich wollen,
kann er sich bis zum letzten Tag der Woche dazu äußern.

Ansonsten werde ich die Lethra mit einer Besitzrune berunen.


Vaters Wille leite uns!

Mael'Qil Jaryan'dolor


Die Entscheidung wurde gefällt und niemand machte auch ansatzweise Anstalten diese Berunung zu verhindern. Seite an Seite stehen Sie vor den Gefahren. Auch wenn Sie noch immer geschliffen werden muss, bewährt Sie sich als angehende Lethraxiae. Folgend den Grundlagen die der Letharf mit der Maske Ihr mit auf den Weg gab. So führt Sie die Kajira Rune auf der rechten Wange. Die Besitzrune mit dem Namen 'Jaryan'dolor'... Ihre Geschichte möge hiermit beginnen...
[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170502/c249a6q8.png[/img][/URL]
[Ala'thraxor Jaryan'dolor des Leth'Axorns]
Qy´lae

Beitrag von Qy´lae »

Frühlingsgefühle einer Lethra?
Eine feine Blutspur zog sie hinter sich nach, als sie langsam das Axorn betrat. Gewappnet für ihre Schwäche und Unachtsamkeit bestraft zu werden. Bestraft zu werden zu schwach zu sein.
Doch gingen die Geschwister ihren Aufgaben nach, so schloss Qy’lae langsam die Türe zu ihrer Höhle. Die Augen für einen Moment geschlossen, lehnte sie sich dagegen und erst jetzt gab sie der Schwäche nach. Sank zu Boden und entledigte sich langsam Stück für Stück der Rüstung. Blutbefleckt und zerschunden krachten sie zu Boden. Erst nach langer Zeit öffnete sie ihre Augen wieder. Es war nicht das erste mal, dass sie an ihre Grenzen ging. Grenzen, die ihr doch zeigten, wie viel sie noch zu lernen hatte.

So, wie Vater sie schuf, glitt sie langsam in das warme Wasser, welches ihre Wunden umspülte, während sich das Blut langsam mit jenem mischte. Die Gedanken der angehenden Lethraxiae drehten sich immer wieder um dieses kleine Scharmützel. Ein Scharmützel, das sie durch Unachtsamkeit zu Boden brachte. Nicht hier…. Nicht auf Vaters Boden… Vater! Dein Wille ist alles. Keine Sekunde hatte sie, trotz der drei ihr gegenüberstehenden Thyren, daran gedacht auch nur einen Schritt zu weichen. Zu sehr war sie versucht ihnen zu schildern, wie ihre Schwester im Tempel Rahals unter den Augen des Alka ausgeblutet war. Die gerechte Strafe erhalten hatte für ihren Frevel sich dem All-Einen in den Weg zu stellen.

Die Wunden brannten selbst im klaren Wasser, schloss sie doch abermals die Augen, als würde sie jenen Schmerz genießen. Jenen Schmerz, der das in ihr brennende Lodern des Hasses vorantrieb. Schmerz, der sie in das hier und jetzt zurückholte. Schmerz, der sie vorantrieb. Vorantrieb, das Bad zu beenden und die Rüstung anzulegen. Viel zu lange hatte sie ihn nicht mehr gespürt. Viel zu lange gewartet. Der Ala’thraxor musste davon erfahren. Er….mit Maske.

So wie die Tiere langsam aus ihrem Schlaf erwachten, bereit um ihr Leben zu springen, sobald sie ins Visier des Jägers kamen, so wurde es Zeit aus dem Winterschlaf zu erwachen. Erwachen, auf die Lauer legen … erwachen um die Jagd zu eröffnen...
[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170304/8wju4n9e.jpg[/img][/URL]
Zuletzt geändert von Qy´lae am Samstag 4. März 2017, 16:42, insgesamt 2-mal geändert.
Qy´lae

Beitrag von Qy´lae »

Prüfung unter Vaters Augen


Wochen, nein viele Mondläufe waren vergangen seit sie in diesem Nest war. Unter Vaters Augen geprüft und von der Runenlosen zur angehenden Lethraxiae erhoben. Die Gemeinschaftsrune trug sie fortan. Doch lauerten sie alle bei jedem Schritt, um ihr Versagen zu strafen. Sie zu prüfen, härter als die angehenden Lethrixoren an ihrer Seite. Vieles war geschehen, manches verstand sie heute noch nicht ganz. Doch war es nicht ihre Aufgabe es zu verstehen. Sie mußte handeln. Handeln, sein Wille - Vaters Wille - war ihr Weg.

Sie war eine Lethra. Eine Lethra, die den Weg einer Lethraxiae gehen sollte. Wachsam unter Vaters Augen wurden ihre Sinne geschärft. Auf ungnädige Weise gedrillt, erzogen und geschult. Jeder Tropfen Blut, jeder Tropfen Schweiß und jeder noch so kleine Funken Hass wurden zu ihrer Essenz, um ein sich ein Stück vorzuarbeiten.

Er, er mit Maske, prüfte sie stetig. "Geh in diese Höhle und komm lebend heraus" waren die Worte, die er ihr auf den Weg gab. Es war ein Befehl. Befehle von ihm - mit Maske. Sie hatte zu folgen. Und die nächsten Stunden und vorallem diese Höhle stellte sie auf die Probe - sie, die angehende Lethraxiae. Leise hörte man nur das Wasser tropfen und seltsame leuchtende Pollen herumschwirren, ehe sich beim Näherkommen die gegenwärtige Gefahr offenbarte, die hier auf sie lauerte.

Alles was sie in den letzten Mondläufen gelernt hatte, alles was sie perfektioniert hatte mußte sie hier anwenden, um sich als nützlich zu erweisen. Doch starb dort in jener Höhle die angehende Lethraxiae.... Starb und würde sich nie mehr erheben.

[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170427/hem4le4u.jpg[/img][/URL]
Doch unter Vaters Augen erhob sich nun die Lethraxiae Qy'lae, geprüft und für würdig befunden trug sie nun die Rune einer Lethraxiae an ihrem Körper. So trat sie wieder unter seine Augen - er mit Maske....

Verändert in den Mondläufen, seit sie im Axorn angekommen ist. Gnadenloser geworden, geformt nicht nur der Körper, die Sinne, sondern auch der Geist. Tödlich in ihrer Profession trat sie an die Oberfläche, um Vaters Willen zu folgen.

Vater....dein Wille....
Qy´lae

Beitrag von Qy´lae »

Von Kampffischen und kleinen Prüfungen


Gemächlich ließ sie ihren Blick durch ihre Höhle schweifen. Hängen blieb er dann nur an der leeren Seite und, unbeobachtet wie sie hier war, zuckten ihre Mundwinkel mit einer Vorfreude in die Höhe. Bald schon würde sich hier das prächtige Aquarium erheben, mit jenen kleinen fiesen Fischen, die sie in Akbats Laden beobachten konnte. Kleine gemeine Fische, gefräßig, aggressiv und mit einem unnatürlichen Hass auf alles was grün war. Sie würden perfekt in jene Ecke der Höhle passen, die vor allem aus matt schwarz schimmernden Stoffen und Möbeln bestand, hie und da von giftgrünen Akzenten durchbrochen.

Die Fingerkuppen trommelten langsam auf dem Tisch herum. Selten war sie so guter Laune, wenn man davon überhaupt sprechen konnte. Die gestrige Bekehrung Bajards war ein Erfolg gewesen und sogar fand sich ein Mensch, der Mut genug besaß sich in ihre Fänge zu begeben. Dass die Lethraxiae gestern ausdrücklich den Befehl hatte, alles auf Freiwilligkeit auszulegen musste man ihm nicht gerade mitteilen. Das Erwachen würde noch früh genug kommen.

Ein kleines neues Spielzeug für sie. Unweigerlich bei jenem Gedanken drängte sich das Bild der neuen Runenlosen in ihren Kopf. Sie waren kein Spielzeug. Sie mussten geformt werden, um Werkzeuge für Vater zu werden. Geformt und bei Vater…. Er prüfte sie erneut. Ganz langsam, wie ein steter Tropfen, der über die Jahre einen Stein aushöhlte, zeigte sich auch bei dem Abschaum eine Besserung. Doch der Weg war noch weit und die Nerven der Lethraxiae aufs äußerste gespannt. Rang ihr doch der eine oder andere Letharf jeden Funken an Selbstbeherrschung ab… Alleine, wenn sie schon daran dachte….

Die Fingernägel scharten quietschend über das dunkle Holz und ihre Züge nahmen den zornigen Ursprungszustand wieder ein. Es wurde Zeit…

Es wurde Zeit für die nächsten Schritte…. Gekleidet in jenem giftigen Grün und dem stets wachsamen Blick der ebenso giftgrünen Augen erhob sie sich und legte jegliche Emotionen an der Höhlentüre ab, als würde man Gästepantoffeln in ein Regal stellen, ehe sie an die Oberfläche trat und der giftgrüne Blick Ausschau hielt nach Edgar.
[URL=http://www.directupload.net/file/d/4801/a5g5piqj_jpg.htm][img]http://fs5.directupload.net/images/170801/temp/a5g5piqj.jpg[/img][/URL]
Zuletzt geändert von Qy´lae am Dienstag 1. August 2017, 20:16, insgesamt 1-mal geändert.
Qy´lae

Beitrag von Qy´lae »

Es kann nur ein Ziel geben


Der Tag war lang und ereignisreich. Es tat gut endlich die Rüstung abzulegen. Die Robe an den Nagel gehängt, nicht ohne vorher noch einmal einen Blick auf den Riss in Bauchhöhe zu blicken. Er wollte sie töten. Er wollte sie ernsthaft töten…Doch um seinen Zorn wirklich zu fordern und zu fördern...soweit war er noch nicht

Zufrieden und mit einem wohligen Seufzen stieg sie langsam in das Wasser. Es verlief alles zu ihrer Zufriedenheit. Die Armee Vaters erwachte langsam aus ihrem Tiefschlaf, die Jagden des Reiches, der Gemeinschaft und kleinen Gruppierungen führten sie tief in die Höhlen der Landen und jede folgende Generation würde sich durch Fleiß und Einsatzbereitschaft schon bald ihren Lohn holen können.

Während das warme Wasser den geschundenen Körper umschmeichelte legte sich der Blick der giftgrünen Augen auf die Rose. Ein Mahnmal an Selbstbeherrschung, hätte sie wahrscheinlich diesen Menschen zu Brei zermahlen, als sie noch eine Runenlose war. Vater prüfte sie stetig und in vielfältiger Form. Doch sie hatten einen Plan, einen Plan, der ihn als Werkzeug noch verwendbar machte. Ja, es war alles zu ihrer Zufriedenheit. Die Fühler streckten sich aus und ein kleines aber feines Geflecht begann sie zu spinnen.

Die Kirsche auf der Sahne war wohl noch dieser Mensch, dem sie zufällig vor den Gemäuern der Quuypoloth über den Weg rannte. "Perdan Leth…". säuselte sie leise in den sonst so stillen Raum, der nur von leisem Zischen der herabbrennenden Kerzen und Fackeln erfüllt war. Sie mochte diesen Namen, ging er ihr erstaunlich einfach über die Lippen. Er war es, der die Gemäuer von den herannahenden Bäumen befreien sollte, damit niemand im Schutze jener an sie herankamen. Ja, ja das war seine Aufgabe und vielleicht sogar könnte er sich in naher Zukunft als noch nützlicher erweisen.

Und da war noch, ja wer war da noch? Ach dieser Junge, dieser Bursche, der an der Statue eines erschlagenen Sandfresser Gefallen gefunden hatte. Es wurde wohl Zeit sich nach den Fortschritten zu erkundigen. Sie erwartete doch Kunde, dass man diesen ketzerischen Fanatiker, wie war noch sein Name?, ach Temyor wieder in Bajard sah. Das letzte Kapitel in dieser Geschichte war noch nicht geschrieben. Nicht nur, dass er immer noch zwei ihrer Bolzen gestohlen hat, die in seinem Bein steckten, als man ihn fortgebracht hatte. Nein, ein fanatischer Ketzer wie er durfte nicht frei über die Lande wandeln. Es widerstrebte ihr zutiefst, dass er seine Lügen in Bajard verbreitete....und er nicht einmal die zwei Bolzen aus dem Fleisch zog!

Doch die Menschen waren stets ein schwankendes Rohr, das sich einmal in eine und bei einem lauen Lüftchen, mal auf die andere Seite legte. Viel zu sehr damit beschäftigt sich ihren Emotionen hinzugeben…Nur wenige waren bis in die letzte Zelle tief verbunden mit dem was sie taten.

Während sie aus dem Wasser stieg, den Hebel betätigte, der das Wasser ablaufen ließ, sich abtrocknete und die Rüstung wieder anlegte, merkte sie nicht, wie die Rose ins Wasser fiel und im Sog der Strömung in die Tiefe gezogen wurde.

Viel zu sehr damit beschäftigt säuberlich die Schnallen, Messer, Messerchen und sonstigen Klimsbims, den eine Lethraxiae so braucht, einzustecken und zuzumachen. So schritt sie vor den Ausgang des Axorn, tief in der Nacht, der giftgrüne Blick stets wachsam und nahm auf einer kleinen Anhöhe in der Nähe der Zitadelle der Quuypoloth Platz, um dort auszuharren, was wohl weiter passieren möge.


[URL=http://www.directupload.net/file/d/4808/g2vt9ig7_jpg.htm][img]http://fs5.directupload.net/images/170808/temp/g2vt9ig7.jpg[/img][/URL]
Qy´lae

Beitrag von Qy´lae »

Am Ende doch nur eine Lethra


Wie lange war sie nun schon hier? Hier in jenem Nest, ihrem Nest, in dem sie zur Welt gekommen war. Monatsläufe schien ihr, doch war ihre Aufgabe hier noch nicht beendet.

„Mael'qilae, der Meister hat eine weitere Anweisung für dich“ sprach der runenlose Abschaum leise und mit einem verächtlichen Wischen scheuchte sie das Gewürm weg. Kurz zog sich die feine Augenbraue nach oben und der Blick der giftgrünen Augen glitt über die Worte des hiesigen Meisters.

So sollte es also sein, die hintersten Gänge des Nestes beschreiten. „Komm lebend wieder raus“

Worte, die ihr auch schon Jaryan'dolor einst mitgab. Damals, als ihre Hülle noch die einer Lethraxiae ausfüllte. Die moosgrün schimmernde Klinge an ihrem Halter baumelnd, bewaffnet bis auf die Zähne knirschten die kleinen Gesteinsbrocken als sie den dunklen Gang betrat.

Der Aufgaben waren es viele über die Jahresläufe geworden. Er prüfte sie stetig, prüfte und entschied, dass sie würdig war. Kurz glitt das Bild der Sieben an ihr vorbei...eigentlich 6, wie sie im Kreis standen und kurz bevor sie damals im Hier und Jetzt war, der Blick auf sie viel. Auf sie, die Mael'qilae.

„Versagerin, du schaffst das nicht...“ zischte es leise an ihrem Ohr. Sie bleckte etwas die Lippen und an der rechten Wange fühlte sie nicht einmal mehr, ob sie zuckte oder nicht. Die wulstige Narbe hier verdeckte einfach jegliche Regung.

Das Grollen, anfangs weit entfernt, wurde mit jedem Schritt lauter und lauter. Sie konnte es kaum erwarten ihre Hand um den Griff dieser Klinge zu schlingen, und kaum hatte sie sie berührt durchfuhr es sie, ein ums andere mal, wie einen Blitz. Ob es nun leise Laute des Genusses, oder einfach des aufkommenden Wahnsinn waren, waren schwer auszumachen. Doch ihr Ausdruck, ihre Bewegungen und vor allem der Blick veränderte sich schlagartig. Sie war auf der Jagd. Nach etwas, dessen Ausmaße sie noch nicht ausmachen konnte. Ein Leben lang war sie darauf trainiert worden zu versagen und sich Vater dann doch zu beweisen, dass mehr in dieser schändlichen weiblichen Hülle war.

„Vater dein Wille...“

Einen Schritt nach vorne und sie sah es endlich, was sich im hintersten Gang dieses Nestes befand. Schemenhaft würde man es in den Pupillen ausmachen können, was auf die Lethra zukam, bevor ein Kampf entbrach, der sie bis an ihre Grenzen, nein weit über ihre Grenzen hinaus entwickelte. Zwar konnte sie so manchen Hieb landen, tiefrotes Blut spritzte über ihr Gesicht, doch angesichts dessen, was vor ihr stand und mit welcher Prüfung sie diesmal betraut wurde, hörte man nur noch ein leises

„Versagerin...zu schwach“ und die Lethra ging blutüberströmt zu Boden.

So manche Prüfung konnte sie meistern, doch letztendlich war ihr Körper und ihr Geist zu schwach. Im letzten Winkel eines fremden Nestes, am Boden liegend, die Mael'Qil Klaue von ihr entfernt, fristete sie ihr Dasein bis schlussendlich aus dem Leib dieser giftgrünen Lethra nur noch Knochen und irgendwann nur noch Staub übrig bleiben würde
Antworten