Der ein oder andere Bürger verspürte ihren Blick im Nacken, kurz nur und auch jene, die sich geschwind umdrehten, fanden nichts am Fenster, außer den Hauch des Nebels. Manchmal drang ein Geräusch aus den Nebelbänken hervor, ein dunkles, warnendes Grollen, leise nur aber dennoch durchdringend und so drohend, dass die meisten Menschen, welche es vernahmen kurz mit stockendem Atem innehielten und sich steif umsahen. Doch irgendwo war da noch etwas in dem Gegrolle, es klang seltsam vertraut und jene Kinder des All-Einen, die an der Oberfläche und in der Stadt verweilten, würden gar eine gewisse, diffuse Nähe in jenem tiefen Knurren erkennen können.
Doch auch ihnen zeigten sich die Schemen nicht gänzlich, wichen mit dem Nebel auf eigene Pfade, schienen etwas zu suchen und gingen weiter auf die Pirsch, bis ganz Rahal zur frühen, dunkelsten Morgenstunde von feinem Küstennebel bedeckt schien. Die einzige Ausnahme bildete der massive, stattliche Tempel, der selber wie der dunkelste aller Schemen oder ein stolzes, schwarzes Tier in der Nacht zurückstarrte.
Erst das Zwielicht riss jene Nebeldecke und mit den ersten Sonnenstrahlen war der Spuk offenbar verschwunden. Man hätte doch auch einfach von einer unruhigen, eher herbstlich anmutenden Schauernacht und verflogenenen Geistergedanken sprechen können, wären da nicht hier und da die Spuren in morastigerem Boden zu finden. Spuren von weichen fünfzehigen Tatzen.

