Ein Pergament für Benjamin Acalon

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Althan Vylen

Ein Pergament für Benjamin Acalon

Beitrag von Althan Vylen »

*Ein gesiegeltes Pergament wird bei Herulf abgegeben.*

"Alatars Segen mit euch, Herr Acalon!

In den kommenden zwei Tagen bin ich in den späten Abendstunden im
Konvent anzutreffen. Das Buch was ich euch geliehen habe gelangte wieder
in meinen Besitz, meinen Dank hierfür.
Heute findet gen siebente Stunde ein Strandfest nahe Düstersee statt.
Ein Geschichtsabend wird veranstaltet, vielleicht habt ihr auch eine
Geschichte die ihr erzählen möchtet?

Möge Ihm gefallen was Er sehen wird!

gez. Magister Althan
Konventsleitung"

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Benjamin Acalon
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Beitrag von Benjamin Acalon »

Ich konnte mich nur noch mühsam beherrschen, als ich in meinem Haus angelangt war.
Wofür hielten die mich eigentlich? Für einen Idioten?
Mir war klar, dass jedes einzelne seiner Worte bewusst gewählt war. Kein Zufall. Nur ihre Bedeutung, oder was genau dahinter steckte, hatte ich noch nicht begriffen.

Nun spürte ich wieder Wut in mir hochkochen, als mein Blick auf den Brief des Magiers fiel.
Ich ließ meine Wut an dem Stück Papier aus, presste es fest in der Hand zusammen und warf es mit einem Schwung in den Kamin. Die Flammen fraßen sich sofort durch die Pergamentseiten, bis sich jene schwärzten und schließlich nichts als Asche übrig blieb.
Althan wird keine Antwort auf seinen Brief erhalten.
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Benjamin Acalon
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Beitrag von Benjamin Acalon »

Ein gewöhnlicher Briefumschlag wird in Althans Briefkasten hinterlassen, in Grenzwarth. Der Brief ist mit einem Wachsklecks ohne Siegel verschlossen. Öffnet er ihn, wird er eine saubere, leicht geschwungene Schrift erkennen.
Seinen Segen mit euch,

verzeiht mein verspätetes Schreiben, doch ich musste erst einmal über die Geschehnisse beim Geschichtenabend nachdenken.
Ihr habt an diesem Abend eine Geschichte erzählt, die in mir einen Verdacht erweckt hat. Fräulein Vylen hat mir diesen daraufhin bestätigt.

Ihr habt in der Verwandlung eines Katers in meinem Haus, in Berchgard gelebt. Deswegen möchte ich eine Erklärung von euch, warum ihr das getan habt. Welchen Zweck ihr damit verfolgt habt und warum ihr es mir nicht persönlich und direkt sagt.

Es beschämt mich sehr, dass ihr so tief in meine Privatsphäre eingedrungen seid. Daher schreibe ich euch, anstatt ein Gespräch zu suchen. Ich könnte euch im Moment nicht in die Augen sehen.

Derzeit fällt es mir so schon schwer, meinen Platz in Rahal zu finden und meine Gewohnheiten aus dem Lichten Reich und dem Leben dort, hinter mir zu lassen.
Weitere Verwirrungen helfen mir nicht gerade, all das allein zu schaffen. Doch bin ich mir sicher, dass ihr eure Worte an dem Abend ganz bewusst so gewählt habt.
Aus diesem Grund möchte ich auch eine Erklärung.

Des Herrn Segen,
Benjamin Acalon
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

*Sebastian wird ein gesiegeltes Schreiben in das Hafenviertel bringen. Sollte er Benjamins Unterkunft finden wird er das Schreiben ihm und nur ihm überreichen.*

"Alatars Segen mit euch, Herr Acalon!

Wenn ihr mir nach eurem Gutdünken meint wieder in die Augen sehen zu
können, ihr wisst wo man mich findet.
Ihr scheint eines zu vergessen, den Lichten war es soweit ich mich erinnern
kann scheissegal wie ihr euch weiter entwickelt... uns nicht.
Also kneift euren Arsch zusammen und stellt das Gejammer ein, denn
Alatar hilft jenen die sich zu helfen wissen.

Möge Ihm gefallen was Er von euch sieht!

gez.
Magister Althan"
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Benjamin Acalon
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Beitrag von Benjamin Acalon »

Seinen Segen mit euch,

ich muss mich für mein Verhalten gestern Abend entschuldigen.
Derzeit bekomme ich von allen Seiten immer wieder neue Eindrücke und neues Wissen. Ich habe ein Problem damit, das alles zu verarbeiten und vieles zu verstehen.
In den Worten klingt das alles immer sehr einfach und logisch. Aber es ist alles andere als einfach.
Inzwischen gerate ich immer wieder an meine geistigen Grenzen, was meine Aufnahmefähigkeit angeht.
Hinzu kommen der große Druck und die Erwartungshaltungen der Menschen hier.
Mir ist natürlich bewusst, dass ihr es, genauso wie andere, nur gut meint und mir helfen wollt. Doch stehe ich, nach wie vor, allein vor der Aufgabe mit all dem fertig zu werden und das schaffe ich derzeit nicht.

Verzeiht noch einmal, ich habe es keineswegs böswillig gemeint. Ich war einfach nicht mehr in der Lage, euch bis zum Ende hin zu folgen.
Ich werde mich bemühen, eure Zeit in Zukunft nicht weiter zu verschwenden.

Benjamin Acalon
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

*Sebastian wird ein gesiegeltes Schreiben in bekannter Manier im Hafenviertel abgeben.*

"Alatars Segen mit euch, Herr Acalon!

Ihr schuldet mir einen ganzen Stundenlauf meiner kostbaren Zeit,
ich erwarte dafür die Beantwortung meiner euch gestellten Aufgabe.

"Nennt mir ein Beispiel, wie man Hass als Quelle nutzen kann."

Ihr kamt gestern in den Genuss, der im Augenblick nur meinen Schülern
zuteil wird, eine Einzelunterrichtung und Beantwortung eurer Fragen durch
meine Persona.
Mein Punkt was meine Geduld mit euch betrifft ist erreicht und ich werde
euch einen Rat mit auf euren Wege geben, der mir gegeben wurde als
ich mein Wirken in Rahal begann.

"Es ist vollkommen egal was du denkst, du sollst in Seinem Sinne
funktionieren."


Also, Herr Acalon... ihr habt alles was ihr dazu benötigt in die Hand
bekommen lernt endlich zu funktionieren, so wie ein jeder hier.

Möge Ihm gefallen was Er von euch sehen wird!

gez. Magister Althan
Konventsleitung"



[url=http://postimage.org/][img]http://s11.postimg.org/9lvz4gptb/Althansiegel.png[/img][/url]
Zuletzt geändert von Althan Vylen am Donnerstag 4. Dezember 2014, 23:58, insgesamt 3-mal geändert.
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Benjamin Acalon
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Beitrag von Benjamin Acalon »

Erst nach einigen Tagen wird Sebastian einen einfachen Zettel an Althan weiter geben. Vermutlich mit den Worten, das Benjamin ihn persönlich abgegeben hat.
Der Zettel ist schlicht zusammen gefaltet und die Schrift ist wie immer sauber und gut lesbar.


Seinen Segen mit euch,

Nennt mir ein Beispiel, wie man Hass als Quelle nutzen kann.

Man kann Hass als Quelle nutzen, indem man ihn in sich kontrolliert und aufstaut. Dadurch, dass dieses Gefühl kontrolliert wird, kann man es freisetzen, wann man möchte und somit Kraft daraus ziehen.
Ein Beispiel dafür ist der Hass, der aus der Erniedrigung einer anderen Person entsteht. Oder durch eine ungerechte Behandlung. Diese Gefühle sind oftmals sehr stark, ebenso wie der Hass, der daraus entsteht.
Man sollte genug Kontrolle über dieses Gefühl haben, um es nicht direkt gegen die Person zu wenden, welche einen erniedrigt hat. Oder verpuffen zu lassen.
So könnte man dieses Gefühl in einem Kampf frei setzen und sich entsprechend stärken.

Ben Acalon
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

Sebastian kommt mit einem weiteren Schreiben in alter Manier ins Hafenviertel.

"Alatars Segen mit euch, Herr Acalon!

In der Theorie erkannt setzt es nun in die Praxis um. Reflektiert euer
bisheriges Tun und Handeln im Reich.

War es in Seinem Sinne?

Nach Seinen Geboten?

Was habt ihr bisher hier erreicht und was wollt ihr noch erreichen?

Konzentriert euch darauf wie ihr Ihm ein nützliches Werkzeug sein werdet.
Sucht euch kein Vorbild, sondern versucht Andere in ihrem Streben um
Sein Wohlwollen zu überflügeln.

In diesem Sinne erwarte ich eure Antwort oder euren Besuch im Konvent.

Möge Ihm gefallen was Er von euch sehen wird!

gez. Magister Althan
Konventsleitung"


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Benjamin Acalon
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Beitrag von Benjamin Acalon »

Wieder mal erhält Sebastian ein schmuckloses Schreiben. Es ist an Althan adressiert und in seiner üblichen, ordentlichen Handschrift verfasst.

Seinen Segen,

ich nehme an, als mein Lehrer, möchtet ihr über bestimmte Fortschritte meiner Person auf dem Laufenden gehalten werden.

Meine Bußezeit ist nun beendet und ich habe mich sogleich an die Stadthalterin Volan gewandt, zwecks eines Gesprächs.
Meine Vorbereitungen für dieses Gespräch waren im letzten Mond sehr umfangreich. Daher habe ich, ohne weitere Absprache, direkt an sie geschrieben.
Ich hoffe, ich überschreite damit nicht schon wieder meine Kompetenzen.

Bürger zu werden, gehört in jedem Fall zu den Dingen, die ich erreichen möchte.

Ich werde in den nächsten Tagen etwas mehr Zeit im Konvent verbringen. Weil ich einige Themen noch einmal auffrischen möchte, welche sie abfragen könnte. Nur zur Sicherheit.

Möge ihm gefallen, was er sieht.
Ben Acalon
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