Alle für einen...einer für alle

Gast

Alle für einen...einer für alle

Beitrag von Gast »

Langsam schwingen die Strähnen vom Wind getrieben in weichen wellen-artigen Formen hin und her, sie verhüllen hier und da das ebene fein gezeichnete Gesicht. Die Mandelförmig, aufsteigenden Augen stechen mit ihrer Größe und der sonderbar gemischten Farbgebung direkt hervor. Die Stupsnase und der fein gezeichnete aber volle Mund, runden die Gesichtsmerkmale ab.

Der schmale Körper zeigt nicht sonderlich viel weibliche Rundung, er wirkt eher schmal, auf den ein oder anderen wird er gar kränklich wirken. Sie scheint eher schüchtern, in sich gekehrt, die Hände sind jedoch stets in einer Gewissen Bewegung und wenn es nur diese selbst sind die einander halten.


Das Augenpaar blicken mit einer stetigen, fast schon durchdringenden Art, ein jede Person an, so als würde sie das Verhalten dieser genau betrachten. Meist wird nach einigen Wimpernschlägen der Blick mit einem leisen Ausatmen, welcher von einem Seufzer begleitet wird, quitiert. Ein jede Bewegung verläuft fließend, so als würde jeder Schritt etwas bedachtes sein. Wenn das Augenpaar über die komplette Silhouette der jungen Frau schweift so wird er ein, zwar mageres, aber gepflegtes Äußeres wahrnehmen.

  •  Episode 1



Leise ist das Schlagen von Schwingen zu vernehmen, ein Vogel welcher direkt von dem Fenstersims durch die hohen Räume der Bücherei fliegt, für einige Momente fällt der Blick des kleinen Vogels auf eine in sich zusammen gesunkene dunkelhaarige junge Frau, ehe er seinen Weg weiter fortsetzt.



Krampfhaft sitzt sie in der Bücherei, immer wieder gleitet die Hand zu ihrem Kopf, das Pochen scheint ein nicht endender Rhythmus zu sein welcher stetig wiederkehrt, immer zur selben Tageszeit. Das Buch hatte sie neben sich gelegt, die Buchstaben verschwammen ineinander, wenn sie versuchte diese zu entziffern überkam sie lediglich die Übelkeit.
Das Klacken von Schuhen ist zu vernehmen welche den Weg hinauf in ihren Gang suchen. Tastend greift die Hand neben sich um das Buch wieder an sich zu nehmen, zittrig umschließt diese jenes und zieht es empor. Ein tiefes und angestrengtes Einatmen erklingt, sich wohl zusammenreißend.

'Was machst du da, steh gefälligst auf. Keiner hat dir gesagt das du eine Pause machen sollst. Was ließt du da du Göre!'
Wutentbrannt wird ihr mit einem Ruck das Buch aus der Hand gerissen, die Augen ihres Gegenüber starren sie für einen Moment hasserfüllt an. Das Buch, ein Geschenk ihres Bruders, musste sie wieder bekommen....auf keinen fall durfte es in die Hände ihrer Herrin geraten.
'Was ist das für ein Mist? Schaff dich raus du hast zu arbeiten!'
Mit einer gewissen Eile wendet sich die Dicke Kammerzofe der Herrin und trampelte davon. Die Hände der jungen Frau strecken sich in ihre Richtung aus, so als wolle sie versuchen diese aufzuhalten, doch vergeblich, jene bahnt sich ihren Weg durch die Türen der Bücherhalle und lässt diese mit einem lauten Krach zufallen. Ein tiefes angestrengtes Einatmen folgt.
Sie muss das Buch wieder an sich kriegen, egal wie und unter welchen Umständen, es muss wieder den Weg in ihre Hände finden! Es war das einzige was sie an die beiden erinnerte.
Langsam sinkt der Körper auf den Boden, der Rücken lehnt sich an eines der Bücherregale und das Augenpaar schweift über die tausend dort verweilenden Bände. Noch einige Wimpernschläge bleibt sie in jener Position eh sich der schmale Körper emporhebt und die Hand in einer filigranen Bewegung sanft über die Gesichtszüge streicht, ein tiefes Atmen folgt. Als auch sie den Weg in Richtung Türe geht und diese dann öffnet, jenes wird von einem leisen quietschenden Geräusch der Scharniere begleitet und mit einem Klacken als das Schloss ineinander fällt beendet.
Danach ist lediglich das klackende Geräusch von Schuhen zu vernehmen, Getuschel und Gekichere welches kurz vor ihr zum Schweigen kommt. Mit fast eingebildeten Blicken wird sie für einige Momente gemustert ehe eine der Damen in einem übertrieben arrogantem Ton meint: 'Hast du wieder kein essen bekommen Ina? Wundert mich ja nicht du träumst ja nur vor dich her anstatt deine Arbeit zu erledigen.' Wieder beginnen die Damen zu kichern, drehen sich um und gehen ihres Weges mit ihrem Getuschel und Getratsche. Die Hände gleiten über das Kleid und tatsächlich, es hing nicht mehr so straff wie es mal war, sie hatte wieder abgenommen und auch ihre Teint war lange nicht mehr so rosig wie er früher war als sie noch in Bajard mit ihren Brüdern tobte. Lange war es her....sehr lange. Sie war nun schon ganze 5 Jahreswechsel auf dem Anwesen der Herrin und hatte sich so gut es geht auch eingegliedert, sie wusste um das Hofzeremoniell und hatte das Lesen und Schreiben gelernt, auch wie man in der Küche arbeitet war ihr nicht fremd, nur all zu oft hatte sie den Küchendienst übernehmen müssen.
Sachte schüttelt sie den Kopf hin und her um die Gedanken wieder auf das hier und das jetzt zu konzentrieren. Eine Stille kehrte ein, eine unheimliche Stille....es war eine drei schneidige Stille. Eine in welcher man wenn diese nicht wäre, das kichern der Damen wahrnehmen könnte welche den Ganz hinauf schreiten.
Eine in welcher man das Glockenspiel hätte wahrnehmen können das stets zur Mittagszeit läutete und somit das Mahl der Hohen Herren und Damen ankündigte.
Eine Stille....in welcher sie das zwitschern der Vögel wahrnehmen könnte welche im Innenhof auf den Bäumen im Garten ihre Gefieder putzen.
Doch nichts von alle dem hörte man, es war einfach nur still. Für einige Momente fokussierte sie ein Gemälde und kurz mochte es wirken als würden die Augen dieser dort gemalten Person in ihre Richtung schauen, doch als sie den Blick gerade noch intensivieren wollte waren jene wieder starr geradeaus gerichtet. Mit einem verwirrten Blick wendet sie sich und setzt ihren Weg in Richtung Zimmer der Kammerzofe fort. Dort angekommen setzt sie zum klopfen an, hinter ihr räuspert sich im selben Moment eine weiblich anhörende Stimme.
'Suchst du das hier?' erklingt es in einem fragenden Ton während die dicke Hofzofe mit dem schon leicht mitgenommenen Buch, hin und her wedelt. 'Ich habe nicht die geringste Ahnung wieso du es so dringend haben möchtest aber da ich merke das dein Wille es zu bekommen stark ist, werde ich es behalten.' Ein zynisches Grinsen legt sich auf das Gesicht und lässt sie in gewissermaßen aussehen wie einer der Tempelhunde welche mit zu viel Haut gesegnet wurden. Kurz vermag genau dieser Gesichtsausdruck Katharina ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern.
'Was grinst du so dämlich?' Erklingt es auf das Schmunzeln hin.
'Ich finde Ihr seht aus wie eine der Tempelhunde.' Trocken, ganz ohne Gefühl dringen diese Worte an die Ohren der dicken Kammerzofe welche jedoch wohl genau über diesen Satz nicht sonderlich erpicht scheint. Sofort setzt sie zum Schlag an, sie raßt auf Ina zu, hebt die Hand empor und mit einer Wucht knallt diese in das Gesicht der jungen Frau. Ein keuchen erklingt und sogleich gleitet ihre Hand in Richtung des kleinen Dolches welchen sie schon seit dem Überfall des Küchenjungen stets bei sich behält und unter dem Innenrock versteckt. Gerade so kam sie an diesen während der Körper der dicken Kammerzofe über ihre gebeugt verharrt, ihr die Haare hält und immer wieder versucht ihr mit Leibeskräften Gewalt zuzufügen. Als sie endlich den kleinen Dolch in ihren Händen hält umklammert sie ihn......

Sollte sie es tun? War es das richtige? Der Hass gegen diese dicke, hässliche Frau war unbändig...sie würde ihr die Haut vom Leibe reißen wenn sie nur könnte, ihr die Haare einzeln herausziehen. Jahre der Demütigung, der Schläge und des Missbrauches...sie konnte es nun zu ende bringen, sich rächen...rächen für all die Jahre wo sie unter der alten Frau dienen musste....eine alte Frau welche ihr nichts gutes tun wollte.
.....und stach zu. Sie stach in den Hals hinein, das Blut spritzte sofort wie eine Fontäne aus dem Leib der alten Frau, es ergoss sich über sie. Ein Würgreiz überkam Ina als sie all das Blut sah welches auf sie zukam, sich sogar in ihrem Mund verirrte.

....Geschmack aus Eisen, zäh und doch flüssig wie geschmolzenes Gold, gerinnt es wird es klumpig wie auch jenes. Ob Blut nicht auch den Wert von Gold hat? Rache hat es jedenfalls, eine Art Erleichterung weicht dem Gefühl von Angst. Das Gesicht der Kammerzofe, welches von Verwunderung, angst und Unglauben spricht, ist Genugtuung genug.
Als der Körper über ihr zusammensackt presst es ihr die Luft aus den Lungen und ein japsendes Schnappatmen folgt, mit aller Kraft windet sie sich unter dem Leblosen Körper hervor. Die Klinge wird an ihrem Stoff abgewaschen und in die Blutüberströmte Hand der dicken gelegt. Eiligst entfernt sie sich von der Tatstelle und zieht kurz danach die Schuhe aus welche wohl Spuren hinterlassen könnten. Eilig geht sie in Richtung Zimmer und kann nur von Glück sprechen das ihr diesmal keine Menschenseele entgegen kommt.
Als sie endlich in ihren Gemächern angekommen ist Atmet sie tief ein, eiligst schnappt sie sich alles an Kleidung, streift die neue über die Alte und packt einen kleinen Sack mit all ihren Habseligkeiten zusammen.

'Überfall, riegelt die Tore ab!'
Getrampelt ist zu vernehmen, ihr Herz beginnt zu raßen und der Atem wird schneller.
Was mach ich nun? Wo soll ich hin? Ich muss raus hier, sie werden mich hängen wenn sie bemerken das ich es war.
Wie wild kramt sie den Rest der Dinge zusammen, nimmt den Umhang und hängt diesen über sich, die Kapuze wird etwas tiefer in das Gesicht gezogen. Das feinste Kleid hatte sie sich herausgesucht, prunkvoll sollte es sein, schön aussehen und vor allem aber wollte sie nicht wirken als hätte sie gerade ihre Vorgesetzte ermordet.
Die Türen hinter sich schließend verstaut sie die wenigen Habseligkeiten in einer Umhängetasche welche mit Perlen verziert wurden. Das Augenpaar gleitet in Richtung des Westflügels wo eben auch der hintere Ausgang zu den Äckern und Wäldern des Hofes war. Während die Wachen an ihr vorbei stiefelten neigte sie ein jedem grüßend das Haupt entgegen, wobei sie versuchte etwas überrascht zu wirken, gar fragend versuchte sie die Mimik in Richtung der Wachen zu senden.
'Ein Überfall Madame, geht ruhig Eures Weges weiter'
Erklingt es auf ihren Blick hin und der junge Mann rennt den restlichen Wachen hinterher. Als sie jene Gefahrenstelle überwunden zu haben schien und die Tore in Richtung Gärten erreichte blickte sie ein letztes mal hinter sich, immer noch hörte sie schreie aus dem inneren des Gebäudes.
Ein letzter Blick, eine letzte Erinnerung, ein letzter Atemzug.....
Die Füße begannen zu laufen nur langsam rissen sich die Augen von dem Gang los. Als jedoch auch diese den Weg auf die nun vor ihr liegenden Straße fanden war es als würde eine Leere in ihren Kopf treten, kein Gedanke herrschte mehr in ihr, lediglich die Urfunktionen...das Atmen, Schlucken, Laufen, Blinzeln...... als das tat sie noch, doch dabei dachte sie nichts.

Tagebuch.
Ich kann mich an nichts mehr erinnern, ich habe den Waldrand vom Hof erreicht, das heißt ich habe es geschafft, ich bin frei. Hoffe ich.....
Endlich kann ich ein neues Kapitel in meinem Leben aufschlagen, endlich kann ich frei sein und meine Familie wieder sehen, endlich kann ich meinen eigenen Weg gehen.


Leise ist das Zwitschern der Vögel zu vernehmen, das rascheln des Windes welcher den Weg durch die Bäume findet und die Blätter hin und her wehen lässt. Hier und da vermag ein vereinzelnder Sonnenstrahl den Weg auf den Boden des Waldes finden und lassen den Boden in einem satten hellen Braun erstrahlen. Die Augen öffnen sich langsam, fast schon zaghaft, die Hände tasten nach der Tasche und als sie das Buch unter ihren Händen spürt setzt sie sich auf, ein tiefes Einatmen folgt.
Das Kleid war keineswegs gut für eine Flucht, sie kam schlecht voran damit aber es hier liegen lassen würde nur bedeuten das sie auf der Flucht war, es würde zeigen das sie Dreck am...stecken hätte. Mit einem Ruck hievt sie sich empor und steht nach einem kurzen Wackler felsenfest auf der Erdoberfläche. Das Augenpaar mustert die Gegend und gleitet sogleich in Richtung Himmel.
Sie musste dringend eine Lichtung finden um den Sonnenstand zu sehen, sonst würde sie keineswegs wissen wohin sie gehen sollte. Mit dem neuen Ziel im Peto macht Ina sich auf den Weg, das Kleid wird mit beiden Händen an den Seiten gepackt um es so leicht anzuheben, durch die kleinen Äste blieb sie trotz allem ständig an irgendeinem hängen. Nichts desto trotz, es musste weiter gehen, der Weg musste fortgesetzt werden komme was wolle.
So kam es das Tage vergingen, gar Wochen, das Kleid sah lange nicht mehr nach Wohlstand aus und irgendwann tauschte Sie es gar mit einer anderen Jungen Frau um sodann angenehmere Wanderkleidung an ihrem Leib zu tragen. Nach dieser Verwandlung ging es auch endlich voran, der Weg nach Bajard war nicht mehr weit. Nur noch einige Monde und sie hätte das Fischerdorf, ihre Heimat, endlich erreicht.
Der Weg zog sich dahin und die Nächte alleine waren alles andere als angenehm, sie hatte zwar nichts an dem allein sein auszusetzen aber doch an dem im Wald alleine sein. Es lag ihr nicht wie ein Streuner durch die Gegend zu ziehen, sie fühlte sich dreckig und bei jedem Kutschengeräusch durchzog die Angst ihr Mark und Gebein. Es war nur eine Frage der Zeit wann man sie anfangen würde zu suchen, sie konnte lediglich hoffen das man irgendwann aufhörte zu suchen.
Nach einigen Tagen hatte sie endlich das Tor von Bajard erreicht, es hatte sich einiges verändert seit sie die Hallen ihres Zuhauses verlassen hatte. Jetzt war es an der Zeit endlich ihre Familie zu suchen.
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Episode 2


Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln!

Marcus Aurelius

Lange verweilte die junge Frau auf der Bank in Bajard und beäugte das Treiben welches sich auf der Straße tat. Es war zum einen Interessant zu sehen welche Art der Menschen einem die Freundlichkeit entgegen brachten die eigene Person zu Grüßen und zum anderen war es gut da man einige Informationen eintreiben konnte. Die Wichtigste Information, das ab bleiben ihrer Familie, war jedoch noch immer nicht gefunden. Sie vertrieb sich die Zeit damit den Vögeln etwas von dem alten Brot zuzuwerfen, sie freuten sich, fast in Heerscharen kamen sie heran um etwas von dem Brot zu ergattern welches sie selbst sich am Morgen herunter würgen musste. Nicht all zu lange hat es gedauert als dann ein junger Mann erschien welcher doch recht Merkwürdig in ihren Augen reagierte, er war so still und Grüße Anfangs nicht einmal Richtig.

--Kurz bevor er auf sie traf teilte ein anderer ihre Anwesenheit und klärte sie über den Krieg auf. Krieg....schon eh und je hatte sich das Lichte und Dunkle Reich bekriegt und immer wieder rasselten die beiden Parteien aneinander, gerade hier in Bajard hat man oft dazwischen gelegen, oft hatte ihr Vater über die Ketzer des dunklen Reiches geflucht. Sie war Temora gläubig aufgewachsen und praktizierte lange den Glauben bis man sie auf den Hof schickte, dort wurde sie besseres belehrt, sie wurde belehrt das diese Art von Menschen nur um ihre Sünden rein zu waschen ihr tägliches Gebet machen und vor allem aber wurde sie gelehrt das die Männer ebenso ihren Trieben folgten und keinerlei über ihren Glauben nachdachten und dies waren zu meinst die, die über den Glauben selbst lehrte. Glaube....wer's glaubt wird Selig.-

Um wieder zurückzukehren zu dem jungen Mann, er schien ihr anfangs etwas suspekt, sie wusste nicht genau wie sie jenen nehmen soll, ob sie ihm folgen sollte, aber was sollte sie anderes tun? Hier sitzen und warten bis sie graue Haare bekam oder aber sie nahm die Möglichkeit wahr und reiste mit ihm in das Rahalische Reich. Der Kapitän des Bootes setzte sie am Hafenkontor ab, es roch nicht nach dem frischen Duft des morgendlichen Taus oder nach den Blumen welche überall im Hof ihren Geruch verbreiteten. Nein es roch nach Stadt, es roch nach so vielem, Essen, Pferde, gar ein Metallischer Geruch stieg in die Nasenflügel, es roch trocken und doch irgendwie wiederum feucht, klamm und gleichsam roch es an manchen Stellen wo die Inhaber Blumen aufstellten, nach einem Blütenduft. Sie folgte noch immer dem jungen Mann und ließ den Blick über die Gassen und Häuser schweifen, ab und an hielt das Augenpaar inne und manifestierte sich an einem Detail. Als er vor ihr inne hält deutet er auf ein Haus, hier wohnten sie also, was war geschehen das sie sich nach Rahal verzogen? Was war geschehen das sie dem Glauben welcher doch so fest verankert war abgeschworen hatten? In Gedanken scheinend blinzelt sie auf als der junge Mann sich vorstellte und ein sanftes, gar freundliches Lächeln umspielt die Lippen von Ina. Sie war ihm unendlich dankbar das er sie zu ihrer Familie gebracht hatte, eine Dankbarkeit die sie ihm keineswegs vergessen würde, sie würde sich irgendwann wenn die Zeit gekommen war, revanchieren. Er gab ihr noch eine kleine Unsumme für die Überfahrt nach Bajard falls sie die Familie nicht antreffen sollte und lud sie noch in das Handelshaus ein, als sie so an sich herabblickte verstand sie ganz genau weshalb er sie darauf ansprach. Sie sehnte sich so sehr nach einem Kleid das sie fast alles dafür tun würde diese Hose loszuwerden.

Als er sich verabschiedete und seines Weges ging wendet sie sie sich wieder in Richtung des Einganges und dort wartete sie denn auf das klingeln der Glocken schien keinerlei Reaktion zu folgen.
Die Beine zu sich gezogen und die Arme um diese geschlungen verweilte das Augenpaar in einer ruhenden Position auf dem Boden, erst als sich zwei Stiefel in den Blickwinkel schoben löst sich das Augenpaar von diesem und wandert langsam an der Gestalt empor.

Als seine Stimme erklang war es als würde sie diese kennen doch irgendwie lag auch etwas befremdliches in dieser, etwas was sie noch nicht kannte. War er es wirklich? Als sie den Blick intensivierte und versuchte seine Augen zu erblicken erkannte sie ihn, es waren die selben wunderschönen Augen die sie so vermisst hatte, die Augen ihres Bruders. Auch er hatte sie erkannt und breitete seine Arme aus und just in diesem Augenblick hatte sie alleine nur das Bedürfnis sich an ihn zu drücken und ihn nie wieder loszulassen. Es war als würde ein ganzer Berg an Sorgen für genau diesen Moment von dannen ziehen und nur für jenen Augenblick Ruhe in das noch junge Herz kehren. All die Last welche sie auf dem Weg hierher mit sich schleppte drangen in Form von Tränen über die Wangen. Nach einer Weile des Verharren in jener Position lösen die beiden sich wieder voneinander, den Weg in das Heim ansetzend lassen sie sich dort angekommen zuerst einmal auf den Stühlen nieder. Es gab so viel zu erzählen und nur Bruchteile von dem was erzählt werden konnte in so kurzer Zeit wurde besprochen, sie war müde....sehr müde und all das Gerede war anstrengend und der Druck in ihrem Kopf war zwar nicht mehr so schlimm aber dennoch konnte ihr nur die Dunkelheit eines Raumes Erleichterung verschaffen. So legte sie sich nieder und schlief eine ganze Weile. Als sie aufwachte lag ihr Bruder neben ihr, sie musterte ihn im Schlaf.

Er hatte so weiche Gesichtszüge und doch wirkte sein Gesicht durch die markanten Wangenknochen irgendwie streng. Noch immer zeichneten sich die Augenränder ab, er sah müde aus, sicher war es die Arbeit welche ihn täglich auf Trapp hielt, vielleicht konnte sie ihn in all dem entlasten, so das er mehr zur Ruhe kommen würde. Vielleicht aber war es gar nicht die äußere Ruhe die er nötig hatte sondern eher das innere was für Unruhen sorgte. Wieder wandert das Augenpaar über die Gesichtszüge und sie kommt nicht drumherum ihm kurz sanft von der Stirn über die Wange zu fahren.

Ein tiefes Einatmen vermag zu folgen ehe sie sich so leise es geht aus dem Bett erhebt und wie auf leisen Engelsfüßchen über den Teppich zur Türe schreitet. Als jenes Schloss sich danach wieder ineinander verankert tappst sie in Richtung Küche, dort einen Saft herausholend schreitet sie durch die Wohnung. Ein Bad und frische Kleidung waren nun das einzige was sie auch nur ansatzweise ein Stück zufriedener werden ließ.

Als das warme Wasser ihren Körper umspielte ließ sie das Gespräch Revue passieren und ihr fiel die Antwort ein welche er ihr gab 'du hast dich deines Problems selbst entledigt, ich bin stolz auf dich'. Wahrlich er hatte sich verändert und auch als er über ihre Eltern und ihr Ableben sprach wirkte er...irgendwie versteinert und doch recht kühl. Zu ihrem eigenen Schock musste sie zugeben das dass fehlen ihrer Eltern nun nicht gerade Trauer in ihr aufsteigen ließ, immerhin hatten sie die Schuld an all dem Schlamassel in welchem sie sich befand. Erst jetzt wurde ihr wirklich klar wie sehr sie all das erlebte verändert hatte und es war nichteinmal Ansatzweise das komplette Bild welches sie sich hier zugute führte, es war nur ein Bruchteil ihrer Gedanken welche sie darauf schließen ließ das ihr Wesen nicht einzig und allein von Gutmütigkeit durchtrieben schien. Dabei war auch sie einmal ein Kind der Liebe welches über das Gras sprung und die Blumen pflückte.

Anders' bedeutet nicht zwangsläufig schlecht, das Leben geht weiter, aber ein Teil von uns bleibt ab diesem Moment in der Vergangenheit.

Die Füße auf die Treppe stellend schreitet sie aus dem Wasser heraus und wickelt das Handtuch um sich, die Haare werden zu einem Zopf gebunden. Der Tag kann kommen....


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Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 27. Juli 2014, 23:07, insgesamt 1-mal geändert.
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'In dem Schrank sind Kleider'

Hm....Kleider.....spätestens jetzt war ihr klar das ihr Bruder keine Frau hatte und auch absolut nicht die geringste Ahnung hatte was eine Frau unter dem Wort 'Kleider' verstand. Eher widerwillig zog sie die Hose an und krempelte diese unten etwas um. Leise brummelt sie auf und zupft ebenso das Hemd zurecht, vor dem Spiegel hebt sie lediglich eine Braue an. Besser als Nackt...oder vielleicht doch nicht? Mit einem leichten Kopfschütteln schreitet sie in Richtung der Treppe, bei der Küche noch nach einem Apfel greifend blickt sie sich wieder in der Wohnung um vor allem aber hatte sie aber ein Auge auf die Bücher geworfen und ließ sich mit einem in der Hand auch schon auf dem Boden nieder um diese zu durchstöbern, genüsslich wird dabei der Apfel gegessen.

Sie liebte Bücher, sie könnte sich stunden damit beschäftigen Worte in sich hineinzusaugen. Wissen war etwas so Wertvolles und es gab so viele Menschen welche das Wissen verachteten oder aber einfach zu Blind waren um zu sehen welche wunderbare Sichtweisen man durch das Wissen erlangen konnte. Man war wahrlich ein Stück freier, nicht mehr so lenkbar, man konnte sich seine eigene Meinung zu so vielem Bilden da man einfach die Worte welche einem sonst verwehrt bleiben würden, schriftlich aufnehmen konnte.

Sie liebte es wieder in einer ihr bekannten Umgebung zu sein zumindest was das Menschliche anging so fühlte sie sich doch mehr als wohl. Es war langsam Zeit das sie hier ebenso anfing sich einzuleben, sie musste beginnen sich Arbeit zu suchen, ebenso sollte sie wohl endlich lernen hier und da etwas tiefsinnigeres zu tun als nur im Haus zu sitzen und zu putzen.

Unendliche Dankbarkeit empfand sie wohl als sie in der Schneiderei stand und sich endlich Kleidung, angemessene für sie, hat schneidern lassen dürfen. Als sie in jene hinein schlupfte fühlte es sich an als hätte sie seit einer halben Ewigkeit keine normale Kleidung mehr getragen. Der Stoff war so weich und angenehm auf der Haut. Nun war die erste Grundlage geschaffen, Kleider machen immerhin Leute....
In den nächsten Tagen würde sie wohl versuchen den Bürgerbrief für die Stadt zu erhalten und dann, dann würde man weitersehen. Vielleicht würde sie sich auch daransetzen und Bücher schreiben, das schreiben war etwas wunderschönes und öffnet Geist und Seele.


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Zuletzt geändert von Gast am Samstag 9. August 2014, 00:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Wer mit Katzen spielt, darf Kratzer nicht scheuen.

Ihr war völlig klar das sie an jenem Abend die ein oder andere Grenze überschritten hatte, es war ihr auch klar das jener Abend auf eine gewisse Art und Weise noch Konsequenzen mit sich ziehen würde. Aber jene, würde sie in kauf nehmen, sie würde sie tragen und mit ihnen umzugehen lernen. Wer seine Grenzen nicht ausschöpft lernt nicht dazu und nur durch das Ausschöpfen jener Grenzen kann man die Wesenszüge des ein oder anderen wahrnehmen. Sie hatte schon immer einen Hang dazu ihre Grenzen zu überwinden um sich neues Wissen anzueignen, ob es nun am Hofe selbst war an dem sie sich von unten heraufarbeitete oder wieder tief fiel weil sie sich nicht an all die Regeln hielt, der Fall hatte sie nie davon abgehalten wieder den Weg nach oben zu suchen.

Nun war sie hier in einer für sie noch völlig fremden Gegend, fremde Menschen, fremde Gerüche, fremde Gefühle, alles war noch nicht greifbar, noch nicht ersichtlich für sie wohin der Weg sie führen würde. Sie versuchte sich einzuordnen, ihre Richtung zu finden und vorallem aber ihren Platz. Sie wollte nicht das man sie auf den Namen ihres Bruders begrenzt, sie wollte sich selbst einen Namen machen, sie wollte nicht mit Samtpfoten angefasst werden, auch wenn sie ihren Bruder über alles liebte.

Sie ist ein Individuum, ihr eigener Herr, sie kann ihren eigenen Weg gehen und sie möchte das es später heißt das sie selbst jenen auch gegangen ist. Sie hatte sich vorgenommen ihren Platz in Rahal zu festigen, zuerst aber müsste sie lernen, lernen wie die Regeln in der Stadt sind, lernen wie die Menschen hier ihre Denkweise ausrichten damit sie in der Gesellschaft ihren Platz fand.


Der Weg ist erst der Anfang des Ziel's.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 19. August 2014, 02:04, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

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Wie konnte er nur, was eine Blamage für sie, sie würde es ihm Heimzahlen, sie wusste noch nicht wie und noch nicht wann, aaaaaaber sie würde! Auch wenn es ihr ein Schmunzeln auf die Lippen lockte...wenn auch erst als sie im Bett lag und selbst da hatte sie noch den wiederlich beißenden Gestank in der Nase. Die Haut konnte keinesfalls mehr danach riechen, sie hatte alle Öle die ihr Bruder am Badrand stehen hatte in das Wasser gekippt nur um sich mit allem zu Schruppen was es gab. Den Dreck von ihrer Haut kriegen und das Kleid...ja das hatte sie in das Feuer geschmissen, noch eine Weile stand sie vor ihrem Lieblingsstück und blickte traurig zu wie die züngelnden Flammen den Stoff des Kleides auffraßen. Sie konnte ihren Bruder nicht wieder nach Kleidung fragen, also würde sie auf die Jagd gehen. Mit sicherheit könnte sie etwas Gold sammeln um sich wenigstens etwas kleines zu kaufen.

Welche Arroganz in seinem Blick lag und wie zu erkennen war das er sich köstlich darüber zu amüsieren scheint. Aber es soll ihm gegönnt sein, immerhin hatte sie mit der Katzensache recht gut vorgelegt. Ein Grinsen huscht über die Züge und kurz vermag sie sogar kichern. Man wird sehen......

Das Buch welches sie von Benjamin bekommen hatte war wunderschön, es las sich angenehm und bei jedem Satz konnte sie sich vor dem Geistigen Auge vorstellen welche Szenerie sich gerade abspielte. Der Abend war angenehm, die Gespräche interessant und sie war zu einem Ball eingeladen worde, auch wenn er persönlich sie nicht fragte...dennoch er meinte sie solle kommen. Vielleicht sollte sie das auch, vielleicht sollte sie sich die Seite der Ketzer zugute führen einfach um zu sehen welche handlungen diese Menschen folgten und was ihr Gott aus ihnen machte. Es war interessant zu sehen wie sich der Glaube auf die Menschen auswirkte und zu was Menschen mit Glaube fähig waren. Deshalb war es auch so interessant die Gottesdienste zu besuchen und sich mit Gläubigen zu unterhalten.

Die Ziege....Althan.....könnte auch ein guter Vergleich sein....aber dennoch allein der Gedanke an das was geschehen war ließ sie wieder leicht gereizt erscheinen. Die Türe habe geklemmt...hmh..... Das dieser dumme Bock dann auch noch buckelte und sie in den Dreck warf, das war wohl der Tropfen auf dem heißen Stein. Er ließ sie büsen doch wird er mit sicherheit nicht davon ausgehen das sie das nun darauf beruhen lässt und falls doch..........

Unterschätze nie einen Menschen der einen Schritt zurück macht.
Er könnte Anlauf nehmen!
Gast

Beitrag von Gast »

Wissen bedeutet zu erkennen, daß du es weißt, und,
wenn du etwas nicht weißt, zu erkennen, daß du es nicht weißt.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)

Nachdem das goldene Zieglein sein Ende in einer Qualvollen letzten Atmung, begleitet von einem Knacken seiner Halswirbelsäule fand, war mein Wissensdurst keineswegs auch nur Ansatzweise gelöscht. Ich hatte an jenem Abend soviel gehört und aufgenommen das es fast tausend Fragen waren welche mein Hirn auf perfide Weise immer wieder von Wesentlichen ablenkten. So war es dann auch dahin mein Buch in aller Ruhe zu verfassen, ich hatte keinesweg den Drang es sogleich nieder zu schreiben, doch war es mir ein Wunsch jenes bald möglichst zu tun. Wie dem auch..so schien es für einen Moment warten zu müssen. Vielleicht war es auch an der Zeit sich für einige Tage auf den Weg zu machen um noch in anderen Städten nach dem Goldvirus zu suchen. Nebenbei könnte ich dann auch noch ohne Probleme die Informationen sammeln welche ich für mein Buch bräuchte.


Der Blick ruht auf dem Kerzenlicht welches sich in gleichbleibenden, schlängelnden Bewegungen hinauf züngelt. Die kleine Flamme spiegelt in den Augen wieder welche verträumt als auch abwesend dort verweilen, das Haar ist sauber zur Seite geflochten, der Sitz wie immer aufrecht und die Hände...diese verweilen ruhig ineinander auf ihrem Schoß. Langsam kommt Regung in die fast versteinerte Mimik, ein Seuftzen erklingt und durchbricht die fast schon drückende Stille in dem Raum. Sie mochte die Stille, sie mochte aber auch ab und an Stille in ihrem Kopf doch dort herrschte derweil ein Fragendes wirr warr welches laut schreiend nach Aufklärung ruft. Sie konnte nicht alles aufeinmal lesen auch wenn sie dies gerne tun würde, der Berg voller Bücher welche den Tisch befüllten ließen kaum Platz für den Kerzenschimmer. Langsam aber sicher huscht das Augenpaar wieder auf die dort niedergeschriebenen Zeilen. Die Hände lösen sich voneinander und greifen zu einem losen Pergament, die Feder wird gezückt und mit schwungvoller filigraner Schrift wird auf jenem Pergament niedergeschrieben.
Liebste Brueder,

ich werde bald wieder hier sein, sorgt Euch nicht. Vielleicht werde ich während meiner Auskundschaft der anderen Städte ab und an den Weg ins traute Heim wieder finden. Falls nicht so seid nicht böse mit mir, ich komme ja bald wieder, es sind nur wenige Tage.

Eure euch liebende Schwester,


Ina
]
Der Körper der jungen Frau beginnt sich sanft in Bewegung zu setzen und die Bücher in die dort stehende Tasche zu packen, das Pergament wird in die Hand gelegt und der Weg nach oben angesetzt. Dort angekommen legt sie die Botschaft gut sichtbar auf den Steintisch, dann dreht sie sich um und verlässt das Haus und die Stadt....und die Grenze....
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 27. August 2014, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Zeit heilt alle Wunden, so sagt man es zumindest, viel zu oft hält man an Geschehnissen fest welche den Schmerz nur verschlimmern. Wichtig ist loszulassen um für die neuen Wege welche vor einem Verweilen offen zu sein, so das die Gedanken frei sind um genau diese Wege ohne die direkte Vermischung der Vergangenheit fungieren können. Natürlich sollte man nie löschen was man erlebt hat, man sollte lernen damit zu arbeiten um vielleicht auch einfach das Erlebnis als einen Hilfeschub zu nutzen. All die Jahre, Monate, Wochen, Tage und Stunden...Minuten...Sekunden....Wimpernschläge...die man verbraucht um über Vergangenheit zu schwelgen.....Nein man sollte das Kinn anheben und nach vorn blicken.

Das war genau das was sie für sich sah, sie lebte in einem jetzt und hier, sie lebt um all das was sie wissen möchte, zu erfahren. Es ging nicht darum einen bestimmten Weg zu finden, es ging darum erst einmal alle Wege welche ihr offen stehen kennenzulernen. Sie wollte sehen was es alles gibt, was sie alles verpasst hatte und wollte sehen und lernen wie Menschen außerhalb ihrer kleinen Welt, lebten, denken, fühlen, sprechen...glauben.

Die Finger gleiten über die Salbendosen welche sie gefüllt und angerichtet hatte, sie legt diese in den Briefkasten, auch eine Birne vermochte ihren Weg dorthin finden. Vor allem aber auch ein Pergament, eines welches wie üblich mit der lila Schleife versehen war. Der Blick gleitet über das Haus und kurz vermag ein Nachdenklicher Blick über die fein, geschwungenen Züge huschen. Als sie weder Licht noch leben in dem Haus zu finden scheint wendet sie sich wieder und spaziert den Weg nachhause zurück. Dann schwanken die Gedanken zurück zu dem Kater bei dem Anblick welcher sich vor ihrem Inneren Auge bildet huscht ein Schmunzeln über die Lippen. 'Pummelchen' haucht sie lediglich leise.
Das Haar während des spazieren's durch den Wald öffnend lässt sie den Wind sanft durch die Strähnen wehen, in ungleichmäßig weichen Bewegungen heben und senken sich jene bei während ihres Ganges. Das ungleich gezeichnete Augenpaar wandert empor zu dem Himmel. Wo würden ihre Wege sie hinführen? Sie hatte noch nie wirklich viel für den Glauben ihrer Eltern übrig, vor allem wohl aber weil auf dem Hof nicht das beste erlebt hatte und jene den Glauben fester als irgendwelch andere ausgelebt hatten. Aber über Alatar wusste sie nicht viel, sie wusste wie man Grüßt, wusste das er der Brudermörder war....wobei man doch wohl nie einfach so mordet. Sie musste mehr darüber erfahren, ihr Bruder oder Althan würden ihr sicher Rede und Antwort stehen. Wobei ihr Stolz noch etwas angekratzt war....sie hatte noch eine Rechnung mit ihm offen und jene musste noch beglichen werden. Sie wusste nur noch nicht wie.
Als sich langsam die Mauern der Stadt vor ihr auftaten wanderte das Augenpaar über die dort stehenden Gardisten 'Seinen Segen Fräulein Vylen' erklingt es Grüßend und auch sie neigt ihnen das Haupt tief, höflich entgegen 'Seinen Segen mit Euch'.

Ein Gruß in welchem ein Wunsch steckt ein Wunsch welcher die Macht eines Gottes in sich trägt. Es war an der Zeit an ihrem Buch weiterzuschreiben.....

Zuhause im trauten Heim führte der Weg sogleich hinunter zum Schreibpult, sie Hände gleiten in die Tasche, und als sie das Buch in ihren Händen hält scheint der Weg zu den Kissen wohl der bequemere zu sein. So setzt sie sich nieder, auf eines der Kissen und liest ein weiteres mal das Buch des Windes. Um nur immer wieder während sie das Buch in sich aufsaugt den Blick in das Nichts zu verlieren und über das Geschriebene Nachzudenken.


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Gast

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Wenn der Weg schön ist, lass uns nicht fragen wohin er führt


In sanften Bewegungen weht der Wind durch das Haar der am Bach sitzenden jungen Frau. Die Füße gleiten in dem vor sich hin plätscherdnem Wasser hin und her, ab und an werden sie angehoben um den Wassertropfen welche dann von der Haut abperlen, nachzublicken. Der Blick welcher jedoch in den Augen verweilt zeugt nicht wirklich von Aufmerksamkeit, eher scheint es als würden diese Gedanken hinterher hinken.


Wenn alles einen Sinn hat und jeder seinen Weg finden muss, weshalb geht es bei dem ein oder anderen Umwege? Liegt es daran das die Personen noch auf etwas vorbereitet werden müssen oder gar gestärkt werden weil der Weg der noch kommt unendlich viel Kraft rauben wird? Sind es Prüfungen welche auferkoren werden? Wenn ja, wer bürgt sie auf? Ist es denn nicht unsere Entscheidung welche Wege wir einschlagen? Können wir das Schicksal welches auf dem Faden unseres Lebens verweilt, nicht ändern? Nehmen wir an man würde plötzlich die Art zu denken und zu handeln komplett ändern, eine komplett andere Richtung einschlagen...müssten dann nicht auch die Götter den Weg neu suchen? Oder wussten sie das man selbst irgendwann eben einen anderen Weg geht?

Nachdenklichkeit spiegelt sich in dem Blicke wieder, die Brauen ziehen sich zusammen. Begleitet von einem tiefen Seufzen lässt sie sich in das Gras gleiten, die Hände streichen über die weichen Grashalme und kurz heben sich die Mundwinkel empor als diese in der Handinnenfläche kitzeln. Langsam richtet sich das Augenpaar auf den Himmel, die vorbeiziehenden Wolken betrachtend.

Freiheit, das höchste Gut des Menschen....
und trotzdem lastet sich jeder Mensch etwas auf um seine Freiheit in gleichem Maße wieder zu verringern. Wer kann schon mit Sicherheit sagen das er jemanden kennt welcher sein ganzes Leben einfach nur vor sich hin lebt? Mir fällt nicht eine einzige Person ein welche alleine nur vollbringt was ihm selbst gefällt. Jeder geht einer Berufung nach, jeder hat seine Pflichten...der eine ist zuverlässiger der andere etwas schlampiger ab. Dennoch müssen sie irgendwann die Aufgaben erfüllen. War auch der Glaube eine Einengung der Freiheit? Sie würde niemals leben und hausen können wie Menschen welche ihre Freiheiten ausleben. Sie brauchte das geregelte, bei ihr musste die Ordnung sein, Chaos war keinesfalls ihr leben.


Das Augenpaar huscht für einige Momente wild umher wohl einem Raubvogel nachblickend welcher seine Beute im Flug einfängt. -Die Krallen des Adlers bohren sich in das Federkleid des kleinen Vogels, ein aufquitschen ist zu vernehmen und einige Federn gleiten langsam in Richtung Boden.-

Der Tod. Alleine das Wort rief unheimliche viele Gefühle gleichzeitig hervor, Schmerz, Hass, Zorn, Erleichterung, Trauer, Zwiespältigkeit, Nachdenklichkeit....und vor allem aber eine gewisse Angst welche ihr die Kehle zuschnürt. Es war das Ewige Leben was sie reizte und dennoch war sie sich des ewigen Begleiters der Menschheit bewusst, denn eins was Sicher...der Tod! Irgendwann würde jeder ihn ereilen, den einen früher den anderen später, aber drankommen wird jeder.
Das erst mal hatte sie ihn überlistet und ihm ein Opfer gebracht, doch wer weiß wann sie selbst an der Reihe war? Deshalb war es unendlich Wichtig das Wissen über das Leben zu erhalten um eben genau diesem Missgeschick der Natur zu entfliehen.

Wer jedes Risiko ausschalten will, der zerstört auch alle Chancen!
Trotz des Willens was das ewige Leben angeht liebte sie auf der einen Seite auch das Ausreizen der Gefahr, sie war sich bewusst das ihr alleine das schon oft genug zum Verhängnis wurde und sie mehr als einmal dafür bezahlt hatte. Diesmal war ihr größtes Problem wohl das sie Interesse an etwas fand was eigentlich nicht in die Aktuelle Situation passte, aber sich von jenem zu befreien schien gar als würde sie etwas tun was sie später wirklich bereuen würde. Dennoch war ihr mehr als klar das sie lieber einige Schritte zurück gehen sollte um nicht aus dem herauszufallen was sie selbst für sich als Grenze gesetzt hatte. Grenzen setzten, welche Person hat solch etwas Freiheitsraubendes erfunden?

Einen Schritt zurück...hätte sie gewusst das er bei Althan ist, dann hätte sie keinesfalls den Weg dorthin gewagt. Sie hatte das Buch gesucht, sie wusste das die Arkorither in La Cabeza waren, daher war er der richtige Ansprechpartner, vorallem aber war sein Wissen so vielfältig das sie ihn alleine deshalb schon gefragt hätte. Ein interessanter Mann mit einem Hort voller Wissen in seinem Schädel und alleine deshalb hatte er ihren Respekt verdient denn sie konnte von ihm viel lernen auch wenn ihr Stolz selbst ab und an vielleicht an gewisse Kanten stieß.
Dennoch, sie wäre nicht hin, sie merkte wie sehr es ihm zusetze. Das alleine war vorerst der Grund um einen Schritt zurück zu wagen, ihm die Luft zum Atmen wieder zu geben und zu hoffen, das er .....


Unbeendet bleiben die Gedanken als sie Stimmen hinter sich vernimmt. Der Blick wird in jene Richtung gelenkt, eilig erhebt sie sich, rafft das Kleid und schreitet durch eine nicht tiefe Stelle des Baches hinüber auf die andere Seite um dort im Dickicht zu verschwinden.



Wer etwas  Großes  will, der muss sich zu beschränken wissen, wer dagegen alles will, der will in der  Tat  nichts  und bringt es zu nichts.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Erst Zuhause, als sie die Zimmertüre hinter sich geschlossen hatte und mit ihren Gedanken wieder alleine war, widmete sie sich diesen weiter. Eines der Bücher welche, seit ihr Bruder nicht da war die Hälfte des Bettes belegten, wurde zu sich gezogen und wahllos darin herumgeblättert.

Nein...es war kein reines Zeitverbringen wegen des Wissens. Was anfangs nur Spielerei war wurde langsam etwas anderes, aber es zu definieren würde schwieriger sein als gedacht....

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Zuletzt geändert von Gast am Montag 8. September 2014, 23:51, insgesamt 3-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Es brodelte in ihr und wie gerne hätte sie ihre Hand in seinem Gesicht gefühlt begleitet von einem lauten klatschen. Zu tief saß noch die eingeprügelte Schule des Anstandes und des Respektes gegenüber älterer und höherstehender. Zudem war sie sich im klaren das er genau das wollte und ihm das Gewinnende Lächeln zu überlassen das er es schaffte sie so schnell zu Reizen....nein das wäre zu einfach.

Die Wangen spannen sich an während sie den Weg durch den Wald läuft, die Brust hebt und senkt sich in tiefen aber gleichmäßigen Atemzügen während der Zopf welcher nach hinten gebunden, in den wippenden Bewegungen auf und ab geht. Die Hände sind seitlich zu Fäusten geballt, die Arme leicht angewinkelt, wohl eine Art des Körpers um das Gleichgewicht besser halten zu können. Wo sie sonst den Weg genommen hätte welcher ihr ein einfacheres Gehen versprechen würde, lief sie diesmal mitten durch den Wald.

Das versprechen welches sie abgelegt hatte war mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gerade das was vorteilhaft war, sie würde nach Benjamins Aussage nichts finden in dem sie ihn schlagen könnte.

Nachdenkliche Furchen bilden sich auf der Stirn.

Aber es musste etwas geben in dem er nicht perfekt war, etwas was sie nun vertiefen sollte um ihr versprechen wenigstens ansatzweise einhalten zu können. Es ging nicht darum zu siegen, zumindest nicht vorerst, sondern darum zu zeigen das sie keine Frau war welche in eine Küche gehörte.

Wieder verengen sich die Augen zu schlitzen, das Tempo wird angezogen und die Hände fester geballt.

Als hätte er eine Ahnung von ihr, als würde er auch nur Ansatzweise wissen wie sie tickt.


Als sie die Kutsche von Bajard erreicht verlangsamt sich der Schritt und sie begibt sich wieder auf den normalen Weg. Ein Schritt vor den anderen setzend führt ihr Weg sie direkt hinter das erste Haus, die Übungspuppen. Die Faust beginnt den mit Stroh gefüllten Stoff zu berühren, zuerst etwas zaghafter ehe sie all ihre Energie nochmals aufwendet und mit gezielten hieben ihr Training weiter aufnimmt. Der Blick ist während des ganzen starr und konzentriert auf die Puppe gerichtet, sich von rein gar nichts ablenken lassend. Als sie sich wohl in ihren Augen genug mit der Übung beschäftigt hat lässt sie von alle dem um den Weg nachhause anzusetzen...wohl nicht damit rechnend das er da steht.

Kämpfen mit ihr?

Er war gerüstet sie nur in Stoffkleidung, war es sein Ernst...ja es schien als war es sein ernst. Seine Hand umschließt die Ihre, zieht sie zu sich, quetscht sie...sein Blick so unantastbar....keinerlei Reaktion. Sie konnte nicht sehen wohin sein nächster Schritt führte und auch kam sie mit seiner schnellen Reaktion nicht mit und lag sogleich ohne auch nur etwas dagegen tun zu können mit allen vier Gliedmaßen auf dem Boden. Sein Knie welches er mit seinem vollen Rüstwichtig auf ihre Brust drückte presste ihr die Luft aus den Lungen und ließ ihr langsam aber sicher den Verstand vernebeln, der Wille zu Leben wurde bei jener Situation gereizt da das Adrenalin durch ihre Blutvenen gepumpt wurde, dennoch....sie bekam ihn einfach nicht zu greifen. Der Dolch welcher ihren Hals berührte, das kalte Metall, Erinnerungen wurden wach....aber diesmal hatte sie ihren klaren Verstand nicht dabei irgendetwas ließ sie zögern, irgendetwas ließ sie noch nicht den Klaren Verstand über die Situation bekommen.
Nun lag sie da, er war schon wieder verschwunden, hatte einfach liegen lassen, die Hand gleitet zu ihrem Hals, über das Feuchte, die kleinen Bluttropfen welche sich an der Haut entlangtasteten. Immer noch hebt und senkt sich der Brustkorb in tiefen aber schnellen Zügen, so als müsste sie noch all die Luft nachholend in die Lungen ziehen um sich wieder zu sammeln.


Zum Glück hatte sie das Buch geholt, zum Glück hatte sie es ihn nicht abgeben lassen, erst jetzt verstand sie langsam was Ben meinte. Er war unberechenbar aber genau das...war es was das ganze so interessant machte, genau das war es was sie wohl immer wieder dazu veranlassen würde die Höhle des Löwen zu betreten. Sie würde tun was er will und sie würde schneller lernen als er es sich vorstellen könnte, sie würde alles daransetzen um ihn nicht zu enttäuschen. Er hatte den Ehrgeiz in ihre geweckt das war sicher......

Als sie zuhause angekommen die Kleidung ablegt fällt ihr auf das sie noch immer das viel zu große Hemd von Ben an hatte und das genau da nun ein Blutfleck auf dem Hemdkragen war.

Wie um alles in der Welt wollte sie ihm erklären wo der Blutfleck herkommt.

Die Hand gleitet gleichsam in die Tasche das getröpfelte Tuch herausziehend, für einen Augenblick hält sie es ich an die Nase und zieht den Duft ein, ein leichtes heben der Mundwinkel ist zu vernehmen ehe sie sich auf das Bett fallen lässt und kurz gequält auf keucht. Alle Knochen und Muskeln schmerzten, besonders die Hände welche eh schon angeschlagen und verkratzt waren von dem Üben des Faustkampfes...
Ohne auch nur weiter über etwas nachzudenken schließen sich vor Erschöpfung die Augen und sie fällt in einen tiefen Schlaf.
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 14. September 2014, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

Ich hatte lange überlegt, ob ich sie wirklich anfangen sollte auszubilden. Zu klein, zu zart, zu schwach und viel zu wenig Fleisch auf den Rippen. Keine Kraft, keine Wachsamkeit, kein Überlebensinstinkt und viel zu langsam. Natürlich war mein Urteil niederschmetternd, warum also sollte ich sie lehren zu überleben? War es vergebene Mühe, die ihr vielleicht einige Wimpernschläge in einem Kampf schenken würden ehe sie doch niedergestreckt wurde?

Familie war mir wichtig und sie war die Schwester meines Freundes, sie würde ahnen, dass dies mein eigentlicher Beweggrund war meinen Prinzipien untreu zu werden und mich aufzuraffen mich mit ihr zu befassen. Ich hatte Thor gesagt, dass ich keinen Schüler mehr annehmen würde und erst recht keine Frau mehr.

Manche nannten es Arroganz, was ich als sicheres Auftreten ansah. In meinem bisherigen Leben hatte ich viel gesehen, viele hoffnungsvolle aufstrebende junge Menschen, die nach einer Zeit verschwanden, fortliefen oder starben.
Bei Alatar, Thor sollte einen Mann für sie finden, der sie rasch schwängerte und mit zwei Söhnen segnete, damit sie ihrer Aufgabe nachgehen konnte und nicht auf dumme Ideen kam sich hier zu beweisen.
Alle Frauen hier im Reich waren mehr oder weniger verrückt, meiner Meinung nach. Ich hatte mich noch immer nicht an die Verhältnisse hier gewöhnt und wenn ich ehrlich war zog ich die Frauen aus meiner Heimat jeder Anderen hier vor. Nun auch jene konnten zu wahren Drachen werden, aber sie würden _nie_ meinen als Frau ihren Mann stehen zu müssen.
Die Frauen hier im Reich... nunja.
Sie machten nur Ärger... sie würde früher oder später nur Ärger machen oder aber... was wenn hier eine wäre, die irgendwann mein Erbe antreten könnte, wenn ich nicht mehr wäre? Das Hüten des Wissens was ich seit Jahren angesammelt hatte?

Hätte ich eine kleine Schwester würde ich sie wegsperren. Doch Thor war auf Reisen und nunja... warum nicht die Zeit nutzen, vor allem da sie es wollte?

Innerhalb von wenigen Wimpernschlägen hatte ich mich entschieden, während sie weiter sprach. Sie würde vieles lernen und ich würde sie bis an ihre Grenzen führen und darüber hinaus.
Das Leben war nicht fair und ich würde es auch nicht sein. Wenn sie das überleben sollte... ich wollte nicht daran denken.
Thor würde es nicht gefallen, doch ich war nicht dazu geschaffen ihr Bruder oder Freund zu sein... ich würde ihr neuer Alptraum werden.




[img]http://img1.wikia.nocookie.net/__cb20131218065636/lotr/images/thumb/c/c0/Fantasy_art_horses_nazgul_ringwraith_lord_of_the_rings_online_1920x1080_wallpaper_Wallpaper_1680x1050_www.wallmay.net_-_Copy.jpg/500px-Fantasy_art_horses_nazgul_ringwraith_lord_of_the_rings_online_1920x1080_wallpaper_Wallpaper_1680x1050_www.wallmay.net_-_Copy.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Althan Vylen am Montag 15. September 2014, 23:07, insgesamt 4-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Müde... die Knochen und Muskeln schmerzen, der Kopf tut weh und die Augen können kaum noch aufgehalten werden, die Hände gleiten über die Seiten des Buches und ein langgezogenes Seufzen dringt über die Lippen.

Sie musste wach bleiben, musste noch die letzten Seiten lesen damit sie morgen zum nächsten Buch kommen konnte, sie wollte nicht ewig nur an einem verweilen. Auch wenn Er behauptet das Bücher nicht das Wissen bergen, sie beantworten trotz allem die ein oder andere Frage und ließen oft auch zu das sich neue Fragen bildeten. Sie hätte sich die Gebote nicht so schnell aneignen können wenn sie diese nicht gelesen hätte. Schon als sie in der Bibliothek im Nebelpass war hatte sie im oberen Stock die Bücher entdeckt und sich in jene hineingelesen, gut war das der Konvent selbst ihr die selbe Möglichkeit gab. Eingeschlafen....wie peinlich und unprofessionell direkt dort einzuschlafen wo er ein und ausgeht. Sie hätte das Buch mit nachhause nehmen sollen, dort lesen, aber es war anstrengend all die Bücher welche sie ständig brauchte hin und her zu tragen, so war der kürzeste und einfachste Weg einfach im Konventsgebäude zu bleiben und dort von einem zum nächsten Regal zu huschen. Sie war schon weiter mit ihrem Buch, doch seit den letzten Tagen gestaltet sich die Konzentration am Abend eher schlechter, das frühe aufstehen und das Training...es zehrte an ihr. Als sie gestern in der Sumpfhöhle durch die Dunkelheit geführt wurde...nein...es war kein direktes führen, es war ein austesten ihrer Fähigkeiten was das vertrauen angeht und ein ausreizen ihrer Ängste. Die Dunkelheit welche nach wie vor eine der Uhrängste des Menschen waren, er wollte sehen wie sie reagiert, wollte sehen wie flexibel sie war wie flexibel ihr Geist war.
Sie hatte Angst und sie fühlte sich unwohl, doch wusste sie das sie nicht ausweichen konnte, sie musste ihm folgen denn sie wollte keinesfalls Schwäche zeigen. Vielleicht war sie nicht die gut gebaute, starke welche schon alleine durch ihr Aussehen von athletischer Größe deutet, aber sie war eine junge Frau welche ihr Ziel nie aus den Augen verlor und wenn sie dafür ihren Körper den Strapazen aussetzen musste, dann war es der Richtig Weg.


In einer gleitenden, ruhigen Bewegung richtet sie sich auf und schreitet hinauf zum Tisch, die Ellenbogen auf diesen ablegend nachdem sie sich niedergesetzt hatte, legt sich der Blick in das Feuer den dort mit sich spielenden Flammen zuschauend.

[img]http://starsmedia.ign.com/stars/image/article/116/1168439/babe-of-the-day-astrid-berges-frisbey-20110515012925387_640w.jpg[/img]

Sie musste zugeben irgendwie vermisste sie das Gespräch mit ihm, das letzte Treffen war nicht ganz so verlaufen wie sie es sich vorgestellt hatte. Er hatte soviel wissen wollen und sie war es nicht gewohnt Fragen gestellt zu bekommen, zumindest nicht jene welche er stellte. Sie war selbst schuld, sie hätte damals darauf achten sollen nicht mit dem Namen zu unterschreiben...dann wäre sein Misstrauen nur halb so stark. Es musste einen Weg geben wie sie sein Vertrauen wieder erlangen konnte. Die Müdigkeit ließ nicht zu einen klaren Kopf zu erhalten und das wissen in nur wenigen Stunden Er wieder da stehen würde und an ihre Türe pochen würde.....'Das Ziel.....denk an das Ziel'
Vielleicht war es seine Art, er war ihr nicht wie ein offenes Buch er war ein Buch welches man nicht nur durchblättern musste um es zu verstehen, nein man musste es lesen...mehrmals und konzentriert und sie wollte wissen was ist ist was sie nicht lesen konnte.


Kurz schließen sich wieder für einen Augenblick die Augen, der Kopf rutscht etwas tiefer und sie rutscht in einen Kurzschlaf. Erst als das Feuer zu krachen beginnt zuckt sie zusammen und reißt sich wieder zusammen, der Blick schweift durch den Raum.

Vielleicht sollte sie sich doch hinlegen, etwas Schlaf würde sicher nicht schaden und die Träume....sie würden kommen, aber auch wieder gehen....so wie sie es immer vollbrachten.

Noch immer lag dieses Tuch auf dem Bett auf den ganzen Büchern welche ebenso in Scharen auf dem Bett verweilten, auf jener Seite wo eigentlich sonst ihr Bruder schlief.

Wo war Konrad eigentlich? Sie musste mit ihm sprechen und es duldete kaum noch Zeitaufschub denn die Zeit verging wie im Fluge und Zeit war etwas was sie nicht hatte, weder heute noch morgen...noch in der Zukunft.

Die Hand gleitet zu dem Tuch, sie lässt sich in die Kissen fallen, der Kopf gleitet zur Seite, die Hand in Kopfhöhe liegt das Tuch somit in der nähe der Nase. Die Augen schließen sich und sie atmet tief ein.

Es riecht gut..... - und schon gleitet das Augenpaar nieder, die Atemzüge werden gleichmäßiger, der Schlaf tiefer und in genau jener Position wird sie schlafend verweilen bis es morgens an der Türe pocht und Er wartet.
Gast

Beitrag von Gast »

Müde und erschöpft war sie bei ihm eingeschlafen, sie konnte sich selbst nur vage daran erinnern welche Gesprächsthema die beiden vor dem Schlaf aufgefasst hatten. Etwas mit Fabelwesen, den Meerjungfrauen und einem Löwen welcher gleichzeitig Adler Flügel hatte? Sie wusste es nicht mehr genau, aber irgendetwas in jener Art und Weise war es. Er spielte so schön, so ruhig so angenehm klangvoll, nicht zu hastig und nicht zu langsam...so das sie sich in einen Traum verfangen konnte und sich zu seinen Klängen wunderschöne Bilder ins Gedächtnis rufen konnte. Bilder welche sie an ihre Kindheit erinnerten, ihre Geschwister und Eltern, an die immer grünen Wiesen und die Abenteuer welche die drei sich mit der Fantasie eines Kindes stets heraufbeschwörten. Viel zu selten erinnerte sie sich an jene Zeit zurück, es war auch schlechtes welches jene Zeit begleitete, ihr Vater welcher einen Hang zur Aggression hatte, die Disziplin welche von ihnen gefordert wurde da ihr Vater ein Geschäftiger Großhändler war.....die Ehre ist immerhin ein hohes Gut. Dann wurde sie getrennt von jenen Menschen, an einen Hof entsendet welcher in Besitz eines Herzogs war, seine Frau ein Drache und er selbst der Dämon persönlich. Sie hatte von Anfang an ein Auge auf sie geworfen da ihr Mann gefallen an dem 'jungen Ding' fand.....

Von einem Blinzeln begleitet versucht sie jene Gedanken an die Vergangenheit wieder hinfort zu streichen. Die Decke wird über den Kopf gezogen, die Beine zu sich ziehend, ein tiefes kräftezehrendes Einatmen folgt welches begleitet von einem Seufzen wieder nach außen verfrachtet wird.

[img]http://i.imgur.com/gZZkh.png[/img]

Temora, ja das war es an was ihr Gespräch ebenso immer wieder anlehnte, sie und ihre sieben Tugenden....Tugenden die nur die wenigsten wohl auch wirklich auszuleben wussten, was sie mitunter auch verstehen konnte, wie sollte man so perfekt sein?
So wie ihr Herr damals der, obwohl er ebenso den Ritterlichen Titel trug, nicht viel von all denen hielt. Er lebte sein Leben und benutzte außen herum was er als Greifbar und Wichtig erachte und der Rest schien wie Spielzeug in seinen Händen umher geschubst zu werden. Selbst der Pöbel ließ sich wie als auch die am Hof lebenden, auf die Spiele ein...wenn sie nicht gerade dabei waren selbst ihre Eigenen zu spielen. Ein Hof, ein Gedanke, ein Spiel....ein Spiel in welchem fast täglich die Spielkarten neu verteilt wurden, dort lernte man zumindest eines und das war Geduld, denn irgendwann spielten die Karten auch wieder die eigene Melodie und dann...dann war der Moment zuzuschlagen....der Moment der Rache.



Die Hände streichen über die zarte Haut der schlanken Beine ehe jene beiden wieder den Weg kurz hinter die Kniescheibe fanden und sie langsam den Blick anhob und sich im Raum umblickte. Ihre Gedanken gleiten zu dem gestrigen Abend.


Die Erzählung...seine Erzählung, seine Worte welche in ihren Sinnen widerhallen.

Das Augenpaar schweift zu dem Buch welches er ihr mitgegeben hatte, die Augenbrauen ziehen sich zusammen, die Hand fährt in Richtung jenes und zieht es an sich.

Eine Geschichte welche die Verletzlichkeit eines Menschen beschreibt dessen Sinne sich auf etwas fokussierten welches gleichsam dafür sorgte das sein Verstand die Kontrolle verlor. Das einem Mann das Hirn bei einer Gewissen Tätigkeit oft in die Hose rutschte, das wusste sie ja, aber da ging es nicht direkt um jenen Akt welcher vollzogen wurde, nein es war etwas anderes was die Geschichte aussagte und irgendwie konnte sie nicht genau sagen was es war was sie dabei an ihn erinnerte. War es die Art der Erzählung? War es seine Stimme welche er in die Geschichte hineinlegte und ihr etwas lebendiges verlieh...oder war es der Satz welchen er am Anfang sprach als er davon redete das er selbst viel erlebt hatte und eben jene Geschichte der Wahrheit entsprach. Denn sind wir ehrlich....wer sollte wissen das es der Wahrheit entsprach wenn die Person selbst nicht dabei gewesen ist? Angenommen es war er......... sie musste es nochmals lesen, sie musste es zerpflücken, jede Passage in sich teilen um zwischen den Zeilen zu lesen.
Vorallem aber, wieso hatte er sie nicht gleich Heim geschickt wo er doch sichtlich nicht erfreut war das sie noch zu so später Zeit kam? Und warum verdammt nannte er ihn geliebten?



Wieder machten die Gedanken einen Wendepunkt, der Blick schweift zum Fenster und bleibt dort verweilend ruhen.


Was würde sie tun wenn 'mein geliebter' es irgendwann wissen würde, er könnte sie ohne Probleme überwältigen, zum Regiment nach Adoran schleifen, dort würden sie nicht lange fackeln. Sie war sich sicher das er mehr wusste als es ihr lieb war....sie wusste nur nicht warum er schwieg und es hinnahm. Soviele offene Fragen, soviel was vor ihr liegt und soviel wo keine Antwort zu finden ist...nicht sofort...nicht gleich....aber vielleicht irgendwann.
Gast

Beitrag von Gast »

Von einem verärgerten Keuchen begleitet erhebt sie sich.

Diese dumme Wunde, warum musste es genau jetzt passiere, wo sie doch ihre Kraft brauchte um sich weiter zu bilden. Es waren nur noch zwei Wochen und bis dahin musste sie irgendetwas perfekt beherrschen....was auch immer es war aber sie musste es können. Kochen oder stricken könnte sie nun ohne weiteres verfeinern...aber war es nicht das zu was er sie die ganze Zeit zwingen wollte? Er wollte partout nicht das sie ihrem Ziel folgt, nein er legte alles daran, ihr das Ziel aus den Augen zu entfernen. Aber er hatte wohl nicht damit gerechnet auf eine solche manifestierung eines Zieles zu stoßen. Sie ließ sich ungern von etwas überzeugen wenn sie nicht selbst alle Fakten abgewogen hatte. Dieses mal jedoch war sie überzeugt das sie sich übernommen hatte, sie hätte sich noch der Übung mit Schwert und Schild widmen sollen, es vertiefen und verfeinern ehe sie auf solche Wesen trifft. Doch verweilte jener Spruch "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt." nicht einfach so unter der Menschheit. Sie hatte gewagt und hatte ihre Grenze diesmal erreicht, so war klar das sie sich für das nächste mal ein geringeres Ziel setzen musste um dann mit mehr Sicherheit den größeren Sprung zu wagen.
Natürlich war sie nicht bereit die Tage im Bett zu verbringen, sie hatte wichtigeres zu tun, der Körper wird sich in einer Selbstheilung verfangen und vielleicht etwas länger brauchen, aber heilen würde er, so oder so.


In einer fließenden Bewegung erhebt sie sich von dem Bett und greift nach dem Buch......nach jenem Buch welches sie vor noch nicht allzuvielen Stunden schon einmal gehört hatte.

Er hatte mich mitgenommen, mich nicht liegen lassen wie ein.Stück Fleisch welches dann wohl von den Ratten in Seelenruhe gefressen worden wäre. Nein er hatte sie in die Hallen des Konvents getragen, ihr die Wunde ausgebrannt und....
...-der Mund wird zu einem schmalen Strich zusammengepresst-....er hatte mir wieder einmal mehr die Kleidung zerstört...ihre einzige Lederkleidung und die Waffen hatte er ebenso behalten. Seine Hoffnung auf mein aufgeben wird schneller zu Boden geschlagen und dort in tausend Splitter zerschellen als es ihm lieb sein wird. Es war schlimm genug das er gesehen hat was für eine Augen nicht bestimmt...peinlich war es ihr nicht direkt aber trotz allem schämte sie sich irgendwie.....es ziemte sich nicht. Vielleicht sollte sie die wenigen Tage welche ihr Luft ließen dazu nutzen das Wissen über Alatar zu verfeinern. Vielleicht aber sollte sie moch dazu, das kochen üben
..denn wer weiß ob es nicht irgendwann einmal von nutzen sein könnte........



Bewege die Schranken, die dich beschränken, und du wirst beweglicher denn je.


[img]http://images5.fanpop.com/image/photos/26100000/Astrid-Berges-Frisbey-In-Extase-astrid-berges-frisbey-26162725-643-362.png[/img]
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 24. September 2014, 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Was ein Mann! Was sollte sie bitte mit der Waffe wenn er ihr die Kleidung zum eigenen Schutz, zerschnitt....nackt kämpfen? Manchmal fragte sie sich tatsächlich welch Gedanken hinter seiner Schädeldecke mit ihm selbst Einklang fanden.

Die neue Mission...die Katze suchen....wie sollte sie eine Katze finden? Wenn sie essen vor die Türe stellen würde,  so hätte sie wohl am nächsten Tag nicht nur eine von diesen vor der Türe sitzen. Nicht das sie etwas dagegen hätte jene bei sich aufzunehmen, sie würde sie hegen und pflegen, einen schönen Platz am Kamin erhalten. Sie würde sich sicher wohl fühlen und ihre Brüder hätten bestimmt nichts dagegen. Doch vorerst musste sie die Katze welche ihr gestern unpraktischerweise entwischte, finden und sie hoffte das dies nicht all zu lange dauern würde denn der Magister wollte sie wieder.
Doch es dauerte....und dauerte.....Sie war nun schon über einen ganzen Sonnenlauf ohne Schlaf unterwegs um diese Katze zu finden und langsam aber sicher musste sie ebenso zugeben, das der Gedanke einfach irgendeine zu nehmen, garnicht zu abwegig erschien. Nun war dies jedoch auch nicht so einfach denn die Katze sollte zumindest eine ähnliche Farbe haben, denn sie glaubte nicht das die Ausrede "nach dem Waschen war sie heller" bei ihm Anklang finden würde. Es schien als hätte sie die nächsten Tage tatsächlich nur damit zu tun diese wunderschöne Kreatur wieder zu finden und sie konnte nur hoffen das bis dahin keine Mäuse oder Rattenplage im Konvent ausgebrochen ist......denn wer würde wohl dann die Schuld zugeschoben kriegen?....Richtig, sie!
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 24. September 2014, 00:37, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Mit einem Ruck gleiten die Füße in die Stiefel welche voller Dreck waren, der Körper wird aufgerichtet und sie tritt den Weg zur Türe an. Als jene hinter ihr in das Schloss fällt lehnt sie sich, die Arme vor der Brust ineinander gefaltet, an die Wand. Die Augen schweifen die die Tage zuvor über die Straße, es herrschte noch Dunkelheit in Rahal und kaum eine Person war auf den Straßen unterwegs, kaum Stimmen waren zu vernehmen. Lediglich das rascheln aus dem Gestüt neben dem Haus oder das flattern von Fledermaus Flügeln welche die Nacht durchschnitten, drangen zum Ohr.
Ein seichter Wind fand am heutigen Morgen den Weg durch die Gassen, wehte das Haar in weichen Bewegungen zur Seite empor, was er wohl zu erzählen hatte?


Nun war es das dritte mal das er am Morgen nicht erschien, war er tatsächlich so sauer wegen der Katze das er sich vom Training fern hielt oder lag es lediglich daran das er sie noch schonen wollte? Wobei sie zu zweitem eher weniger tendierte.
Sie hatte sich nun Tagelang damit beschäftigt die Katze zu finden doch sie war einfach nicht aufzufinden, heute sollte der letzte Tag sein an welchem sie durch die Gestrüppe schritt um diese Katze zu suchen. Sie würde falls diese nicht auftaucht definitiv einfach eine kaufen und sie ihm bringen.
Es ging ja lediglich um die Mäuse im Konvent und diese Aufgabe kann jede Katze vollbringen.
Die neue Lederrüstung saß nicht ganz so gut wie die erste, aber das Gold um sich diese auf den Leib schneidern zu lassen hatte sie gerade nicht, nichts desto trotz, sie musste üben, da konnte sie auf solch Kleinigkeiten keine Acht haben. Die Bücher welche sie eigentlich noch durchforsten wollte um sich mit den Geboten und den Zielen des Reiches näher zu befassen, lagen noch immer auf dem Schreibtisch ihres Bruders, chaotisch aber mit einer gewissen Grundordnung, das Thema stimmte ja überein.
All die Aufgaben gerade ließen ihren Kopf brennen und die Augenringe welche von einer Übermüdung deuteten sprachen Bände, sie war erschöpft. Ihre Gliedmaßen schmerzten nicht mehr, sie waren Taub, einfach nur Taub. Selbst die eigentliche Müdigkeit war keine direkte Müdigkeit mehr, es schien eher als würde sie über all dem Schweben und einfach irgendwie funktionieren damit sie all das hinbekommen würde was sie sich in den Kopf gesetzt hatte. Eigentlich hatte sie am gestrigen Tage ihren 'geliebten' aufsuchen wollen – wieder huscht ein kurzes Schmunzeln über ihre Lippen wegen seinem Kosenamen den er von seinem Erzfeind bekommen hatte – sie war jedoch vor verschlossenen Türen gestanden, das Licht war aus, natürlich galt der erste Blick dem Fenster welches stets geöffnet für 'Pummelchen'. Das Augenpaar verengt und von dem Versuch begleitet sich im Raum umzublicken, der Napf gefüllt, unangetastet und die Fliegen welche auf dem ausgetrockneten Futter saßen....hm...ganz frisch war es wohl nicht mehr gewesen.
Irgendwie vermisste sie das gemütliche beisammen sitzen am Feuer......die Ruhe welche er ausstrahlte.


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Das hinfort pusten einer Strähne aus dem Gesicht ist zu hören während sie sich leicht nach vorne beugt und schon recht ungeduldig mit den Fingern auf dem Lederschutz auf und ab tippt. Die Brauen ziehen sich leicht zusammen als ein Blick gen Himmel huscht und langsam die Helligkeit der Sonne am Firmament zu erkennen ist. Nachdenklich schweift das Augenpaar zum Morgenstern welcher als einziger noch dort verweilt um den wandernden den Weg zu weisen.

Sicher hatte Ben etwas besseres zu tun als sich Dauer mit ihr zu beschäftigen, das Lichte Reich barg Schönheiten und er war so sehr vernarrt in die Göttin das es kaum möglich war ihm auch nur die Argumente dagegen darzulegen. Sie musste dahingehend erst selbst lernen, es war töricht zu denken sie könnte Ihm dabei behilflich sein. Ebenso war es töricht ihm die Drohung auszusprechen das sie sehr bald selbst etwas erlernt hatte in was sie ihn schlagen könnte.......sie würde es nicht schaffen, nicht in dem Zustand momentan, sie hatte sich einen Berg aufgehäuft und fand keinen Durchblick mehr. Sobald sie die Katze in ihren Händen hielt würde sie sich selbst zusammenreißen und eine Aufgabe nach der anderen bewältigen....der Versuch alles auf einmal zu tun scheitert kläglich an Schlafmangel und dem dazu führenden Konzentrationsmangel.



In einer sanften Bewegung dreht sie sich, öffnet die Türe und schließt jene wieder hinter sich. Ohne auch nur einen Moment zu zögern greift sie zu dem Tee Gewürz und Ingwer, nimmt beides mit in die Küche und kocht Wasser ab um sich einen Tee zu machen welcher ihren Geist wach hält. Bequemere Kleidung anlegend schreitet sie einige Augenblicke später samt Tee hinunter in das Kellergewölbe um sich schriftlichen Dingen zu widmen. 'Heute Mittag geh ich die Katze weiter suchen.....' murmelt sie halblaut eher zu sie schon wieder ganz dem Wissen gehört.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 24. September 2014, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
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