Die Neuigkeiten gingen mit einer gewissen innerlichen Aufregung einher, der er sich nicht verschließen konnte. Eine solche Veränderung wirkte sich nicht nur auf das alumenische Reich aus. Also galt es sich, wohl oder übel den Kopf zu zerbrechen, wie weiter vorzugehen war. Aus persönlicher Sicht konnte er der Ankunft des Hofstaates einiges abgewinnen. Eines davon war die Ankunft der beiden jungen Männer. Der eine, der den Hofstaat hergeführt hatte, der andere, der in seinem Schatten verweilte. Überzeugt davon, dass der alte Freund die Geschicke bestimmt zum Vorteil zu lenken wusste, versprach es noch interessant zu werden.
Allerdings war darüber hinaus davon auszugehen, dass es andere Vorhaben just in den Hintergrund rückte, oder aber man die Tatsache einer nahenden Krönung für die eigene Sache zu nutzen verstand. Er war, gelinde gesagt, gespannt.
Etwas träge griff er nach einem Stück sauberen Pergaments und setzte einige Zeilen darauf, um danach den Boten auf den Weg zu schicken, zurück an die Beobachterin. Es konnte nicht schaden weiterhin einen Blick darauf zu behalten und da diese schon damit begonnen hatte, sollte sie es auch fortführen. Das war nur recht und billig.
Gegeben am 19. Lenzing im Jahre 256
Unter der schützenden Pranke des Allmächtigen entbiete ich Euch meine Grüße.
Da Ihr bereits die ersten Informationen nutzbringend angebracht habt, erhaltet Ihr von mir folgende Aufgabe dazu:
Behaltet die Lage im Osten weiterhin im Auge. Sobald bekannt ist, wann die Krönung stattfinden wird, wünsche ich unterrichtet zu werden. Jedwede Auffälligkeiten sind von Interesse. Ich will davon ausgehen, dass ich nicht näher schildern muss, welcherlei gemeint sind.
Es werden zeitnahe Berichte erwartet über die kleinste Kleinigkeit. Seht diese Aufgabe als eine an, die im persönlichen Interesse seiner Heiligkeit steht. Ein Versagen wird folglich nicht geduldet. Nutzt für eine erfolgreiche Umsetzung, was auch immer Ihr dafür als nötig empfindet.
Ahad des All-Einen
stellvertretend für den Alka, Faolan Tianarch
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Als der Bote bereits den Weg auf sich genommen hatte, lehnte er sich bequem zurück und gönnte sich zur Feier des Tages einen Schluck vom Wein.