Stadtverwaltung und Reichsführung: Ein Einblick

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Yxul'lerlatox
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Stadtverwaltung und Reichsführung: Ein Einblick

Beitrag von Yxul'lerlatox »

Als der Adlatus zum nächsten Mal das Arbeitszimmer des Hauptmannes betritt, trägt er neben dem üblichen Packen frischer Post, welche hauptsächlich aus routinemäßigen Berichten und nebensächlicher Korrespondenz besteht, einen nicht zusammengerollten oder versiegelten aber sorgfältig gebundenen Pergamentstapel in den Händen. Das Papier ist ordentlich zugeschichten, sauber und sehr leserlich beschrieben worden. Es scheint sich offensichtlich um eine Art detaillierten Bericht oder ausführliche Auswertung zu handeln. Zusammen mit einigen anderen Schreiben, hinterlässt Aidarius es auf Yxuls Tisch.


Des All-Einen Segen über Euch Herr.

Betreffend der mir von Euch gestellten Aufgaben, möchte ich folgendes mitteilen:

Wie angewiesen nahm ich Verbindung zu dem als "Rahaler Handelshaus" bezeichnetem Handwerksunternehmen auf, als dessen Hauptinitiatorin sich Frau Lina Daran, ihrerseits Bürgerin der heiligen Stadt, herausstellte.

Während eines ausführlichen Gesprächs, zu dem ich sie vor einigen Tagen ins Rathaus eingeladen hatte, erörterte mir Frau Daran ihre Vorstellungen und Pläne hinsichtlich der Zukunft ihres Unternehmens, welche unter Anderem die Ausweitung ihrer Geschäfte wie auch Anstellung weiterer Kräfte einschließen. Gleichermaßen könnte auch ich im weiterem Verlauf dieser Unterredung unseren Standpunkt und vor allem Erwartungen im Hinblick auf die künftige Zusammenarbeit erfolgreich nahebringen.

Meinen Vorschlag die Präsenz ihres Handwerkerhauses zukünftig in das Händlerviertel Rahals zu verlegen, oder zumindest dort eine Zweistelle einzurichten, nahm Frau Daran durchaus positiv auf. Und nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich ihr ein überaus passendes und zweckmäßiges Objekt nahe der Stadtmitte anbieten mit welchem sie sich einverstanden erklärte.

Es ist davon auszugehen dass der Umzug des Handelshauses, wie geplant in Kürze erfolgen wird und Frau Darans Gesellschaft ihre Tätigkeit, von dem neuem Standort aus, weiter erfolgreich fortsetzt.

Obgleich sie sich derzeit sehr kooperativ gibt und unsere Meinung, der grundsätzlichen Handelsrichtlinien betreffend, zu teilen scheint, empfiehlt es sich langfristig betrachtet einen schriftlichen Vertrag mit dem Handelshaus abzuschließen. Insbesondere sollte dieser ein Verbot der Anwerbung von nicht dem Bürgerstand einer Reichsstadt zugehörigen Personen, sowie ein striktes Handelsembargo den Alumenischen Ketzern gegenüber beinhalten.

Zusammengefasst möchte ich bemerkten das ich eine gute Basis für künftige Zusammenarbeit zwischen Darans Handelshaus und der Stadtverwaltung Rahals sehe und sollten sich die Dinge weiter wie erhofft entwickeln, ihr Unternehmen einen erheblichen Beitrag zur Stadtversorgung und Wohlstand im Ganzen leisten könnte.


Als weiterer, logischer Schritt zur Neuetablierung einer funktionierenden und rentablen Wirtschaftsstruktur in der heiligen Stadt, sollte meiner bescheidenen Meinung nach, die Planung von künftig in regelmäßigen Abständen abgehaltenen „Jahrmärkten", in Angriff genommen werden.

Auch diese Initiative würde Frau Darans persönlichen Plänen sehr entgegenkommen und könnte allgemein, rasch zu wachsender Beliebtheit Rahals als wichtigstes Handelszentrum des Reichen beitragen.

Dies betreffend eröffnen sich mir mehrere Wirtschaftstrategien und Taktiken, den bisher sehr mageren Besucherandrang auf unseren Markt stark zu erhöhen.
So ließe sich durch das Treffen entsprechender Absprachen mit Frau Daran, recht einfach ein künstlich hervorgebrachtes Defizit auf den Märkten des Reiches herbeirufen, welchen wir uns geschickt zu Nutze machen können. Falls die bei ihr tätigen Handwerker bestimmte, von den Käufern sehr begehrte Waren und Rohstoffe, wie etwa Diamanterz und daraus hergestellte Erzeugnisse, eine Zeit lang zurückhalten, wird dieser Mangel an Angebot zwangsläufig zu einer gesteigerten Nachfrage und somit zu steigenden Preisen führen. Wenn ein solcher Prozess unmittelbar vor den, von uns organisierten, Jahr- und Rohstoffmärkten in Gang gesetzt wird und wir die zurückgehaltene Ware dann am festgesetzten Tage wieder zur freien Veräußerung freigeben, so würde es die Attraktivität unseres Marktes für den entsprechenden Zeitraum drastisch erhöhen.

Selbstverständlich könnten wir den Verkauf bestimmter Güter für die notwendigen Zeiträume einfach per Edikt gänzlich untersagen. Jedoch sollte auf diese Maßnahme nur mit Bedacht und möglichst selten zurückgegriffen werden, da wir somit nicht nur den Zorn der Händler auf uns ziehen sondern den ihrer kaufwilligen Kundschaft gleichermaßen und die bloße Durchsetzung eines Verkaufsverbots den Mannen der Stadtgarde große Mühen abverlangen würde.

Als angemessenen Tribut an die Stadt empfinde ich eine Beteiligung von 15 bis 25 Prozent am Erlös sämtlicher, während der Markttage verkauften Güter und Rohstoffe, und möchte Euch hiermit die Erhebung einer solchen Steuer anraten. Letztendlich wäre davon auszugehen das diese zusätzliche finanzielle Belastung nicht die Händler und Handwerker selbst zu trägen hätten, sondern sie durch einen Aufpreis auf ihre Verkaufsgüter sogleich an die Kunden weitergeben.

Möge der All-Eine Euch leiten,

Gez.

Aidarius

Adlatus
Zuletzt geändert von Yxul'lerlatox am Dienstag 6. März 2012, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Yxul'lerlatox
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Beitrag von Yxul'lerlatox »

Als der Hauptmann und stellv. Statthalter sich der alltäglichen Korrespondenz gewidmet hatte, nimmt er sich auch das Schreiben des Adlatus an. Hinsichtlich dessen findet der Adlatus dann später eine Mitteilung auf seinem Schreibtisch:

6. Lenzin im 255 Jahr seiner Heiligkeit.

Des All-Einen Segen über Euch Adlatus Aidarius,


eine vertragliche Absicherung, dass das Handelshaus als Institution Rahals zukünftig sichert, sollte meines Erachtens erwirkt werden. Auch im Falle des Ablebens von Frau Daran, sollte dafür Sorge getragen werden, dass das Handelshaus fortbesteht.
Die von Euch genannten Verbote sind zu befürworten und ebenfalls im Vertrag mit aufzunehmen.

Hinsichtlich der Planung eines Marktes und der von Euch genannten Vorschläge, erachte ich die von Euch erwählte Strategie der Warenverminderung als teilweise nur durchführbar.
Ich empfehle hier ausdrücklich die Attraktivität des Marktes durch andere Anreize in den Vordergrund zu stellen. Insofern ergeht die Anweisung, dass Ihr Euch kundig über die Vorstellungen der Handelspartner, wie auch Bürger in Rahal und Düstersee macht, die zu einem erfolgreichen Markt führen können.

Allgemeine Attraktionen wie Paraden, Festlichkeiten und 'Spiele' können neben der allgemeinen Anpreisung eines Marktes zu einem stäkeren Besucherandrang führen, dahingehend sind die Meinungen und Ideen einzuholen.

Zu der Warenvermindung:

Hinsichtlich dessen würde ich empfehlen, einen größeren Bestand an Diamant und Gold in den folgenden Wochen zu erwerben.
Um jenes als Lockangebot zum Markttag anzupreisen, um darüber hinaus noch mehr Besucher anzulocken.

Die Kapitalbelastung sollte jedoch nicht die Stadtkasse zu sehr belasten, daher erachte ich eine umfassende Strategie für notwendig:

Die ersten Konzipierung möglicher zu erwählender Schritte. Hinsichtlich dessen, sind gewiss politisch vertretbare Gründe als Bedenken anzuführen. Wie immer, erwarte ich von Euch dazu konkrekte und nachvollziehbare Ausführungen.

1.

Der Kontakt zu den hiesigen Handwerkern in Rahal, wie auch Düstersee sollte geknüpft werden und in Vordergrund die Überzeugung vermittelt werden, dass eine 'Spende' der genannten Rohstoffe zum Zwecke eines erfolgreichen Marktes dienlich wäre.

2.

Eine zweitweilige Annektierung der Gebiete außerhalb des Reiches, inbesondere die freien Gebiete, und der dortigen Bevölkerung und Behausungen. Eine entsprechende 'Steuer' dann einfordern.

3.

Zwangsarbeiter außerhalb des Reiches aufgreifen und sie zu Strafarbeiten in die Strafkolonie zu verurteilen und die darüber erzeugten Rohstoffe ebenfalls sich zu Nutze zu machen.

4.

Die freizugänglichen Mienen vorrübergehend zu annektieren, um ebenfalls die gewünschten 'Schutzsteuer' einzufordern, sowie mögliche Zwangsarbeiter aufzugreifen.

5.

Handelswege durch Blockaden zu sperren, um ebenfalls 'Schutzsteuer' einzufordern und ggf. Zwangsarbeiter aufzugreifen.


Der All-Eine möge Euch leiten.

gez.

Yxul'lerlatox
Hauptmann und stellv. Statthalter Rahals
Zuletzt geändert von Yxul'lerlatox am Dienstag 6. März 2012, 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Aidarius
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Beitrag von Aidarius »

Ein weiterer mehrseitiger, sauber ausgearbeiteter und niedergeschriebener Bericht erreicht die Kommandantur zur Abendstunde, dieses Mal handelt es sich bei dem Überbringer allerdingst nicht um den Adlatus selbst sondern um einen für das Rathaus tätigen Dienstboten. Sollte man ihn nach Aidarius fragen würde er davon berichten dass dieser des heutigen Nachmittags die Kutsche Richtung Düstersee nahm.



Des All-Einen Segen mit Euch Herr.

Betreffend der Annektierung angrenzender Gebiete vertrete ich die Meinung:

Jene frei vom Einfluss, umliegender Königreiche und Parteien, verbliebene Ländereien, welche man gänzlich als herrenlos bezeichnen könnte, sind so rar besiedelt und arm an Wohlstand, dass eine Inbesitznahme und Besteuerung dieser, obgleich unkompliziert durchführbar, kaum den nötigen Profit abwerfen würde um die dazu notwendigen Ausgaben zu decken.

Vielmehr sollten wir, sofern ihr Euch zu diesem Schritt entschließt, unser Augenmerk zeitgleich auf den altbekannten Nachbarn an der Küste werfen, der es noch immer wagt sich unserer Herrschaft zu entziehen.

In Anbetracht des stark gewachsenen Potenzials unserer, nun unter dem Banner des All-Einen vereinter, Streitkräfte erscheint es an der Zeit unseren Platz als herrschende Macht in der Region wie auch ganz Alathair zu behaupten und diesem Fischerdorf vor Augen zu führen das jeder Wiederstand langfristig gesehen sinnlos ist.

Betrachte man die Landkarte, wird schnell klar, Bajard befindet sich in einer überaus heiklen Lage. Im Westen an das Heilige Reich des All-Einen angrenzend, im Süden an das große Meer, bleibt alleine der Weg nach Norden übrig, doch auch da wartet nur der Tot und Schlimmeres. Gewiss könnten sie im Falle einer Isolation den Versuch unternehmen eine Versorgungsroute nach Adoran Richtung Osten aufzubauen, jedoch erscheint auch Dies logistisch kaum umsetzbar, zumal dort keine befestigte Straße, lediglich ein Trampelpfad existiert. Es wäre selbst für ein kleines Schaar Söldner ein Leichtes den auf dem Weg liegenden Wald zu besetzen und diesem so zur tödlichen Falle und kaum überwindbarem Hindernis zu machen.

Doch eher wir zur Umsetzung aktiver militärischer Maßnahmen übergehen, empfiehlt es sich zunächst noch einmal den Weg des Dialogs zu gehen und eine politische Lösung dieser Situation anzustreben. Allem voran durch die konsequente Erhöhung des von uns ausgeübten Drucks und mögliche repressive Maßnahmen.

Als schlagkräftiges Argument bei den Verhandlungen könnten wir uns auch der Hilfe eines alten Verbündeten bedienen, mit welchem uns noch immer ein gültiger Bündnispakt verbindet. Hat die Freischärlerflotte des niederträchtigen Piratenkapitäns Vallas Amarth, erst ihren Hafen, die Lebensader Bajards, durch eine Blockade in Beschlag genommen, bin ich mir Gewiss, dass es Frau Bürgermeisterin Verdania Zac um einiges leichter fallen sich dem Willen des Reiches zu beugen und ihr Dorf unter die Schirmherrschaft Rahals zu übergeben. Ist dies einmal erfolgt wird die Erhebung eines angemessenen Tributes in Form der von uns begehrten Rohstoffe oder Goldes zur reinen Formalität.

So komme ich letztlich zu dem Schluss dass die Einverleibung Bajards, uns wirtschaftlich wie politisch erheblich mehr von Nutzen sein würde als die bloße Inbesitznahme der wilden Landabschnitte, welche lediglich ein sekundäres Ziel darstellen, und möchte Euch anraten baldigst mit den Planungen einer Umsetzung dieser Intervention zu beginnen.
Hierbei erachte ich Euren Adjutanten, den ehrenwerten Herren Durion als einer solchen Aufgabe würdig und fähig das Kommando über die Truppen zu übernehmen, sofern ihr Euch nicht selbst damit belasten mögt.


Was Eure Überlegungen die freien und uns zugänglichen Minen der Region zu annektieren angeht:

Möchte ich meine Sorge ob der langfristigen Effektivität eines solchen Vorgehens aussprechen. Immerhin wird die Mehrheit in solche Art Erzmienen tätigen Schürfer davon absehen die nächste Zeit an ihre angestammte Grabungsstätten zurückzukehren sobald es sich herumgesprochen hat das sich der Stollen unter unserer Kontrolle befindet.
Erfolgversprechender scheint es mit diese eher in periodischen Abstanden zu besuchen um die von Euch erwähnte „Sondersteuer“ gleich vor Ort bei den Anwesenden Arbeitern zu erheben.

Natürlich bedarf ein auf dieser Weise seinen Dienst verrichtender Steuereintreiber, der Unterstützung einer schlagkräftigen und entschlossenen Kampftruppe jene für seine Sicherheit zu garantieren vermag und sogleich Minenarbeiter, die womöglich die kriminelle Dreistigkeit besitzen sich der Begleichung ihrer Steuerverpflichtungen zu verweigern, festzunehmen.
Auf diese Weise dürften wir gewiss auch den ein oder Anderen fähigen wenn nicht unbedingt sehr motivierten Kandidaten für die Zwangsarbeit in unserer eigenen Minenkolonie gewinnen können.

Zusätzlich sehe ich hier den Einsatz von verdeckt arbeitenden „Beobachtern“ für zweckmäßig. Sie könnten, selbst als Erzschürfer getarnt, wichtige und nützliche Informationen über Anzahl und Arbeitszeiten der Minenarbeiter sammeln wie auch die Namen besonders fleißiger Schürfer und womöglich auch der Schmiede welchen sie ihr Erz verkaufen.


Möge der All-Eine Euch leiten,

gez.
Aidarius
Adlatus
Aidarius
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Wiederaufbau der Festungsanlagen, Strategie und Finanzen

Beitrag von Aidarius »

Zur späten Abendstunde betritt der, gerade erst zurückgekehrte, Adlatus das Arbeitszimmer des Hauptmannes. Es steht leer, Yxul scheint noch immer unterwegs zu sein. Auf Aidarius Gesicht zeichnet sich der gewohnte Ausdruck von Müdigkeit und Erschöpfung ab, in seinen Händen trägt er wie so oft einen Stapel frischer Post umher. Ganz oben auf diesem ruht ein weiter Bericht, verfasst von seiner Hand.



Des All-Einen Zorn mit Euch Herr.

Ergänzend zur der bereits im meinem letzten Bericht abgegebenen Einschätzung, hinsichtlich der Ausweitung unserer Präsenz auf die freien Grenzgebiete, möchte ich folgendes hinzufügen:

Nach einer ausgiebigen Besichtigung der verfallenen Festung, komme ich zu der Einsicht dass sich diese hervorragend als zukünftiger Stützpunkt unserer Truppen eignet und gewiss dazu beitragen würde den Einfluss des Reiches in den umliegenden Regionen schneller zu festigen.

Sowohl Lage wie auch Anbindung an die zahlreichen befestigten Straßen in dieser Gegend, bieten optimale Voraussetzungen für den Einsatz von berittenen Einheiten. Diese könnten nicht nur durch die Durchführung regelmäßiger Patrouillen eine lückenlose Überwachung der Reichsgrenze gewährleisen, sondern wären als schnelle Eingreiftruppe fungierend, sogleich zu raschen und gezielten Angriffen auf Ziele außerhalb unseres Territoriums fähig.

Zum rechten Zeitpunkt ist der Einsatz dieser Einheiten gewiss auch gegen das widerspenstige Fischerdorf Bajard möglich, sofern ihr Euch dazu entschließen solltet Euren Zorn gegen dieses zu richten. Doch auch Anderenfalls wird allein die bloße Existenz einer solchen Waffe in unseren Händen und die Möglichkeit sie einzusetzen, zu einem weiterem schwerwiegendem Argument bei jeder Verhandlung mit unseren Nachbarn.

Aufgrund dessen möchte ich Euch eindringlich die Aufstellung und dauerhafte Stationierung eines Kavallerieverbands in der Festung anraten, sobald der Wiederaufbau dieser vollzogen würde.

Hierbei sei ebenso auf die Notwendigkeit der Errichtung, zum Unterhalt der Reiterei unentbehrlicher Ställe, im Zuge der Bauarbeiten, zu verweisen.


Allgemein der Finanzierung dieses Bauunternehmens betreffend möchte ich Euch mitteilen:

Um die Belastung der Staatskasse möglichst gering zu halten, erscheint es mir gerechtfertigt und überaus zweckmäßig die wohlhabenden Familien des Reiches aufzufordern sich an den Kosten zu beteiligen. Ins Besondere wäre da die ehrenwerte Sippschaft der Hagaduger vorrangig zu erwähnen.

Als möglichen Anreiz könnten wir ihnen nicht nur einen, der Höhe von ihnen aufgebrachter Unterstützung entsprechendem, Anteil an den Tributen zusichern, sondern ebenso eine führende Position innerhalb der zukünftigen, von uns etablierten Regierungshierarchie Bajads, in Aussicht stellen.

So fern Ihr dies wünscht, werde ich mit den Vertretern dieser und weiterer, von Euch ausgewählter Familien, Kontakt aufnehmen um sie von der Notwendigkeit einer Anteilnahme an diesem, der Sicherheit aller Reichsbewohnern dienlichem, Unternehmen sowie den möglichen, daraus resultierenden Vorteilen zu überzeugen.

Natürlich bleibt es im Endeffekt alleine Eurer Maßgabe überlassen wie die Verteilung, jener zur Verfügung gestellter Mittel, erfolgen wird und zu welch einem Anteil das Geld tatsächlich in die Finanzierung der stattfindenden Baumaßnahmen fließen soll.


Möge der All-Eine Euch leiten,

gez.
Aidarius
Adlatus
Yxul'lerlatox
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Beitrag von Yxul'lerlatox »

(OOC: Aus internen Foren ins öffentliche Forum gestellt.)

Nach dem der Adlatus die, gerade erst der Kommandantur überbrachten, Berichte aufmerksam durchgelesen hat, ergreift er rasch seine Schreibfeder und macht sich daran ein Schreiben an den Hauptmann aufzusetzen. Der Ausdruck von Unzufriedenheit und Wut zeichnet sich auf seinem Gesicht ab, während die Feder beschwingt über das Pergament gleitet. Nachdem er die Stellungnahme vollendet hat, heftet er das unversiegelte Schreiben an Ked´Harra´s frischen Bericht ,welcher den Titel Verschleppung des Ala'thraxors vor Bajard trägt, und lässt Beides auf dem Tisch liegen.



Des All-Einen Segen mit Euch Herr.

Betreffend der Entführung des Ala´thraxor Tar´lyrrn:

Mit größer Besorgnis über die neuesten Vorfälle, welche sich des gestrigen Abends an der Kutschenstation nahe Bajard zutrugen, will ich Euch erneut erbitten, endlich klare militärische Maßnahmen gegen die amtierende Bürgermeisterin Zac und die dortige Wehr zu ergreifen.

Trabant Ked´Harras Bericht zur Folge, und ich habe keinerlei Zweifel an der Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen, haben die Mannen der Bajarder Miliz, obgleich es ihre Pflicht gewesen wäre, keinerlei Anstalten gemacht die Thyren an der Entführung des Ala´thraxors zu hindern.
Es liegt sogar nahe anzunehmen das sie ein anmessenes Vorgehen nicht bloß aus Unwissenheit und Dummheit unterließen, sondern willentlich mit den Barbaren paktiert hatten.

Objektiv betrachtet zeichnet sich hier ein sehr negatives Bild ab, welches die Annahme, Bajard stehe dem Heiligen Alatarischen Reich noch immer neutral gegenüber nicht länger zulässt!

Solltet Ihr trotz dieser offensichtlichen und unverschämten Aggression uns gegenüber, weiterhin von einer militärischen Intervention absehen, so empfehle ich die schnellstmögliche Einbestellung ihres Abgesandten, oder gar der Bürgermeisterin persönlich.
Zweck dieser Audienz soll nicht nur die rasche Aufklärung des Verbrechens sein sondern gleichermaßen das Führen eines scharfen Dialogs betreffend der zukünftigen Politik welche Frau Zac dem Reich gegenüber zu verfolgen gedenkt.

Ebenfalls ist die Problematik der, auf dem Staatsgebiet Bajard´s, stattfindenden und offenbar religiös motivierten Verfolgung unserer Missionare darzulegen.

Es muss umgehend eine handfestige Vereinbarung getroffen werden, welche unseren Missionaren nicht nur das Fortführen ihrer Arbeit im vollem Umfang erlaubt, sondern ebenso ihren Schutz vor möglichen Aggressoren, durch die örtliche Obrigkeit garantiert.

Dies sollte meiner bescheidenen Meinung nach die Hauptbedingung für die Aufrechterhaltung der politischen Beziehungen mit dem Fischerdorf Bajard sein!


Möge der Zorn des All-Einen Euch leiten,

gez.

Adlatus
Zuletzt geändert von Yxul'lerlatox am Dienstag 13. März 2012, 06:21, insgesamt 1-mal geändert.
Relata refero ist immer besonders kritisch zu prüfen.
Yxul'lerlatox
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Beitrag von Yxul'lerlatox »

(OOC: Aus internen Foren ins öffentliche gestellt.)

Ein Schreiben erreicht Aidarius. Ein kurzer Vermerk eines Zusatzes wird nachgesendet:

Des Herren Segen Adlatus,


bestellt einen Vertreter Bajards in das Rathaus um die dargelegten Punkte zu erörtern.

Hinsichtlich der Missionsarbeit ist der Tempel hinzuzuziehen, wie ich Adjutant Durion bereits befohlen habe, gilt auch gleiches für Euch. Eine konkrete Strategie der Missionierung erfordert ein einheitliches Vorgehen. Die bisher erwählten Mittel des Tempels erscheinen mir als wenig effektiv, da die politische und religiöse Haltung des Dorfes die Überzeugungsarbeiten sofort wieder torpediert.

Das Gespräch mit den Vertreter Bajards wird sicherlich ebenso Aufschluss genug darüber geben, inwiefern sich das Dorf gegen den Auftrag der Verkündung der Worte des All-Einen positioniert.

Derzeit kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass die vorherrschenden Kräfte in Bajard es unmöglich machen, die Lehren des All-Einen frei und ohne Verschmähungen zu verkünden.

Das Dorf hat gegenüber uns deutlich gemacht, dass sie unseren Streitkräften den Zutritt verbieten, die zum Schutz unser Glaubensvertreter handeln. Gleichwohl gestatten sie es, dass jene, die sich bereit erklären, das Wort des All-Einen zu verkünden, der Schutz genommen wird und gegen jene und deren Begleitung aggressiv vorgegangen wird.

Vorläufig kann ich daher nur zu dem Schluss kommen, dass das Fischerdorf sich offen gegen unseren Heren positioniert und als Feind einzustufen ist.

Diese Position könnt Ihr - sollte ich nicht selbst zu der Audienz kommen können - unmissverständlich vertreten und den Vertretern des Dorfes vor Augen führen, dass sofern sie diese Haltung nicht verlassen, wir sie als Reichsfeinde behandeln werden.


Hinsichtlich der zu erreichenden Ziele, ist ein uneingeschränkter Zugang zum Dorf, wie auch die Verkündung der Lehre des All-Einen zu erreichen, ohne dabei den notwendigen Schutz zu vernachlässigen.
Die Führung des Dorfes ist für die Lehren zwar schwerlich noch zugänglich, da ihr Geist sich bereits zu sehr in den Ketten der Unmutter und -tochter befindet, insofern ist die Haltung zu verachten, jedoch erscheint es mir als strategisch klug, so wir ihnen zusichern, dass die Bürger Bajards keinerlei Gewaltanwendung ihnen gegenüber zu befürchten haben, sofern sie sich nicht gegen uns positionieren.
Auch ein Zugeständnis, dass wir ihr Hoheitsgebiet respektieren und nach Möglichkeit Feindkontakte im Dorf selbst, nach außen verlagern, so dass die Handelsabläufe im Dorf selbst ungestört bleiben, ist zu vertreten und zuzugestehen.
Keinerlei Zugeständnisse erfolgen jedoch bezüglich irgendwelcher Beschränkungen, die der Sicherheit alatarischer Verbände oder Kräfte, gleich welcher Institution, betreffen.


Nehmt jedoch vorsorglich Verbindung mit den Piraten auf und bezieht Euch auf das von Euch bereits genannte Bündnis, erörtert die Möglichkeiten den Hafen Bajards künftig zu blockieren, falls die Verhandlungen zu nichts führen und eine militärische Lösung unabdingbar wird.

Des Weiteren entsendet ein Schreiben an das Volk der Thyren, und verurteilt ihr Vorgehen, indirekt ist zu erfragen welche Forderung und Position sie damit bezwecken wollen.
Vermittelt jedoch unmissverständlich, dass wir bisher Abstand von solcherlei Maßnahmen genommen haben, obgleich wir Ihre Streitkräfte mehrfach triumphierend geschlagen haben, da sie nicht den verlogenen Worten Temoras folgten, jedoch davon absahen, sie ebenso wie jene zu behandeln.
Sollte das Volk der Thyren mit Ihren Handlungen eine Änderung unserer Position nun wünschen, werden wir sehr gerne bei nächster Gelegenheit ihre Streitkräfte wieder vernichtend schlagen und in die Kerker Rahals bringen.

Nachgesandter Zusatz:

Der Ala'thraxor konnte durch einen Gefangenenaustausch befreit werden.

gez.

Yxul'lerlatox
Hauptmann und stellv. Statthalter Rahals
Zuletzt geändert von Yxul'lerlatox am Dienstag 13. März 2012, 06:25, insgesamt 3-mal geändert.
Relata refero ist immer besonders kritisch zu prüfen.
Aidarius
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:41

Beitrag von Aidarius »

Während der nächtlichen Patrouille auf den Straßen der Heiligen Stadt, begibt sich einer der Gardistentrupps zum dem unscheinbaren Anwesend des Ritters Durion nahe des Tempelviertel. Einer von ihnen trägt, verhüllt in eine lederne Umhängetasche, einen kleinen Stapel fein säuberlich beschriebener und gebundener Pergamentblätter bei sich. Es handelt sich offenbar um einer Art detailierte Berichte oder Ausbreitungen, das Deckblatt trägt kein Siegel, lediglich die Unterschrift des Adlatus Aidarius offenbart den Verfasser. Sollten die Gardisten weder Dienstmagd noch einen Pagen beim Haus des Ritters antreffen, werden sie die Post wohl einfach im Briefkasten hinterlassen.




Des All-Einen Segen über Euch,
ehrenwerter Ritter Durion.

Wie von Euch gewünscht übersende ich hiermit eine Einschätzung betreffend der, zum gegenwärtigem Zeitpunkt, aktuellen Themen und Ereignisse von größerer Relevanz. Grundlage für meine Analysen bilden allem voran, die durch unsere Kräfte gewonnenen Informationen, sowie meine eigenen Kenntnisse in Bereich der Strategie, Politik und Wirtschaft.

Desweiteren möchte ich diese Gelegenheit nutzen um Euch anlässlich Eurer kürzlich erfolgten Erhebung zum Heerführer der Schwarzen Armee, zu gratulieren und meine bescheidenen Glückwünsche in diesem Zusammenhang auszusprechen.


Möge Sein Zorn Euch erfüllen,

gez.
Aidarius
Adlatus



- Weiteres militärisches Vorgehen

Auch ich teile vollends die Überzeugung, das Kloster der Hure südlich Varunas, sei der nächste Stein auf dem Weg des All-Einen, welchen es hinfort zu fegen gilt. Die Vernichtung dieses blasphemischen Schandfleckes auf der Karte, bietet ein würdige Ziel für unser aufs Neue erstarkende Heer und erlaubt zugleich den optimalen Einsatz unserer militärischer Ressourcen.

Sobald die Arbeiten an der alten Angurerfestung vollendet wurden und sich dort ein ausreichend starkes Kontingent an Kriegern samt Belagerungsgerät zur Verfügung hält, sollte das Reich sein Augenmerk Richtung Osten wenden.

Nicht unberechtigt erscheint es mir ebenso uns der Hilfe der Rabendiener zu bedienen. Im Zuge des Paktes mit ihrem Kult, werden sie die Gelegenheit ihre Schuld für unsere Unterstützung, bei der letzten Verteidigung Varunas gegen die adoranische Expedition, zu begleichen gewiss nicht auslassen wollen können.


- Betreffend der Insel Lameriast und der freien Erzminen

Sofern die Annektierung und Besteuerung der sogenannten "Freien Minen" auf Lameriast nicht nur einen rein repressiven Charakter tragen soll, sehe ich bei der Durchführung dieses Bestrebens derzeit ernst zu nehmende Schwierigkeiten.

Meiner bescheidenen Meinung nach, werden die tiefländischen Barbaren unsere Präsenz auf der Insel nicht stillschweigend und tatenlos erdulden. Obgleich zumindest eine der beiden Erzminen sich außerhalb ihres offiziellen Einflussgebietes befindet, liegt die Annahme nahe, die Thyren würden die erste, sich ihnen bietende, Gelegenheit ergreifen um sich zur Schutzmacht über die gesamte Region zu erklären. Wobei ihre Vormachtstellung durch die, aufgrund der Heimatnähe, zahlenmassige Überlegenheit und die im thyrischem Siedlungsgebiet vorhandenen Wehranlagen, eindeutig bestärkt wird.

Aus diesem Grund halte ich eine dauerhafte Inbesitznahme der Minen und des umliegenden Landes ohne die ständige Präsenz unserer Kräfte in dem Gebiet nicht für durchführbar. Die Stationierung von Truppen hingegen würde aber das Vorhandensein eines zumindest kleinen Stützpunktes auf der Insel erfordern, welcher als Vorposten dienen und sogleich einem ernsthalten Angriff trotzen könnte. Nur so ließe sich unser Einfluss auf Lameriast gegenüber den Thyren wie auch allen anderen, an der Insel interessierten Parteien durchsetzen und ebenso die angestrebte Besteuerung des dortigen Erzabbaus.

Da unsere Streitkräfte im Falle des Ausbruchs einer militärischen Konfrontation mit dem alumenischen Ketzern an der östlichen Reichsgrenze gebunden sein werden, erscheint die Eröffnung einer zweiten Front auf Lameriast zum gegenwärtigem Zeitpunkt nicht ratsam.


- Zu derzeitigen Situation des Fischerdorfes Bajard

Im ganzen betrachtet verläuft die Destabilisierung der politischen Lage, in den von uns vorgesehenen Bahnen und lässt darauf hoffen unseren Einfluss in dieser Region bald beträchtlich verstärken zu können.
Nach der Amtsniederlegung der ehemaligen Bürgermeisterin Verdania Zac, welche durchaus als Folge des von uns ausgeübten Drucks betrachtet werden kann, befindet sich die Außenpolitik des Dorfes in einer Schockstarre. Ebenso scheint das offensichtliche Versagen Fräulein Zacs als Anführerin, zum dem Bestreben nach einem Wandel des Regierungssystems, bei der Bevölkerung geführt zu haben. Unabhängig vom Ergebnis, sollte der Wandlungsprozess an sich, Entscheidungen die ein Vorgehen gegen das heilige alatarische Reich ermöglichen würden, zumindest die nächste Zeit über blockieren.

Diese Situation sollte unbedingt rasch genutzt werden um zu dem nächsten Schritt in dieser Angelegenheit überzugeben.
Die zumindest mündlich gegebene Zusicherung des bajardischen Milizhauptmannes Rothan, das Wirken unserer Templer innerhalb ihres Gebietes nicht mehr zu unterbinden, ermöglicht endlich den effektiven und dauerhaften Einsatz von Missionaren in Bajard.

Falls es uns gelänge eine aktive Gemeinde von Gläubigen, jene dem Ruf des All-Einen folgen, zu etablieren, bekämen wir nicht nur ein beachtliches Maß an Einfluss innerhalb der Bevölkerungsschicht, sondern auch unter Umständen eine plausible Legitimierung des Einsatzes von militärischer Gewalt. Hierbei könnten wir uns auf die Notwendigkeit unsere Glaubensbrüder, vor Unterdrückung und Ausrottung zur schützen, berufen, falls sich Bajard eines Tages der Schirmherrschaft Adoranischer Hurenanbeter zu unterstellen gedenkt.

Eindringlich anraten möchte ich auch weiterhin den Einsatz von in dem Fischerdorf ansässigen Informanten. Ganz gleich ob diese uns aus reiner Überzeugung oder schlichter Geldgier folgen, durch ihre Hilfe bekommen wir ein stets aktuelles Bild der Lage und können sie nach Belieben auch anderweitig Benutzen oder auch im Bedarfsfall uns ihrer simpel entledigen.




Eher die Gardisten ihren Rundgang beenden, werden sie noch eine recht unsauber und offenbar auf die Schnelle angefertige Abschrift der Berichte zur Kommandantur Rahals bringen, adressiert an den Hauptmann der Garde, Yxul´lerlatox.
Zuletzt geändert von Aidarius am Samstag 31. März 2012, 00:11, insgesamt 2-mal geändert.
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