Gerimor Kurier Ausgabe 16

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Ira Lisarias
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Gerimor Kurier Ausgabe 16

Beitrag von Ira Lisarias »

Die aktuelle Ausgabe ist an folgenden Orten zu finden: Die Taverne am Wegekreuz, La Cabeza - am Verwaltungsgebäude, Bajard am Torkelnden Oger und die letzte ist in Adoran in der Stadtstube im Hinterzimmer




Gerimor Kurier, Ausgabe: 16
Neues aus Wirtschaft, Kultur und Politik auf den Punkt gebracht.


Bajard bleibt sich treu


Speziell, ein freundlicheres Wort mag man nicht finden für jenes kleingeistige Völkchen das Bajard regiert. Man könnte fast davon reden das sich jene Treu bleiben die dort Walten und Verwesen. Die Bürgermeister von Bajrd, jene despotischen Irren die eine Gewaltbereitere Gesellschaft zum Wohle aller schon längst Enthauptet hätte.

Völlig Immun und Resistent gegen jede Form von Verstand leben und regieren sie wo es nichts zu regieren gibt. In ihrer eigenen kleinen nach Fisch stinkenden Welt gefangen laben sie sich an Winzigkeiten, regulieren und maßregeln wer dem bedauerlichen Schicksaal anheim fällt ihnen zu begegnen.

Früher hätten wir Neuwahlen gefordert, aber Bolzen verändern Regierungen zuverlässiger den Wahlen. Bis dahin verbleiben sie:

Groß im kleinen und klein im großen, die Bürgermeister von Bajard.




Kinder zu verkaufen.

Gören im Alter zwischen 3 und 14 spottbillig. Interessenten melden sich bitte bei Amanda im Zinnkrug zu Berchgard. Die Kinder sind nicht gepflegt und bis auf einige gebrochene Arme fast unbeschädigt abzugeben.




Die Welt der Mächtigen, ein Porträit

Wir haben den Herzog des lichten Reiches zufällig Abends in einer Taverne angetroffen und fragten uns und dann auch ihn wie das Leben in einer solch Verantwortungsvollen Position sei. Einige Auszüge aus diesem Gespräch wollen wir dem geneigten Leser nicht vorenthalten.

GK: Wie geht es euch werter Herzog?

K.C.D.v.G.:Beschissen, das Bier ist warm.

GK: Sind sie der Meinung das früher das Bier besser war?

K.C.D.v.G.: Früher war alles besser, das Bier war besser und kälter. Wenn man Pech hatte musste man es im Eisblock lutschen.

GK: Was war früher noch alles besser?

K.C.D.v.G.: Früher hatten wir noch wirkliche Feinde. Ich rede von Drachen! Drachen groß Schlachtschiffe! Drachen riesig wie Felsmassive. Wir wussten es kann dich jeden Moment erwischen. Das hat uns zu Männern gemacht, heute sind die alle verweichlicht.

GK: Denkt ihr da an jemand speziellen?

K.C.D.v.G.: Natürlich du Gartenzaunmilchbubi. Sieh dir nur an was hier als Ritter herumirrt. Mit so etwas jagt man doch keine Drachen mehr.

GK: Ihr habt Drachen gejagt?

K.C.D.v.G.: Gejagt, Getötet und Ausgestopft. Und Fraunen haben wir gejagt.

GK: Getötet und ausgestopft?

K.C.D.v.G.: Nein, Frauen sind wie Pferde, die fängt man um sie zu benutzen!




Anlageberatung

Sein Geld in diesen Zeiten sicher zu verwahren ist schwer. Räuber und Diebe sind überall und keine Grabbeilage der Oma ist vor wütenden Zombieschlächtern sicher. "Nur weil die alte Greisin wieder durch die Gegend irrt, aber besser riecht als vor ihrem Ableben ist das noch kein Grund ihr den Schmuck und die Börse zu rauben." findet Lucien. Der findige Geschäftsmann aber hat die Lösung all dieser Probleme und präsentiert uns sein Marktmodell:

"Ich packe das Geld meiner Kunden in kleine oder große Kisten, diese Kisten vergabe oder verstecke ich. Damit ich aber bei all den Kunden nicht den Überblick verliere fertige ich natürlich Karten davon an. Damit aber nicht wildfremde Leute losziehen und einfach so das Geld meiner Kunden ausgraben schreib ich halt so Sachen wie Räuberbanden, Drachen oder Piratenhorden drauf, das zieht immer."




Elfenseife

Für alle die ihrer Umwelt etwas gutes tun wollen gibt es nun von Kilian Heilsan: Elfenseife! Hergestellt aus dem Fett von echten Elfen ist dieses Produkt das Ergebnis langjähriger Arbeit. Für alle Kunden die bewusst auf Umweltverträgliche Produkte setzen deren Herstellung die Welt schöner macht.

Gezeichnet: Nicolas

P.S:Wie immer bitten wir um Spenden um den Redaktionsbetrieb aufrecht zu erhalten.



(OOC: Danke an Talana Virr - ohne dich hätte ich nichts mehr geschrieben)
Zuletzt geändert von Ira Lisarias am Samstag 19. November 2011, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Beldan Scherenbrueck
Beiträge: 4
Registriert: Dienstag 1. September 2015, 12:52

Beitrag von Beldan Scherenbrueck »

Der Blick zu Jenyka sagte alles, was gesagt werden musste. Konzentriert ging sie mit dem Lappen über die Theke, die unausgesprochene Schelte über sich ergehen lassend. Sie wusste ja auch nicht, wieso solche Schriftstücke immer ausgerechnet bei ihr auftauchen mussten.

Eigentlich hatte der Tag ganz erträglich begonnen. Seine Frau ließ zwar keinen Hinweis aus, ihm nahe zu legen, dass er sich wieder einmal würde rasieren müssen. Aber so eine Rasur erfrischte ja auch. Dann noch ein deftiges Frühstück und im Anschluss einen Kurzen in der Taverne, das war kein übler Start in den Tag. Aber die Lektüre der Hetzschrift hatte ihm die Stimmung schon wieder verhagelt, nicht gerade wegen der Provokationen, darauf gab er nicht viel, sondern weil er nicht einmal in Ruhe seinen Kräuterling trinken konnte, ohne dass ihm die Alltagsnöte wieder lästig wurden. Und er malte sich schon aus, wie seine Frau ihn abends ernst anschauen würde und sagen "Ihr seid grantig, Beldan" und wie Jenyka später Tarik oder Rothran erzählen würde "Vorsicht, der Scherenbrueck ist mit dem falschen Fuß aufgestanden". Nein, er war genau mit dem richtigen Fuß aufgestanden! Er bestellte sich noch einen zweiten Schnaps, denn er konnte diesen Nicolas schon neben sich stehen sehen, wie er geiferte und japste und zuckersüß lächelte und eingeschnappt war, wie eine Gefährtin des Waldes, ein Düsterseeler oder ein Menekaner. Menekaner! "Scheissdreck", murmelt er resigniert und legte einen Silberling auf den Tresen. Wenn er jetzt schon frühmorgens an Menekaner denken musste, dann war der Tag verloren.

Über Menekaner konnte er sich immer aufregen, denn wenn es irgendwas gab, was Beldan Scherenbrueck auf den Tod nicht ausstehen konnte, dann waren das Menekaner! Verdanias Erzählung über diesen Menekaner, der sich in Bajard erdreistet hatte, eine Bewohnerin Düstersees zu protegieren und der Bürgermeisterin über den Mund zu fahren, hatte dem Fass schon wieder den Boden ausgeschlagen. Manchmal fragte er sich, ob er in der verkehrten Welt lebte. Wann hatte man Beldan Scherenbrueck schon einmal dabei beobachtet, wie er an einen menekanischen Basar pinkelte, in Adoran Häuser anzündete oder in Düstersee Menschen verschleppte? Nie, denn er hatte Manieren und er hatte Respekt für seine Mitmenschen. Im Haus Scherenbrueck wurde nicht über andere gelacht oder schlecht gesprochen. Aber was immer diese Götter ihren Gläubigen einbläuten, mehr als eingebildeter Hochmut schien dabei nicht herum zu kommen. Vielleicht müsste er Eluive einmal übers Knie legen...

So vor sich hin schimpfend stapfte er Richtung Dorfeingang, wo er sich erst einmal eine Pfeife anzündete. Es hatte sich herumgesprochen, dass die Rahaler ein Turnier abhalten wollten. Zumindest heute würde es dann wohl ruhig bleiben. Vielleicht würde der Tag doch nicht ganz so mies werden.
Talana Virr

Beitrag von Talana Virr »

Und so findet eines der Werke in die Hände von dem wirren Lockenkopf, mit Süßkram bewaffnet zieht sie sich eine Ecke der Taverne zurück um sich in Ruhe mit den geschriebenen Zeilen zu beschäftigen.

Bald darauf ist aus ihrer Ecke zustimmendes Gemurmel zu vernehmen, sicherlich auch der ein oder andere undamenhafte Fluch.


‚Da fehlt wer mit der Pfanne! Aber selbst die hilft ja nicht, wobei .. wenn man zwei Mal fest zuhaut vielleicht ja doch.. oder auch drei Mal? Aber das bringt nur Ärger und am Ende hilft’s dann doch nicht!‘

Die Seite wird umgeblättert , woraufhin ein herzliches Lachen ertönt, dass schließlich in einem Husten untergeht.

‚Ich wußt gar nicht, dass er sowas tut?!? Ob das stimmt, vielleicht ja doch nicht… aber ich sollt gewiss mal fragen, wenn ich dann einmal Reich bin, ist sowas ja wichtig zu wissen!
Und bestimmt bin ich das irgendwann!‘

Daraufhin rutscht sie mit dem Buch vom Stuhl und außer einem kleinen Beutel gefüllt mit ein paar Keksen, die der Wirt doch bitte dem Nicolas geben solle, wenn er ihn wieder sieht, hinterlässt sie ein paar deutliche klebrige Fingerspuren auf den Seiten und bestimmt ein paar Krümel, die dem nächsten Leser in den Schoß fallen dürften, sollte das Buch erneut geöffnet werden.
Arlon Benjamin
Beiträge: 0
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:41

Beitrag von Arlon Benjamin »

Aus seinem tiefen Schlummer erwachte er über dem Buch, welches er von Varla bekam. Neben ihm bemerkte er dann die Ausgabe in grellem Pink, was erst dafür dorgte, dass ihm die Augen kurz schmerzten, ehe er jene verschloss, bis sie dann wieder für das Pink angepasst wurden. So kämpfte er sich auch durch dieses Buch und musste dann beim Abschnitt des Herzogs laut lachen. Die ganze Stube in Adoran wurde laut beim Gelächter und Arlon dachte sich nur: "Ich muss den Herzog sprechen!"
Thelor von Schwertfluren

Beitrag von Thelor von Schwertfluren »

*an der Stelle , an welcher in der Adoraner Stadtstube der Kurier auslag, wurde nach entfernen des Kuriers eine Nachricht für Alle sichtbar, jedoch wohl in erster Linie an diesen Nicolas gerichtet*

24.Rabenmond 252

Ich denke Freundlichen Gruß kann man sich sparen,
Ich hoffe euch ist bewusst was ihr aufs Spiel setzt, um ein paar Worte in abfälliger Art darzubieten.
Die ausgelegten Schriften sind Massive Rufschädigungen am Reich, den Regierungen in den Städten, dem Regiment und vor allem Rufmord am Adel und speziell unserem Lehnsherren.

Sollten weitere Schriften solcher Art gesichtet werden und das Reich findet heraus wer der Herausgeber und Verfasser solche Schädigenden Schreiben, über Reich und Adel, ist,
solltet ihr euch von Vornherein bewusst sein, das dies am Galgen Enden wird und dann fällt das Urteil noch milde aus.

Wollt ihr dem Entgehen biete ich euch die Möglichkeit, bei mir binnen eines Mondlaufes vorstellig zu werden und eure Entschuldigung betroffenem Adel vorzutragen.
Andernfalls wird keinerlei Rücksicht genommen werden.

*unterschrieben und gesiegelt*

Sir  Thelor von Reensdorf

Kronritter unter Ador dem Ersten, Ratsmitglied des Grafenrates Lichtenthals, Vorsitz der Greifengunde
Niowe Adela Aireth

Beitrag von Niowe Adela Aireth »

25. Rabenmond 254

Während ich die Zeilen dieses Gerimors überfliege, nimmt es mir den Atem. Bisher habe ich derartigen Schund noch nie zu Gesicht bekommen. Weder sonderlich geistreich ist er, noch amüsant. Derb und verachtend in seiner Wortwahl. Die Dynamik des Leseflusses entspricht eher einer Straßenlaterne, deren Licht in der Dunkelheit flackert und dann erlischt. Vielleicht mag die eine oder andere Derbheit, den einfachen geschmacklosen Leser ansprechen, der sich insgeheim in seiner Boshaftigkeit wünscht und hofft, dass dem so wäre. Dem ist aber nicht so! Ein ekeliger Beigeschmack, den man nicht mal mit einem Schluck guten Whiskey auszuspülen vermag, bleibt bei mir zurück.
Sowie das Gefühl am Ende, dass es sich nur um respektlose Aufmerksamkeitshascherei handelt, die nicht darum buhlt der Öffentlichkeit etwas von Wert zu geben, sondern um Werte mit Füssen zu treten. Eine verbale Aufwiegelei, in Geschmacklosigkeit gehüllt, die humorvoll klingen sollte, dieses Niveau aber nie erreicht.
Ein zwanghafter scheinbarer Tabubrecher, der müde wirkt, und ungezügelt sich Themen widmet, die er als Wahrheiten den schlichten Gemütern vorgaukelt.
Ich kann nur sagen, Leute bleibt zuhause, nehmt ein ansprechenderes, geistvolles Buch zur Hand, denn diese Kritzelei ist reine Tinten- und Pergamentverschwendung. Es lohnt sich nicht, diesen Abklatsch der Taktlosigkeit und Menschenverachtung zu lesen. Besser widmet Euch Hamlins Getränken, verweilt bei einem guten Gespräch und kehrt dann heim.
Ich habe das Buch wortlos dann zugeklappt mit einer nichtssagenden Miene, die ich mir von Micheil abgeschaut habe, gen meinen Sire, der mich beim Lesen beobachtet hat, nur gemeint: Dafür wird dieser Nicolas hängen! Insgeheim aber gedacht, der Strick wäre zu schade, besser man würde ihm gleich den Kopf abhacken und aus!
Am liebsten hätte ich das Buch sogleich den Flammen im Kamin überlassen, aber wer weiß, ob jene überhaupt bereit gewesen wären diese bodenlose Gehässigkeit und Gefühllosigkeit zu verschlingen. Sicher bin ich mir da nicht! Auch Flammen haben einen Hauch von Anstand und Ehre, was man bei der Kritzelei des Verfassers vermisst!
So bleibt nur eines für mich zu tun, diese Person zu finden, sollte er sich nicht freiwillig bei Sire von Reensdorf melden, und vor meinen Lehnsherrn zu zerren.
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