Es war eine der wenigen Nächte die sie genoss. Es gab zwar wenig Schlaf, aber den Schlaf den sie schlief, der war tief und fest. Sie hatte unendlich lange noch mit Cathal gesprochen und fühlte sich neben ihn geborgen. Kalena hatte sich so unendlich gefreut als Una mit frischem Kuchen ankam und der junge Mann Selvan hat bewiesen, dass er trotzdem er fremd war, mithelfen konnte.
Sein Gesicht würde sie aber niemals vergessen. Sie hatte ihn gebeten den Kuchen anzuschneiden, er hatte nach einem MEsser gefragt und sie griff sich an ihre Sandale und ein Messer flog durch die Luft und landete perfekt neben dem Kuchen mit der Spitze im Tisch. Sie hatte aber direkt streng klargemacht, das das Nachmachen verboten sei. Sie bereute eigendlich sofort das sie das Messer geworfen hatte, aber es war ihre Gewohnheit. Ein Messer zu werfen, war für sie das natürlichste überhaupt. Mit einem Dolch umzugehn darauf verstand sie weit besser als alles andere.
Selvan schnitt dann den Kuchen in vier gleichgrosse Stücke und verteilte sie auch ohne das sie etwas sagen musste und das sogar sehr höflich. Kalena hatte sie wie immer bittend angesehen, als Selvan ihr den Kuchen hinhielt. Innerlich seufzte Shanna. So lange nun war Kalena schon bei ihnen und doch fragte sie noch immer ob sie etwas dürfe. Eigendlich war es Shanna recht so, so lernten die anderen Kinder durch zusehen, wie man sich richtig benahm in Bezug auf Dinge die man haben will und das Bitten darum.
Cathal brachte dann die kleine Kalena ins Bett und erzählte ihr eine Geschichte, Una erzählte derweil Shanna etwas über ihre Familie, wobei Shanna Unas Angst dabei nicht verstand. Danach brachte Shanna Selvan ins Bett. Eine Weile sassen die erwachsenen noch zusammen, Una, Cathal und Shanna. Sarah war schon schlafen und Elias ebenso. Darna war wohl nach Hause geritten. Vor Una verborgen band sich Shanna den Gurt ab, er war jedesmal recht fest gebunden um auch vernünftig seinen Dienst zu tun, nämlich zu stützen. Dabei vergass sie das Una ja später noch raus wollte und Shanna ja die Türe schon abgesperrt hatte.
Wieder war es Cathal der sie wortlos verstand, als sie u ihm aufschaute und er sperrte Una die Türe auf. Als Una weg war, kam er zu Shanna zurück. Kein Wort als sei es völlig selbstverständlich das er es tat, hob er sie auf seine Arme und trug sie zu ihren und Nialls Fellen.
Mit deinem Bein ist es schlimer geworden oder?
Hatte er sie gefragt, ihre Antwort war kurz, aber doch klar.
Keine Schmerzmittel mehr.
Er bot an nach einem Heiler zu sehen, sobald es hell war. Innerlich wehrte Shanna sich dagegen. Sie wollte nicht noch mehr Last sein als sie eh schon war und wenn Sir Krenor es mitbekam, würde er sie bestimmt hinauswerfen. Aber sie nickte trotzdem, es hatte keinen Sinn mehr sich dagegen zu wehren, das merkte sie. Zuviele machten sich bereits Sorgen und sie selber merkte das sie immer öfter zu einem Stab griff oder sich so oft es ging hinsetzte. Nachdem sie lange mit Cathal gesprochen hatte, schlief sie an seinen Brustkorb gelehnt mit einem Lächeln auf den blassen rosaroten sinnlich wirkenden Lippen ein.