Hausarbeit Beschwörungen I

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Constance von Dragenfurt

Hausarbeit Beschwörungen I

Beitrag von Constance von Dragenfurt »

Ein Tag wie kein anderer

Gut ausgeschlafen wachte sie an jenem frühen Morgen auf. Die Vögel zwitscherten bereits aus den Baumwipfeln vor ihren Fenstern. Am Tisch sitzend, mit einer Kanne Tee und einigen frischen Brötchen, gingen ihre Augen immer wieder über ihre Notizen zwecks des Auftrages der Beschwörung. Einige Tage Vorarbeit hatte sie sich selbst gegeben, damit sie möglichst viele Fehler vorher ausmerzen konnte. Auf etlichen Blättern hatte sie vorher den Stern für die Beschwörungen gemalt und ebenso den Bannkreis darum. Anfangs fluchte sie leise über ihre kleinen Fehler, als sie den Kreis immer in der anderen Richtung gezeichnet hatte.
Einmal tief durchatmend stand sie dann auf und ging in die Mitte ihres Arbeitsraumes. Den Tag davor hatte sie, soviel wie möglich, alles beiseite geschoben. Ein Stück weiße Kreide in der Hand senkte sie sich dann auf ein Knie herab. Äusserst sorgfältig, die Augen immer auf der Kreide belassend, zeichnet sie den Stern auf den Boden. Als sie mit jenem fertig ist, kreisen ihre Augen über den Stern hinweg, kontrollierend. Erst nachdem sie damit zufrieden ist, wird der Bannkreis darum gezeichnet. Zufrieden nickend, als ihr bewusst wird, das diesmal der Kreis in der richtigen, entgegengesetzten Richtung gezeichnet wurde.
Mit einem tiefen durchatmen erhebt sie sich dann. Ihre Augen fixieren den Stern und ihre Innere Unruhe steigt in jenem Moment.
Zum Glück wusste sie wie ein Flügelaffe aussieht. Während ihres Studiums in der Hauptstadt hatte sie viele Kreaturen kennen lernen können, auf sicherer Basis. Und wenn es stimmt das jener Bannkreis die Kreatur abhält, aus dem kreis zu treten, brauchte sie sich keine Sorgen zu machen..
Gut .. sie hatte die Symbole gezeichnet. Sie selbst hat die Gabe dazu um jenes Ritual durchzuführen und nun fehlte noch eines, Viel Konzentration. Also machte sie alle Fenster zu, damit kein fremdes Geräusch sie stören konnten. Als sie dann wieder vor dem gezeichneten Pentagramm steht, atmet sie einmal kräftig durch.
Ihre ganze Konzentration wird beim ersten Versuch auf das Pentagramm gelegt. Schnell merkt sie selbst, das sie so nicht auf diese sogenannte andere Sphäre zugreifen kann.
Also machte sie sich sogleich an den nächsten Versuch. Ihre ganzen Gedanken, ihre ganze Konzentration wird nun auf das gesamte Gewebe, des Liedes, welches sie umgibt gelegt.
Ihre Gedanken kreisen dann direkt um jene Kreatur, wie sie aufgebaut ist, wie sie aussieht. Nach und nach bildet sich in ihren Gedanken die gesamte Form der Kreatur.
Einer Art übergroßen Fledermaus, mit Händen und Beinen.
Als sie die Kreatur dann vor sich, in ihren Gedanken erblickt, versucht sie jenes Bild vor sich zu projezieren. Nur langsam spürt sie selbst, wie sie das Lied um sich herum verzerrt. Und die Kreatur vor ihren Augen dann langsam an Form gewinnt. Völlig überraschend, passierte es dann und wie bei der Beschwörung der Magistra Lypsan, schlüpft jene Kreatur aus einem Loch, direkt auf den Stern in der Mitte des Bannkreises. Ein leises kickern hört sie, als die Kreatur sie direkt anblickt. Ihre Augen funkeln erfreut auf, das es ihr gelungen war. Die Kreatur wird sogleich neugierig gemustert. Als dann die kleinen Hände der Kreatur nach ihrem Kleid greifen und an jenem herumzupfen, schlägt sie jene zurück. Durch jene kleine Ablenkung aber verliert sie die Konzentration auf die Kreatur und so schnell wie die Kreatur erschienen war, war sie dann wieder verschwunden. Ein kleines fluchen entgleitet ihr in jenem Moment. Aber innerlich spürt sie deutlich das jene Beschwörung ihre eigene Kraft kostete. Also setzt sie sich an den Tisch um sich einige Notizen zu machen.

Flügelaffe :
Große Art einer Fledermaus
Hat Arme und Hände wie bei uns Menschen
Verkürzte Beine, kann damit aber sicher laufen
Normales Gesicht, Augen, Ohren und Augen
Sprache unspezifisch, eher nur Lauttöne
Angrifflustig, wollte mein schönes Kleid zerreißen


Als sie mit jenen Notizen dann fertig war, stand sie erneut auf um das Ritual ein zweites Mal durchzuführen.
Wie so oft an jenem Tag, machte sie sich nach den fehlerhaften Beschwörungen ihre Notizen. Jene fasste sie dann zu einem Bericht zusammen.


Wissen und Weisheit Magistra Lypsan,

Hier die geforderten Studienunterlagen bezüglich der Beschwörung eines Flügelaffen.
Begonnen wurde mit dem Zeichnen des Pentagrammes.
Der Stern, wie gelernt wurde mit einer Kreide auf dem Boden gezeichnet.
Darum wurde entgegen des Uhrzeigersinnes ein Bannkreis gezogen. Da jener in dieser Richtung wie gelernt stärker ist.
Danach begann ich in die andere Sphäre einzudringen und mich auf die Suche nach einem solchen Wesen zu begeben.
Nach kurzer Zeit fand ich ein solches Wesen und zwang es daraufhin auch in die unsere Welt.
Direkt der erste Versuch gelang, aber als die Kreatur mein Kleid zerreißen wollte, war ich zu sehr abgelenkt und es verschwand wieder.
Beim zweiten Versuch legte ich einen Putzlappen in den Kreis hinein und wollte die Kreatur dazu zwingen, den Boden aufzuwischen. Scheiterte daran das dadurch das Pentagramm zerstört wurde und ich abgelenkt erneut die Konzentration verlor.
Der Dritte Versuch, sollte zeigen ob ich jenes Wesen soweit lenken konnte, das es einige Gläser und Flaschen reinigen könnte. Da es sehr feingliedrige Hände aufweist, dafür sehr praktisch verwendbar. Aber nach einigen zerbrochenen Gläsern, habe ich den Versuch abgebrochen.

Flügelaffe:
Übergroße Fledermaus
Arme und Beine wie beim Menschen vorhanden
Normales Gesicht, mit Augen, Ohren und Mund
Sprache sehr unspezifisch und nicht verstehbar
Angriffslustig wenn man nicht aufpasst
Für die Hausreinigung unter Umständen geeignet, wenn besser unter Kontrolle
Sehr wenig Kraft in dem kleinen Körper
Keine magischen Kenntnisse des Wesens vorhanden

Abschließend sei zur Beschwörung zu sagen, das jene erfolgreich war, wenn auch nicht perfekt. Die Konzentration sollte weiter gesteigert werden.

Mit besten Grüssen



Scolarin Constance Catala von Dragenfurt
Alex Rijendahl

Beitrag von Alex Rijendahl »

Bis spät in die Nacht hinein brannte noch Licht in seinem kleinen Häuschen. Tief über ein Buch gebeugt, welches er sich aus der Bibliothek der Akademie ausgeliehen hatte. Brütend über theoretische Ausführungen zum Thema "Beschwören von Kreaturen" verbrachte er schon den halben Tag. Recht entnervt doch auch um einiges schlauer als zu vor beschloss er sich nun zur Ruhe zu begeben und am Tag darauf Discipulus Inos mit einigen Fragen zu löchern und hernach seinen
ersten Versuch zu starten. Entschlossen und aufgeregt legte er sich ins Bett, fand jedoch keinen Schlaf. Die Vorfreude wühlte ihn zu sehr auf. Kurz entschlossen ging er in den Verkaufsraum des Häuschens um dort den Tisch beiseite zu schieben. "Einmal üben kann ja nicht schaden," murmelte er leise, während er den Tisch zur Seite schob.
Rasch war ein Kohlestift zur hand und er zeichnete sein erstes Pentagramm auf den Fußboden des Raumes. Um die etwas krakeligen Linien zu korrigieren und zu begradigen versuchte er diese weg zuwischen was ehr dürftig gelang und ihm zum schimpfen und leise fluchen brachte. Nach dem sein Hemd reichlich geschwärzt war,
versuchte er es doch vorsichtig mit einer leicht äzenden Tinktur, die wohl dem Kohlestaub mehr zugetan war als dem Holz und diesen rasch auflöste, ehe er diese mit Wasser davon wusch. Soviel Schaden hatte der Boden auch nicht abbekommen.
Nun nahm er doch seinen Stab, welchen er von der Bruderschaft bekommen hatte, zur HIlfe, um ein Pentagram mit geraden Strichen gezeichnet zu bekommen. In der Mitte des Pentagramms klemmte er nun seinen Dolch in einer Fuge fest und band ein Stück Schnur um den Griff. An ihrem anderen Ende befestigte er den Kohlestift und zog so einen exakten Kreis im Gegenuhrzeigersinn um das Pentagramm.
Er betrachtete zufrieden das Ergebnis. Nun, da er es doch gut hinbekommen hatte, besiegte die Neugierde seine Zweifel und er stellte sich in die Mitte des Sterns und versuchte sich auf das Lied einzustimmen. Mit geschlossenen Augen atmete er einige Minuten lang tief und gleichmäßig ein und aus. Als er das mittlerweile schon etwas vertrautere und dennoch befremdliche Gefühl des Liedes in sich fand, öffnete er etwas müde die Augen und rief sich das Bild einer Spinne vor Augen. Ein kleines, pelziges Wesen mit vier Beinpaaren und großen Kieferzangen, stellte er sich vor. Sein Geist folgte den Harmonien des Liedes um so nach
der Spinne zu suchen, die er aus der anderen Sphäre herholen sollte. Lange hatte er nicht zu suchen, ehe er eine fand und begann mit seinem Geist an ihr zu zerren. Langsam öffnete sich ein kleines Loch vor ihm im Boden und er konnte tatsächlich ein Spinnenbein erahnen.
Mit einem unterdrückten Schrei der Begeisterung verließ ihn seine Konzentration und das Loch verschloss sich schneller als es gekommen war.
Durch diesen Versuch ermutigt, entschloss er sich spontan sofort einen zweiten zu unternehmen. Erneut stimmte er sich auf das Lied ein und ließ seinen Geist nach der Spinne suchen. Wieder griff er im Geiste nach ihr und zerrte sie in die diesseitige Welt wo sie jedoch nur kurz weilte.

Als Alex am nächsten morgen kalt und mit steifen Gliedern auf dem Boden innerhalb des Bannkreises erwachte, pochte ihm der Schädel und von dem zweiten Versucht wußte er nur noch dass er ihn
begonnen hatte.
Nach einigem Strecken und dehnen fühlte er sich fit genug für einen dritten Versuch. Den Stern vom Vortag wurde ausgebessert und ebenso der Bannkreis. Danach stimmte sich Alex abermals auf das Lied ein und griff nun zum dritten Male nach der Spinne. Er spürte, dass es ihm schon leichter fiel als beim ersten male. Langsam öffnete sich ein kleiner Spallt in der Mitte des
Sterns aus jenem kroch langsam ein kleines Spinnlein heraus und Alex versuchte diesem seinen Willen aufzudrängen. Ganz gelang dies nicht und so ließ er bewußt die Konzentration fallen,
worauf hin sich die Spinne in ihre Sphäre zurückzog.
Einen Tag später, unterhielt er sich dann mit Aram über seine Versuche und dieser gab ihm den Rat es mit Donarien zu versuchen, welche der Beschwörung mehr Kraft gäben.
Zuhause angekommen setzte er zu einem vierten Versuch an und diesmal gelang es ihm die Spinne zu holen und ihr seinen Willen aufzuprägen. Sie lief zweimal um den Bannkreis herum
und wurde dann wieder entlassen.
Den Rest des Tages verbrachte er damit, den Bericht an die Arcovenefica zu verfassen, nicht ohne Stolz.


Wissen und Weisheit Arcovenefica Lypsan,

in den letzten Tagen setzte ich mich mit der Beschwörung von Kreaturen auseinander. Mein Studienobjekt war eine Spinne, welche ich beschwören sollte. Auf dem beiliegenden Pergament habe ich meine Versuche und ihre Ergebnisse beschrieben.

Mit hochatungsvollem und freundlichem Gruße

Alex Rijendahl


Als grundlegende Vorbereitung der Beschwörung las ich mich in einem Buch in dieses Thema ein. Verständnissfragen versuchte ich mit der Hilfe anderer Bücher oder im Gespräch mit anderen Begabten auszuräumen.
Als diese Phase abgeschlossen war, plante ich einen ersten Versuch für den Morgen des nächsten Tages.
Da der Schlaf ausblieb, beschloss ich, in den Vorbereitungen fort zu fahren.
Der Verkaufsraum meiner Wohnung wurde frei geräumt und ich malte sorgfältig ein Pentagramm mit einem Kohlestift auf dem Boden. Mit Hilfe eines improvisierten Zirkels zog ich einen Bannkreis, gegenläufig zum Sinn der Uhr.
Hernach begab ich mich in den Kreis und stimmte mich durch Konzentration auf das Bild der Spinne und gleichmäßiges Atmen auf das Lied ein.
Nun versuchte ich meinen Geist in die andere Sphäre zu versetzen und suchte dort nach der Spinne, deren Bild ich vor Augen hatte. Ich fand sie recht schnell und zerrte an ihr. Auf dem Boden in mitten des Pentagramms begann sich eine Öffnung zu bilden. Aus dieser schien sich ein Spinnenbein heraus zu schieben. Ob der Überraschung verlor ich die Konzentration und die Spinne wurde in ihre Sphäre zurück gesaugt.
Sogleich unternahm ich noch einen weiteren Versuch, doch übermannte mich wohl die Erschöpfung und der Schlaf und ich erwachte am nächsten Morgen in mitten des Bannkreises auf dem Boden liegend.
Beim dritten Versuch gelang es, die Spinne ganz in unsere Welt zu reißen, doch scheiterte ich dabei, ihr meinen Willen aufzuzwingen.

Den vierten Versuch unternahm ich unter der zu HIlfenahme von Donarien, namentlich Spinnenseide. In dem ich versuchte ihre Struktur im Lied zu erkennen stellte ich eine Verbindung zu jenen her und suchte danach wieder nach der Spinne in der anderen Sphäre. Diesmal war der Versuch von Erfolg gekrönt, und mir gelang es die Spinne zweimal um das Pentagramm herum laufen zulassen, auf der Innenseite des Kreises, ehe ich sie entließ.

Für die Aufrechterhaltung der Konzentration scheinen mir ein klares Bild des Zieles, das ständige Voraugenhalten des Zieles, genügend Schlaf zuvor und Ruhe für unabdingbar.
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