Eisenwart erwache

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Khazkal Deslon
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Eisenwart erwache

Beitrag von Khazkal Deslon »

Khazkal öffnete leise die Tür zur Taverne und langsamen Schrittes ging er auf den Tisch zu, an dem die vermummte Gestalt saß. Er zog den Stuhl zurück und setzte sich.

"Ihr seid spät", sprach der Berobte daraufhin. Khazkal kommentierte dies mit einem sachten Schmunzeln. "Mag sein", sprach er.

Kurz berichtete Khazkal, was in der Schlacht um Berchgard von statten ging, und erklärte, das er durch eine Verletzung verhindert worden war.

Ein Mann hatte sich derzeit an die Theke gesetzt und schien das Gespräch zu verfolgen.
"Malachai, ich will neues Land erschliessen. Ich will fort von hier", meinte Khazkal. "Dazu werden wir vielen Mannen brauchen", erwiederte Malachai. Ein Nicken von Seiten Khazkals. "Doch dich will ich ganz sicher an meiner Seite wissen. Ich weis, das du nicht zu meinem Gott betest, aber du bist fähig.."

In diesem Moment ging die Tavernentüre auf und die Frau Korporal der Armee Rahals kam herein. Khazkals Mine verdüsterte sich, den er konnte sich fast denken , worauf sie aus war. Malachai trug eine Kaputze und eine Maske, um seine Identität zu wahren. Die Frau Korporal forderte ihn auf, sich der Kaputze und der Maske zu entledigen. "Runter damit", hieß es. Nach einigem Sträuben kam er ihrem Befehl nach. Daraufhin meinte Malachai knapp: "Wir sollten ein wenig Wandern gehen". Khazkal nickte bestätigend. Da war gleich die Frau Korporal zur Stelle und meinte, das ein Ausgeverbot bestehe.
Der Mann an der Theke erhob sich und schritt zum Tische heran. "Ihr spracht vorhin von etwas das mich interessiert... ihr erlaubt euch zu begleiten?", sprach er, nachdem er die beiden gemustert hatte. Auch Khazkal musterte ihn, und nickte daraufhin dann lediglich. "Folgt mir", sprach er. Sie verliessen die Taverne. "Wir verlassen trotzdem die Stadt, ich besteche die Torwächter", sprach Khazkal im Gehen. Am Tor gingen sie einfach an den Wachen vorbei , ein kleines Säckchen plumste zu Boden und von Khazkal ging ein sachtes Nicken aus. So gelang es ihnen, die Stadt trotzdem zu verlassen.
Sie gingen an den rahalischen Bauernhöfen vorbei bis zur Küste. Sie folgten Khazkal bis sie die Grenze des heiligen alatarischen Reiches überquert hatten. Kurz dahinter befand sich eine kleine , unscheinbare Hütte. "Wir sind da", meinte Khazkal.
Dort angekommen schilderte Khazkal noch einmal das Vorhaben und der Heiler stellte sich als Mikhail vor. Die Männer boten ihre Hilfe an, und Khazkal nahm sie an. So zog er für jeden der Männer einen Siegelring hervor. "Auf das unser Vorhaben gelinge! Möge unsere Saat gedeihen!", sprach Khazkal, und entliess die Männer. Bald schon würde sich das rendieren, was er all die Zeit zahlen musste...
Kajol Kalveron

Beitrag von Kajol Kalveron »

Am selben Abend schon muss es gewesen sein, so Kajol aufbrach, um eben jenen Manne aufzusuchen, welcher Mikhail den Siegelring gab, der nun seinen… nein, ihren Ringfinger zierte!
Nie waren sie, das Zwillingspärchen Mikhail und Kajol, je getrennt gewesen. Selbst ihre Eltern waren hierzu nicht in der Lage. So solle es auch keine Burgbesatzung tun.
Nachdem Mikhail, Heilkundiger zu Varuna, seiner Schwester von seinem Gespräche mit dem Herrn Deslon berichtete, wurde der jungen Kriegerin von Wort zu Wort klarer, dass eben besagter Herr sie ebenso aufnehmen müsse, oder Mikhail den Siegelring alsbald schon wieder ablegen würde.

So lies sie schon alsbald ihren, wenige Atemzüge älteren, Bruder in der Heilpraxis zurück, schwang sich auf ihren getreuen Karoon und preschte durch die Dunkelheit.
Besagtem Wege folgte sie und tatsächlich tat sich ein kleines Häuschen aus den Wäldern hervor. Belebt ward es, so ein wenig Licht aus dem Türspalte hervordrang und man leise Geräusche vernehmen mochte.
So lies band sie ihren Hengst an einen der dort befindlichen Pfosten und pochte an das Tor.
Durch einen kleinen, geöffneten Spalt schaute ein Mann hervor, welcher Kajol nach den knappen Worten „Men Bruder schickt mich“ hereinließ. Er wusste wohl, dass es sich im Mikhails Schwester handeln musste. Wahrlich auch unverkennbar, so ihre Augen ebenso grün und die Haare ebenso pechschwarz waren wie sie seinen.

Nicht lang dauerte das Gespräch, doch klar ward wohl, dass Khazkal und Kajol sich keiner fehlenden Sympathie ereiferten. Die nötige Menge Vertrauen ward der jungen Kriegerin gegeben, so sie mit eben dem Siegelring des Nachts nach Hause zurückkehrte, wie ihr Bruder es schon am Tage tat.

Vertrauen… Kajol ward sich sicher, dass es eher daran lag, dass Mikhail sich diesem Manne anschloss. Ihr Bruder wusste besser mit Menschen umzugehen als sie, so sie es lediglich verstand ihresgleichen mit dem Schwerte zu begegnen, nicht mich Höflichkeitsfloskeln…

Doch es sollte etwas werden… Die Burg…
Eisenwart…
Soldatin der Burg Eisenwart.

Soldatin…
Der Mundwinkel der jungen Schwertbegabten he sich leicht. Der Titel gefiel ihr und sie würde ihm alle Ehre machen.
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai tat es also nun. Er hat den ersten Schritt gewagt, seinem Ziele und den anderer näher zu kommen.
Er war lange über das Angebot nachdenkend. Sehr lange sogar. Die Unschlüssigkeit war ihm ins Gesicht geschrieben. Er wollte helfen, doch wollte er auch in Frieden leben. Beides zugleich ging nicht.
So entschied er sich. Nach dem Angriff auf Bajard wusste er, wo er zu stehen hatte und was er dafür tun musste.
Es dauerte nicht einen Tag, als er von Khazkal die Nachricht bekam und nur wenige Stunden später trafen sie sich.
Malachai zeigte abermals seine Entschlossenheit, den Weg zu betreten und Khazkal sah dies.
So konnte man sich langes Gerede sparen und selbst die Differenz mit der Wachdame aus Rahal verschwand wie eine Rauchschwade im Nebel.
Diese Stadt ist nichts für ihn, dass wusste er. Er gehörte woanders hin, etwas, was er schon bei seiner Ankunft gespürt hatte.
Erschrocken schien Malachai, wie schnell sich andere für jene Aufgaben interessierten und sich anschlossen, doch auch ihnen, allen voran der Heiler, waren ihre Entschlossenheit wie Loyalität und Brüderkeit im Gesicht geschrieben.
Nun würde es beginnen, ein neuer wie gefährlicher Abschnitt in Malachai´s Leben, ein Abschnitt, den er beschlossen hat zu gehen und gehen wird, selbst wenn es sein Leben kosten würde.
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Saldor Falkenau

Der Neubeginn

Beitrag von Saldor Falkenau »

*Langsam neigte sich die schon rötlich schimmernde Sonne gen Horizont, als Saldor im Wald nördlich von Bajard vor einem prasselnden Lagerfeuer sass. Er hatte gerade seinen Schlafsack vor der Feuerstelle ausgebreitet und legte nun etwas Rehfleisch an einem Spiess über das Feuer. Nachdenklich heftete sich sein Blick in die rot züngelnde Glut, wobei er es sich auf seinem Nachtlager gemütlich machte.*

Heute hatte er ihn also getroffen, Imperator Khazkal Deslon. Ein beeindruckender Mann, dessen entschlossene und selbstsichere Art keinen Zweifel daran liess, dass er seien Ziele auch erreichen würde. Jenes war es, was Saldor in seinem eigenen Leben vermisste. Seit er sich vom Königshaus und Temora vor so vielen Monden abgewandt hatte und Hass und Wut in seinem Herz eingezogen waren, wusste er nicht mehr recht, wohin er gehörte.

Jene Zeiten vor seiner Handelsreise, die er nach dem Austritt aus der königlichen Garde in Bajard zubrachte und in denen er sich Anghar Takgon zugewandt hatte, liessen ihn zu einem gemeinen Verbrecher werden. Ein ehrloser Entführer, der Unschuldige überfiel und damit das verlor, was ihm damals noch als einziges blieb: seine Ehre. Verzweifelt und verwirrt, zerrissen von seinem alten, temoratreuen Leben auf der einen, und dem lodernden Hass sowie der damit einhergehenden Erkenntnis auf der anderen Seite, verliess er die Insel.

Hierzu heuerte er auf dem Handelsschiff "Morgenstern" an und brachte drei Monate auf hoher See zu. Eine Zeit, in der er nachdenken konnte, sehr viel nachdenken sogar. Er war vom rechten Weg abgekommen und hatte den Weg der Untugend beschritten. Weshalb? Nicht etwa durch den Hass, der in ihm loderte, denn jener führte ihn zur Wahrheit, sondern durch jene Lügen der Vergangenheit, die immer noch in seinem Kopf herumspukten. Lügen von Tugenden Temoras, die keine wahren Tugenden waren, weil sie keiner lebte und leben konnte. Lügen von einem ehrenvollen Königshaus, das sich, stets nur Gutes im Sinne habend, sorgsam um seine Untertanen kümmerte. Alles Illusionen, um Menschen aus niederem Eigennutz zu manipulieren und zu beieinflussen. Jenes hatte ihn zur Genüge die Deinstzeit in der königlichen Garde gelehrt. Eine Garde, die sich selbst Mördern ihrer eigenen Kameraden anbiederte, nur um sich davon politische Vorteile zu verschaffen. Für dies standen die Gräber der gefallenen Gardisten in Berchgard nach dem Massaker in der alten Gardisterei. Doch den Verrat der Königin und des Grafen an jenen treuen Soldaten, die einst seine Kameraden waren, konnten nur wenige sehen. Zu sehr war ihr Blick durch die Lügen getrübt.

Wo waren denn damals die edlen und tugendhaften Ritter Temoras, als der Graf aus Angst vor Rahal den Entschluss fasste, jenen Hinrahs weiterhin in Berchgard sogar Rüstrecht zu erlauben, obwohl die Indizien klar für die Mordbeteiligung des Clans an dem Massaker sprachen? Wo waren denn diese noblen Lichtgestalten, als man die einzige überlebende Gardistin des Massakers, die ihre vorgesetzten Offiziere auf die Indizien hinwies, mundtot machte und sie aus der Garde warf? Einem Glauben folgen, dessen höchste Vertreter nichts weiter darstellen als korrupte, von Eigennutz geprägte und berechnende Lügner? Nein sicherlich nicht. Das war ihm damals auch schon in Bajard klar. Doch die Einflüsse des Luges und Truges seines vorhergehenden Lebens waren damals noch zu stark, als dass er die richtigen Schlüsse daraus hätte ziehen können. So verfiel er der Unehre und wurde ein Verbrecher.

Um wahrhaft tugendhaft zu sein, bedurfte es keiner Temora und keinem Königshaus, das stand für ihn nun fest. Ehre lag ganz woanders. Doch nichts desto trotz hatte er seine Ehre verloren, indem er einen unschuldigen Zivilisten entführt hatte. Auf die Frage, was also zu tun war, um seine Ehre wieder zurückzuerlangen, konnte es nur eine Antwort geben: Er muste wieder zurück an den Ort, an dem er jene verlor. Sodenn reiste er wieder nach Varuna zurück, mietete dort ein Haus und zeigte sich selbst beim Rat Varunas an. Sollten sie nur denken, er hätte den Weg zu Königreich und Temora wieder zurückgefunden. Jenes würde ihm genügend Zeit geben, den Mann, dem er damals Leid antat, wiederzufinden und seine Tat dem Opfer gegenüber zu büssen, um hiermit seine Ehre wieder herzustellen. Lügen gegenüber Lügnern waren sicherlich kein Unrecht. Und die wenigen, die er von damals noch kannte und schätzte, wie zum Beispiel Thancred, auch heute noch ein treuer Freund, dem er ebenso treu gegenüber stand, wussten wie er dachte, auch wenn er ihnen nicht alles erzählen konnte. Unglücklicher Weise verurteilte der Rat ihn zu Frondiensten im Kloster Temoras, sodass er erneut sich um jene Personen kümmern musste, deren Leben nichts weiter als eine Illusion darstellte. Doch der Gruss an Temora, den er entrichten musste, wenn er einem Templer begegnete, war nichts weiter mehr als eine leere Phrase. Er fühlte nichts mehr dabei. Lediglich ein Mittel zum Zweck der Maskerade jenen gegenüber, die die Wahrheit nicht sehen konnten oder wollten. Die Zeit würde vorübergehen und dann endlich wäre er frei zu tun, was er der Wahrheit lange schuldig geblieben war.

Das alles war Vergangenheit und am heutigen Tage in Bajard war er im Gespräche mit dem Imperator der möglichen Zukunft begegnet. Deslon, der ihm im Wirtshaus Bajards von seinem Bekannten Herrn Xartes vorgestellt wurde, hatte recht als er ihm riet, endlich eine Entscheidung zu treffen und die Konsequenzen aus jenem zu ziehen, was er dachte. Hierbei war er von der Ehrlichkeit und Offenheit des Imperators tief beeindruckt, der keinen Hehl aus seinem Glauben an Alatar und seinen Zielen machte. Ehrlichkeit, die er lange in seinem Leben vermisst hatte. Der Imperator wollte eine Gemeinschaft zueinander treu ergebener Recken, die unabhängig von Machteinflüssen anderer Reiche ihre eigenen Ziele im Schutze einer Trutzburg verfolgte. Nur sich selbst in Treue zueinander verbunden sehend. Hierbei war nach den Worten des Imperators Ehre keine Vorraussetzung sondern eine Selbstverständlichkeit.

Eine Gemeinschaft also, die Burg als Wahrzeichen und Bollwerk jenes Bundes von Ehrenmännern, ein Ziel. Das war es, wofür es sich zu leben lohnte. Das war es, wofür er sich einsetzen und streiten wollte. Endlich sah er den Platz, wohin er gehörte klar vor sich. Endlich nach so vielen Monden der Ungewissheit und des Umherirrens. Jedoch ein letztes Hindernis blieb noch, das Verrichten der Ratsstrafe im Kloster. Diese musste er noch hinter sich bringen, bis er seine ganze Kraft jener Gemeinschaft widmen konnte.

Sodenn versicherte er dem Imperator, dass er schnellstmöglich die Strafe im Kloster zuende bringen würde, um unabhängig von der Strafverfolgung Varunas sich ganz den bevorstehenden Anstrengungen des Burgbaus widmen zu können. "In einer Woche erwarte ich eure Nachricht" sagte der Imperatur verständnisvollen aber auch strengen Blickes. In einer Woche würde er sie bekommen, dann nämlich wird auch er ein Recke der Burg Eisenwart sein.
Kajol Kalveron

Beitrag von Kajol Kalveron »

Dunkel ward es schon und man mochte aus dem umliegenden Walde immer wieder die Laute der wilden Tiere, sowie das Schnauben und Wiehern der Pferde vernehmen.
Ansonsten… ward es ruhig.

Ruhig? Nun ja, Khazkal, Estin und Kajol saßen gemeinsam zu Tische, spielten Karten und tranken ein wenig. Mikhail ward bei einer Patientin, so suchte sich die junge Kriegerin eben eine andere Beschäftigung.
So ward es wohl typisch für einen solchen Abend auch zu einer gewissen Zeit eher sentimentaler zu werden. Und zu eben genau dieser Art gehört wohl die Vergangenheit. Vergangenes… Sentimentalität.
Nein, Kajol war froh die Vergangenheit hinter sich gebracht zu haben. Sie war froh nicht mehr in ihrem Elternhaus leben zu müssen um nun endlich dieses Versteckspiel aufzugeben.
Wahrlich hatte sie viel erlebt und erlernt… So kam es auch dazu, dass Kajol von ihrem Vater, dem Hauptmann der dortigen Stadtwache, berichtete. Generationen der Familie Kalveron besetzten diesen Posten und so sollte es auch Mikhails und Kajols Generation tun. Doch die Hoffnung, welche in den Sohn der Familie gesteckt wurde, zeigte sich schnell als verblasst, nachdem jener doch den Umgang mit der Waffe eher mied und sich um Kräuter und andere Dinge der Heilkunde sorgte.
Lange versuchte man Mikhail doch zu überreden die nachfolge seines Vaters anzutreten… Die kleine Kajol saß oft daneben, mit ihren Stöcken und Spielzeugwaffen ihres Bruders spielend. Geschickt ward sie, dass konnte selbst ihr Vater nicht leugnen. Und so kam der Tag, an dem Kajol es sein sollte, die in die Stadtwache aufgenommen wurde, um zu lernen, was ein Hauptmann haben muss: Führungsqualität, Durchsetzungsvermögen, Charme. Charme? Ja… Denn ein Mensch mit Charme ward es schon immer, der die meisten Menschen hinter sich hatte.
Und Kajol lernte all dies, sie ward es, die Hoffnung ihres Vaters. Und wahrlich, auch Mikhail reifte zu einem gelehrten Heilkundigen heran, welcher ebenso der Stolz der Familie ward.

Bis zu jenem Abend…

Kajol brach nun ab. Es hatte keinen etwas anzugehen was in jener Nacht geschah, doch sie wusste dass ihr diese Ausbildung eines Tages etwas zuspielen würde. Und wahrlich, Estin, Hauptmann der Burg, sowie Khazkal, Imperator Eisenwarts, wussten diesen Fakt zu würdigen.

So Kajol im Bezug auf die Soldaten der Burg vorschlug, deren Ausbildung zu übernehmen, mochte dank der vorangegangenen Worte kaum ein Einwand möglich sein. Und wahrlich, Khazkal und Estin willigten der jungen Soldatin ein, sich dieser Aufgabe zu bemächtigen.


Diese Aufgabe… War es die Aufgabe einer Soldatin? Nun, sollte es doch die des Hauptmannes sein, oder die eines Offiziers!
Offizier. Kaum mochte Kajol an ihr altes Wissen appellieren, mochte Estin schon mit seinem Bruder sprechen. Ein Wort traf das nächste und Kajol mochte wohl eher unbewusst ihre feine Braue heben. Offizier?
Estin blickte ruhig zu der schwarzhaarigen und teilte ihr doch tatsächlich mit, dass er sie zu seiner Offizieren machen wolle. Ihre Fertigkeiten und ihre Ausbildung mochten der Burg wahrlich von großem Nutzen sein. Selbst Khazkal ward hiervon überzeugt.

Offizier…
Warum nicht? So sie schon nicht Hauptmann der Stadtwache sein konnte, so sollte doch ihre Ausbildung nicht umsonst gewesen sein.

Kajol Kalveron, 1. Offizierin der Burg Eisenwart
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Khazkal Deslon
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Khazkal Deslon »

Khazkal schlug die Augen auf und blinzelte in helles Fackellicht. Erst wusste er nicht recht wo er sich aufhielt, doch dann schoss es ihm wieder in den Sinn. In der Krypta nahe Rahal war er jagen gewesen und ein geschleuderter Stein hatte ihn zu Boden gehen lassen. Nun blickte er in die Gesichter von Rayrrack und Tugor. Rayrrack half ihm auf, doch daraufhin wurde ihm erklärt , er sei in Rahal gesucht. Sie forderten ihn auf, sich umzudrehen und die Hände auf den Rücken zu legen. Kurz darauf wurde er gefesselt und ihm gesagt, er sei ein Ketzer. Quer durch die Höhle trieb man ihn, nach Rahal und hindurch bis zum städtischen Gefängniss. Recht grob behandelte man ihn, was Khazkal verwunderte, schallt er sich doch einen Verbündeten. Da warf man ihn schon in die Zelle hinein und schlug die Tür zu..
Kajol Kalveron

Beitrag von Kajol Kalveron »

Es war lachhaft! Khazkal wurde festgenommen und befand sich im Kerker?

Sogleich ritt Kajol gen Rahaler Miene, wo sie von Taskia einige unauffällige Kleidungsstücke erhielt. So mochte sie auch ihren Ring ablegen und ebenso ihre Haare zu einem Zopfe flechten. Wahrlich, so kannte man Kajol wirklich nicht!

Ohne jemanden Bescheid zu geben, wanderte die junge Kriegerin gen Rahal. Nicht lange dauerte es, bis sie einen Gardisten antraf, der sie auch sogleich gen Gardequartier führte. Dort stand auch schon ein junger Herr. Der Bengel von der Krypta… Jener, welcher Khazkal, ihren Burgherren der Lüge bezichtigte… Dem sie schwor ihm etwas anzutun, sollte er sich so respektlos verhalten.
Dieser Feigling…
So stellte sich Kajol den Fragen des Hauptmannes. Fragen sie doch gleich, ob der gefangene ein bekannter sei. Sie merkten die dreisten Lügen aus ihrem Munde wohl nicht. Fragen sie ja nicht mal nach ihrem Namen. Amateure…
Nach und nach tischte sie den Herren weitere Dinge auf, so mochte sie an der Ehre, dem Glauben und er Intelligenz des Schuldigers kratzen. Der Wunde Punkt… Hatte sie dem Herrn vor seines Vorgesetzten Augen einen Feigling genannt und geschickt begründet, muss er wahrlich gedacht haben, einer zu sein.

Ihre Worte müssen wohl gewählt gewesen sein, ihr vorgeheuchelter Glaube muss wahrlich glaubhaft gewesen sein… Und ihre Auslegungen, sowie falschen Tatsachen, welche sie zu Zeugnis gab, müssen die Herren überzeugt haben, so sie wahrlich ohne Strafe hinfort kam.
Seien doch Eisenwart ein möglicher verbündeter, welchen Rahal in seiner Lage kaum ausschlagen könnte!
Müsste doch der Gardist um dies wissen und ward es wahrlich unglücklich, diesen möglichen verbündeten solch Dinge zu bezichtigen! Ward es doch Kajols Pflicht, diesem möglichen verbündeten beizustehen und den Gardisten in die Schranken zu weisen.
Hohn... Heuchelei…

Hatte ihre Ausbildung doch nicht nur kämpferische Seiten in Kajol hervorgerufen, lernte sie doch auch Gespräche von solch Rang zu führen. So erlangte sie tatsächlich, im Austausch einer Entschuldigung aus ihrem Munde, dass ihr Burgherr aus dem Kerker entlassen wurde, dieser dazu eine Entschuldigung aus dem Munde des Gardisten erhielt.

Kajol… unerkannt als 1. Offizierin Eisenwarts, unerkannt ihres Namens…

Ihr geschah… nichts.
Hendak

Beitrag von Hendak »

Eigentlich irrte Hendak an diesem Tage lediglich ziellos durch Bajard. Aufgrund seines leeren Goldbeutels war es auch schon einen geraume Weile her das er für die Nacht ein festes Dach über dem Kopf und ein gut zubereitetes Mal in einem Gasthaus hatte. Er musste unbedingt einen Weg finden Gold zu verdienen. Plötzlich wurde er auf diese Frau aufmerksam welche vor dem Trainingsgebäude stand und dort ihr Pferd streichelte. Sie war in eine Lederrüstung gehüllt und trug ihr Schwert in einer Scheide. Hendak kam der Gedanke das sie womöglich ein Soldat oder Söldner ist und sprach sie daraufhin an. Es stellte sich heraus das sie Offizierin und Diplomatin der Burg Eisenwart ist. Nun, als Hendak versuchte ihr zu erläutern das er gerne bei der Burg Eisenwart anheuern würde kam doch tatsächlich dieser freche Kerl dazwischen und mischte sich in das Gespräch ein. Soltan hiesse er und fragte ob Burg Eisenwart einen Schwertarm gebrauchen könne. Der hatte vielleicht Nerven Hendak einfach so sein Rekrutierungsgespräch zu stehlen. Nichtsdestotrotz kam Kajol, so war der Name der Offizierin, zu dem Schluss das sie ihren Vorgesetzten in Kenntnis setzen wird und das Soltan und Hendak bald Nachricht ob ihres Anliegens erhalten werden. Man verabschiedete sich und ging anschliessend getrennter Wege. Hendaks knurrender Magen überzeugte ihn davon nun noch in den Wald zu gehen und mit seinem Bogen für einen leckeren Hasenbraten zu sorgen.
Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Langsam ging die Sonne unter und Inara saß am Fenster ihres kleinen Bauernhauses auf Lameriast und blickte zum Meer. Gedanken kreisten immer wieder in ihrem Kopf.
Sie hatte heute etwas getan, was sie niemandem wünscht, je tun zu müssen. Sie hatte ihren nur wenige Tage alten Sohn zu Grabe getragen. Der Schmerz war schier unerträglich und zerriss ihr das Herz in jeder Sekunde. Und doch saß sie ruhig hier und ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit und neuer Hoffnung machte sich in ihr breit.
Die letzten Wochen hatte sich so viel geändert in ihrem Leben.
Noch vor einem Mond war sie fast zerbrochen. Ihr liebster Malon wurde vor ihren Augen von seinem Vater, Kelos Amarth erstochen, weil er sie liebte, eine einfache Magd! So etwas war undenklich in seinem Weltbild. Sie war einfach nicht von Stand. Ihr gemeinsamer Sohn Manus wurde von Kelos umgebracht, nachdem er sie bewusstlos schlug. Sie konnte nur noch fliehen, bevor er sie auch noch umbrachte. Und sie wollte so weit weg wie nur irgend möglich, einfach nur vor der Vergangenheit fliehen und von vorn anfangen.
Aber auch hier holte sie die Vergangenheit ein. Doch jetzt hatte sie eine Familie, eine Gemeinschaft, die sie stützte. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wurde sie wieder behandelt wie ein gleichwertiger Mensch, nicht wie ein Geschöpf das noch weniger wert war als ein Hund. Und dabei hatte das alles so harmlos angefangen. Sie schmunzelte. Die Wege des Schicksals sind wirklich sonderbar.
Sie war nach Lameriast gekommen, damit sie ein Ziel vor Augen hatte. Hier wurden gerade die Ländereien neu verpachtet und sie streifte eine Zeit lang um die Häuser und sah sie sich an. Eines Tages, dachte sie damals, möchte ich auch einmal einen so schönen Hof haben. Dieser Gedanke war ihr genug und so wollte sie wieder nach Gerimor fahren, wo sie eine Stelle als Magd suchte. Doch das Schicksal wollte es wohl anders. Als sie das Schiff besteigen wollte, verhedderte sich ihr Fuss in einem herumliegenden Seil und sie fiel vornüber der länge nach die Planke hinab und landete mit der Nase auf dem Schiff. Sie rechnete eigentlich damit, dass die nahe stehende Gruppe von Leuten in schallendes Gelächter ausbrach, doch stattdessen kamen sie zu ihr und versorgten ihr aufgeschürftes Knie. So viel Hilfsbereitschaft ihr gegenüber, einer Fremden gegenüber, kannte sie bis dahin nicht und so kam man ins Gespräch. Khazkal und Taskia waren es schliesslich, die ihr das Angebot machten, für die Burg als Bäuerin zu arbeiten und in deren Namen einen Hof zu bestellen. Dafür hätte sie wahrlich alles getan….ein eigener Hof!
Doch sie bekam so viel mehr von ihnen! Geborgenheit, Schutz, Freundschaft, Kammeradschaft und dann war da noch ER…..
Ihre Gedanken kreisten schon seit Tagen immer wieder um ihn. Sie hatten so vieles Gemeinsam. Er war der einzige, der sie wirklich verstehen konnte und in seiner Nähe konnte sie alles vergessen, denn sie wusste, hier war sie sicher vor allem Übel.
Nein, niemals würde sie dies alles verraten oder verlassen. Sicher, sie war nur eine Bäuerin, aber so es in ihrer Möglichkeit stand, würde auch sie die Gemeinschaft der Burg bis aufs letzte Verteidigen, denn das war nun ihre Familie.
Armoran Mares

Beitrag von Armoran Mares »

Wie in den letzten Tagen auch, brannte die Sonne zur Mittagsstunde am stärksten. Die Wiesen die der prallen Sonne ausgesetzt waren ähnelten den ausgetrockneten Dürren der Wüste. Eine leichte priese Wind erleichterte jedoch dieses unerträgliche Wetter. Im Schatten einer großen Eiche saß Armoran auf einer grob geschreinerten Bank, aus einem Tiermagen, gefüllt mit kaltem Bachwasser trank er. Sein Blick war leer.. fast ausdruckslos, die Schweißperlen auf der Stirn würden dem ganzen Anschein den glauben geben das er todkrank wäre, er dachte jedoch nur nach.

Vor gar nicht all zu langer Zeit, das Gespräch mit dem Heiler Mikhail. Seitdem hatte er sich oft darüber Gedanken gemacht was er weiter tun sollte. Bisher ging er jedoch nicht dem nach was ihm vorgeschlagen wurde, sich an den Burgherren Khazkal Deslon zu wenden.
Nun war er jedoch zur endgültigen Entscheidung gekommen und ließ einen jungen Boten für sich schreiben.

Sehr geehrter Lord Deslon,

ich hörte von eurem vorhaben und das ihr starke und geübte Krieger in euren Reihen sucht. Sicher fragt ihr euch aber, wie ich ein so unbedeutender Krieger diese Frechheit besitze um diesen Brief zukommen zulassen. Ein Heiler namens Mikhail sprach mich an, er trug mir den Vorschlag bei mich bei euch zu melden. Kameradschaft kennen zulernen, Unterkunft und Ernährung zu besitzen, für einen Grund in den Kampf zu ziehen und viel dazuzulernen. Somit bitte ich euch um eine Audienz um euch die Möglichkeit zu geben, ein Bild über mich zu machen. Auf welche Zustimmung ich euch mein Ehrenwort geben werde, für euch in den Tot zu gehen. Gebt den Boten über eure Entscheidung bescheid.

Hochachtungsvoll

Armoran Mares.


So der Brief sauber geschlossen wurde, schickte Armoran den Jungen sofort los, nachdem er ihm einige Goldstücke in die Hand drückte.
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Khazkal Deslon
Beiträge: 75
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Khazkal Deslon »

Khazkal war gerade auf der Baustelle beschäftigt, um die letzten wichtigen Instruktionen zu geben, als der Bote über die Ebene eilte. Als er nach kurzer Zeit das unfertige Bollwerk erreicht hatte verneigte er sich und überreichte das Schreiben. Einige Goldmünzen gab er dem Mann.

"Warte noch, bevor du gehst" , sprach er, während er die Botschaft öffnete.

Sein Blick flog über die Zeilen und seine Brauen zogen sich zusammen.

"mhhmm" , machte er und ging in das Gebäude. Er setzte sich an einen Tisch und zog Feder und Pergament hervor. Kurz darauf setzte er ein Schreiben auf.


Alatar mit euch Armoran,

Ich habe euer Gesuch zur Kentniss genommen und gewähre euch eine Audienz. Ihr dürft mich am morgigen Tage, dem 18. Cirmiasum An der Baustelle der Burg Eisenwart aufsuchen und mich überzeugen.

Der Mauer Schutz mit euch.


Khazkal Deslon
Burgherr der Burg Eisenwart
Sana D´elrah

Beitrag von Sana D´elrah »

Kaum ein Mondumlauf war vorbei in Alathair, sie war noch recht neu und doch kannte sie sich schon gut aus. Sie wusste wo es sicher war, wusste wo sie fand was sie brauchte.
Die erstige Ablehnung gegenueber den menschen verrauchte recht schnell, freundlichkeit schien hier gang und gebe.
Trotzdem wollte sie sich nicht so recht jemandem oeffnen. Mit einer Ausnahme.. einem Mann verriet sie ihren Namen, was sie eigentlich nicht vorhatte.
Sie hoerte fast schon interessiert zu wie er ihr von der Burg erzaehlte, von den Menschen die wie eine Familie zusammen lebten. familie.. niemals hatte sie sowas gehabt. er wollte es ihr geben und ihr helfen.
Gut und schoen sie koennte weiterhin leben wie zuvor auch, doch wuerde er sie als seine Untergebene sehen. Insgeheim war sie es nicht, sie war weiterhin wie frueher.
Und helfen lassen..sie brauchte keine Hilfe, Gefuehle konnten truegen das hatte sie in der letzten zeit des oefteren gespührt.
Sie wuerde sehen wie sich alles entwickelt..sie wuerde es sehen.
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