Es stürmte und Malachai´s Kleidung durchnässte ihn. Er wollte jene Nacht wieder im freien nächtigen, doch konnte er jenes jetzt wohl vergessen.
Die Taverne war zu ungemütlich für ihn. Nicht das er etwas besseres erwartet, nein im Gegenteil, war es zuvile ungewohnter Luxos. Er war es nicht gewohnt, in einem Bette zu schlafen, in einem warmen Raum welcher trocken ist. Er versuchte es bei seiner Ankunft, doch er fand keinen schlaf.
So nächtigte er die meiste Zeit im Walde, gut gehütet zwischen den Bäumen, an besonders warmen Tagen auch auf den Bäumen, bei dicken Ästern, konnte er sich gewiss sein, dass die Vögel ihn am morgen weckten.
Doch heute war der Sturm zu stark. Schon nach wenigen Metern merkte er, wie seine Kleidung sich an seinen Körper drückte und der nasskalte Regen sich an seine Haut schmiegte und glitt.
Er musste seine Alternative heute nutzen. Der Laderaum eines Schiffes, jenen Schiffes, welches ihn hierher brachte.
Der Kapitän bot es ihn vor langer Zeit schon an und hier und da nutzte er auch diese Gelegenheit. Selbst wenn der Boden hart und der Raum kalt war, er war zumindest trocken.
So rannte er schnell durch Bajrd, die Kaputze tief ins Gesicht gezogen und kaum merklich erkennbar, wohin er rannte.
Geradeaus, dann um die Ecke an der Bank vorbei, rechts und weiter geradeaus am matschigen Wege bis zu dem spüren von Holzbalken unter seinen Füßen, dann war er am Hafen.
Er sah das Schiff und der Kapitän stand schon mit einer Laterne da.
Er rief, dass er gewusst habe, Malachai würde bei jenem Wetter sein Angebot abermals annehmen und erklärte, er habe schon alles vorbereitet.
Malachai lächelte und bestieg das Schiff. Eine Danksagende Geste und er verschwund unter Deck.
Es lagen einige Decken neben den Kisten, eine Öllampe die Wärme spendete und etwas Heu. Besser hätte er es nicht haben können.
Nach kurzer Zeit kam der Schiffskoch mit einem Teller weniger Speißen und gab jenen auf Anordnung des Kaiptäns Malachai.
Gut genährt und langsam trocken bestieg Malachai sein geschustertes Bett auf dem doch harten Boden. Es war kein Himmelsbett, doch war es genau so, wie er es gewohnt war.
Man hörte noch einiges Donnern am Himmel und sah die Blitze durch die Bullaugen, dennoch viel er recht schnell in einen schlaf.
Er träumte, wie er auf einem Schwarzen Mustang am Buck des Schiffes stehen würde. Doch es war ein anderes Schiff. Es war ebenso Schwarz bemalt und viel größer. Auch schien es kein Transporter zu sein, sondern eher eine Galeere.
Er stand dort und blickte nach vorn. Land näherte sich und er erkannte jenen Hafen auf den sie zusteuerten.
Sie waren auf den Weg in seine alte Heimat.
Es dauerte nicht lange, da erreichten sie den Hafen und Malachai verliess das Schiff über die Planke immer noch auf seinem Ross reitend.
Er kam an einigen Spiegeln vorbei, welche aufgeladen werden mussten und da erkannte er sich selbst.
Er trug eine Schwarze Rüstung wie einen Schwarzen Umhang, seine Haut wirkte 20-30 Jahre älter und seine Haare hatten weiße und graue stellen angenommen.
In seinem Gesicht verbarg sich eine weitere Narbe waagerecht auf seiner linken Wange.
Er war alt geworden, doch merkte er in jenem nichts.
Er ritt los, das Pferd war kräftig und jung und lief wie der Wind. Es dauerte nur wenige Zeit, als Malachai in der ferne den Hof sah, welcher ihn für kurze Zeit ein Heim war. Das Pferd trabbte nun, Malachai konnte sein Glück nicht fassen. Er kam näher, immer näher, er sah den Hof und...rauch. Es schien dort zu brennen. Wieder gab er spurt und immer näher zeichnete sich ein schreckliches Bild.
Der Hof brannte nieder, in einem riesigen Flammeninferno brannte alles ab. Doch jenes schon erschreckende Bild liess Malachai nicht so erstarren, wie das, was er daneben sah: Einen Galgen.
Es standen 2 Personen um ihn und eine Person hing an jenem.
Stephanie´s Vater erkannte ihn, er rannte auf ihn los und stürzte ihn vorm Pferd, ehe er auf ihn einschlug. Seine Frau rannte hinterher und zog ihn weg, Malachai verstand garnichts und erst jetzt erkannte er den toten Körper Stephanies am Galgen hängend.
Er schrie, zog sein Schwert und rannte zum Galgen. Er schnitt in einem Sprung das Seil ab und fing sie auf. Seine Knie sackten dabei zusammen und er viel mit ihr auf den Boden.
Er hielt sie fest, tränen krochen seinen Wangen herunter und er schrie, er schrie solaut wie er es nie vermocht war zu schreien. Er weinte und flehte, dass es nicht wahr sein kann.
Der Vater trat näher, in seinem Gesicht lagen Trauer und Zorn und ehe Malachai fragen konnte, brüllte er ihn an. Er sagte, er habe sein Versprechen der Rückkehr gebrochen und er ist Schuld an ihrem Tode.
Malachai versuchte zu reden, doch sein Mund war taub. Weiter beschimpfte der Vater ihn und die Mutter trat näher. Sie hatte eine Fackel in der Hand, plötzlich war es Nacht und sie zeigte mit jener auf Malachai.
Stephanies Leiche war verschwunden, stattdessen hielt er eine andere Leiche im Arm: Die von Fiona.
Ehe er sich umschauen konnte, schmiss die Mutter die Fackel auf Malachai und...
Da stand er also wieder: sein Stiefbruder.
Er war auch gealtert, doch lachte er ihn immer noch verschämt an.
Mit leiser Stimme sprach er, sie würde sterben, alle würden sterben, die Malachai lieb seien, er selbst würde dafür Sorge tragen, dass jeder stirbt.
Malachai ´s Wut stieg in ihm auf. Jene Wut, die er Empfand, als er seinen Ziehvater ermordete. Jene Wut, die er empfindet, wenn jemand einer geliebten Person etwas antun will oder angetan hat.
Sein Stiefbruder redete weiter, seine Stimme schien wie ein Echo von allen Seiten zu kommen, es machte ihn Wahnsinnig, dies zu hören, Malachai schrie, er solle die Klappe halten, doch die Worte drangen von allen Seiten weiter auf ihn ein.
Ehe er sich überhaupt kontrollieren konnte, zog Malachai sein Schwert und
stürmte auf seinen Stiefbruder los. Er sprang, es schien als springe er bis zu 10 Metern hoch und began einen Sturzflug auf den verhassten. Er wich aus und zog ebenso sein Schwert, er griff ihn an und Malachai blockte ab. Sie standen sich gegenüber, Malachai trat zu und sein Stiefbruder viel zurück, stand aber sofort wieder auf. Malachai holte aus und schlug kräftig zu, sein Stiefbruder parrierte und startete einige Konter. Malachai wurde zurück gedrängt, er ging Schritt für Schritt und hatte Probleme angesichts der vielen Schläge das Gleichgewicht zu halten. Doch er musste aushalten und auf den richtigen Moment warten, ehe er parrierte und kontern konnte.
Da war er, sein Stiefbruder holte aus, zu weit und so gab er ihn die benötigte Sekunde. Malachai stoßte ihn weg, er fiel abermals und er startete gleich einen Konter, doch ehe er das schaffte, schlitzte Malachai sein Bein auf. Er schrie, doch dann lachte er. Er lachte aus vollem Herzen, das spürte Malachai und sein Zorn stieg. Er schlug zu, sein Stiefbruder rollte zur Seite und wich aus, stand auf und nahm sein Schwert. Er rannte trotz seiner Wunde auf Malachai, schlug zu und Malachai parrierte abermals. Dann blockte er und began seinen Gegenangriff. Er schlug schnell, schneller als er es je konnte. So schnell wie ein Blitz in alle Seiten. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren, er schlug einfach zu, als ob das Schwert für ihn kämpfen würde und dann, in einem Umsichtigen Moment schlug er seines Gegners Schwert aus der Hand und stack zu: mitten durch das Herz seines Stiefbruders.
Das lachen war verschwunden, sein Stiefbruder viel und starb. Malachai kniete sich hin, schaute ins Gesicht seines Bruder als plötzlich...Malachai erwachte mit einem Schrecken. Trotz der Kälte lief ihm warmer Schweiß über die Stirn und den Rücken.
Es war ein Traum, ein Alptraum dachte er sich. Es ist nicht wahr.
Er blickte sich um, es war alls so wie vorher, doch als er nach seinem Schwerte tastete, bemerkte er, dass es in eine Kiste eingestochen war.
Hat er im Schlafe nach seinem Schwert gegriffen?
Malachai zog es hinaus und begutachtete es, dann schüttelte er den Kopf und legte es auf eine andere Kiste.
Er ging über Deck, der Sturm hat sich gelegt, an das Heck und spähte auf das Meer.
Er weiss, er wird zurück kommen.
Ein (Alp)traum...
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Ein (Alp)traum...
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