Vincit qui se vincit - die Geschichte des Alec Valmanay

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Alec Valmanay-Vvolfenrath
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Vincit qui se vincit - die Geschichte des Alec Valmanay

Beitrag von Alec Valmanay-Vvolfenrath »

"Mein Mentor sagte mir einst, dass nur naive und verliebte Menschen Tagebücher führen, niemals jedoch Kaufleute. Ausser sie seien ehrlich. Mit Tagebüchern wurden schon derart viele Verbrechen aufgedeckt, dass es schon fast an Sarkasmus der schwärzesten Art grenzt, sie doch weiterhin noch zu führen. Und doch sitze ich hier, sehe der sterbenden Sonne auf ihrem Weg in die Nacht zu und werde poetisch.
Verdammt.
Wo ist mein Tagebuch?"



Kapitel 1
  • Reminisco - Tempus facit aerumnas leves.
    Erinnerungen - Die Zeit lindert den Kummer.
Es ist glücklicherweise sehr selten, dass man in seinem Leben an einem Scheideweg steht, da mit diesem meistenfalls schwere Entscheidungen einher gehen. Entscheidungen, die man oftmals nicht mehr rückgängig machen kann oder die man gar nicht erst treffen will, aber muss. Dinge, von denen man sich trennen muss, egal, ob gewollt oder nicht. Und in manchen Fällen auch Menschen. Auf die eine oder andere Art.

Mittlerweile sind zwei Monate ins Land gegangen seit Alec seine ersten Schritte auf Gerimor setzte und so mit seinem vorherigen Leben abschliessen und mit seinem neuen beginnen wollte. Jedoch war dies nicht so einfach zu behaupten, da er weder mit seinem vorherigen Leben abschließen noch mit seinem neuen so richtig beginnen konnte, da sich hinter seiner Reise noch viel mehr verbergen würde, als er zu diesem Zeitpunkt ahnen konnte.

Es begab sich an jenem schicksalsträchtigen 27. Ashatar, als der junge Mann sich Abends auf der Landstraße vor Bajard aufhielt um noch die letzten Ausläufer des Sommers zu genießen, als ein Aushängebrett seine Aufmerksamkeit einfing. Nicht etwa wegen des Aussehens, oh nein, es war eine ganz normale Aushängetafel aus wettergegerbtem Holz, einem kleinen bemoosten Dach über der Aushängetafel und einer robusten Laterne an der Seite, dass man auch des Nachts noch lesen konnte, was denn dort so alles hing und stünde. Alles in allem also eine solide Arbeit, um die sich der geneigte Leser nun aber nicht weiter kümmern muss, da der entscheidende Punkt vielmehr an der Aushängetafel hing: Eine kleine, in fantasievollem Türkis geschriebene Ausschreibung mit einem ebenso gefärbtem Siegel.

Es handelte sich in diesem Fall um die Ausschreibung des Kelpie-Handelshauses zu Adoran, welches zu diesem Zeitpunkt einen "Diplomaten" suchte. Dem Zustand des Aushanges zu urteilen, hing er schon einige Tage dort, es war also gut möglich, dass jemand sich diese Stelle bereits unter den Nagel gerissen hatte. Für einen kurzem Moment wollte er den Aushang bereits vergessen, als er sich erinnerte, dass jene, die aufgeben, bereits verloren haben und so sah er sich um und als die trügerische Abendsonne ihn wissen liess, dass ihn wirklich niemand beobachtete, riss er den Aushang kurzerhand ab und ging zurück in die Herberge in Bajard. Natürlich hingen noch dutzende andere Aushänge dieser Art im Reiche Alumenas, aber dieser, dieser eine, war seiner!

Noch am selben Abend verliess ein Schreiben mit der Kutsche die Siedlung in Richtung Adoran - natürlich befand sich das Schreiben in einer Posttasche, da Briefe nicht dafür bekannt sind, eigenständig mit der Kutsche zu reisen - und sollte die Zukunft von Alec Valmanay deutlich beeinflussen...
Zuletzt geändert von Alec Valmanay-Vvolfenrath am Mittwoch 18. Oktober 2017, 22:43, insgesamt 1-mal geändert.
Gerüchte glaubt man nicht. Man streut sie für die, die sie glauben.
- P. P.
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