grün, klobig, alt, zerkratzt und hässlich...

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Ignaz Nefario Milan
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grün, klobig, alt, zerkratzt und hässlich...

Beitrag von Ignaz Nefario Milan »


grün, klobig, alt, zerkratzt und hässlich

Stabquest Ignatius Milan
"grün, klobig, alt, zerkratzt und hässlich..."

"...was will ich mit dir überhaupt? Du bist unförmig, hast einen unästhetischen Gnubbel auf dem Kopf und..."


Er nähert sich arglos der Ominösen Kugel, die ihm dreckig vor den Augen ruht, um daran zu schnüffeln.
Doch sofort bereut er
diese undurchdachte Tat und zieht gerümpfter Nase und angewiderten Blickes den
Kopf ausschnaufend nach hinten
weg.

"...und du müffelst! Du siehst aus wie ein Etwas, das man einmal irgendwo gefunden und jahrzehntelang
einem sentimentalen Wert zum Opfer mit sich herum geschleppt hat nur um dann verloren zu gehen,
zwei Jahrhunderte lang in Schlamm und anderem Dreck vor sich hin zu rosten, zu schimmeln und nun
kurz vor dem Auseinanderfallen einem armen Magier in die Hand gedrückt zu werden, der sich jetzt
um dich kümmern muss um das Unrettbare vor dem Unvermeidbaren zu bewahren.
"

Der Blick des frischen Magiers ruht im höchsten Maße zweifelnd auf seinem Artefakt, einem Gegenstand
welcher so gar nicht zu ihm passt. Weder spiegelt er sein stets penibel ja vorbildlich zwanghaft gepflegtes
und zurechtgemachtes Äußeres wieder noch kann er irgendeinen Vorteil aus der konzentrationsauffrischenden
Eigenschaft ziehen, da er bereits etwas ebenbürtiges besitzt.

Einer der Gründe, warum Ignatius das unbrauchbare Relikt wohl permanent in irgendeiner staubigen Ecke
und fern jedweder Beachtung herumstehen lässt ist, dass er schon seit langer Zeit seinen Kristallstab des
Feuers als Gefährten für magische Belange entdeckt und als nützliches wie auch etwas hermachendes
Werkzeug für sich und seine Zwecke eingestuft hat.

''Kristallstab des Feuers'' Das ist wenigstens ein Name der eines Ignatius Milan würdig ist!
Ignatius der Feurige, der Entflammte, der
Hüter des Feuers, der Herrscher über die Flammen!

Welche Macht dieser Stab in sich birgt. Welche Energien er freisetzen kann. Mit welch lodernder Flammensäule
er einen zu ummanteln imstande ist. Und sein elegantes, exzellent geformtes Aussehen, dieser schnittige Körper.
Was soll ich da mit einem antiken Relikt fragwürdiger Herkunft wenn ich solch ein Monster an Symbolik und
Charakter führen kann?

Kopfschüttelnd wendet er sich ab. "Es tut mir Leid, ich weiß einfach nicht welchen Nutzen du mir bringen sollst.
Für mich bist du schlichtweg nur unansehnlicher Ballast der in der Ecke herum liegt und Dreck ansetzt.
"
Zuletzt geändert von Ignaz Nefario Milan am Freitag 7. Juli 2017, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Ignaz Nefario Milan
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Beitrag von Ignaz Nefario Milan »


grün, klobig, alt und zerkratzt

Stabquest Ignatius Milan
"grün, klobig, alt und zerkratzt..."

"...was mache ich nur mit dir? Willst du da ewig rumliegen? Das ist doch kein Dasein als Stab."


Ein Seufzen entfleuchte ihm. So lang lag er nun schon da rum. Ein unbenutztes Anschauungsstück
auf einer Vitrine im Wohnzimmer neben anderen Waffen, welche er noch nicht führen kann.


"Ich weiß wirklich nicht was ich mit dir anfangen soll."
"Du siehst so aus als würdest du bei der ersten Belastung auseinander brechen."


Tage, Wochen und Monate gingen ins Land. Immer wieder machte er sich Gedanken.
Andere Magier hatten so eindrucksvolle Stäbe während er sich einfach nicht an seinem eigenen
begeistern konnte. Lang und groß und breit und sperrig und plumb. Ja, es war sein Magierstab,
seine große Chance etwas eigenes zu kreieren. Aber wozu? Wozu einen eigenen Stab bauen,
wenn man doch einen hat, der wesentlich besser und bereits einsatzbereit ist?


"Ja, gut, ich könnte dich als Donarium oder Paraphernalium verwenden. Dann hättest du
wenigstens einen Zweck. Aber ist das deine Existenzberechtigung? Soll ich mir all die Mühe
für dein einmaliges Ableben aufhalsen? Wobei es bestimmt schon sinnvoll wäre sich mal an
einem eigenen Stab zu versuchen. Bei dir kann es mir ja egal sein, falls du kaputt gehst.
Nichts für ungut.
"



Und mit der Zeit kamen die Ideen. Plötzlich taten sich Einsatzmöglichkeiten für das 'Artefakt' auf,
an die er zuvor gar nicht dachte. Nicht unbedingt weil er es sich nicht zu glauben wagte sondern
viel mehr weil er den Nutzen darin nicht sah. Und doch wurde ihm nach und nach klar, dass es
vielleicht gar nicht sinnfrei ist sich einen 'richtigen' Magierstab anzulachen. Er muss ja gar nicht
unbedingt brauchbar für die Jagd sein. Reichte aus, würde er als Symbol fungieren.

Und genau mit diesem Gedanken zieht er sich nun die kommenden Tage immer mal wieder in seine
geheime Zuflucht zurück um über den Sinn des Lebens ... den Sinn des Stabes nachzudenken.
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Ignaz Nefario Milan
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Beitrag von Ignaz Nefario Milan »


grün, klobig und alt

Stabquest Ignatius Milan
,,grün, klobig und alt...''

,,...doch so langsam muss daraus doch etwas gescheites zu kreieren sein.''

Und so findet sich nach geraumer Zeit in einer größeren, hölzernen Mappe
auf dem Schreibtisch des Curators der Academia Arcana eine erste grobe
Gedankensammlung zu Gestaltungsmöglichkeiten und Aussagen wieder.


  • Artefaktstabvorstellungen Discipulus Ignatius Milan

    Speicher des Magierstabes ist ohnehin der einzig nicht frei wählbare Bergkristall.

    Alle weiteren Komponenten dienen allein dazu den Magier in seinem Bestreben zu unterstützen welches er für seinen Stab vorgesehen hat.

    Ich verzichte hiermit wohlweislich auf zusätzliche Seiteneffekte des Stabes, da sein sekundärer Zweck ausschließlich der Repräsentation meines Standes innerhalb der Magierschaft dient. Mein Artefakt soll mich widerspiegeln und durch seine Beschaffenheit mit mir und / oder meinem Leben, meinem Selbst, meinen Zielen, Wünschen, Träumen Gemeinsamkeiten aufweisen.

    Aus diesem Grund wähle ich für den Körper meines Artefakts einen Kirschholzstab als Grundgerüst. Geölt in einem dunklen Farbton mit einem dezenten Farbton und glatter Oberfläche soll er für mich eine Brücke und Erinnerung in meine Vergangenheit sein und mich mit meiner Heimat verbinden. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann sehe ich in meinem geistigen Auge eine traumhafte Landschaft geziert von Kirschbäumen, welche ihre zartrosanen Blütenblätter verlieren. Um mich diesem Bild nahe zu fühlen habe ich bewusst die anderen Holzsorten und Metallstabvarianten ausgeschlossen.

    Fest steht zudem die Erfrischung meines Geistes als einzubettende Applikation, weshalb ich hierauf, wie auf den Speicher, nicht näher eingehen möchte.

    Fassung für den Bergkristall und Verankerung am Kirschholz soll ein Geflecht aus Moosstahl sein, eine dunkelgrüne Metalllegierung. Meine Assoziation zu jenem höchst seltenen Mischverhältnis ist ebenso wie der Bezug zu meiner Heimat von privaterer Natur. Letztlich sei aber gesagt, dass sich meine Gedanken tagtäglich um jene Beziehung drehen und sie einen wichtigen wie festen Bestandteil in meinem Leben eingenommen hat.

    Ebenso hoffe ich dieses Farbthema auf den Bergkristall übertragen zu können. Anstatt intakte Edelsteine zu benutzen möchte ich meinen Stabkopf mit Edelsteinstaub überziehen und so für eine bunt schillernde Oberfläche sorgen. Im Idealfall ist sie dann glatt poliert und spiegelnd. Ich verspreche mir eine Optik ähnlich Perlmutt, einem bunten Opal oder den farbenprächtigen Lichtspielen in Seifenschaum. Farbvielfalt ist ein Teil meines Charakters und so sehe ich mein Wirken auch als alles andere als eintönig an.

    Kommen wir zu den Glyphen. Hier möchte ich einmal keiner Selbstdarstellung nachgehen sondern einer Fremdeinschätzung folgen. Da sie eh keinerlei arkane Bewandtnis haben werde ich mir nahestehende Personen einladen das Glyphenmuster, welches nachher in meinen Stab eingeschnitzt wird, zu entwerfen. Dabei sollen sie Muster, Zeichen, Bilder entwerfen oder auswählen von denen sie meinen, dass sie zu meiner Person passen.
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