Der Aufstieg einer Rasharii

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Gast

Der Aufstieg einer Rasharii

Beitrag von Gast »

Lange Zeit streife KimDro durch das Unterteich und das Reich Ahamani.
Es war dunkel, warm und stickig. Die Luft war geschwängert von Rauch und dem Geruch von Schwefel, ab und an Traf sie auf anderer ihrer Rasse, doch die meiste Zeit irrte sie allein durch die Tunnel und Gewölbe. Doch eines Tages, wenn man es so nennen kann im Unterreich, vernahm sie einen Ruf. Es war nicht wirklich eine Stimme sondern eher etwas das aus ihrem Inneren zu ihr drang und das Verlange auslöste sich auf den Weg zu machen, auf den Weg aus den dunklen Gängen und Höhlen, hinauf an die Oberfläche.
Obwohl sie den Weg nicht wirklich kannte, so war er doch klar und deutlich vor ihren Augen, als wäre sie diesen Weg schon etliche Male gegangen.

Es musste der Ruf der Mutter sein den sie vernahm!

So machte sie sich auf den langen Weg. Ihr war klar das er nicht einfach war und voller Gefahren war.
Es war nicht nur der ein einfacher Ruf, es war zu gleich eine Prüfung.
Sie wurde erwählt Ahamani und ihrem Stamm an der Oberfläche zu dienen. Sie war gespannt welchen Weg die Mutter noch für sie vorsah.
Auf dem Weg durch die Tunnel traf sie noch auf zwei weitere Rashar. So schien es das nicht nur sie den Ruf vernommen hatte.
Doch ihr sollte es recht sein, so war sie nicht allein auf dem Weg zur Oberfläche.
Die Stunden vergingen und die schier endlosen Tunnel nahmen kein Ende.
Als sie durch die Tunnel streiften trafen sie nach und nach auf die Überreste von Verunglücken Abenteurern.
Was durchaus von Vorteil war, denn sie hatten Ausrüstungen bei sich, die einem die Wege erleichterten. Die beiden Andern entschieden sich schnell für eine Keule und eine Schwert, doch KimDro hatte nicht das Verlangen eine Klinge zu führen, ihr stand der Sinn nach etwas anderem.
So ging sie einige Zeit ohne Waffe neben den beiden Rashar her, bis sie einen Bogen und einen prallen Köcher fand. Und dies schien nicht zu früh zu sein, denn weiter vorne war ein tiefes knurren zu hören.
Lange Zeit war es ruhig gewesen, doch nun schien die wahre Prüfung zu beginnen.
Auf die Gruppe kam eine Horde von Ogern zu es waren fünf an der Zahl und der einzige Weg führte an ihnen vorbei. Die beiden Rashar die sich die Nahkampfwaffen besorgt hatten stürmten so gleich knurrend auf die Horde zu.
In ihren Augen glomm der Kampfeswille und ihr Blut schien zu kochen.
Auch in KimDro kochte es und es schien ihr als erfüllte die Glut der Mutter ihre Adern.
Der Bogen lang bereits in ihre Hand und ein Pfeil nach dem anderen wurde auf die Sehne des Bogens gelegt und gegen die Oger entsannt. Zischend zerschnitten sie die Luft und Bohrten sich in die Leiber der Gegner. Noch ehe einer der beiden anderen Rashar die Horde erreichte sang bereits der Erste Oger mit einem Pfeil im Auge zu Boden.
Voller Stolz deckte sie ihre Feine weiter mit Pfeilen ein.
Mittlerweile tobte auch vorne der Kampf. Es sah gut aus! Eine weiterer Oger wurde von den Nahkämpfen zu Boden gestreckt. Nun waren es noch drei, und es schien ausgeglichen zu sein. Doch dann machte der Rashar mit der Keule einen Fehler. Er rutsche auf einem Stein aus, geriet ins Torkeln und taumelte mitten in einen der Oger hinein. Die Bestie zögerte keinen Moment und schlug mit einem mächtigen Hieb nach dem Kopf des Rashar. Ohne einen Schutz zerplatze er wie eine reife Tomate und er sang sofort leblos zu Boden.
KimDro stockte der Atem, doch sie besann sich schnell und fixierte ihr Ziel. Pfeile bohrten sich in den harten Leib des Oger, der gerade einen ihrer Begleiter nieder Streckte. Auch der Rasho mit dem Schwert verfiel in einen wahren Kampfrausch und schien alles um sich herum zu vergessen. Er verlor das alles andere aus den Augen und schlug wie wild auf die Bestie ein.
Beiden zusammen gelang es den Mörder ihres Kameraden nieder zu strecken. Doch der Rasho an der Front war zu leichtsinnig. Die beiden andern Oger kamen zu dicht an ihn heran. Selbst die Warnung von KimDro halfen nichts, es war zu spät.
Beide Oger schlugen nun wild auf ihn ein, und ihr blieb nun nichts weiter übrig als einen Pfeil nach dem andern abzuschießen und zu zusehen wie ihr zweiter Kamerad viel.
Unter den Hieben der Mächtigen Oger sackte er zu einer blutigen Masse zusammen.
Nun lag es an ihr!
Sie musste es schaffen.
Ununterbrochen legte sie ein Pfeil nach dem anderen auf die Sehne. Pfeifend flogen sie durch die Luft und bohrten sich in die Leiber der Oger.
Einer ging schnell zu Boden, doch der andere hielt sich, sein Leib gespickt mit Pfeile, näherte er sich.
7 Schritt...ein Pfeil in die Brust
6 Schritt... ein Pfeil in den Bauch
5 Schritt... ein Pfeil in das Beim, er geriet ins Taumeln
4 Schritt... ein Pfeil in die Schulter
3 Schritt... ein Pfeil ins Auge
2 Schritt... eine weiter Pfeil in die Brust
Nun begann der Oger zu taumeln und zu keuchen.
KimDro blieb stehen mit einen Pfeil in der Hand, zum zustechen bereit.
1 Schritt...
Sie sprang vor und Stach dem Oger den Pfeil voller Wut in den Hals,
mit einem wütenden Schrei in den Lippen bohrte sie in tiefer in den Hals.
Blut verteilte sich über ihr Arm und ihren Körper.
Doch sie hatte es geschafft. Der Oger brach röchelt zusammen.
Keuchend und etwas zittern steigt sie über die Leichen und hielt bei ihren Kameraden inne um ihnen den Letzten Respekt zu zollen.
Doch dann führte sie ihren Weg weiter fort. Stunden vergingen ohne das etwas geschah.
Doch dann sah sie etwas. Der Gang öffnete sich und es wurde Heller.
Sie kniff die Augen zusammen und Schritt weiter. Sie hatte es geschafft. Sie war es. Sie hatte sich als würdig erwiesen dem Weg der Mutter zu folgen. Sie war nun bereit ihre und ihrem Stamm zu dienen.
Voller Ehrfurcht und Anspannung trat sie durch die Öffnung des Tunnels hinein in den RaKun!
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 30. März 2017, 09:04, insgesamt 1-mal geändert.
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