*Ein Schreiben aus der königlichen Hofkanzlei erreicht das Kloster. Das Schreiben trägt das Siegel Seiner Majestät.*
DerKirche der gnädigen Lichtbringerin
Hochwürden Aurea
Ihre Gnaden Johanna Hohenhain
Seine Gnaden Antorius
*
Alumenas, 16. Rabenmond 259
Den Dienern der Herrin Temora zuvor wohlfeile Grüße
Seine Majestät möchten sich einen Überblick über den Stand der derzeitigen Beziehungen zwischen dem Volk der Kaluren und dem Herzogtum Lichtenthal und seinen Institutionen verschaffen.
Ich möchte Euch in diesem Zusammenhang höflich ersuchen, der Kanzlei nach Möglichkeit und soweit vorhanden, die seitens des Klosters und seiner Würdenträger mit dem Kalurischen Volk geführte Korrespondenz in Abschrift oder im Original zu übermitteln, insbesondere soweit diese einzelne Würdenträger oder Institutionen des Herzogtums betrifft oder aus anderen Gründen für die Verhältnisse zwischen den Reichen von Bedeutung ist oder sein könnte. Als Zeitraum der zu erfassenden Korrespondenz erachten Seine Majestät sechs Monde beginnend ab dem 01. Eluviar 259 und endend mit dem heutigen oder einem späteren Tage für ausreichend. Seine Majestät wären der Kirche Temoras sehr verbunden, wenn dies binnen eines Wochenlaufs geschehen könnte.
Als notwendig oder aufschlussreich erachtete eigene Einschätzungen und Ausführungen können in einem ergänzenden Dossier an die Kanzlei übermittelt werden. Insbesondere möchten Seine Majestät über alle etwaigen Vereinbarungen, Verträge, Absprachen, Zwischenfälle und andere Belange unterrichtet werden, die für das Verhältnis zwischen dem Volk der Kaluren und den Würdenträgern des Herzogtums von Belang sind oder sein können.
Im Namen Seiner Königlichen Majestät die gnädigsten Wünsche für Euer Wohlergehen
*ein Bote im Livree des Klosters erreicht am nächsten Tag den Palast und wird ein säuberliches Schreiben zu Händen des Hofkanzlers übergeben. Das blaue Siegel des Klosters findet sich ungebrochen darauf*
Die eingereichten Schriftstücke werden von einem Kanzleimitarbeiter in das diplomatische Archiv einsortiert. Sollten etwaige Originalschriftstücke eingereicht worden sein, werden diese durch einen Schreiber sorgfältig kopiert und anschließend zurück an den Absender geschickt. Eine kurze Dankesnotiz mit dem Siegel der Kanzlei liegt bei.
*Ein weiteres Schreiben aus der königlichen Hofkanzlei erreicht das Kloster. Das Schreiben trägt das Siegel Seiner Majestät.*
DerKirche der gnädigen Lichtbringerin
Hochwürden Aurea
Priesterin der Herrin Temora
Klosterleitung des Klosters der Lichteinigkeit zu Schwingenstein
*
Alumenas, 26. Rabenmond 259
Unter dem Schwerte der Lichtbringerin Euer Hochwürden gebührende Grüße
Seine Majestät wünschen zufördererst der Kirche Temoras und dem Kloster der Lichteinigkeit seinen Dank für die Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit auszusprechen und bitten Euer Hochwürden, diesen auch Ihrer Gnaden Hohenhain auszurichten. Es gereicht Seiner Majestät zu nicht geringem Wohlgefallen, die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Kirche und Reich zu beobachten.
Eure weiteren Ausführungen haben Seine Majestät mit Interesse gelesen, gleichwohl Seine Majestät manche Sorgenfalte auf der königlichen Stirn nicht haben verbergen können. Seine Majestät hoffen gleichwohl, dass die von Euch geschilderten Zwischenfälle nicht auf tiefere Brüche in der Lichteinigkeit hindeuten und dass die von Euch vorangestellten guten und hoffnungsvollen Wünsche für die Zusammenarbeit zwischen der Kirche Temoras und der Kirche Cirmias' überwiegen. Seine Majestät begleiten Seiner Gnaden Antorius' Bemühungen mit den besten Wünschen.
Im Namen Seiner Königlichen Majestät die gnädigsten Wünsche für Euer Wohlergehen