Ein besonderes Exemplar
Verfasst: Donnerstag 29. September 2016, 14:15
Der Abend verstrich langsam, wie fast jeder letzten Abende. Der wohlgenährte Hadri verbrachte die Abendstunden zurückgezogen auf dem Flachdach des Familienanwesens. Tief in einige weiche Kissen zurückgelehnt, die Hände gefaltet und auf dem stattlichen Wohlstandsbäuchlein abgelegt, den Blick gedankenverloren auf den kleinen Beistelltisch vor sich gerichtet. Im Haus war bereits Ruhe eingekehrt, alle anderen Ryzan schienen bereits friedlich zu schlummern. Fahd genoss die Stille hier oben, wenn es ihn auch durch die kalte nächtliche Wüstenprise etwas fröstelte, was auch die kleine Feuerschale neben dem Sessel nicht zu verhindern vermochte.
Trotzdem beeindruckte ihn die Kälte genau wie das gelegentliche aufheulen eines Wüstencoyoten wenig. Wie die Abende zuvor verbrachte er die Zeit mit meditieren, tauchte ein in die Klangwelt die ihn allgegenwärtig umgab und blendete alle störenden Umwelteinflüsse schlichtweg aus. Voller Bewunderung für die Schönheit der Klangstrukturen sprach er leise Gebete und summte leise Lobpreisungen Eluives, die sich harmonisch in die Klangstrukturen des Liedes einfügen.
Immer wieder fokussierte er sich dabei auf eine bestimmte Stelle. Auf physisch-wahrnehmbarer Ebene lag ein prachtvoller Amethyst auf dem Tisch, in einer Schale gefüllt mit weiteren, wenn auch deutlich kleineren, Exemplaren. Selbst das fahle Licht der Feuerschale reichte bereits aus um den Stein mit seinem wundervollen violetten Glanz zu einem wahren Hingucker zu machen, für den so manche Natifah ein kleines Vermögen ausgeben würde. Doch so schön der Stein auch visuell seinen Glanz entfaltete, so unscheinbar blieb er im Lied. Er war für Fahd im Lied wahrnehmbar, was er aber auch versuchte, es gelang ihm nicht einen Zugang zu finden, diesen Stein zu nutzen.
Immer wieder hallten ihm die Worte der ehrenwerten Mudyr durch den Kopf, dass der Amethyst die Konzentration fördert, dass er beruhigt, dass dieser Quarz eine hohe geistige Affinität besitzt... zunehmend spotteten diese Erinnerungen dem Hadri, der seine gesamte Aufmerksamkeit der vergangenen Abend auf diesen blöden Stein richtete.
Langsam begann ein leichter Groll in dem sonst so stets besonnen Hadri aufzusteigen. „Beruhigende Wirkung“ hallte es spottend in seinem Kopf und es gelang ihm dadurch zusehends schlechter sich auf seine Meditation zu konzentrieren. Plötzlich nervte ihn das penetrante Gejaule der Wüstenviecher und das sonst so beruhigende Prasseln des kleinen Feuers strapazierte seine Nerven. Ruckartig scheucht der aufgebrachte Hadri die prasselnden Klangstrukturen des Feuers auf und füllte die Lücke mit einigen plätschernden Lauten des Wasser. Die Feuerschale neben ihm gab lediglich noch ein kurzes Zischen von sich, ehe das Dach in kompletter Dunkelheit gehüllt da lag und der aufgebrachte und vom Ehrgeiz getriebene Hadri erst das Dach und schließlich das Familienhaus verlässt. Offenbar schlummerte selbst in diesem trägen und besonnen Exemplar etwas menekanisches Temprament. Sein Experiment war zumindest ein weiteres mal gescheitert.
Trotzdem beeindruckte ihn die Kälte genau wie das gelegentliche aufheulen eines Wüstencoyoten wenig. Wie die Abende zuvor verbrachte er die Zeit mit meditieren, tauchte ein in die Klangwelt die ihn allgegenwärtig umgab und blendete alle störenden Umwelteinflüsse schlichtweg aus. Voller Bewunderung für die Schönheit der Klangstrukturen sprach er leise Gebete und summte leise Lobpreisungen Eluives, die sich harmonisch in die Klangstrukturen des Liedes einfügen.
Immer wieder fokussierte er sich dabei auf eine bestimmte Stelle. Auf physisch-wahrnehmbarer Ebene lag ein prachtvoller Amethyst auf dem Tisch, in einer Schale gefüllt mit weiteren, wenn auch deutlich kleineren, Exemplaren. Selbst das fahle Licht der Feuerschale reichte bereits aus um den Stein mit seinem wundervollen violetten Glanz zu einem wahren Hingucker zu machen, für den so manche Natifah ein kleines Vermögen ausgeben würde. Doch so schön der Stein auch visuell seinen Glanz entfaltete, so unscheinbar blieb er im Lied. Er war für Fahd im Lied wahrnehmbar, was er aber auch versuchte, es gelang ihm nicht einen Zugang zu finden, diesen Stein zu nutzen.
Immer wieder hallten ihm die Worte der ehrenwerten Mudyr durch den Kopf, dass der Amethyst die Konzentration fördert, dass er beruhigt, dass dieser Quarz eine hohe geistige Affinität besitzt... zunehmend spotteten diese Erinnerungen dem Hadri, der seine gesamte Aufmerksamkeit der vergangenen Abend auf diesen blöden Stein richtete.
Langsam begann ein leichter Groll in dem sonst so stets besonnen Hadri aufzusteigen. „Beruhigende Wirkung“ hallte es spottend in seinem Kopf und es gelang ihm dadurch zusehends schlechter sich auf seine Meditation zu konzentrieren. Plötzlich nervte ihn das penetrante Gejaule der Wüstenviecher und das sonst so beruhigende Prasseln des kleinen Feuers strapazierte seine Nerven. Ruckartig scheucht der aufgebrachte Hadri die prasselnden Klangstrukturen des Feuers auf und füllte die Lücke mit einigen plätschernden Lauten des Wasser. Die Feuerschale neben ihm gab lediglich noch ein kurzes Zischen von sich, ehe das Dach in kompletter Dunkelheit gehüllt da lag und der aufgebrachte und vom Ehrgeiz getriebene Hadri erst das Dach und schließlich das Familienhaus verlässt. Offenbar schlummerte selbst in diesem trägen und besonnen Exemplar etwas menekanisches Temprament. Sein Experiment war zumindest ein weiteres mal gescheitert.