Eine königliche Depesche an den Rat

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Bote der Krone
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Eine königliche Depesche an den Rat

Beitrag von Bote der Krone »

*Ein Schreiben aus der königlichen Hofkanzlei erreicht die Mitglieder des Rates von Lichtenthal. Das Schreiben trägt das Siegel Seiner Majestät. Gleichzeitig setzt ein Bote in königlicher Livree die Baronie Gipfelsturm in Kenntnis.*





Dem Rat von Lichtenthal

Ihre Hochgeboren Nyome von Thronwall
Ihre Hochwürden Aurea
Lady Sophia von Tanar


*


Alumenas, 19. Searum 259

Werte Ratsmitglieder


Die weiter bestehende Actualität der Causa Lichtenthal/Kalurien gereicht Seiner Majestät nicht zu Wohlgefallen. Der öffentliche Aufruf gegen Ihre Hochgeboren von Thronwall ist seit zehn Tagen unwidersprochen und Seine Majestät verspüren in der Sache eine gewisse Ungeduld. Da seine Hochwohlgeboren, der Baron von Gipfelsturm, derzeit nicht abkömmlich scheint, wünschen Seine Majestät, dass der Rat von Lichtenthal sich des Belanges annimmt und Seiner Majestät Sorge und Bedenken an das Volk Kaluriens übermittelt. Seine Majestät wünschen keine weitere Verzögerung in dieser Angelegenheit, gemahnen den Rat aber der nötigen diplomatischen Sorgfalt, als Seine Majestät angesichts der Schwere des Vorfalls besorgt sind, dass die Beziehungen Lichtenthals und Kaluriens hiervon dauerhaft Schaden nehmen, sollte es dem Rat nicht gelingen, die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen.

Seine Majestät bedauern zutiefst, dass die Beziehungen zwischen dem Großreich Kalurien und dem Königreich Alumenas nicht länger von gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Vertrauen geprägt sind. Es ist Seiner Majestät innigster Wunsch, dass die Völker Gerimors sich trotz aller Unterschiede in Sitten, Gebräuchen und Temperament in friedvoller und wohlmeinender Absicht begegnen und einander Achtung und Respekt erweisen. Seine Majestät sind überzeugt, dass jede Zwietracht, die sich zwischen den Völkern Gerimors auftut, größter diplomatischer Sorgfalt und einer dem Ernst der Lage angemessenen Demut bedarf und Provokationen nicht leichtfertig ausgesprochen werden sollen. Die Völker Gerimors tragen nach Auffassung Seiner Majestät eine besondere Verantwortung, nicht nur für den Kontinent, sondern für ganz Alathair. Es ist hier auf Gerimor, der Wiege der Götter, wo das Schicksal aller freien und ehrbaren Völker entschieden wird.

Die jüngsten Vorkommnisse haben Seine Majestät zutiefst besorgt. Es gereicht Seiner Majestät zu nicht geringer Verwunderung, dass der Rat Kaluriens dazu übergangen ist, Kopfgelder auf Bürger Lichtenthals auszuloben und diese wie flüchtige Verbrecher und Vogelfreie mittels öffentlicher Steckbriefe zu suchen. Seine Majestät glauben nicht, dass es dem weisen Volk der Khaz Aduir entgangen ist, wessen Untertanen die Bürger Lichtenthals sind und unter wessen Gerichtsbarkeit diese fallen. Auch sind Seine Majestät zutiefst irritiert darüber, dass das Kalurische Reich es für angemessen erachtet, auf dem Grund Seiner Majestät Gerichtsverhandlungen und Kopfgelder gegen Seiner Majestät eigene Vasallen auszurufen und diese durch unangemessene Anrede öffentlich zu schmähen. Seine Majestät erachten die neuen diplomatischen Gepflogenheiten des Rates der Khaz Aduir, welche die Verfolgung und Verschleppung von Bürgern, Gesandten und Räten befreundeter Reiche und die Anstachelung der Bevölkerung zu Verbrechen und Verrat gegen die Gefolgsleute Ihres Königs, und damit gegen Seine Majestät selbst, zum Mittel der Wahl erklären, als äußerst gefährliche Entwicklung, die zu tiefgreifenden Zerwürfnissen zwischen Alumenas und Kalurien führen kann.

Seine Majestät hoffen deshalb inständig, dass diese Praktiken unverzüglich eingestellt werden und die Rückkehr zu einer von gegenseitigem Respekt und Vertrauen getragenen Diplomatie zwischen Kalurien und Alumenas möglich ist, wie sie über Jahrhunderte zuvor bestanden hat. Seine Majestät würden es als einen angemessenen ersten Schritt erachten, wenn die Beschwerde gegen Ihre Hochgeboren von Thronwall im Rahmen einer anständigen diplomatischen Notiz an den Rat von Lichtenthal formuliert würde und Seine Majestät dergleichen Vorwürfe zukünftig nicht mehr aus den Tavernen und Gassen Adorans und Berchgards erfahren müsste. Seine Majestät wären unter diesen Umständen geneigt, den Vorfall als bedauerliches und einmaliges Missverständnis abzutun. Seine Majestät würden es sehr bedauern, sollte sich der Rat der Khaz Aduir zu diesem Schritt nicht imstande sehen.


Im Namen Seiner Majestät Ador I. von Alumenas


Hochachtungsvoll

Anselm von Eulenburg

Reichsgraf zu Eulenburg
Königlicher Hofkanzler



Gast

Beitrag von Gast »

Schnell wird noch am Abend ein Bote aus Berchgard nach Adoran eilen um dort ein Schreiben im Palast abgeben zu wollen. Der Umschlag ist mit wem Ratssiegel verschlossen und sollte man diesen öffnen, kann man folgende Zeilen lesen.


Berchgard
19. Searum


Seiner Majestät und dem Reich zu Ehr,
Temoras Segen mit Euch,
Ehrenwerter Hofkanzler von Eulenburg.

Der Herzögliche Rat hat Euer Schreiben erhalten und ist über die Dringlichkeit
in diesem Thema im Klaren. Wir werden uns daher umgehend über einer Lösung
dieses Ärgernisses annehmen, damit schnell wieder der Frieden
zwischen den Völkern wieder hergestellt ist.

Des weiteren lasse ich Euch wissen, sobald es in diesem Zuge neue Erkenntnisse gibt,
werde ich Euch diesbezüglich sofort Informieren.

Hochachtungsvoll

Sophia von Tanar
Rätin von Lichtenthal
Vogtin der Stadt Berchgard
Ritter von Alumenas
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