Die Magie der Sterne

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Adelena Bergon

Die Magie der Sterne

Beitrag von Adelena Bergon »

Die Sonne war schon lange hinter dem Schwingenstein-Gebirge unter gegangen und die Sterne leuchteten hell in der lauen Sommernacht als sich Adelena auf den Balkon setzte und zu jenen Gestirnen hinauf blickte.
Sie dachte über den Tag nach, was sie heute alles erledigt hatte. Die Hausarbeit natürlich und danach noch etwas Konzentrationsübungen, sowie ein eher praktischerer Teil in den Höhlen. Außerdem hatte sie sich wieder in der Verwandlung geübt. Aber dieser vermaledeite Tritt in die Seite hätte sie fast die Konzentration gekostet, doch sie hatte sich gerade noch halten können. Aber wie sie Keylon den blauen Fleck in ihren Rippen erklären würde… hm… die Wahrheit sollte er lieber nicht hören. Das gab nur unnötig Wasser auf eine Mühle die sie lieber still stehen sehen würde.

Der Mond leuchtete hell vom Himmel herab als sie sich einen Glimmstängel anzündete. Noch etwas, das sie lieber vor Keylon verbarg. Aber schließlich war das ihr einziges kleines Laster. Nur Nachschub würde sie bald brauchen. Nur gut, dass sie bereits die perfekte Argumentation für einen Besuch in Bajard hatte. Da würde sich neben dem Bibliotheksbesuch sicher auch ein Händler für Glimmstängel finden lassen. Und ab und zu mal eine, das war ja nicht weiter schlimm. Da gab es viel wichtigere Dinge in ihrem Leben, die es zu ändern galt. Aber wenn sie so darüber nach dachte, war sie eigentlich recht zufrieden mit ihrem Leben. Es war natürlich wie immer viel zu tun, aber da wurde einem wenigstens auch nicht langweilig.

Wieder sah sie hinauf an den Himmel. Immer wenn sie hier saß und diese kleinen leuchtenden Punkte betrachtete fühlte sie sich besonders entspannt. Die Himmelsharfe war heute besonders schön zu sehen und der Mond schien auch besonders hell und groß zu sein. Irgendwie bekam sie den Eindruck nicht los, dass er auf sie herab lächelte. Bald würde er jedoch wieder abnehmen und die Nächte etwas dunkler dadurch werden, bis er ganz verschwand nur um dann wieder erneut zu erstrahlen.
Sie musste lächeln als sie den letzten Überrest ihres Lasters zu Asche verbrennen lies um vom Wind davon getragen zu werden. Irgendwie folgte ihr Leben auch dem Mond. Manchmal gab es Zeiten, da lief es nicht so gut, dann hatte sie das Gefühl, jetzt geht nichts mehr weiter und sie müsste alles hin werfen, aber dann ging es wieder bergauf und letztlich war sie doch wieder glücklich und strahlte wie der Mond am Nachthimmel. Ihr Leben drehte sich wie der Mond um Licht und Schatten und manchmal fiel sie eben und dann stand sie auch wieder genau wie der Mond ganz oben am Himmel.
Aber was war das? Eine Sternschnuppe? Tatsächlich! Und da war noch eine! Sie schloss die Augen für einen Moment und dankte den Göttern für alles dass sie ihr geschenkt hatten. Doch schon schoss ein Gedanke durch ihren Kopf und ihre Neugier war geweckt.

Ein Fernrohr! Sie brauchte unbedingt ein Fernrohr!
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