Ein durch äusserst sorgfältige Hände gegangenes Schreiben geht an den
Sanjak und damit an die Arbeitsstatt des Sanjak in MenekUR wo es
vermutlich zu allen Übrigen findet die gelesen werden wollen.
Salam Aleikum hoch geschätzter Sanjak des Volkes der Menekaner und
der Stadt MenekUR und Anaan des heiligen Hauses Omar, Tahir Kemal
Omar,
ich sende euch demütigst ein Schreiben um euch darüber zu unterrichten
und euch wissen zu lassen das euren Worten gefolgt wurde und ich mich
vorerst nicht als Gast mit ausgeweiteten Rechten, die mir bisher als
Geschenk zuteil waren, sondern nurmehr als gewöhnlicher Gast, für
wenige Stunden in eurem Land und eurer Stadt einfinde, ehe nicht der
Bedarf an Unterrichtung eurerseits vom Heiligen Tempel der Allmara und
des Maristan zuteil wurde. Da ist jedoch noch ein Anliegen bezüglich
dessen ich euch schreibe und um das ich euch wissen lassen möchte, in
der Hoffnung es ist nicht Unrecht in euren Augen.
Ich möchte euch Aufklärung darüber geben das mir zu keiner Zeit daran
gelegen war ein persönliches Wohnrecht in eurer Stadt zu erhalten, da
mir nie daran gelegen war, eurem großen Volk eine Wohnstadt zu
nehmen, selbst nicht den Hanaan unter euch. Mir ist aber sehr daran
gelegen meine Lehre, die ich bei Hakim Tooru, angesichts der damals
gegebenen Umstände, aufnehmen durfte, beenden zu dürfen. Zwar wäre
es mein Wunsch dem Maristan auch danach noch dienlich zu sein, jedoch
nur wenn dies auch erwünscht und nicht bloß gebilligt würde von eurem
Volk und von eurem heiligen Haus und von eurer ehrenwerten Person
und ihr dem in eurer ehrenvollen und verantwortungsvollen Aufgabe als
Sanjak zustimmen könnt.
Falls nötig und wünschenswerter würde ich mir, sowohl für das eine, die
Unterweisung der Heilerlehre unter Hakim Tooru, als auch das andere,
die weitere Arbeit im Maristan, auch gerne den Seeweg jeden Tage
zumuten und also ausserhalb eures Landes leben. Die Unterweisung der
Traditionen eures Volkes als auch deren Einhaltung wie die Unterweisung
der Lehren Mara's die hierfür unabdingbar sind, sind mir jedoch auch ein
persönliches Bedürfnis das ich nicht allein der Notwendigkeit wegen
anstrebe. Schon deshalb möchte ich mich darum bemühen eurem Volk
nicht ein Dorn im Auge zu sein, auf das es mich an diesen Lehren
teilhaben lasse.
Untertänigst will ich euch darum bitten mich wissen zu lassen wie es der
tiefere Einblick in eure Gesetze, den eure ehrenwerte Person hat, und die
Verantwortung eurem Volk gegenüber zuließe in der geschilderten
Hinsicht meiner Gedanken, zu handeln und also um die Findung eines
Termines bei euch und in eurer hochgeschätzten Aufgabe und Stellung
als Sanjak, sobald die Schreiben, sowohl das des Heiligen Tempels als
auch das des Maristan, bei euch eingegangen sind, ihr ihrer Ansichtig
geworden seid und die Belange eures Volkes es zulassen, eure Zeit den
Belangen einer Fremdländerin zu entbehren. So erbitte ich mir also kein
Antwortschreiben ehe dies nicht eingetroffen ist, schicke die Bitte aber
voraus da ich nicht um den Zeitpunkt ihres Eintreffens wissen kann.
In aller Demut und der höchsten Wertschätzung eurer ehrenwerten
Person,
Melissa Leraund
Ein Schreiben zu Händen des Sanjak
Moderator: Menekaner [Mod]
- Tahir Kemal Omar
- Beiträge: 898
- Registriert: Freitag 22. April 2016, 11:17
*Die ersten 27 Zeilen werden wohl grob überflogen, dann legt er das
Pergament beiseite und verfasst ein kurzes Antwortschreiben*
Salam Alaikum Melissa Leraund.
Hudad finde dich am ersten Tag der kommenden Woche zur 8. Abendstunde
in meiner Amtsstube ein und schildere mir dein Anliegen in Kurzform.
[img]http://www.fotos-hochladen.net/uploads/tahirsigprewgt2o8j.png[/img]
-
Melissa Leraund
-
Melissa Leraund
Nachdem der Baumeister einen Boten zum Sanjak geschickt hatte um
Erkenntnis darüber zu gewinnen ob es Recht wäre das Melissa ins
Gasthaus zöge, da ergriff sie tiefes Unwohlsein. Etwas war nicht so wie es
sein sollte, obwohl sie wusste, das der Sanjak seine Zustimmung bereits
gegeben hatte, es ihr in seiner Güte sogar angeboten. Als der Bote
zurückkam und Bestätigung gab da war sie nicht mehr in der Lage das
Zimmer zu beziehen. Sie brauchte erst Zeit heraus zu finden, wo das
Unrecht an der Sache lag. Als sie, nicht viel später erkannte, da fielen ihr
hundert Steine vom Herzen und alles Unrecht schien verloren gegangen
in dieser Erleichterung. Sie hatte dieses Gefühl schon so lange mit sich
herumgetragen, aber es war nie so untragbar gewesen. Noch am selben
Abend, setzte sie sich und schrieb.
Salam Aleikum hoch geschätzter Sanjak des Volkes der Menekaner und
der Stadt MenekUR und Anaan des heiligen Hauses Omar, Tahir Kemal
Omar,
ich schreibe euch in aller Demut um Dankbarkeit und wegen dieses
Empfindens zu eurem Volk weil ich ihm Unrecht und mir selbst Unrecht
getan habe. Was ich erkannt habe, werdet ihr und die Euren längst
wissen, darum, glaube ich, wird es jedem Fremden schwer fallen in
eurem Land Fuß zu fassen und ihr werdet es nicht verlassen um woander
zu wohnen. Wir sind wie Bäume nicht wahr? Wir wachsen nur auf der
Erde für die Mara uns gemacht hat und die für uns gemacht ist. Könnte
ich denn eine Weide in eure Wüste pflanzen? Und hat Mara nicht ein jedes
Wesen mit allen Gaben ausgestattet die es für das Land braucht in das es
gebohren wird und alles Land für das Leben das darin wächst?
Während der Zeit die ich bei euch zu Gast sein durfte, habt ihr also viel
Nachsicht gezeigt, mit einer, die nicht für euer Land gemacht ist und wie
es nicht gedacht war das sie dorthin gehn sollte, nicht als Gast, sondern
um dort zu leben. Über die Tage und Wochen und Monate, trug ich immer
dieses Gefühl von Unrecht mit mir, wenn ich euer Land betrat, doch ich
erkannte die Weisheit die darin lag nicht. Ich hoffe, wenn ich nach hause
gehe, dann tue ich es auch in euren Augen im Guten und ich habe nichts
zurückgelassen das ihr mir nachtragen müsstet. Euer Volk soll nicht
schlecht über meines denken müssen, nun, jedenfalls nicht meinetwegen,
die nicht schnell im erkennen ist und die Weisheit Maras, mit der ihr Lied
alles an seinen rechten Platz gesetzt hat, nicht ermessen kann.
Vielleicht verhält es sich mit den Lehren Maras also wie mit allem
anderen das sie in eine kluge Ordnung gesetzt hat, die ich nicht einmal
erahnen kann. So sind vielleicht auch ihre Lehren, nur für das Volk
bestimmt, das in dem Land lebt, indem sie erzählt und bewahrt werden.
Ich hoffe jetzt endlich Recht an euch und mir zu handeln, denn es fühlt
sich an wie Recht. Vielleicht liegt darin die Weisheit die ich erkannt habe:
Das uns die Früchte im Nachbargarten süßer erscheinen mögen, aber nur
weil wir zu wenig Wertschätzung für die eigenen haben; Und gehn wir und
essen von ihnen, fügen wir uns Schaden zu, denn sie sind nicht für uns
gemacht.
Mit allem Dank den ich zu sagen weiß und allen Segen die ich zu
wünschen weiß, in höchster Achtung vor euch und eurem Volk,
Melissa Leraund
Erkenntnis darüber zu gewinnen ob es Recht wäre das Melissa ins
Gasthaus zöge, da ergriff sie tiefes Unwohlsein. Etwas war nicht so wie es
sein sollte, obwohl sie wusste, das der Sanjak seine Zustimmung bereits
gegeben hatte, es ihr in seiner Güte sogar angeboten. Als der Bote
zurückkam und Bestätigung gab da war sie nicht mehr in der Lage das
Zimmer zu beziehen. Sie brauchte erst Zeit heraus zu finden, wo das
Unrecht an der Sache lag. Als sie, nicht viel später erkannte, da fielen ihr
hundert Steine vom Herzen und alles Unrecht schien verloren gegangen
in dieser Erleichterung. Sie hatte dieses Gefühl schon so lange mit sich
herumgetragen, aber es war nie so untragbar gewesen. Noch am selben
Abend, setzte sie sich und schrieb.
Salam Aleikum hoch geschätzter Sanjak des Volkes der Menekaner und
der Stadt MenekUR und Anaan des heiligen Hauses Omar, Tahir Kemal
Omar,
ich schreibe euch in aller Demut um Dankbarkeit und wegen dieses
Empfindens zu eurem Volk weil ich ihm Unrecht und mir selbst Unrecht
getan habe. Was ich erkannt habe, werdet ihr und die Euren längst
wissen, darum, glaube ich, wird es jedem Fremden schwer fallen in
eurem Land Fuß zu fassen und ihr werdet es nicht verlassen um woander
zu wohnen. Wir sind wie Bäume nicht wahr? Wir wachsen nur auf der
Erde für die Mara uns gemacht hat und die für uns gemacht ist. Könnte
ich denn eine Weide in eure Wüste pflanzen? Und hat Mara nicht ein jedes
Wesen mit allen Gaben ausgestattet die es für das Land braucht in das es
gebohren wird und alles Land für das Leben das darin wächst?
Während der Zeit die ich bei euch zu Gast sein durfte, habt ihr also viel
Nachsicht gezeigt, mit einer, die nicht für euer Land gemacht ist und wie
es nicht gedacht war das sie dorthin gehn sollte, nicht als Gast, sondern
um dort zu leben. Über die Tage und Wochen und Monate, trug ich immer
dieses Gefühl von Unrecht mit mir, wenn ich euer Land betrat, doch ich
erkannte die Weisheit die darin lag nicht. Ich hoffe, wenn ich nach hause
gehe, dann tue ich es auch in euren Augen im Guten und ich habe nichts
zurückgelassen das ihr mir nachtragen müsstet. Euer Volk soll nicht
schlecht über meines denken müssen, nun, jedenfalls nicht meinetwegen,
die nicht schnell im erkennen ist und die Weisheit Maras, mit der ihr Lied
alles an seinen rechten Platz gesetzt hat, nicht ermessen kann.
Vielleicht verhält es sich mit den Lehren Maras also wie mit allem
anderen das sie in eine kluge Ordnung gesetzt hat, die ich nicht einmal
erahnen kann. So sind vielleicht auch ihre Lehren, nur für das Volk
bestimmt, das in dem Land lebt, indem sie erzählt und bewahrt werden.
Ich hoffe jetzt endlich Recht an euch und mir zu handeln, denn es fühlt
sich an wie Recht. Vielleicht liegt darin die Weisheit die ich erkannt habe:
Das uns die Früchte im Nachbargarten süßer erscheinen mögen, aber nur
weil wir zu wenig Wertschätzung für die eigenen haben; Und gehn wir und
essen von ihnen, fügen wir uns Schaden zu, denn sie sind nicht für uns
gemacht.
Mit allem Dank den ich zu sagen weiß und allen Segen die ich zu
wünschen weiß, in höchster Achtung vor euch und eurem Volk,
Melissa Leraund