Die offizielle Zeit der Trauer war vor rüber doch man spürte in der ganzen Stadt immer noch ganz genau diese, niemand würde Imraan vergessen und so setzte ich mich an meinen Schreibtisch um meiner Cousine einen Brief zu schreiben.
Salam Aleikum Cousine,
ich kann nicht mal ansatzweise erahnen wie es dir im moment geht, sicher ist dein Herz welches sehr schmerzt und diesen schmerz kann dir auch keiner nehmen, mein Großvater hat immer gesagt das Wunden verheilen doch es brauch seine Zeit.
Oft saß ich in der letzten Zeit im Familienhaus und sah mich einfach stumm um, man hörte das kichern der Natifah’s als wären sie in einem Raum der dieses wiedergab, die Einsamkeit die in einem so steckt vor allem wenn man so eng verbunden war wie du und er.
Keine Worte noch Taten dieser Welt werden dir diesen Schmerz nehmen, keine Hand und kein Ohr was dir gereicht wird oder gehör anbietet, wird dir den Schmerz nehmen, aber es kann etwas erleichtern. Am Ende ist man doch allein, auch wenn viele helfen wollen so müssen diese Wunden langsam heilen.
Ich schreibe dir heute um dir einfach zu sagen, wenn du magst dann komm zu mir, egal was du machen möchtest und wenn du einfach nur sitzen willst und deine Ruhe haben möchtest. Meine Tür steht immer offen für dich.
Wasser und Schatten mit dir meine Liebe
Der Brief wird gerollt und gesiegelt und dann zum Palast gebracht.
Ein Bote des Palastes wird ein Schreiben an die Familie Yazir tragen, zu Händen von: Thahida.
Salam Aleikum liebste Cousine,
ich würde behaupten, dass es gelogen wäre wenn ich sagen würde, dass es mit den Tagen besser wurde. Die Erkenntnis über den Verlust schleicht sich nur langsam in den Geist und rottet dort langsam vor sich her.
Es sind allerdings keinerlei Blicke, keinerlei tröstenden Worte oder tätschelnde Hände, die diesen Schmerz erträglicher machen würden. Sie erinnern einen eher nur noch mehr daran. Aber ich will mich mit diesem Verlust keinesfalls so weit vor drängen: Wir haben alle einen Freund verloren. Meine Trauer ist nicht mehr Wert als die jedes Anderen. Auch wenn ich dir meinen größten Dank zukommen lasse, für deine Worte und Gedanken.
Diesen Wochenlauf ist meine Zeit etwas eingeschränkt, aber ich würde mich freuen alsbald wieder irgendetwas mit dir zu machen. Und ich hoffe inständig, dass du mir nicht zürnst, wenn ich nun aus feigen Gründen einen Entschluss lieber per Schreiben an dich heran trage:
Ich werde das Haus Omar nicht verlassen, so werde ich auch nicht in die Arme der Yazir zurückkehren. Ich kann meine Kinder nicht zurücklassen, wie es unsere Cousine einst tat und ich kann auch meine Schwägerin Taisha, die für mich wie eine Schwester wurde, nicht alleine lassen. Und ich hoffe sehr, dass auch Sahid das verstehen wird. Ihm habe ich es noch nicht gesagt, du bist ehrlich gesagt die Erste - und selbst dort schaffte ich es nur per Schreiben.
Der vierte Tag in dieser Woche sieht zeitlich recht gut bei mir aus, eventuell erwische ich dich dann und dann sehen wir, wo der Wind uns hin führt.
Ma'Salema.
In Liebe:
Blüte des Hauses der Omar
Jijkban des Reiches der Sonne
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*Als die Nachricht bei mir angekommen ist, studierte ich sie genau, ein sachtes Lächeln legt sich in dem Moment auf meine Lippen, die Zeilen immer wieder lesend und ein festes nicken folgte bevor ich mich an meinen Tisch setzte um eine Antwort zu schreiben.*
Salam Aleikum Cousine,
deine Worte zu lesen hat mir mal wieder gezeigt dass ich mich neda in dir Getäuscht habe, ich habe wohl auch nichts anderes von dir erwartet.
Ich freue mich darauf dich wieder zu treffen und in Ruhe mit dir zu sprechen, es ist aiwa leider schon eine lange Zeit her das wir das taten und es wird wohl mal wieder Zeit dafür.
So hoffe ich dass unsere Gespräche neda so schnell enden und wir mal wieder richtige Natifah’s sein können.
Möge Mara über dich und deine Kinder wachen
Ma’Salema
*Ein Bote wird die Nachricht wieder zum Palast bringen und für Noelani abgeben.*