Ein Bote aus Rahal für den Emir

Moderator: Menekaner [Mod]

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Fenia Treublatt

Ein Bote aus Rahal für den Emir

Beitrag von Fenia Treublatt »

*Am Abend des Tages, als die Sonne ihre Umklammerung der Wüste ein wenig gelockert hat, betritt ein ungerüsteter und unbewaffneter Bote der jedoch sehr deutlich die Insignien und Farben des rahalischen Reiches trägt die Wüste um sich seinen Weg bis vor die Tore der Stadt Menekur zu bahnen. Dort angekommen wird er den Torwachen erklären, dass die mitgebrachte größere, verschlossene Kiste für den Emir höchst persönlich bestimmt ist, als Zeichen der Ehrerbietung. Die Kiste selbst ist mit weißen Trauertüchern belegt, lässt ansonsten aber keinen Schluss auf den Inhalt zu. So er vorgelassen wird, wird er diese Kiste dem Emir mit aller gebotenen Etikette überreichen. Ansonsten wird er sie den Torwachen überreichen mit dem Hinweis sie dem Emir zu überbringen.*

*Wer auch immer die Kiste schließlich öffnen wird, wird darin die Nachbildung eines Pantherkopfes aus Stein vorfinden. Offenbar haben sich die Handwerker die damit beschäftigt waren deutlich Mühe gegeben, denn selbst das feine Fell lässt sich auf dem Steinkopf durch Gravuren erahnen. Der Panther selbst mag ob seiner Gestaltung einen recht aggressiven, kampfbereiten Blick haben. Das Maul ist ein Stück weit aufgerissen als würde er brüllen wobei die scharfen Zähne darin deutlich nachgebildet wurden. Ausgekleidet ist die Kiste mit schwarz/rotem Tuch, auf dem der Pantherkopf ruht. Daneben finden sich diverse, offenbar zerbrochene Stücke Menekanischer Machart. Ein Dolch, der wohl das Überbleibsel eines Schlachtfeldes war, eine kleine Brosche deren vormalige Bedeutung ob des desolaten Zustands kaum noch erkennbar ist. Dazu zerfetzte Stücke menekanischer Kleidung deren genaue Herkunft wohl nicht zu benennen ist. Schlussendlich wurden die Stücke wohl mit Salz bestreut das sich rund um den Pantherkopf findet. Im Maul des Panthers findet sich zuletzt ein gefaltetes Pergament mit dem Siegel des Palastes des rahalischen Reiches. So man das Siegel bricht und die Botschaft liest finden sich darauf folgende Worte*



Des All-Einen Segen mit jenem, der sich im Augenblick Emir der Menekaner nennt.


Es wird euch nicht verborgen geblieben sein dass der Größte eures Volkes den Tod durch die Klingen der
Kinder des All-Einen gefunden hat. Seine Heiligkeit, Alka Isidor I. möchte euch gegenüber sein Bedauern
darüber zum Ausdruck bringen dass euch dieser Verlust so schmerzlich trifft. Er ist jedoch fest davon
überzeugt dass die Trauer euch nicht all zu lange umklammern wird und so ihr gewillt seid sie zu beenden,
reicht es aus wenn ihr und euer Wüstentross sich vor die Mauern der Stadt begibt um eurem geliebten Anführer
Imraan Mukthaar Omar dorthin zu folgen wo er sich nun befindet.


Im Namen seiner Heiligkeit, Alka Isidor I. - Vertreter des All-Einen


Fenia Treublatt
Clerica Alataris

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Zuletzt geändert von Fenia Treublatt am Montag 23. Mai 2016, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Als die Pergamente am Abend ankamen, schien es im ersten Moment wie immer zu sein. Sie wurden in das Büro des Emirs getragen, dort abgelegt und bis die Schreiberin sich jenen widmete, ruhten sie dort. Allerdings wirkte der Gesichtsausdruck des Boten heute anders, er wirkte fast schon verstört und irritiert zugleich. "Was beschäftigt dich, Wüstensohn?" "Ich glaube es ist Kunde aus Rahal." Bei den Worten nickte sie nur, ließ ihn die Dinge, die da kamen, in das Büro des Emirs tragen und lächelte ihm noch verabschiedend zu. Sie wartete bis es ruhig wurde und begab sich dann in die Räumlichkeiten des Erhabenen. Es war nicht verboten hier zu sein, aber die Finger an seine Post zu legen und die Schatulle zu öffnen, das würde zumindest Ärger geben, wenn man sie erwischte. So nutzte sie die Abwesenheit aller, öffnete die Kiste und starrte hinein. Und als die Pantherfratze in ihre Richtung starrte, fiel ihr ruckartig das Schlucken etwas schwerer. Der Kloß im Hals wurde breiter und breiter und mit zittrigen Händen zog sie behutsam das Pergament aus dem Schädel. Das Siegel wurde gebrochen, noch bevor sie darüber nachdenken konnte und die Zeilen hämmerten sich, Wort für Wort, in ihren Kopf. Und der Leib schien nicht zu wissen, ob der dem Wahnsinn des Hasses verfallen sollte oder der verzweifelten Trauer. Tränen liefen über ihr Gesicht, wobei sich in den Augen die Verachtung ausbreitete wie ein Laubfeuer.

Nach einer Weile faltete sie das Ganze wieder zusammen und legte es zurück in den Mund der Abbildung. Behutsam wurde die Kiste dann auch wieder geschlossen und zurück zu den anderen Briefen gestellt, die sich auf dem Tisch offenbarten. Das einzige Anzeichen ihrer Anwesenheit war wohl die Tatsache, dass das Siegel des Pergamentes gebrochen wurde.
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