Stumm zog sie sich die Robe ueber ihre Kleidung.
Nach dem Rat gestern war sie ganz konfus und immer wieder wanderten ihre Gedanken zu Erinna.
Sie packte etwas verpflegung ein und zog im Schutz des Dunkeln mit der Kutsche nach Bajard.
Wanderte mit der Kapuze tief im Gesicht durch Bajard. Fand dann durch Zufall das Lager der Sturmkraehen und sah sich sprachlos um.
Fuer sie war es unvorstellbar in einem Zelt zu hause auf lange sicht zumindest. In einem Steinhaus sogar unvorstellbar.
"Ein solches Leben hat Erinna sich gewaehlt?"
Stumm wanderte sie durch das Lager. Scheinbar schlief alles oder war nicht da. Immer wieder schuettelte sie den Kopf. Sie machte kein Aufhebens um ihr hiersein. Sicher liess sich irgendwer wecken, den sie befragen konnte ueber Eris verbleib.
Doch verheimlichte sie auch ihre Schritte nicht sondern ging ruhig und gemaechlich.
Erinnas Zelt fand sie nicht. Wohl aber das haus von Gwynedeth und Culann, was sie sehr erfreute.
Mit einem letzten Blick auf das Lager versank sie in Gedanken, Wehmut erfasste sie und der Regen vermischte sich mit ihren salzigen Traenen.
Niemals wuerde Erinna sich mit Rahal einlassen. Niemals!
Soviel Unvernunft traute sie ihr einfach nicht zu.
Caillean wandte sich ab. Jeden Schritt den sie sich entfernte, blutete ihr Herz.
Kind. Wildfang. Tochter meines Herzens.
Es fiel ihr so schwer zu gehen. Wie gerne waere sie geblieben bis irgendwer oder gar Erinna ins Lager kaeme.
Doch die Zeiten waren gefaehrlich. Und schon die Ueberlegung alleine im Dunkeln in das Lager der Sturmkraehen zu treten. ohne zu wissen auf welcher Seite sie standen. Ohne zu wissen auf welcher Seite Erinna stand...
war schlichtweg dumm und gewagt.
Die letzten Schritte rannte sie foermlich und warf den Wagenschlag der Kutsche hinter sich zu.
"Kutscher... nach hause!" sie klopfte zweimal ans wagendach und holpernd setzte sich der wagen in Bewegung.
Caillean linste durch den Vorhang. Zog ihn ein stueck zur seite.
"Mein Gewissen das mich plagt..." fluesterte sie Wird mir keine Ruhe geben bis ich weiss dass es dir gut geht...Tochter
Vielleicht war es Falks kalte Aeusserung gegenueber den Grafen, dass sie verstossen sei. Vielleicht ihre eigene Antwort, dass jeder gegen den Clan die Waffe hebt, gefasst sein muss zu sterben. Einschliesslich Erinna
Ihr Ahnen! Ist das eine weitere Pruefung fuer mich?! Wie lange wollt ihr noch zusehen wie mein Herzblut fliesst? Goennt die Herrin mir denn keine Ruhe?[/i]
Das Gewissen, das dich plagt...
-
Erinna Hinrah
Sie bekam gar nicht mit das ihre Mah im Lager gewesen war. Fehlte doch eines der Zelte dort im Lager.
Der Druck von Rahal war etwas was sie nicht ertragen hatte. Sie wollte selber entscheiden gegen wen oder was sie kämpfte und vor allem mit wem sie kämpfte. Einige Tage zuvor war sie bei Alli gewesen und hatte zu ihr gesagt
Komme was wolle meine Freundin, ich werde nicht gegen dich kämpfen, ich werde vermummt an deiner Seite stehen. Da kann Rahal mir millionen bieten, es wäre mir egal. Gold ist nur ein Metall das ich auch mit Ausdauer selber erjagen kann.
Dabei gingen ihre Gedanken zum Clan. Sie hatte Falk am Ufer in Bajard geschworen
Niemals werde ich meine Waffe gegen meine Freunde und gegen den Clan erheben.
Hätte sie das Zelt nicht abgebaut hätte sie irgendwann ihre Waffe erheben müsse und das wollte sie nicht. Jetzt im Wald, mit Xinthra, in der ruhigen Stille, nur das heulen der Wölfe, das plätschern des Wassers direkt am Zelt, das Rauschen des Windes in den Bäumen, machte sie fast schon glücklich satt. Keiner der mehr daherkam und ihr damit drohte sie zu töten wenn sie sich gegen eine Seite entschied. Keiner mehr der dauernd um ihr Zelt herumritt und lauschte. Endlich Ruhe.
Vielleicht war Caillean im Mondlicht aufgefallen, das ihr Zelt nicht in der sonst vollendeten Reihe des Lagers dabei stand, deutete doch der Boden darauf hin das dort noch Stunden zuvor ein grosses Zelt stand. Vielleicht flüsterte auch der Wind Caillean zu wo Erinna jetzt war und vielleicht würde auch Erinna nochmal um Grimwould schleichen, einzig der Erinnerungen wegen.
Der Druck von Rahal war etwas was sie nicht ertragen hatte. Sie wollte selber entscheiden gegen wen oder was sie kämpfte und vor allem mit wem sie kämpfte. Einige Tage zuvor war sie bei Alli gewesen und hatte zu ihr gesagt
Komme was wolle meine Freundin, ich werde nicht gegen dich kämpfen, ich werde vermummt an deiner Seite stehen. Da kann Rahal mir millionen bieten, es wäre mir egal. Gold ist nur ein Metall das ich auch mit Ausdauer selber erjagen kann.
Dabei gingen ihre Gedanken zum Clan. Sie hatte Falk am Ufer in Bajard geschworen
Niemals werde ich meine Waffe gegen meine Freunde und gegen den Clan erheben.
Hätte sie das Zelt nicht abgebaut hätte sie irgendwann ihre Waffe erheben müsse und das wollte sie nicht. Jetzt im Wald, mit Xinthra, in der ruhigen Stille, nur das heulen der Wölfe, das plätschern des Wassers direkt am Zelt, das Rauschen des Windes in den Bäumen, machte sie fast schon glücklich satt. Keiner der mehr daherkam und ihr damit drohte sie zu töten wenn sie sich gegen eine Seite entschied. Keiner mehr der dauernd um ihr Zelt herumritt und lauschte. Endlich Ruhe.
Vielleicht war Caillean im Mondlicht aufgefallen, das ihr Zelt nicht in der sonst vollendeten Reihe des Lagers dabei stand, deutete doch der Boden darauf hin das dort noch Stunden zuvor ein grosses Zelt stand. Vielleicht flüsterte auch der Wind Caillean zu wo Erinna jetzt war und vielleicht würde auch Erinna nochmal um Grimwould schleichen, einzig der Erinnerungen wegen.
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Erinna Hinrah
Lange sass sie am Wasser, lauschte dem leisen glucksen des Sumpfes und das plätschern des Wassers. Wenn Xinthra schlief hang Erinna immer ihren Gedanken nach. Das Bild mit Grimwould war fertig und stand in der Staffelei. Da waren Falk, Caillean, Argos, Auri, Vio, Sven, Hedwig, Leif - Alle die sie in Grimwould kennengelernt hatte und die da waren als sie ging. Caillean stand neben Falk und lächelte ihr typisches gewinnendes Lächeln, Falk war ein klein wenig zu gross geraten, aber dafür funkelten einem die blauen Augen entgegen. Auri und Vio standen nebeneinander und winkten. Sven sass auf der Treppe und hielt selber einen Pinsel in der Hand. Grimwould selber lag im sanften Sonnenschein, vorne die Pferde, der Wolf, die Hühner und die beiden Hunde.
Sie fragte sich dem plätschern und glucksen lauschend ob ihre Mah sie noch vermisste, oder ob ihr Dah bei einer Jagt noch daran dachte das sie selber sich mal auf ihn geleggt hatte als er bewusstlos war um ihn mit ihrem Körper zu schuetzen. Hier im Wald gab es keinen mehr der ihr sagte sie solle mit jagen gehen, oder sich mit ans Feuer setzen. Hier konnte sie schweigen, oder singen, oder tanzen ganz wie sie wollte, ohne das es jemanden störte, ob sie nun auch mal tagelang mal nichts sagte. Sie genoss diese Stille und Ruhe. Keine Hecktik, keine Befehle, keine Regeln, nur die Gesetze der Natur, die sie so gut kannte.
Und doch fragte sie sich ob sie Ulfaar jemals sehen würde, ob er sich so entwickeln würde wie auf dem Bild das bei Cailly und Falk hing, ob er auch so ein stolzer Krieger würde wie Falk und ob er vielleicht die Traditionen irgendwann lockern würde und jedem im Clan selber entscheiden lassen würde wen oder was jener liebte. Ohne jene Tradition wäre sie noch immer im Clan, zusammen mit Xinthra und sie wäre vermutlich der glücklichste Mensch von Gerimor, auch wenn sie das jetzt schon ist, manchmal fehlte ihr irgendwas.
Bevor sie ihr Zelt eingepackt hatte, hatte sie noch überlegt was Cailly und Falk tun würden, ob sie ebenso entschieden hätten. Wenn sie eines im Clan gelernt hatte dann das Familie und Freundschaft zu der Liebe das Wichtigste waren.
Sie fragte sich dem plätschern und glucksen lauschend ob ihre Mah sie noch vermisste, oder ob ihr Dah bei einer Jagt noch daran dachte das sie selber sich mal auf ihn geleggt hatte als er bewusstlos war um ihn mit ihrem Körper zu schuetzen. Hier im Wald gab es keinen mehr der ihr sagte sie solle mit jagen gehen, oder sich mit ans Feuer setzen. Hier konnte sie schweigen, oder singen, oder tanzen ganz wie sie wollte, ohne das es jemanden störte, ob sie nun auch mal tagelang mal nichts sagte. Sie genoss diese Stille und Ruhe. Keine Hecktik, keine Befehle, keine Regeln, nur die Gesetze der Natur, die sie so gut kannte.
Und doch fragte sie sich ob sie Ulfaar jemals sehen würde, ob er sich so entwickeln würde wie auf dem Bild das bei Cailly und Falk hing, ob er auch so ein stolzer Krieger würde wie Falk und ob er vielleicht die Traditionen irgendwann lockern würde und jedem im Clan selber entscheiden lassen würde wen oder was jener liebte. Ohne jene Tradition wäre sie noch immer im Clan, zusammen mit Xinthra und sie wäre vermutlich der glücklichste Mensch von Gerimor, auch wenn sie das jetzt schon ist, manchmal fehlte ihr irgendwas.
Bevor sie ihr Zelt eingepackt hatte, hatte sie noch überlegt was Cailly und Falk tun würden, ob sie ebenso entschieden hätten. Wenn sie eines im Clan gelernt hatte dann das Familie und Freundschaft zu der Liebe das Wichtigste waren.