Es war einmal ein kleiner Schatten. Eines Tages fiel er einfach von einem Schiffsdeck direkt in das
Hafenbecken. Dort begegnete er vielen interessanten Wesen wie der beweglichen Seeschlange, dem streitlustigen
Teufelsrochen, dem emsigen Seepferdchen, der nimmer ruhenden Seeschwalbe, der schmusigen Meerkatze,
sowie vielen anderen. Vor allem aber traf sie dort auf den Haifisch und dessen kleinen Pilotfisch.
Sie sah die scharfen Zähne dieses Räubers, seine schnellen Bewegungen und wieviel Respekt die anderen
Meeresbewohner vor ihm hatten. Das fand der kleine Schatten überaus spannend, außerdem war es in dieser
Bucht sicher sinnvoll sich jemandem anzuschließen, der einem unscheinbaren Wesen einen gewissen Schutz
liefern konnte.
Und so war es dann auch. Der Raubfisch nahm sich des kleinen Schattens an und half ihm in der lebendigen
Bucht einen Platz für sich zu finden. Er wachte über ihn und traf Vorkehrungen, dass die Abenteuer welche
es zu erleben gab nie spannend genug wurden um wahrhaft gefährlich zu werden. Von Zeit zu Zeit gewährte
er dem kleinen Schatten sogar ein paar tiefere Einblicke in das Innenleben eines Haifisches, wenn auch der
bissige Pilotfisch trotz Abwesenheit, nie zuließ, dass die beiden zu einer düsteren Einheit werden konnten.
Der Hai blieb ein Einzelgänger und so musste auch der Schatten seinen eigenen Weg gehen, wenn es ihn
auch schmerzte, die Bucht in der er sich bisweilen eingelebt hatte, zu verlassen. Der Raubfisch bleckte seine
Zähne ein letztes Mal zu einem gefährlichen Grinsen und mahnte den Schatten ein solcher zu bleiben,
dass das Licht über den Wellen ihn verschlingen oder gar verbrennen würde, doch das hielt das kleine Wesen
nicht davon ab seinen Mut zu sammeln und ans Ufer zu klettern.
In der Zwischenzeit hatte der kleine Schatten herausgefunden, dass es seine Berufung war anderen
Bewohnern der Insel mit seinen Schattenkünsten zu helfen. Es machte ihm Freude und er sah, dass was er tat
andern Orts mehr geschätzt wurde als in der Bucht.
Da trat eines Tages ein großer, prächtiger Panther vor den Schatten, der eine Heerschar von Tieren vielfältiger
Arten anführte um sie vor falschen Wesen aus dem Osten der Insel zu schützen, welche sich von Stolz und
Prunk blenden ließen. Er rief die Tiere die ihm treu waren auf zu einem Kampf für Freiheit und ein größeres
Territorium. Auch der kleine Schatten folgte diesem Sturm, denn ihm war seine Freiheit wichtig, als er endlich
erkannt hatte, dass er sie in der Enge der Bucht mit dem Haifisch als Wächter nicht finden konnte. Zudem waren
unter den Streitern des Panthers viele Freunde des Schattens, die er beschützen wollte.
Da waren die herzliche Seidenspinnerin und ihre Familie, die fröhlich singende Häsin mit ihrem Wurf, sowie ein
schlauer Fuchs, der ebenso wie der Schatten mal in der Bucht gelebt hatte und viele mehr. Auch ein Kater mit
rotbraunem Fell lebte dort, der ihr den Pfad des Panthers zeigte und verstehen half, dass der kleine Schatten
schon immer gut zu dem schwarzen Fell der großen Raubkatze gepasst hatte.
Der Krieg war gewonnen und der Panther belohnte den Schatten für seine Hilfe, indem er ihm ein Heim unter
seinem Schutz bot. Bald sponn das kleine Wesen ein paar Fäden zu einem Netz aus Freunden und Vertrauten
und erschuf damit einen Ort an dem sich der kleine Schatten wohl und sicher fühlte, ohne einen Haifisch vor
den Toren zu brauchen. Dennoch spürte die kleine Giftspinne, deren Konturen der Schatten langsam erahnen
ließ, dass sie ein großes Netz gebaut hatte und es ihr an Wärme darin fehlte.
Eines Abends verfing sich ein graues Chamäleon in dem Gewirr der Schattenhaften und sein Schweigen
weckte die Neugier in ihr, ahnte sie doch dass es viel erlebt hatte und wohlmöglich ein paar interessante
Abenteuer zu erzählen hatte. Der Maskenträger musste viel Mut aufbringen um ein wenig Farbe zeigen zu
können, doch reichte es nicht aus um sie auch zu bekennen. Der kleine Schatten spürte, dass es aber genau
das war was er brauchte. Das Netz bedurfte nicht noch mehr geheimnisvollen Grautönen und anderen Schatten,
es sollte leuchten und farbenfroh sein, denn die Bewohnerin wünschte sich, dass es viele neue Tiere anzog,
denen sie Freund und Helfer sein konnte. Hatte eine verletze Löwin und ihr Junges auch etwas Leben und
ein paar Farbtupfer der Freundschaft gebracht, wusste der kleine Schatten, dass irgendwo eine Flamme
für ihn loderte, die nur noch gefunden werden musste.
Und da war es dann plötzlich. Helles, heißes Drachenfeuer schlug ihr entgegen, in Farben
die sich der kleine Schatten nie hätte ausmalen können, gar schien es nur zu brennen um dem Schattenwesen
zu bieten wonach es sich so sehr sehnte.
Zwar hatten die Zähne des Haifisches damals geschafft, die Haut des Schattens wund zu machen, was ihm
hin und wieder ein warmes Prickeln schenkte, so hüllten doch diese Flammen sie stürmisch, vollkommen
und ohne Blasenzu werfen ein und durchfluteten jede Faser ihres Seins.
Der Drache war nicht beißwütig wie der Haifisch, schürte nicht ihre Ängste um sie klein zu halten, auch
wollte er nicht unerkannt in irgendwelchen schummrigen Winkeln weilen, um nur in unbeobachteten
Momenten mal ein dezentes blau oder grün zu zeigen.
Nein.
Dieses feurige Wesen rüttelte das Leben an ihre Oberfläche, verscheuchte gar nach und nach die
schattenhaften Nebelschwaden um das kleine Wesen, damit sie erkennen konnte, dass nicht etwa acht
dünne Beine sie trugen.
Ein weiches Fell tauchte aus der Dämmerung auf, welche sie zuvor umgeben hatte, so auch Pfoten, die
mal verspielt mal krallenbewährt um das große Wesen mit dem glühenden Herzen tollten. Die Drachenwärme
ließ sie verschmust schnurren und wenn sein Odem loderte, sprang die kleine Katze mit dem Schattenfell
wild und nicht mehr von Ängsten gefangen an ihm empor.
Im Hort des Drachen fühlte sie sich unendlich geborgen, akzeptiert mit allen Facetten, entflammt von der
Sehnsucht nach Licht und Feuer und nicht zuletzt ermutigt, diese Erkenntnisse auch vor den Eingang der
Höhle zu tragen. Sie begann zu verstehen wie unersetzlich Herd- und Herzfeuer für ein Schattenfell wie
sie waren und dass sie es hier bei ihm und seiner Familie gefunden hatte.
So begann die Geschichte vom kleinen Schatten und dem Drachenfeuer…
Hafenbecken. Dort begegnete er vielen interessanten Wesen wie der beweglichen Seeschlange, dem streitlustigen
Teufelsrochen, dem emsigen Seepferdchen, der nimmer ruhenden Seeschwalbe, der schmusigen Meerkatze,
sowie vielen anderen. Vor allem aber traf sie dort auf den Haifisch und dessen kleinen Pilotfisch.
Sie sah die scharfen Zähne dieses Räubers, seine schnellen Bewegungen und wieviel Respekt die anderen
Meeresbewohner vor ihm hatten. Das fand der kleine Schatten überaus spannend, außerdem war es in dieser
Bucht sicher sinnvoll sich jemandem anzuschließen, der einem unscheinbaren Wesen einen gewissen Schutz
liefern konnte.
Und so war es dann auch. Der Raubfisch nahm sich des kleinen Schattens an und half ihm in der lebendigen
Bucht einen Platz für sich zu finden. Er wachte über ihn und traf Vorkehrungen, dass die Abenteuer welche
es zu erleben gab nie spannend genug wurden um wahrhaft gefährlich zu werden. Von Zeit zu Zeit gewährte
er dem kleinen Schatten sogar ein paar tiefere Einblicke in das Innenleben eines Haifisches, wenn auch der
bissige Pilotfisch trotz Abwesenheit, nie zuließ, dass die beiden zu einer düsteren Einheit werden konnten.
Der Hai blieb ein Einzelgänger und so musste auch der Schatten seinen eigenen Weg gehen, wenn es ihn
auch schmerzte, die Bucht in der er sich bisweilen eingelebt hatte, zu verlassen. Der Raubfisch bleckte seine
Zähne ein letztes Mal zu einem gefährlichen Grinsen und mahnte den Schatten ein solcher zu bleiben,
dass das Licht über den Wellen ihn verschlingen oder gar verbrennen würde, doch das hielt das kleine Wesen
nicht davon ab seinen Mut zu sammeln und ans Ufer zu klettern.
In der Zwischenzeit hatte der kleine Schatten herausgefunden, dass es seine Berufung war anderen
Bewohnern der Insel mit seinen Schattenkünsten zu helfen. Es machte ihm Freude und er sah, dass was er tat
andern Orts mehr geschätzt wurde als in der Bucht.
Da trat eines Tages ein großer, prächtiger Panther vor den Schatten, der eine Heerschar von Tieren vielfältiger
Arten anführte um sie vor falschen Wesen aus dem Osten der Insel zu schützen, welche sich von Stolz und
Prunk blenden ließen. Er rief die Tiere die ihm treu waren auf zu einem Kampf für Freiheit und ein größeres
Territorium. Auch der kleine Schatten folgte diesem Sturm, denn ihm war seine Freiheit wichtig, als er endlich
erkannt hatte, dass er sie in der Enge der Bucht mit dem Haifisch als Wächter nicht finden konnte. Zudem waren
unter den Streitern des Panthers viele Freunde des Schattens, die er beschützen wollte.
Da waren die herzliche Seidenspinnerin und ihre Familie, die fröhlich singende Häsin mit ihrem Wurf, sowie ein
schlauer Fuchs, der ebenso wie der Schatten mal in der Bucht gelebt hatte und viele mehr. Auch ein Kater mit
rotbraunem Fell lebte dort, der ihr den Pfad des Panthers zeigte und verstehen half, dass der kleine Schatten
schon immer gut zu dem schwarzen Fell der großen Raubkatze gepasst hatte.
Der Krieg war gewonnen und der Panther belohnte den Schatten für seine Hilfe, indem er ihm ein Heim unter
seinem Schutz bot. Bald sponn das kleine Wesen ein paar Fäden zu einem Netz aus Freunden und Vertrauten
und erschuf damit einen Ort an dem sich der kleine Schatten wohl und sicher fühlte, ohne einen Haifisch vor
den Toren zu brauchen. Dennoch spürte die kleine Giftspinne, deren Konturen der Schatten langsam erahnen
ließ, dass sie ein großes Netz gebaut hatte und es ihr an Wärme darin fehlte.
Eines Abends verfing sich ein graues Chamäleon in dem Gewirr der Schattenhaften und sein Schweigen
weckte die Neugier in ihr, ahnte sie doch dass es viel erlebt hatte und wohlmöglich ein paar interessante
Abenteuer zu erzählen hatte. Der Maskenträger musste viel Mut aufbringen um ein wenig Farbe zeigen zu
können, doch reichte es nicht aus um sie auch zu bekennen. Der kleine Schatten spürte, dass es aber genau
das war was er brauchte. Das Netz bedurfte nicht noch mehr geheimnisvollen Grautönen und anderen Schatten,
es sollte leuchten und farbenfroh sein, denn die Bewohnerin wünschte sich, dass es viele neue Tiere anzog,
denen sie Freund und Helfer sein konnte. Hatte eine verletze Löwin und ihr Junges auch etwas Leben und
ein paar Farbtupfer der Freundschaft gebracht, wusste der kleine Schatten, dass irgendwo eine Flamme
für ihn loderte, die nur noch gefunden werden musste.
Und da war es dann plötzlich. Helles, heißes Drachenfeuer schlug ihr entgegen, in Farben
die sich der kleine Schatten nie hätte ausmalen können, gar schien es nur zu brennen um dem Schattenwesen
zu bieten wonach es sich so sehr sehnte.
Zwar hatten die Zähne des Haifisches damals geschafft, die Haut des Schattens wund zu machen, was ihm
hin und wieder ein warmes Prickeln schenkte, so hüllten doch diese Flammen sie stürmisch, vollkommen
und ohne Blasenzu werfen ein und durchfluteten jede Faser ihres Seins.
Der Drache war nicht beißwütig wie der Haifisch, schürte nicht ihre Ängste um sie klein zu halten, auch
wollte er nicht unerkannt in irgendwelchen schummrigen Winkeln weilen, um nur in unbeobachteten
Momenten mal ein dezentes blau oder grün zu zeigen.
Nein.
Dieses feurige Wesen rüttelte das Leben an ihre Oberfläche, verscheuchte gar nach und nach die
schattenhaften Nebelschwaden um das kleine Wesen, damit sie erkennen konnte, dass nicht etwa acht
dünne Beine sie trugen.
Ein weiches Fell tauchte aus der Dämmerung auf, welche sie zuvor umgeben hatte, so auch Pfoten, die
mal verspielt mal krallenbewährt um das große Wesen mit dem glühenden Herzen tollten. Die Drachenwärme
ließ sie verschmust schnurren und wenn sein Odem loderte, sprang die kleine Katze mit dem Schattenfell
wild und nicht mehr von Ängsten gefangen an ihm empor.
Im Hort des Drachen fühlte sie sich unendlich geborgen, akzeptiert mit allen Facetten, entflammt von der
Sehnsucht nach Licht und Feuer und nicht zuletzt ermutigt, diese Erkenntnisse auch vor den Eingang der
Höhle zu tragen. Sie begann zu verstehen wie unersetzlich Herd- und Herzfeuer für ein Schattenfell wie
sie waren und dass sie es hier bei ihm und seiner Familie gefunden hatte.
So begann die Geschichte vom kleinen Schatten und dem Drachenfeuer…