Das erste war die Bestätigung der hießigen Garde, dass er an der Unterrichtung über Recht und Gesetz teilnahm.
Das zweite Schriftstück beinhaltete das kirchliche Siegel des Vicarius. Gestern erst hatte er dieses erhalten. Im wahrsten Sinne des Wortes "Gott sei Dank".
Das dritte Schreiben war weniger elegant und weniger sauber. Sogar einen Riss im Pergament konnte man erkennen, wenn es aufgerollt wurde. Doch man sah nicht nur einen Pergamentriss, sondern auch einen Antrag:
Des All Einen Segen,
Ich stelle hiermit Antrag auf Bürgerschaft der Stadt Rahal. Die Schriftstücke der besuchten Institutionen habt Ihr erhalten.
Sofern Ihr meinem Gesuch entsprecht, lasst mir eine Nachricht zukommen.
"Hrm", grummelte der Gardist, "ich bin doch nicht dein Laufbursche! Bring das mal schön selbst dahin!" Terbon wusste, dass der Gardist recht hatte. Aber der Grund war so einfach, wie schrecklich, dass er die Schriftstücke eben diesem Gardisten in die Hand drückte.
Rahal war groß. Zu groß, um sich in so kurzer Zeit -seit er von diesem garstigen Kapitän des Schiffes verwiesen wurde- darin ordentlich zurechtzufinden.
Also blieb ihm nichts anderes übrig, als zu pokern. Und so versuchte er alles auf eine Karte zu setzen:
"Warst du das nicht, der gestern im Begriff war gegen den Wirt dort hinten in der Spelunke seinen gesamten Monatslohn beim Würfeln zu verlieren? Und weeeeeeer gab den Ratschlag, die Würfel könnten gezinkt sein?", rieb er dem etwas verdutzten Gardisten unter die Nase und hoffte damit, ihm ein schlechtes Gewissen machen zu können.
Und dies schien in der Tat funktiniert zu haben, da er leicht sauer die Schriftstücke in der Hand eindrückte und grummelnd in Richtung Stadthalter marschierte.
"Du findest mich in dieser Taverne, wenn du was für mich hast!", rief er ihm hinterher und verschwand dann auch wieder in Richtung eben dieser Spelunke.