Bald...

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Erinya Erlias

Bald...

Beitrag von Erinya Erlias »

Ein kleiner Garten, ein gemütliches Bett, ein Feuer im Kamin und der Mann, den sie liebte an ihrer Seite. Jedes mal, wenn sie daran dachte, konnte sie ihr Glück kaum fassen. So ruhig waren die letzten Wochen gewesen. Endlich war Ruhe eingekehrt. Kein Streit, keine Unruhen. Nur das Gefühl genießen, wie es wohl sein würde, wenn sie endlich Mann und Frau wären. Vielleicht Kinder... Der Gedanke schien ihr nicht mehr so abwegig wie vor einigen Wochen. Was gäbe es schöneres als Kinder mit Aldred?

Geschafft setzte sie sich auf das Bett in der kleinen Kammer in Bajard. Aldred lag bereits im Bett und ruhig ging sein Atem. Waren sie doch beide fast jeden Abend auf der Jagd, um so schnell wie möglich ihr eigenes Heim zu verwirklichen. So schnell wie möglich aus diesem Dorf zu verschwinden. Wussten sie sogar schon, wie es auszusehen hatte, was sie wollten... was sie brauchten....

Vorsichtig hob sie die Decke und schlüpfte darunter. Langsam fuhr sie mit dem Zeigefinger über Aldred’s Stirn, seine Nase bis zu seinem Mund. Schlaftrunken blickte er Erinya an. Doch wagte sie nicht diese traute Zweisamkeit mit einem Wort zu stören. In ihrem Blick lag nur unendliche Zuneigung und Liebe.... Liebe von der sie glaubte, sie könne sie nie empfinden. Doch dieser Mensch... er hatte es geschafft. Geschafft, die kleine Raubkatze zu bändigen, in seinen Bann zu ziehen und streichelzart zu machen.

Vom ersten Treffen in Tirell, dem ersten Streit in Varuna bei dem Fest, bis hin zu den leidenschaftlichen Nächten und der unbändigen Hitze, die von ihnen aufstieg. Etwas geschaffen, auf das man bauen konnte. Etwas.... solides. Fehlte nur noch das Nest. Ein eigenes Nest um dort vielleicht sogar eine Brut aufzuziehen.

Langsam näherte sich ihr Gesicht dem seinen, und endlich konnte sie seine warmen Lippen auf den ihren Spüren. Ja... Spüren wie sehr er sie begehrte, ihn spüren....

„Bald mein Schatz.... Bald....“ lächelte sie geheimnisvoll und gab sich ihm dann völlig hin. Bald würde es soweit sein.... Alles oder nichts....
Aldred Ravenor

Beitrag von Aldred Ravenor »

Fast zu müde, um sich auszukleiden fiel er auf ihr gemeinsames Bett. Die letzten Wochen hatten ihm wirklich einiges abverlangt. Tagsüber die Arbeit in Tirell, abends trieb er sich auf der Suche nach Reichtümern und Schätzen in den dunkelsten Gegenden Gerimors umher und zu Hause wartete eine hungrige Wildkatze, um ihm ihr Recht abzuverlangen. Bei diesem Gedanken erschien unwillkürlich ein mattes, aber zufriedenes Grinsen auf seinem Gesicht.

Nicht nur war er unsagbar verliebt, ihr schien es nicht anders zu gehen. Zuerst hatte er ihr stürmisches hingebungsvolles Verhalten auf ihr Wesen, das ihr eigene Temperament geschoben, doch wurde ihm mit jedem Tag mehr bewusst, dass ihre Leidenschaft, ihre Liebe ganz allein ihm galt. Das war genau, was er sich immer gewünscht hatte. Er war Realist. Wer würde ihn an der Akademie schon vermissen? Ein paar Schüler, die ihre nächste Prüfung nicht abwarten konnten. In Bajard? Er hatte sich seit Wochen kaum um dessen Belange kümmern können, aber wie es schien, hatte diese Schreiberin sowieso alle Geschäfte und Angelegenheiten an sich gerissen. Schon aus Prinzip würde er ihr gerne mal die Meinung sagen und... vielleicht.... ein zwei kleine Tricks....... sie wäre nicht die erste, die sich eingenässt hätte....
Wie er seine Magie doch schätzte.

Aber ehrlich gesagt, war es ihm gleichgültig..... und seine Gedanken wanderten wieder zurück.....
....endlich ein Mensch, eine Frau, die alles für ihn geben würde und der er ebenso alles geben konnte, was er hatte. Manches mal war es ihm in den Sinn gekommen, ob die Verlobung nicht doch etwas überhastet geschehen war........ und nur ein Gedanke an seine Geliebte reichte aus, um alle Zweifel zu begraben. Mit ihr wollte er seine Zukunft verbringen, wollte er alt werden.....
Er war grade etwas eingenickt, als sich warm und verlangend ihre Lippen auf die seinen legten. Bei den Göttern wie er diese Frau liebte.
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