Mit einem gut gelaunten Lächeln betrat Felicitas die Taverne am Marktplatz.
Sie kam nicht ohne Grund hierher. Einmal um ein "Versprechen" einzulösen das sie Johann Weinschenk gegeben hatte und zum anderen um sich ein wenig mit dem Wirt zu unterhalten.
Wie immer war sie in edles Gewand gekleidet in dem sie so suverän zu laufen vermochte. Es hatte sie viel Übung gekostet bis sie dies so beherrschte und es war eine unabdingbare Fertigkeit dies zu können um ihrem Ruf und ihrem Stand gerecht zu werden.
In der linken Armbeuge trug sie ihre Harfe.
Zuerst lies sie sich an einem der Tische nieder und bestellte etwas zu trinken.
Ein Glas Wein, rot, lieblich. Der gesetzte Wirt brachte ihr dies baldigst mit einem Lächeln und ging dann wieder zu seinen anderen Gästen.
Der Abend würde etwas weiter fortschreiten müssen, ehe Felicitas gelegenheit bekommen würde näher mit dem Wirt zu sprechen.
Es interessierte sie sehr woher der doch recht einfach anmutende Mann, eine Abschrift so alter Lieder hatte und ob er über den Verbleib von anderen Abschriften wusste.
So lies sie den Abend etwas vorbei gehen, spielte ihre Lieder und erfreute die anwesenden Gäste mit dem seltenen Genuss einer Harfnerin in einer Schenke.
Sie sang von den alten Mähren und frohen Geschichten, während die Harfe den Raum in den seidigen Klang hüllte.
Johann Weinschenk schien nicht abgeneigt ob der Musik die sicherlich vermochte den ein oder anderen in die Taverne zu locken, der normalerweise weitergegangen währe.
Am späteren Abend dann, zwei Weingläser später, setzte sie sich zu ihm an den Tresen und lächelte ihm zu.
"Schönen Gruss Herr Weinschenk. Ich hoffe euch hat mein Spiel gefallen und euch die ein oder andere Münze eingebracht. Ich würde mich gerne einmal mit euch unterhalten."
Mit einem Lächeln auf den Lippen trat Johann wohl an die junge Edeldame herran und nahm die Pfeife aus dem Mund die immernoch leicht qualmte.
"Es geht mir um das Pergament das ihr mir gabt..."fing Felicitas an und erklärte ihm welchen Wert dieses für sie habe. Ein altes Lied der vergessenen Barden. Das war etwas seltenes. Interessiert fragte sie ihn woher er es habe und ob er über den Verbleib weiterer Abschriften wüsste...
Ein Abend bei Johann Weinschenk
-
Felicitas de Arganta
Mit einem leisen Lächeln verliess Feli die Schenke am Marktplatz.
Es war ein interessanter Abend gewesen. Das Spiel war gelungen gewesen. Sie war nicht eingebildet, aber sie hatte es nicht anders erwartet.
Die Erfahrung zeigte, dass wenige Leute in den Genuss kamen einer Harfnerin zu lauschen. Der Unterschied zu den Wanderbarden mit denen sie ab und an verwechselt wurde, war doch sehr deutlich.
Johann Weinschenk war für Felicitas in ein etwas anderes Licht gerückt.
Bei dem Konzert hatte sie einfach nur einen charmanten, gesetzten Wirt gesehen, der ihr etwas sehr wertvolles zum Geschenk gemacht hatte.
Jetzt wusste Feli das hinter der Gestald von Johann mehr steckte. Der Ältere Mann hatte sich in Schweigen auf ihre Fragen gehüllt. Kurzzeitig war Feli sich nicht sicher ob sie nicht einen wunden Punkt bei dem Wirt getroffen hatte. Welche Geschichte mochte sich hinter der Person Johann Weinschenk verbergen? Sie hatte das unbestimmte Gefühl das er wesendlich mehr wusste als er ihr sagen wollte. Die Gründe dafür blieben sein Geheimniss. Eines war sicher: Er wusste von den alten Liedern. Er wusste besser darüber bescheid als der Großteil der restlichen Bevölkerung Gerimors oder sonst wo. Doch mittlerweile ging es Felicitas garnicht mehr um die Abschriften. Dies waren uralte Sagen und Legenden.
Sie in Händen zu halten währe sicherlich ein Erlebniss gewesen, doch wie Johann gesagt hatte: Die Vergangenheit kam zu einem, wenn es der rechte Zeitpunkt war.
Die Geschichte hinter dem Wirt beschäftigte Felicitas viel mehr. War er ein Abenteurer gewesen? Ein Kämpfer? Ein Ritter? oder war er einer der Wanderbarden gewesen der sich zur Ruhe gesetzt hatte? Er besaß nicht die Stimme die dafür von Nöten gewesen währe, aber so eine Stimme konnte auch über die Jahre schaden nehmen. Niemand ausser Johann konnte sagen was geschehen war.
Was hatte er wohl gesehen und was erlebt? Aus Erzählungen werden Geschichten, aus Geschichten werden Legenden, aus Legenden werden Sagen.
Felicitas hörte sich sagen: Es sind wir Harfner die die alten Legenden und Sagen pflegen..sie am Leben halten und behüten.
Ja so sah sie sich ein wenig. Als Bewahrerin alter Weisen, alter Mähren. Man konnte viel aus der Vergangenheit lernen und manche Dinge oder Personen hatten es verdient durch die Lieder ewig zu leben.
Vielleicht währe der Wirt ja redseeliger wenn sie ihn ein wenig näher kannte. Felicitas hatte eine gute Menschenkenntnis. Das musste sie. Eine Harfnerin musste wissen wie ihr Puplikum auf sie reagiert. Sie hoffte das sie dem Wirt nicht zu sehr in einer alten Wunde gebohrt hatte, wenn sie den Recht behielt.
Eines jedoch war sicher: Egal welche Geschichte sich hinter ihm verbarg, das Ende würde ein gutes sein. Denn er hatte eine Frau und Kinder, eine Taverne direkt im Stadtkern Varunas. Er hatte ein , für ihn , sicherlich gutes Leben.
Es würde eine schöne Geschichte werden die Felicitas zu erzählen hätte. Eine mit einem schönen Ende.
Es war ein interessanter Abend gewesen. Das Spiel war gelungen gewesen. Sie war nicht eingebildet, aber sie hatte es nicht anders erwartet.
Die Erfahrung zeigte, dass wenige Leute in den Genuss kamen einer Harfnerin zu lauschen. Der Unterschied zu den Wanderbarden mit denen sie ab und an verwechselt wurde, war doch sehr deutlich.
Johann Weinschenk war für Felicitas in ein etwas anderes Licht gerückt.
Bei dem Konzert hatte sie einfach nur einen charmanten, gesetzten Wirt gesehen, der ihr etwas sehr wertvolles zum Geschenk gemacht hatte.
Jetzt wusste Feli das hinter der Gestald von Johann mehr steckte. Der Ältere Mann hatte sich in Schweigen auf ihre Fragen gehüllt. Kurzzeitig war Feli sich nicht sicher ob sie nicht einen wunden Punkt bei dem Wirt getroffen hatte. Welche Geschichte mochte sich hinter der Person Johann Weinschenk verbergen? Sie hatte das unbestimmte Gefühl das er wesendlich mehr wusste als er ihr sagen wollte. Die Gründe dafür blieben sein Geheimniss. Eines war sicher: Er wusste von den alten Liedern. Er wusste besser darüber bescheid als der Großteil der restlichen Bevölkerung Gerimors oder sonst wo. Doch mittlerweile ging es Felicitas garnicht mehr um die Abschriften. Dies waren uralte Sagen und Legenden.
Sie in Händen zu halten währe sicherlich ein Erlebniss gewesen, doch wie Johann gesagt hatte: Die Vergangenheit kam zu einem, wenn es der rechte Zeitpunkt war.
Die Geschichte hinter dem Wirt beschäftigte Felicitas viel mehr. War er ein Abenteurer gewesen? Ein Kämpfer? Ein Ritter? oder war er einer der Wanderbarden gewesen der sich zur Ruhe gesetzt hatte? Er besaß nicht die Stimme die dafür von Nöten gewesen währe, aber so eine Stimme konnte auch über die Jahre schaden nehmen. Niemand ausser Johann konnte sagen was geschehen war.
Was hatte er wohl gesehen und was erlebt? Aus Erzählungen werden Geschichten, aus Geschichten werden Legenden, aus Legenden werden Sagen.
Felicitas hörte sich sagen: Es sind wir Harfner die die alten Legenden und Sagen pflegen..sie am Leben halten und behüten.
Ja so sah sie sich ein wenig. Als Bewahrerin alter Weisen, alter Mähren. Man konnte viel aus der Vergangenheit lernen und manche Dinge oder Personen hatten es verdient durch die Lieder ewig zu leben.
Vielleicht währe der Wirt ja redseeliger wenn sie ihn ein wenig näher kannte. Felicitas hatte eine gute Menschenkenntnis. Das musste sie. Eine Harfnerin musste wissen wie ihr Puplikum auf sie reagiert. Sie hoffte das sie dem Wirt nicht zu sehr in einer alten Wunde gebohrt hatte, wenn sie den Recht behielt.
Eines jedoch war sicher: Egal welche Geschichte sich hinter ihm verbarg, das Ende würde ein gutes sein. Denn er hatte eine Frau und Kinder, eine Taverne direkt im Stadtkern Varunas. Er hatte ein , für ihn , sicherlich gutes Leben.
Es würde eine schöne Geschichte werden die Felicitas zu erzählen hätte. Eine mit einem schönen Ende.