Als der Waldkauz auf den Fensterrahmen landet und einen Blick hinein riskiert kann er gut erkunden welches Bildnis das Innenleben von Gandurins Hütte abwirft. Überall auf dem Boden liegen achtlos Sachen herum, sein Bett ist zerwühlt und Stühle stehen oder liegen im Raum kreuz und quer. Man mochte sagen.. das es sehr unaufgeräumt wirkt, selbst dann noch, wenn man den Maßstab der Druiden anlegte. Der Kamin gab das Knistern des verbrennenden Holzes von sich und spendete dem Raum zumindest ein gewisses Gefühl von Wärme und Heim.
In der nord-westlichen Ecke mag die kleine Eule dann auch Gandurin auf dem Boden hocken sehen. Es scheint als hätte er sich in die hinterste Ecke der Hütte verkrochen. Er ist mit dem Oberkörper aufgerichtet und rücklings an seinen Schrank gelehnt und starrt gedankenverloren mit aufgequollenen Augen in die Leere. Seine Beine liegen flach auf dem Boden auf und sind links und rechts ausgestreckt. Beide Hände hängen kraftlos herunter und liegen auf seinen Oberschenkeln. Mittlerweile ziert sein Gesicht deutlichen Bartwuchs und was vorallem ins Auge fallen mag ist.. das er sehr ausgemergelt aussieht. So als hätte er in den vergangenen Wochen kaum Nahrung zu sich genommen. Als Folge dieser mageren Nahrungsaufnahme lässt der rapide Gewichtsverlust an seinem Körper überall deutlich seine Adern unter der erblassten Haut hervortreten. Die Pein, die er derweil durchlebt, steht ihm deutlich ins entkräftete Gesicht geschrieben. Seine Haare hängen ihm hier und da achtlos quer in sein Gesicht und rund um seine Augen weisen tiefe schwarze Umrandungen auf schlaflose Nächte hin.
Gequält von den Erinnerungen stößt er immer mal wieder wimmernde Laute aus. Der Anblick der halb verbrannten Leiber seiner getöteten Freunde, welche ihm so viel bedeuteten, den er sich vor wenigen Tagen im Ahnengrab ausgesetzt sah, scheint ihm verheerende seelische Wunden zugefügt zu haben.
Als die kleine Eule dann zutraulich auf dem Boden seines Zimmers landet und sich ihm nähert wird Gandurin den Blick auf das kleine Tier lenken. Für einen Moment sogar betrachtet er es still und ganz gleich wie nah sie ihm wohl kommen mag, wird er sie gewähren lassen. Doch.. nachdem eine Weile der stille verstrichen ist.. senkt sich sein Haupt kraftlos und weitere Tränen rinnen ihm die Wangen herunter.
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Für immer im Herzen - Nadim, Razyr, Faruk Teil 2
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Gandurin
Für immer im Herzen - Nadim, Razyr, Faruk Teil 2
Zuletzt geändert von Gandurin am Freitag 20. November 2015, 23:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Earon Auenbacher
- Beiträge: 2459
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Noch eine Weile der Beobachtung und der Aufmunterungsversuche verlässt die Eule Gandurin wieder. Vorher macht sie sich allerdings auf die Suche nach etwas in seiner Hütte. Ganz gezielt scheint sie die kleinen lebenden und kräftig blühenden Zweige zu suchen, die die Druiden einst für den Tiersegen in einem Ritual mit dem Wohlwollen der Elemente und des Lebens verbanden und die vielleicht etwas von der Liebe Eluives enthalten. Sollte sie diese nicht in Gandurins Wohnung finden, wird sie ihm wohl welche aus Earons Hütte herüber bringen. Anschließend versucht sie diese in Gandurins Schoß zu bugsieren und seine Aufmerksamkeit darauf lenken. Vielleicht wird sie sich sogar auf seinem Kopf bequem machen, als wären seine Haare ein besonders tolles Nest.
Noch einer Weile wird die Eule, so sie nicht verscheucht wird, mit einer unglaublichen Fröhlichkeit und Aufgewecktheit Gandurin etwas aufzuheitern versuchen. Erst wenn die Nacht herein bricht, verlässt sie ihn letztlich erstmal, um Earon aufzusuchen. Die Sache war etwas zu groß, selbst für eine so clevere Eule. Der sollte sich mal nicht so haben und sich um seinen Bruder kümmern. Die Eule hatte da schon ihre Mittel und Wege.
Noch einer Weile wird die Eule, so sie nicht verscheucht wird, mit einer unglaublichen Fröhlichkeit und Aufgewecktheit Gandurin etwas aufzuheitern versuchen. Erst wenn die Nacht herein bricht, verlässt sie ihn letztlich erstmal, um Earon aufzusuchen. Die Sache war etwas zu groß, selbst für eine so clevere Eule. Der sollte sich mal nicht so haben und sich um seinen Bruder kümmern. Die Eule hatte da schon ihre Mittel und Wege.
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Earon Auenbacher
- Beiträge: 2459
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Das Gespräch mit Gandurin hatte Earon zutiefst besorgt. Das war nicht nur die schreckliche Lage in der sich sein Bruder befand und in der er kaum zugänglich war für Worte, Gesten oder seine Umwelt. Dies war bedrückend, besorgniserregend und traurig. Doch hoffte er, dass sich dies wieder bessern würde. Als er gegangen war und den Bruder in den Armen der Urkräfte zurück ließ, da war Earon sogar ein wenig optimistisch. Schlaf, Ruhe und Erholung schien der Bruder nun dringend zu brauchen. Vor allem auch Zeit um das Geschehene zu verarbeiten.
Wesentlich besorgniserregender waren jedoch die Spuren von Zorn und Hass, die er bei seinem Bruder zu erkennen vermutete. Von den drei Menekanern die getötet worden waren hatte er nur zwei gekannt. Razyr war stets sehr respektvoll, höflich aufgetreten und hatte sich um Verständnis mit den Druiden bemüht. In besseren Tagen sicher eine solide Basis für eine tiefe Freundschaft zwischen Menekanern und Druiden. Der andere, Faruk, der hatte Earon schon mehr besorgt. Zuletzt hatte er ihn wohl getroffen, als sie gemeinsam mit dem Regiment Adorans auf der Suche nach dem Mörder eines Menekaners gemacht hatten. Auch damals war der Konflikt den er mit seiner Obrigkeit hatte bereits hervorgetreten. War es nur Sahid gewesen, der ihn maßregelte oder auch der Emir selbst? Dies vermochte Earon nicht mehr mit Sicherheit zu sagen.
Nach dem was er da jedoch erlebt hatte, fürchtete Earon bereits, dass die dunkelste Seite eines jeden Liedwirkers diesen armen Menekaner, Faruk, fest im Griff hatte. Mit der Gabe das Lied zu hören und zu verändern kam eine gewaltige Kraft. Viele, das hatte der Magier Liam ihm sehr eindrucksvoll auch an sich selbst gezeigt, verfielen dieser Macht und wurden ein Stück weit wahnsinnig. Getrieben von der Vorstellung über allen anderen Kreaturen zu stehen. Der ganze Orden der Arkorither war wohl darauf aufgebaut.
Hatte dieser Menekaner also geglaubt, er könnte mit der Gewalt des Liedes seine Standpunkte und Meinungen durchsetzen? Dies vor allem in seiner eigenen Gemeinschaft und gegen sein eigenes Volk? Ein Vorgang der zum Scheitern verurteilt war. Eluive selbst waren die Bande der Familie und Freunde wichtig. Dies war in jeder ihrer Gemeinschaften so. Egal ob bei der Schwesterschaft, den Thyren und ihren Clans, den Menekanern, den Waldelfen oder bei den Druiden.
Dennoch musste er nun mehr herausfinden über die Vorgänge. Hatten diese 3 wirklich ihren Anführer, den Emir, angegriffen? Denn auch die Druiden kannten ein Vergehen, welches diesem nahe kam. Der Mord an einem Bruder oder der mutwillige Angriff auf einen Bruder waren beides Sünden, die zum Tod führen konnten. Was wohl keiner der anderen Brüder wusste war, dass durchaus Eluive sich der Sache auch selbst annahm.
Die Menekaner waren schon immer rauer und härter gewesen in ihrer Auslegung des Glaubens. Wesentlich strengere Strafen und straffere Strukturen. Wenn man ihre Lebensumstände betrachtete, war das durchaus verständlich. Hatten sie es aber mit der Zurschaustellung der Erschlagenen etwas übertrieben? Die Worte der Rahaler hatten sie gebraucht. Das alles missfiel Earon zutiefst. Ändern aber konnte er es nicht, denn wie alle Brüder hatte er Eluive geschworen, dass er sich den Konflikten der Außenstehenden gegenüber neutral zu verhalten hatte. Dass dies ein inner Menekanischer Konflikt war, stand außer Frage. Dennoch schrieb er Sahid, um mehr zu erfahren.
Obwohl ihn all diese Fragen und rationalen Überlegungen quälten, war seine Hauptsorge trotzdem immer noch Gandurin. Dieser war in den letzen Monaten wichtig geworden für den Hain und die Brüder. Auch wenn Gandurin und Earon in letzter Zeit Streit hatten, es war nicht mit anzusehen, wie schlecht es dem Bruder ging. Nun war es an der Zeit, als Familie zusammen zu stehen und gemeinsam die Trauer zu überwinden. Earon würde Gandurin nicht aufgeben und alles in seiner Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass die reine Dubkelheit das Herz seines früher so lebensfrohen Bruders ergriff.
Wesentlich besorgniserregender waren jedoch die Spuren von Zorn und Hass, die er bei seinem Bruder zu erkennen vermutete. Von den drei Menekanern die getötet worden waren hatte er nur zwei gekannt. Razyr war stets sehr respektvoll, höflich aufgetreten und hatte sich um Verständnis mit den Druiden bemüht. In besseren Tagen sicher eine solide Basis für eine tiefe Freundschaft zwischen Menekanern und Druiden. Der andere, Faruk, der hatte Earon schon mehr besorgt. Zuletzt hatte er ihn wohl getroffen, als sie gemeinsam mit dem Regiment Adorans auf der Suche nach dem Mörder eines Menekaners gemacht hatten. Auch damals war der Konflikt den er mit seiner Obrigkeit hatte bereits hervorgetreten. War es nur Sahid gewesen, der ihn maßregelte oder auch der Emir selbst? Dies vermochte Earon nicht mehr mit Sicherheit zu sagen.
Nach dem was er da jedoch erlebt hatte, fürchtete Earon bereits, dass die dunkelste Seite eines jeden Liedwirkers diesen armen Menekaner, Faruk, fest im Griff hatte. Mit der Gabe das Lied zu hören und zu verändern kam eine gewaltige Kraft. Viele, das hatte der Magier Liam ihm sehr eindrucksvoll auch an sich selbst gezeigt, verfielen dieser Macht und wurden ein Stück weit wahnsinnig. Getrieben von der Vorstellung über allen anderen Kreaturen zu stehen. Der ganze Orden der Arkorither war wohl darauf aufgebaut.
Hatte dieser Menekaner also geglaubt, er könnte mit der Gewalt des Liedes seine Standpunkte und Meinungen durchsetzen? Dies vor allem in seiner eigenen Gemeinschaft und gegen sein eigenes Volk? Ein Vorgang der zum Scheitern verurteilt war. Eluive selbst waren die Bande der Familie und Freunde wichtig. Dies war in jeder ihrer Gemeinschaften so. Egal ob bei der Schwesterschaft, den Thyren und ihren Clans, den Menekanern, den Waldelfen oder bei den Druiden.
Dennoch musste er nun mehr herausfinden über die Vorgänge. Hatten diese 3 wirklich ihren Anführer, den Emir, angegriffen? Denn auch die Druiden kannten ein Vergehen, welches diesem nahe kam. Der Mord an einem Bruder oder der mutwillige Angriff auf einen Bruder waren beides Sünden, die zum Tod führen konnten. Was wohl keiner der anderen Brüder wusste war, dass durchaus Eluive sich der Sache auch selbst annahm.
Die Menekaner waren schon immer rauer und härter gewesen in ihrer Auslegung des Glaubens. Wesentlich strengere Strafen und straffere Strukturen. Wenn man ihre Lebensumstände betrachtete, war das durchaus verständlich. Hatten sie es aber mit der Zurschaustellung der Erschlagenen etwas übertrieben? Die Worte der Rahaler hatten sie gebraucht. Das alles missfiel Earon zutiefst. Ändern aber konnte er es nicht, denn wie alle Brüder hatte er Eluive geschworen, dass er sich den Konflikten der Außenstehenden gegenüber neutral zu verhalten hatte. Dass dies ein inner Menekanischer Konflikt war, stand außer Frage. Dennoch schrieb er Sahid, um mehr zu erfahren.
Obwohl ihn all diese Fragen und rationalen Überlegungen quälten, war seine Hauptsorge trotzdem immer noch Gandurin. Dieser war in den letzen Monaten wichtig geworden für den Hain und die Brüder. Auch wenn Gandurin und Earon in letzter Zeit Streit hatten, es war nicht mit anzusehen, wie schlecht es dem Bruder ging. Nun war es an der Zeit, als Familie zusammen zu stehen und gemeinsam die Trauer zu überwinden. Earon würde Gandurin nicht aufgeben und alles in seiner Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass die reine Dubkelheit das Herz seines früher so lebensfrohen Bruders ergriff.
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Gandurin
Die letzten Tage waren schwer für ihn durchzuhalten, aber er tat es.. irgendwie. Durch Earons Liedeingriffe war es Gandurin möglich einmal ohne Unterbrechungen zu schlafen. Er schloss am Abend die Augen.. und er öffnete sie am Abend wieder. Seltsam.. aber wenn man darüber nachdachte auch nicht verwunderlich. Als er sich vom Boden hochdrückte merkte er erst, was so eine Nacht auf dem Boden in ungünstiger Lage alles ausrichten konnte. Er hatte das Gefühl als hätte er an jeder Stelle seines Körpers Muskelspannungen. Ein Griff mit der rechten zur Schulter folgte, wobei er den Arm dabei etwas kreisen lies. Als er dann zum ersten Mal seinen Blick durch seine Hütte schweifen lies und ihm das Chaos wieder ins Auge sprang für welches er die letzten Tage selbst gesorgt hatte, sprang ihm auch direkt wieder der Grund dafür in den Sinn.. warum es hier so aussah. Der schmerzliche Verlust seiner Herzensfreunde. Als dieser Gedankesblitz ihn ereilte sank er kraftlos auf einen herumstehenden Stuhl und für eine Weile saß er bloß da und blickte gedankenverloren drein.
Einige Stunden später erst erhob er sich und begann dann zumindest die gröbste Unordnung in seiner Hütte zu beseitigen. Schon die kleinsten Handgriffe trieben ihm den Schweiß auf die Stirn. Sein Körper zeigte ihm deutlich auf, was ihm fehlte. Spaziergänge an der frischen Luft und vorallem Nahrung. Er hatte seit Wochen nicht mehr richtig gegessen und das machte sich bemerkbar, wann immer es ihm nicht passte.
Als er fertig war setzte er sich an seinen Esstisch und musterte schnaufend seinen Obstkorb. Er griff hinein und den Apfel den er sich nahm, aß er auch. Es blieb zwar nur dabei aber immerhin..
Dann drückte er sich hoch und ging rüber zum Bett um sich dort direkt wieder hinzulegen. Obgleich er solange geschlafen hatte.. fühlte er sich noch immer Müde und ''wie gerädert''. Er schloss die Augen und für den nächsten Tag würde er sich eine andere Beschäftigung suchen um sich abzulenken, damit der Kummer, den er verspürte, leichter für ihn zu ertragen ist.
Einige Stunden später erst erhob er sich und begann dann zumindest die gröbste Unordnung in seiner Hütte zu beseitigen. Schon die kleinsten Handgriffe trieben ihm den Schweiß auf die Stirn. Sein Körper zeigte ihm deutlich auf, was ihm fehlte. Spaziergänge an der frischen Luft und vorallem Nahrung. Er hatte seit Wochen nicht mehr richtig gegessen und das machte sich bemerkbar, wann immer es ihm nicht passte.
Als er fertig war setzte er sich an seinen Esstisch und musterte schnaufend seinen Obstkorb. Er griff hinein und den Apfel den er sich nahm, aß er auch. Es blieb zwar nur dabei aber immerhin..
Dann drückte er sich hoch und ging rüber zum Bett um sich dort direkt wieder hinzulegen. Obgleich er solange geschlafen hatte.. fühlte er sich noch immer Müde und ''wie gerädert''. Er schloss die Augen und für den nächsten Tag würde er sich eine andere Beschäftigung suchen um sich abzulenken, damit der Kummer, den er verspürte, leichter für ihn zu ertragen ist.
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Gandurin
Als er in den Abendstunden zurück in seine Hütte kommt, schließt er die Türe hinter sich und steuert den Esstisch an. Trostlos sinkt er auf einen der Stühle nieder und atmet tief durch. Er hatte heute versucht sich abzulenken und auf anderen Gedanken zu kommen. Die Idee sich auf der Wintersegnung sehen zu lassen, erschien ihm bis zu dem Zeitpunkt gut, an welchem er die drei Menekaner erblickt hatte. Ihr Anblick.. ob er es wollte oder nicht, ließen auf der Stelle alle jüngst durchlebten Emotionen wieder hochkommen und streute unweigerlich Salz in die tiefe, offene Wunde, die er sich in Menek'Ur und im Ahnengrab zugezogen hatte. Die Errinnerung an seine drei Herzensfreunde, deren halb verkohlte Leiber, als Ketzer ausgewiesen, öffentlich zur Schau gestellt wurden auf Geheiß des Emirs.
Er konnte gerade noch die eingängliche Rede ausharren bevor er den Wunsch verspürte sich zurück zu ziehen und seinem Kummer allein und im stillen nachzugeben fernab von so vielen Menschen. Noch bevor er sich dem Ort völlig entziehen konnte hielt ihn Mia auf. Er kannte sie schon seit einer Weile und es war immer eine Freude ihr zu begegnen. Doch heute kostete es ihn Kraft. Kraft mir ihr zu sprechen.. Kraft, die er benötigte um seine Emotionen und Tränen noch zurück zu halten, ehe sie aus ihm herausbrachen. Sie sorgte sich offenbar um ihn, weil er nicht gut aussah. Er verspürte eine Mischung aus dem Wunsch fortzugehen, da er kaum noch an sich halten konnte, und mit ihr zu sprechen, weil sie sich schon so lange nicht mehr gesehen hatten. So harrte er noch einige Momente aus.. so lang es ging.. ehe er sich von ihr verabschiedete.
Er schnauft einmal und lässt seinen betrübten, von Trauer erfüllten, Blick durch die mittlerweile halbwegs wieder geordnete Hütte schweifen, ehe er dann nicht mehr im Stande ist, sich seinen Emotionen zu erwehren und mit weinerlichen Lauten ausstoßend, sein Gesicht in seinen flachen Handflächen vergräbt. Seine Schultern senken sich etwas ab, und sein Körper sackt ein wenig in sich zusammen. Das Erscheinungsbild, was er damit abgibt spiegelt recht transparent das wieder, was auch in seinen Gedanken vor sich ging. Die Seele quält sich.. und der Körper schreit es hinaus.
Er hob den Kopf wieder an und schnaufte einmal mehr durch die Nase. Mit dem Daumen rieb er sich einige Tränen fort und lies sich entkräftet rücklings gegen die Lehne des Stuhls fallen. Nach einigen Momenten fällt ihm das Schriftstück auf, welches vor seiner Türe am Boden liegt. Er mustert es eine ganze weile ehe er sich hochdrückt um hinzulaufen und es aufzuheben. Als er hineingekommen war, ist es ihm garnicht aufgefallen. Dann geht er hinüber zu seinem Bett und legt sich hin, das Pergament noch in den Händen. Er richtet dann sein Kissen auf und nimmt eine halbwegs annehmbare Position ein. Er atmet nochmal tief ein und wischt sich erneut mit dem Handrücken über seine vertränten Augen, dann lässt er seine Augen über die Zeilen des Pergamentes schweifen.
Er konnte gerade noch die eingängliche Rede ausharren bevor er den Wunsch verspürte sich zurück zu ziehen und seinem Kummer allein und im stillen nachzugeben fernab von so vielen Menschen. Noch bevor er sich dem Ort völlig entziehen konnte hielt ihn Mia auf. Er kannte sie schon seit einer Weile und es war immer eine Freude ihr zu begegnen. Doch heute kostete es ihn Kraft. Kraft mir ihr zu sprechen.. Kraft, die er benötigte um seine Emotionen und Tränen noch zurück zu halten, ehe sie aus ihm herausbrachen. Sie sorgte sich offenbar um ihn, weil er nicht gut aussah. Er verspürte eine Mischung aus dem Wunsch fortzugehen, da er kaum noch an sich halten konnte, und mit ihr zu sprechen, weil sie sich schon so lange nicht mehr gesehen hatten. So harrte er noch einige Momente aus.. so lang es ging.. ehe er sich von ihr verabschiedete.
Er schnauft einmal und lässt seinen betrübten, von Trauer erfüllten, Blick durch die mittlerweile halbwegs wieder geordnete Hütte schweifen, ehe er dann nicht mehr im Stande ist, sich seinen Emotionen zu erwehren und mit weinerlichen Lauten ausstoßend, sein Gesicht in seinen flachen Handflächen vergräbt. Seine Schultern senken sich etwas ab, und sein Körper sackt ein wenig in sich zusammen. Das Erscheinungsbild, was er damit abgibt spiegelt recht transparent das wieder, was auch in seinen Gedanken vor sich ging. Die Seele quält sich.. und der Körper schreit es hinaus.
Er hob den Kopf wieder an und schnaufte einmal mehr durch die Nase. Mit dem Daumen rieb er sich einige Tränen fort und lies sich entkräftet rücklings gegen die Lehne des Stuhls fallen. Nach einigen Momenten fällt ihm das Schriftstück auf, welches vor seiner Türe am Boden liegt. Er mustert es eine ganze weile ehe er sich hochdrückt um hinzulaufen und es aufzuheben. Als er hineingekommen war, ist es ihm garnicht aufgefallen. Dann geht er hinüber zu seinem Bett und legt sich hin, das Pergament noch in den Händen. Er richtet dann sein Kissen auf und nimmt eine halbwegs annehmbare Position ein. Er atmet nochmal tief ein und wischt sich erneut mit dem Handrücken über seine vertränten Augen, dann lässt er seine Augen über die Zeilen des Pergamentes schweifen.
Das Mitgefühl seines Bruders, welches er über die Worte und Zeilen schriftlich an ihn gerichtet hatte, trieb ihm Tränen in die Augen und wärmte ihm das gepeinigte Herz. Die Zeilen sorgten dafür, dass er für wenige Momente seine Gedanken abschweifen lassen konnte. Dann senkten sich seine Augenlider und er döste noch mit dem Pergament des Bruders in der Hand ein und ergab sich gezehrt der Müdigkeit.Mutters Segen mit Dir mein Bruder und geschätzter Freund,
unser letztes Gespräch ist nun schon eine ganze Weile her und doch ist mir dein Gemütszustand nicht unbekannt geblieben.
Ich weiss,dass sich der Schmerz ob der vergangenen Geschehnisse tief in deine Knochen gebrannt hat und dass mich weder der Vorfall selbst noch deine daraus resultierende hingabe der Trauer und dem Schmerz nicht unangetastet lässt.
Doch sollst Du wissen,dass ganz gleich was auch geschehen wird,Du immer zu mir kommen kannst,damit ich deine Bürde,welche uns das Leben so manches mal auferlegt teilen kann.
Alleine wirst Du unter dieser Last stetig geduckt gehen,doch tragen wir sie zusammen,vermögen wir wieder aufrecht unseren Weg zu beschreiten. Gib mir die Gelegenheit,uns die Tage einmal zu treffen,mit der Option,dass es Dir jederzeit frei steht,unser Gespräch abzubrechen um alleine zu sein. Doch gib mir bitte die Gelegenheit.
Ich kann Dich nicht vor allem Schmerz bewahren,welcher das Leben für uns bereit hält,doch kann ich Ihn mit Dir zusammen ertragen.