Ende einer Shoka

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Gast

Ende einer Shoka

Beitrag von Gast »

Es war ein Tag wie jeder in der Oase, fernab der Stadt Menek'urs. Tief in der Wüste lag die Geburtsstadt der Menekanerin Shaymaa Yazir, dort leben noch immer ihre Eltern und auch ihre Schwester Zahra. Es passierte nicht viel in dem kleinen Dort, es war fast schon ein Großereigniss, wenn die größeren Karavanen hier vorbei kamen. Jedesmal Handelten sie mit den Menekanern in der Oase, erfreuten die Kinder, brachten Informationen und sogar Feste fanden dann statt.

An diesem Tag war es ein, für die Wüste typischer, heißer Tag. Jeder der Menekaner und Menekanerinnen in diesem Dort ging den üblichen Tätigkeiten nach. So trainierten die Männer, gignen auf Patrouile oder übernahmen die Kraftzehrenden Aufgaben im Haushalt.
Währenddessen kümmerten sich die Frauen um den Unterricht der Kinder, das Pflegen und Ernten der Früchte, das Füttern der Tiere und um den Haushalt.

Das friedliche beisammen sein endete abrupt, als eine der Wachen Alarm schlug. Die Bewohner der Oase eilten alle nach Hause und verrammelten die Türen, die Frauen wurden aus den Empfangsräumen weg geschickt in ihre Zimmer. Während ein paar Männer nun die Häuser bewachten sammelten sich die anderen unter dem Hauptmann der Oase auf dem kleinen Marktplatz. Auch Shaymaa ging dorthin – aufgrund des Zeitmangels ungerüstet, schliesslich könnten sie eine Shoka bestimmt gebrauchen, um die Oase zu beschützen. Auch wenn es dem Hauptmann sichtlich missfiel, wusste er nach einem kurzem Einwand, dass er die Magierin ohnehin nicht von ihrer Pflicht abbringen könnte und stellte ein paar der Männer dazu ab, die sich ausschliesslich um die kümmern sollten. Es standen schon einige der Männer in der gewünschten und geübten Formation, so dass nur noch wenige Zugeordnet und verändert werden musste. Doch die Zeit langte nicht ganz, so war die Formation noch nicht ganz fertig, als die Räuber die Oase beritten stürmten. Durch die Hitze der wüste fiel es Shaymaa nicht schwer, die Pferde mit Feuer derart in Panik zu versetzen, dass sie ihre Reiter abwarfen und es flohen. So bestand nun zumindest eine kleine Chance für die Oase, diesen Tag zu überstehen. Die Magierin war vollkommen in ihrer Konzentration versunken, so dass sie wenig von der Wirklichkeit um sich herum mitbekam. Sie lauschte zumeist auf das Lied und auf Klänge dir ihr vollkommen Fremd waren – und hüllte diese mit weiteren Eingriffen und sogar bitten an die Dschinnen in Feuer oder jagte sie mit Feuerbällen. Sie bekam nicht einmal mit, wieviele in ihrer nähe Verletzt wurden, dass die Räuber sogar schon wieder dabeiw aren sich zurückzuziehen, ihre Pferde zu suchen und zu flüchten. Sie schien vollkommen im Liedgefüge der Mutter versunken zu sein – bis sie schliesslich durch erst einen, dann Zwei und Drei Pfeilen getroffen wurde. Dadurch dass ihr Wirken unterbrochen wurde, löste sich ihr letzter Zauber unkontrolliert. So schoss Fauchend eine Flammensäule in die Höhe und Fraß den Schützen mitsamt seinem Pferd komplett auf.

Ihre Wachen bemühten sich direkt voller Panik um sie, doch es war klar, dass sie die junge Menekanerin so nichtmehr zu retten wäre. Shaymaas Gedanken waren derweil bereits schon benebelt und sie dachte nur noch an ihre Freundinnen in Menek'ur. An Yaamal, Nahlah, Hazar, Latifa, Khalida und viele weitere in der Goldenen Stadt. Ihre letzten Gedanken galten schliesslich ihren Eltern und ihren Geschwistern. So hauchte sie noch die Namen "Akeem" und "Zahraa" in den Wind, bevor ihr Körper erschlaffte und ihr Geist die Reise zu ihrer geliebten Mutter antritt.
Die Dschinnen die sie lange um ihren Beistand erbat, werden gewiss schon jetzt Hazar Informieren, so dass diese als erste die Neuigkeiten erfährt. Erst Wochen später gelangt ein komplett in Schwarz Gewandter Bote nach Menek'ur. Er suchte erst einmal im Hause seiner Familie Rast und wagte es erst am nächsten Tag zu sprechen und dem Oberhaupt der Familie das versiegelte Pergament zu überreichen. Schliesslich bekam auch Khalida noch eines, ehe er das Haus für den Tag verlies, um den Erhabenen Emir um eine Audienz zu bitten. Auch dieser bekommt ein Schreiben, gefolgt von Hazar und der Akademie, Nahlah und Aaminah. Das Siegel zeigt deutlich das Wappen der Familie Yazir und die Schrift im inneren Erinnert sehr an jene Shaymaas und doch ist sie lange nicht so Ordentlich.


"Salam Alaikum *Jeweilige Vollständige Anrede *

Mein Name ist Zahra und ich entstamme dem Blute der ehrenwerten Yazir. Mir wurde aufgetragen Euch mitteilen, dass unter unser aller größten Kummer Shaymaa, meine geliebte Schwester, ihren schweren Verletzungen erlegen ist, nachdem sie unser Dorf vor einem schändlichen Angriff schützen wollte. Eine Räuberbande aus der Durrah griff uns an und und sie kämpfte mit den Janitscharen zum Schutz der Frauen, Kinder und Alten. Obwohl sie sich tapfer schlug, so gingen einige Pfeile an den Schildern und Leibern der Wachen vorbei und verletzten sie tödlich. So starb Shaymaa bereits kurz nach der Schlacht, trotz der größten Bemühungen der Hakims.

Zahraa Yazir,
Schwester der Shaymaa Yazir, Shoka der heiligen Akademie Leviathan, Haremsdame des großen Aasim Omars.
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