*Nachdenklich betrachtete er die kleine schlafende Gestalt, die sich unruhig in Seinen Eisbärenfällen wälzte. Er hätte sie gleich bei der Garde abliefern sollen nachdem er sie sich gepflückt hatte. Schlussendlich würde er dies am Ende noch tun, doch in der kommenden Nacht hatte er noch etwas mit ihr vor, bevor er sie in deren Obhut übergeben könnte...
Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn ihr im alatarischen Reiche etwas geschehen würde, ihr ein Haar beziehungsweise ein Barthaar gekrümmt würde durch seine Hand. Nein, er würde es nicht sein, der sich auf dieses Niveau begab, seine Spiele waren etwas.. spezieller. Er hätte sie einfach im Burggraben ersäufen sollen, doch wo bliebe dann die Unterhaltung?
So wurde dafür gesorgt, dass sie wie ein Gast behandelt wurde. Sie bekam ein halbes Schwein und Grillkartoffeln und das gute Koboldbier von der Furt.
Während sie ihren Träumen nachhing, gesättigt und versorgt für Kommendes sass er am Kamin und dachte nach, dann machte er sich auf und setzte einen Brief an die Adjudantin der Garde auf, welcher am heutigen Abend zur 24. Stunde im Haupthaus der Garde von Landsknecht Burro abgegeben wird.*
"Alatars Segen mit Euch und den Eurigen, werte Adjudantin Swynedd!
Auf einem nächtlichen Ausritt an der Grenze unseres Reiches hinauf zum
Berg der Kaluren war mir das Glück hold. Nun ich denke jenes ist
durchaus Ansichtssache.
Als ich mein Pferd nahe Varuna grasen liess schreckte es auf und raste die
Hügel hinauf, bedauerlicherweise genau auf eine kleine wuchtige Gestalt
zu. Eindeutig keine Elfe, dachte ich zuerst es sein ein Ork oder ein Oger,
schlussendlich wurde ich eines Besseren belehrt.
Es war ein Kalurenweibchen.
Im Versuch dem Pferd auszuweichen stürzte sie in den Burggraben der
alten Stadt. Dank meines Eingreifens konnte sie vor dem Ertrinken
bewahrt werden. Bedauerlicherweise zog sie sich durch den Sturz einige
Verletzungen an Körper und Kopf zu.
Um zu verhindern, dass man uns einen Mordversuch anlastet nahm ich
sie mit und versorgte ihre Verletzungen in meinem Hause. Die Situation
ist etwas verzwickt und ich benötige eure Weisheit wie damit weiter
umzugehen sei. Sie befindet sich im Augenblick in einem stabilen
Zustand, meine heilkundige Haushälterin wacht über sie. Zu ihrem
eigenen Schutz habe ich sie angebunden, da sie mir gegenüber recht..
hasserfüllt.. ist.
Ob sie ahnt, wie nahe sie dadurch Alatar ist? Ich bezweifle es.
So verbleibe ich mit respektvollem Gruße und harre ob eurer
Entscheidung wie mit meinem Gast verfahren werden soll.
gez.
"