Die Toten von Bajard
Verfasst: Montag 27. März 2006, 18:26
Die Gelegenheit war für die Diener Kra'thors besser noch als erhofft. Man hatte Niamh mitgeteilt, dass die Bürgerwehr zu Bajard in den vergangenen Tagen, aus welchem Grund auch immer, reduziert worden war. Es kam sehr gelegen, für Ablenkung müsste aber dennoch gesorgt werden. Deshalb auch die Idee, einen Brand zu legen, gefährlich genug um alle Wachen für die kurze Zeitspanne abzulenken, die benötigt werden sollte, um das Ritual auszuführen. Wenn das geschehen war, würde der Rest ein Kinderspiel sein.
Soweit zumindest der Plan. Zur achten Abendstunde brachen sie auf, gekleidet wie Dorfbewohner, nicht in den Kutten, in denen sie sonst zu sehen waren. Strikte Order war ausgegeben worden, sich nicht in Kleidung des Kultes blicken zu lassen, eine Vorsichtsmaßnahme die wahrscheinlich überflüssig war, würden die leeren Gräber die Vermutungen doch gleich auf sie fallen lassen. Einzeln trafen sie in Bajard ein, um sich nicht als Gruppe zu zeigen und keine Verbindung zwischen ihren Gesichtern aufkommen zu lassen. So waren nach kurzer Zeit alle Diener in Bajard zugegen, in scheinbar alltägliche Geschäfte verwickelt, als wäre es ein normaler Abend in dem beschaulichen Dorf.
Siryan war entsprechend ausgerüstet, das Feuer zu legen. Die Lage war sondiert, er konnte unbemerkt an den Hof im südlichen Teil Bajards gelangen, dass Feuer legen und seelenruhig davonschlendern, als wäre nichts gewesen. Als er wieder am Hafen eintraf, war vom Feuer noch nichts zu bemerken bis auf eine unscheinbare Rauchsäule, die ebenso von einem Kamin hätte verursacht sein können. Jetzt blieb einen Moment nichts anderes als warten, bis die gelegten Flammen wie geplant ihre Arbeit verrichteten, sich durch das Holzdach fraßen und das getrocknete Heu entzündeten, das auf dem Dachboden darauf wartete, wie Zunder entfacht zu werden.
Nun war es an Chalys, die frohe Kunde in die Stadt zu tragen. Es war abgesprochen, dass sie vorgab, beim Bauernhof etwas kaufen zu wollen, um dann den Brand zu entdecken. Ein schmales Lächeln stahl sich in Niamhs Gesicht als sie über das Hafenbecken beobachtete, wie Chalys davonrannte, als ginge es um ihr Leben. Laut schreiend trommelte sie alle Bewohner und Wachen zusammen, die sich zu dieser Stunde noch in Bajard aufhielten, um sie Richtung Feuer zu dirigieren. Eine kleine Menschentraube bildete sich um den Hof, der inzwischen lichterloh brannte, manche brachten Krüge voll Wasser, versuchten die Gaffer zum helfen zu bewegen, schrien und gestikulierten. Auch die Diener mischten sich in die unübersichtliche Ansammlung, um den richtigen Moment abzupassen.
Als die Verwirrung am größten war, setzten sie sich wie abgesprochen einer nach dem anderen aus der Menge der Gaffer und Helfer ab, um sich auf dem Friedhof zu versammeln, der weitab vom Zentrum der Aufmerksamkeit unbeobachtet zu sein schien. Das Ritual konnte beginnen.
Soweit zumindest der Plan. Zur achten Abendstunde brachen sie auf, gekleidet wie Dorfbewohner, nicht in den Kutten, in denen sie sonst zu sehen waren. Strikte Order war ausgegeben worden, sich nicht in Kleidung des Kultes blicken zu lassen, eine Vorsichtsmaßnahme die wahrscheinlich überflüssig war, würden die leeren Gräber die Vermutungen doch gleich auf sie fallen lassen. Einzeln trafen sie in Bajard ein, um sich nicht als Gruppe zu zeigen und keine Verbindung zwischen ihren Gesichtern aufkommen zu lassen. So waren nach kurzer Zeit alle Diener in Bajard zugegen, in scheinbar alltägliche Geschäfte verwickelt, als wäre es ein normaler Abend in dem beschaulichen Dorf.
Siryan war entsprechend ausgerüstet, das Feuer zu legen. Die Lage war sondiert, er konnte unbemerkt an den Hof im südlichen Teil Bajards gelangen, dass Feuer legen und seelenruhig davonschlendern, als wäre nichts gewesen. Als er wieder am Hafen eintraf, war vom Feuer noch nichts zu bemerken bis auf eine unscheinbare Rauchsäule, die ebenso von einem Kamin hätte verursacht sein können. Jetzt blieb einen Moment nichts anderes als warten, bis die gelegten Flammen wie geplant ihre Arbeit verrichteten, sich durch das Holzdach fraßen und das getrocknete Heu entzündeten, das auf dem Dachboden darauf wartete, wie Zunder entfacht zu werden.
Nun war es an Chalys, die frohe Kunde in die Stadt zu tragen. Es war abgesprochen, dass sie vorgab, beim Bauernhof etwas kaufen zu wollen, um dann den Brand zu entdecken. Ein schmales Lächeln stahl sich in Niamhs Gesicht als sie über das Hafenbecken beobachtete, wie Chalys davonrannte, als ginge es um ihr Leben. Laut schreiend trommelte sie alle Bewohner und Wachen zusammen, die sich zu dieser Stunde noch in Bajard aufhielten, um sie Richtung Feuer zu dirigieren. Eine kleine Menschentraube bildete sich um den Hof, der inzwischen lichterloh brannte, manche brachten Krüge voll Wasser, versuchten die Gaffer zum helfen zu bewegen, schrien und gestikulierten. Auch die Diener mischten sich in die unübersichtliche Ansammlung, um den richtigen Moment abzupassen.
Als die Verwirrung am größten war, setzten sie sich wie abgesprochen einer nach dem anderen aus der Menge der Gaffer und Helfer ab, um sich auf dem Friedhof zu versammeln, der weitab vom Zentrum der Aufmerksamkeit unbeobachtet zu sein schien. Das Ritual konnte beginnen.