- Ein Pferd! Ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd!
William Shakespeare
„Kriegst dein Gnadenbrot, mein Guter. Tust noch eine letzte feine Tat in deinem Leben, dann darfst das Jenseits aufsuchen. Grüß all deine Stütchen und Fohlen von mir dort, die den Weg vor dir schon geschafft haben.“
Kaum ausgesprochen wurde das Haus des Opfers aufgesucht und mit wenig Können, aber viel Gewalt, das Schloss geöffnet und der Gaul hinein gezogen in die gute Stube. Der Weg führte ins Schlafgemach, wo der kleine Gaul stehen gelassen wurde, ein Säckchen Hafer als Lockmittel vor dem Maul. Danach machte sich der Jägersmann wieder still und heimlich davon, schloss die Türe sorgsam und gewann Land.
Der Moment war gut gewählt gewesen, ausgelotet, der Hausherr nicht daheim, so wie es sich gehörte, wenn ein Streich gelingen sollte. Blieb zu hoffen, dass der arme kleine Klepper, nicht noch Äpfelchen verteilte. Wobei… verdient war verdient! Gehässig, denn im Schlafzimmer die Fenster zu öffnen, bedeutete Landunter.
Da kam ihm dann doch mal ein leises dreckiges Lachen über die Lippen.
„Weh dem, der den Jägersmann zu sehr ärgert! Könnten Gerüchte sich in Wahrheit umschlagen! Aber nicht für den Jägersmann, sondern für den Übelschwätzer!“