*Es war mitten in der Nacht und die Wüste wurde nach dem gewohnt heißen Tag von einem feinen Teppich aus Eiskristallen überdeckt, als Ahmad nach einer mehr als langen Reise endlich Menek'Ur am Horizont erblickte und nach wenigen weiteren Stundenläufen endlich da war. Endlich zu Hause! Zufrieden blickte er an den Stadtmauern hoch, ehe sich sein Blick schnell auf die Torwachen richtete, welchen er sein Haupt respektvoll grüßend entgegenneigte. So wie es sich eben gehörte. "Salam Aleikum!", grüßte er mit seiner rauen, aber nicht unfreundlichen Stimme und wurde auch nach einer kurzen Routine hinein gelassen. Dort suchte er das Familienhaus der Masari auf. Es war wahrlich zu spät, um noch jemanden anzutreffen, ohne ihn aus seinem wohlverdienten Schlaf zu reißen und so kniete er sich einfach auf dem steinigen Boden nieder, um auf seinem Schoß ein Schreiben zu verfassen, welches er dann unter der Tür hindurch schob. Das Schriftbild ist geschwungen und gut leserlich, jedoch nicht mit großen Schnörkeleien versehen.*
Salam Aleikum, Jussuf!
Man sagte mir, dass du mittlerweile das Oberhaupt unserer Familie bist, daher schreibe ich diese Zeilen an dich. Mein Name ist Ahmad Fadlan Masari. Damals, vor nun mehr als 7 Jahreszyklen trieb es mich in die weite Welt, aufs Festland, da ich lernen wollte. So vieles, was ich zu großen Teilen auch konnte und nun ist mein Wissensdurst fürs Erste gestillt. Die heilige Mara leitete mich wieder in unsere Heimat zurück und so möchte ich die Möglichkeit erbitten mich wieder einzuleben und auch einzubringen. Nenne mir doch bitte einen Termin, an dem es möglich sein wird sich gegenseitig kennenzulernen.
*Er ließ sich das Schreiben von Elenya vorlesen und hörte kaum hin. So, als ob er nicht mehr zuständig war für diese Welt.
"Das Leben geht weiter und deine Verantwortung auch!", schimpfte Elenya, die selber mit der Trauer kämpfte. Jussuf winkte nur ab und schaute wieder auf Eshatys Grabstätte.
'Natürlich ging das Leben weiter, das wusste er auch. Aber nur nicht jetzt, jetzt in diesem Augenblick.'
"Onkel, vergiss deine Liebe zu unserer Familie neda!" Elenya gab nicht auf zu nerven. Sture Masari! Aber dann setzte sie sich zu ihm und teilte ihre Zeit mit ihm und Eshaty.
[ooc: Kontakt über ICQ aufgenommen]
Zuletzt geändert von Jussuf am Dienstag 26. Mai 2015, 09:01, insgesamt 1-mal geändert.