- „Es war immer das Gleiche: Sie verschafften sich mit ihrer Freundlichkeit und dem zuvorkommenden Verhalten den Frauen gegenüber Zutritt zu ihren Häusern und gewannen mit regem Interesse an ihrer Vergangenheit und den familiären Verhältnissen ihr Vertrauen für sich. Auf diese Weise fanden sie heraus, ob es vermögende Verwandte gab und es kam nicht selten vor, dass sie schon nach wenigen Tagen mit Empfehlungsschreiben in der Tasche einer arglosen Erbtante einen Besuch abstatteten.“
- "Wenn die Übervorteilten dann den Diebstahl zur Anzeige brachten, fiel ihnen auf, dass die Schurken keine Namen erwähnt hatten und auch sonst keine auffälligen Merkmale zu ihrer Identifizierung an ihrer Kleidung trugen."
Hedwig klappte das Buch zu und machte sich sofort auf den Heimweg und diesmal konnten sie ihre Füße nicht rasch genug nach Hause tragen. Sie war voller Zorn, weil sie ihm die Geschichte von der Signatur, die ihn zu ihr geführt hatte, gerne geglaubt hätte und umso zorniger, weil die Komplimente, die er ihr gemacht hatte, nur dem Zweck dienten, sie um ihre Börse zu erleichtern. "Nur über meine Leiche", dachte sie und als sie in Bajard und schließlich in der Herberge ankam, erwartet sie schon eine aufgebrochene Tür. Zum Glück fand sie die Wohnung in dem gleichen - wenn auch unaufgeräumten, so doch nicht geplünderten - Zustand vor. Hatte sie nicht noch ein paar Tropfen von dem Gift, das ihr damals gegen die lästigen Flöhe geholfen hatte? Heute würde die Autorin backen ...