Unerhoffte Jagdbeute

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Torgal Hammergrund

Unerhoffte Jagdbeute

Beitrag von Torgal Hammergrund »

Zu später Stunde noch in der Taverne, zu später Stunde noch Abseits des Trubels. Ja als kurzbärtiger Zwerg saß man allein, als kurzbärtiger Zwerg wurde man von den Brüdern nicht ernst genommen und durfte den Krug zumeist alleine stemmen. Er hatte dieses Schicksal alleine gewählt.. manchmal erschien es ihm als gäbe es nichts verlockenderes als dieser Entscheidung zu entfliehen, doch dann schaffte das Zwergenbier diesem Gefühl Abhilfe und mit einem tiefen Brummen wurde das nächste gekippt. Er war auf dem weg.. der Weg war lang, aber er hatte gutes Holz gefunden seine Arbeiten wurden besser, er hatte Ideen zu komplexeren Mechanismen und irgendwann würde er es schaffen sein Ziel zu verwirklichen.. ein Meisterwerk... ein Meisterwerk das ihm Anerkennung einbringen soll... erst dann.. erst dann wenn er es geschafft hat ein Meisterwerk zu vollenden wie die Alten Meister des Armbrustbaus.. würdig eines Führers .. erst dann .. wenn ihm die Anerkennung der anderen Zwerge zu teil wird dann erst hätte er seine Ehre...seinen Bart wieder.

Das Ventil waren Langbeiner... auch wenn er ins einem Volk ein Schandfleck war... so war es ihm mit die einzige Freude das innerste seines zwergischen Stolzes heraus zu holen und sich den Fremden gegenüber gebührend zu Verhalten. Ihnen konnte er zeigen wer er ist . er war ein Khaz-Aduir, und so waren das allein getrunkene Bier und der Umgang mit den Menschen was ihm zur Zeit noch geblieben war.

Die Taverne verließ er spät.. und es war fast so wie immer, obwohl er nur noch ein Auge hatte konnte er anscheinend mehr sehen als so mancher auf Zwei. Torgal torkelte in Nilzadan umher stieß von Wand zu Wand welches mit hellem Plingen begleitet wurde. Er trug wie die Langbeiner ihre Kleidung seinen Schuppenpanzer des Anggosch ihm gefertigt hatte mit den wunderbar verarbeiteten Plattenbeinen welche so wunderbar in ihrer Verarbeitung waren das jeder Langbeiner wohl seine eigene Frau ersäuft hätte für so eine Arbeit. Die Unterarme bewehrten zwei Armschienen doch die Hände waren frei, lediglich der linke innere Handballen war mit einem dicken Lederriemen verbunden, welcher dazu diente die Armbrüste ohne Kurbel oder Spannhebel in der Hitze des Gefechts zu spannen. Die Hände welche für ihn so wichtig waren... sein Kapital als Armbrustbauers.

Das erblicken des Clanswappen an seinem Haus ertrug Torgal in seinem angetrunkenen Zustand fast nicht... er wollte fliehen doch nun war er wieder da... die Momente in denen er das Haus mit gesenkten Kopf betrat sie waren die schlimmsten in denen er nur Fliehen wollte vor Scham, so machte er diesmal wirklich Kehrtwende und rann davon, zuviel hatte sich aufgestaut.. es musste an Unholden ausgelassen werden.. egal was für ein Zwerg er war er musste den berg bewachen.. und die Jagd lenkte ab.

Keine Lichtquelle trug er bei sich, auch wenn es nur noch ein einziges Auge war so konnte dies obwohl der gläsernen Trübung durch den Tavernen Besuch die Höhle einigermaßen in ihren Umrissen erkennen. Zu lange war das zwergische Auge an die Dunkelheit gewöhnt und doch war es getrübt durch seinen inneren Schmerz seine Wut über sich. Die massive Armbrust welche der Zwerg bei sich trug war unter lautem Knattern an der Kurbel welche er gefertigt hatten gespannt worden und das dunkle kräftige Holz hielt das Vertrauen des Zwerges indem es bei dieser immensen Kraft nicht brach. Ein dicker runder Bolzen war eingelegt, sein beschlag aus gutem Stahl und die Federn gekauft bei einer langbeinigen Zicke.. es würde sich nun zeigen um sie es wert waren.

Torgal schlich vor.. der enge Stollengang mündete in einem Größeren Hohlraum und schon von weiten erkannte er die Umrisse einer für ihn gewaltigen Gestalt sich dort aufhalten... was für ein Glück für den betrunkenen Zwerg, welcher inne hielt um kein laut mehr zu machen. Die Armbrust war bis zum bersten gespannt die gesamte Energie welche hier zurück gehalten wurde wie ein Pulverfass auf dem man reines Pyrian abstellt. Ein Oger es musste ein Oger sein! Ein Schaben.. ja das war die Keule des Ogers.. hat er ihn gesehen? Abdrücken! Schnell bevor er näher kommt! Und mit dem Luft durchschneidenden Geräusch zischte der Bolzen durch den Stollen, ein gequälter Aufschrei , doch da war Torgal schon daran die Kurbel der nach unten gestemmten und fixierten Armbrust erneut zu quälen um die Sehne zu spannen, mit dem lauten Knartschen des Holzes... ein Bolzen war eingelegt. Der Unhold kam näher im beängstigender Geschwindigkeit... und direkt vor Torgal schaffte es jener noch abzudrücken so das sich der nächste Bolzen in die Steinharte Haut des Wesens Bohrte. Der betrunkene Zwerg hatte zwar sein Handwerk nicht verlernt aber man könnte es Glück nennen das er jeweils einen der kräftigen Beine erwischte... das Wesen kam vor ihm zum erliegen schnaubte aufgebracht schrie immer wieder so laut das es einem das Rückenmark herunter lief und wandte sich auf den boden. Das.. ja das war Kein Oger es war viel zu kleine, die Haut war zu dunkel... ohne Zweifel vom nahem konnte Torgal keine Fehler machen... es war ein Steinbeisser.

Ein lautes Fluchen ging durch den Stollen.. wem auch immer dieser Steinbeisser gehören mochte er würde nicht erfreut darüber sein das sich nun zwei Bolzen in den Beinen seines Tieres befinden. Das Vieh indessen hoerte auch nicht auf laut zu sein zu schaben und zu Schreien... es gab keine andere Lösung.. Torgal griff hastig zu seiner Axt drehte sie um und ließ sie dann mehrmals auf den kopf des Steinbeissers niedersausen bis jener Bewusstlos war. Hastig rannte er nach Nilzadan zu zurück besorgte sich Seil eine Schüssel ein paar kleine Steine und einen Schlauch Zwergenbier. Er Konnte den Steinbeisser da nicht liegen lassen der musste da weg... ansonsten könnte er sich nie wieder in Nilzadan blicken lassen. Mit den Seilen zog er das massige Tier unter größten Anstrengungen in einen Sicheren alten stillgelegten Stollen der Zwerge, legte ihm die steine in die Schuessel und kippte das Zwergenbier darüber.

Ney, Ney..... was würde man mit ihm anstellen.. betrunken einen Steinbeisser angeschossen... stand das im Gesetz? Schnell rannte er nach Nilzadan zurück um sich still umzuhören nach einem aufgebrachten Zwergen der seinen Steinbeisser suchte.. in dieser Nacht kam keiner es war ruhig, so legte sich auch Torgal schlafen. Am nächsten tag versorgte er das Tier wieder Brot und etwas Zwergenbier um dann nach dem Besitzer zu schauen, er klapperte die Treffpunkte in Nilzadan ab, aber niemand kam.

Die Bolzen hatten die Beine gut durchschlagen so konnte der Steinbeisser sich ein paar Wochen nicht bewegen war abhängig von Steinen mit Zwergenbier übergossen und sein Besitzer meldete sich nicht... Am Anfang war der Steinbeisser jedes Mal aufgeregt schabte am boden klackerte und schrie schrill hoch als er Torgal sah seinen Peiniger... doch so die tage vergingen so wurde der Steinbeisser ruhiger, so ruhig das er das Essen selbst dann noch in dem Stollen erwartete als er sich längst hätte fortbewegen können. Torgal wusste dieser Steinbeisser hatte keinen Besitzer. Es war ein wilder Steinbeisser und in den letzten Wochen hatte er nur überlebt durch die mit Zwergenbier uebergossenen Steine überlebt.. wovon er aber ohne den Durschuss der Beine nicht abhängig gewesen wäre.

Reiten.. dieser Steinbeisser war fern davon jemanden auf sich Reiten zu lassen aber Torgal wusste um die kraft der Tiere, so schaffte er es in einigen Tagen Tragetaschen und Riemen auf dem Tier zu befestigen das er seid ein gewissen zeit „Humpler“ nannte aufhin des nicht ganz flüssigen Ganges. Der Trick bestand nun darinnen Humpler mit Steinchen in Zwergenbier getränkt dahin zu locken wo Torgal seine Ware aufladen wollte in der zeit konnte der steinbeisser Essen denn dann war er ruhig, und dann könnte man ihn mit ner neuen Spur zum ziel locken.

Es war fernab davon ein gezähmter Steinbeisser zu sein reiten würde Torgal auf jenem nicht können... aber mit den speziellen Steinchen mit dem zwergenbier geschmack.. welches nun essentiell war und an welches der steinbeisser gewoehnt war und dem zutrauen zu dem zwergen nutzte er das Tier nun als Hilfe beim Transport für das schwere Holz.
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