Nachts in Menek'Ur

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Sahid Ibrahim Yazir
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Nachts in Menek'Ur

Beitrag von Sahid Ibrahim Yazir »

*Den ganzen heißen Nachmittag bis hin zum Sonnenuntergang rätselten an der Kaserne vorbeiflanierende Menekaner, was es wohl mit der überlebensgroßen, sehr vorteilhaft dargestellten und mit ruhmreichen Schriften versehenen Statue des Sajneen, die ein wenig verloren inmitten des Vorplatzes der Janitschare stand, auf sich hatte.

Sie stand einfach nur da, ein Machwerk aus kalurischem Felsen geschlagen, den tapferen Heldenblick im Gesicht starr auf den Palast gerichtet. Sonst tat sich nicht viel, nur die ein- und ausgehenden Janitschare mussten beim Wachwechsel umständlich daran vorbeilaufen und Saumaat, das kluge Maskottchen der menekanischen Armee hatte sehr bald schon herausgefunden, dass der rechte Stiefel der eindrucksvollen Sahid-Statue sich ganz ausgezeichnet eignete, um sich den haarigen Rücken daran zu reiben.

Spät in der Nacht, als alle braven Bewohner der Goldenen Stadt schon lange schliefen, kam auf einmal wieder Bewegung in die Sache, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine vermummte, in der Dunkelheit nicht zu erkennende Gestalt und ein weiterer ominöser Helfer schoben, drückten und zogen ächzend und stöhnend den gewaltigen kalurischen Felskoloss von seinem höchst unpassenden Ursprungsort mitten auf dem Platz die kleine Treppe im Süden unter lautem Poltern hinunter. Noch ein paar kräftige Schübe und es war vollbracht - die Statue hatte einen etwas weniger omnipräsenten Platz gefunden, an dem sie erst einmal bleiben konnte.*
*Das "G" in Yazir steht für Gönnen
Gast

Beitrag von Gast »

Als die Natifah ihre Wege über den Kasernenplatz führte und gerade abbiegen wollte, schreckte ihr Leib zurück und die Brauen gingen weit in die Höhe. Der Schock saß so tief, dass sie sogar eine Weile vergessen hatte den Mund wieder zu schließen. Die Finger schoben sich langsam auf dem Bauch ineinander und sie nahm ein wenig Abstand um das monströse Abbild ihres Cousins voll ins Auge fassen zu können. Die Schultern senkten sich langsam ab und nach und nach, so das Ganze verarbeitet wurde, rümpfte sich ihre Nase. Leise hörte man sie noch murmeln, als sie ihre Schritte weiter zog.

Beängstigend...
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