Zu später Stund klopft der Bote an der Hospitalstüre.
Torjan schreckt aus seinem Lehnstuhl hoch, in dem er immer schläft.
Rein gewohnheitsgemäß ruft er: "Is oooooffeeeeen!"
Erst nach einigen Momenten realisiert er, dass es kein Traum ist, wirft die kuschelige Decke beiseite und begibt sich nach unten, wo er das Schreiben entgegennimmt.
Sogleich verfasst er ein Antwortschreiben:
Servus Mäderl!
Jo, die Sachen, die sich verstecken, die sind scho a rechte Plag. Erst letztens hab i taglang mein Sack mit der Rüstung g'sucht - und wo war die? Erratest niemals. Bei die Hendenl im Gatter war's, in einer Kisten. Weil i die dort abg'legt hab, um die Hendln zu füttern mit dem schweren Weizen. Najo, i bin froh, dass i die g'funden hab.
Der Weizen wär am allerwichtigsten, weil a Schülerin von uns, die hat a paar Viecher und die hat gar nix mehr zum füttern.
I selbst und die Malena, wir sind die nächsten Tag ned da, wir machen a Bildungsreis, aber vielleicht geht sich's ja aus, dass du wen von meine Schüler erwischt, auf dass du das denen liefern kannst. Und wenn ned, dann schmeiß es in die Liefertruhe vom Hospital und wir rechnen dann ab, wenn wir wieder da sind. Jo?
Der Sternenvoda mög dich und den Zottelbart behüten und dein' ganzen Hof, bist a liebes Mäderl.
Der
Dieses Schreiben gibt er dem Boten mit, der sich in der Stube im Erdgeschoß inzwischen an den dargebotenen Speisen und Getränken feste gelabt hat.