Ein Stachel für den Drachen oder doch ein Zahn?

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Helisande von Alsted
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Ein Stachel für den Drachen oder doch ein Zahn?

Beitrag von Helisande von Alsted »

„Knappin, Ihr schmiedet Euch ein Schwert. Sucht Euch dabei Hilfe von einem Schmied. Ich erwarte nicht, das es perfekt wird, aber als Schwert erkennbar.“

Die Augenbrauen der rosthaarigen Knappin wippten in die Höhe, der Kopf legte sich schief. Direkt begannen sich die Gedanken zu überschlagen, während sie den weiteren Ausführungen lauschte und jene sachte abnickte.

„Manchmal ist alle Arbeit und Mühe vergebens und die Klinge bricht beim Härten. Ein taugliches Schwert zu schmieden ist nicht einfach.“

Ein kurzes Stocken erfolgte in ihrer Mimik, dann gewann die mittlerweile stets präsente stoische Ausdrucksform die Oberhand. Blick und Betonung Ihres Kampfausbilders waren genug Hinweis über den tieferen Sinn der Worte. Die Erwartungshaltung dahinter auch. Und sie würde den Krathor tun. Sicherlich wäre es opportun ein gutes Mädchen zu sein und die hinter dem Schild aus Fürsorge verborgene Erwartung des Ausbilders zu erfüllen. Möglichst gehorsam zu sein ebnete die Wege. Befehle blind zu befolgen entlastete von der Verantwortung über das eigene Handeln, die man dennoch zu tragen hatte. Still zu sein und nichts zu sagen, machte es unmöglich eigene Worte fressen zu müssen. Sich selbst nicht in Kritik zu üben machte einen lieb Kind.

Wer allen gefällig ist, gefällt sich selbst am Ende nicht mehr.

Ein Schwert soll es also sein. Nicht perfekt, so wie ich und nur mit viel Glück bricht es nicht beim Härten, so wie ich. Mhm.

Kaum im beschaulichen Heim in Berchgard angekommen, griff sie zu Pergament und Kohlestift, Maßstab und Knotenband, sowie zu der Klinge, die sie von Sir Fjalon erhalten hatte. Jene war noch nicht auf Ihre Hand angepasst, aber vermittelte einen guten Eindruck von dem was sie wollte. Doch nicht genau das, was sie wollte. Vor ihrem Auge schwebte die mächtige Nordmannklinge entlang, die sie bei den Thyren bewundert hatte. Jedoch waren diese Waffen zu schwer für sie, zu unwuchtig und massiv.
Mehrere Entwürfe flogen auf den Boden, wurden wieder hervorgeholt und dann doch verworfen. Es folgte entnervtes Umherwandern im Haus, eine Runde Holzhacken zur Besinnung und eine unruhige Nacht. Das Prozedere wiederholte sich über einige Tage, bis am Ende schließlich eine saubere Zeichnung mit Werten, Maßen und Anmerkungen entstanden war.

  • Die gesamte Klinge war lang, sehr lang. Als Maß daneben die Länge ihres Beines. Das Blatt breit und mit einer langen Fehlschärfe versehen, die nahezu die gesamte Stärke der Waffen darstellte. Erst ab der halben Schwäche war die Schliff zur Schräfe hin eingezeichnet. Die tiefe Hohlkehle jedoch zog sich laut Zeichnung bis in die Fehlschärfe hinein. Als Bemerkung daneben stand nur eine Notiz „Gewicht“.
    Zum Ort hin verläuft das Blatt hin symmetrisch ohne eine Propedeutik für die kurze oder lange Schneide zu veranschlagen. Das Gefäß war detailliert dargestellt und nun wurde jedem Betrachter klar, dass es sich um einen Zweihänder handeln würde, was sich da aus Kohlestiftstrichen aufbaute. Im darunter entworfenen Detailquerschnitte war der Aufbau des Gefäßes aus Griff, Griffhülse, Griffumwicklung, Knauf und Parierstange noch einmal erneut ausgeführt. Auch hier erfolgten Anmerkungen am Rand „Kontergewicht, Griffigkeit, Material“. Die Parierstange an sich blieb zunächst unscharf im Entschluss. Zwei Varianten waren übereinander gelegt in diffundierenden Schattierungen vorgehalten. Eine breite gerade Ausführung und eine breite zum Ort hin gebogene.
Die Zeichnung hängt sie zunächst für einige Tag an ihr Küchenregal und betrachtete sie hin und wieder. Nachdem sie einen Tag lang nichts mehr geändert hatte, rollte sie das Pergament ein und begab sich zum Bunten Kessel. Es galt Tarek zu finden und ihm die Zeichnung zu zeigen. Er würde sicherlich noch Vorschläge und Anmerkungen haben. Zudem brauchte sie seinen Rat und seine Hilfe.
Denn wer weiß besser welche Schritte nun zu tun sind, welches Material zu finden ist als ein Schmied?
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Helisande von Alsted
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Beitrag von Helisande von Alsted »

Zumindest war Tarek nicht in schallendes Gelächter ausgebrochen. Er hatte vage männlich vor sich hin geschmunzelt, dann tief geseufzt und ihre Zeichnung abgeändert. Es stand nun fest, dass die Parierstange gebogen sein würde. Die Fehlschärfe hatte er noch ein Stück ausgezogen und insgesamt das Blatt verbreitert. Das Angelgefäß hatte er in der angedachten Symmetrie abgenickt, nachdem er ihre Hände nachgemessen hatte.

"Dann gehen wir mal in die Mine."
"Mine?!"
"Sicher. Du musst doch wissen wo das Metall herkommt. Aus Erzen und wir gehen nun Erze und Kohle schürfen."

Mit moderater Begeisterung tappte sie Tarek nach und verfolgte seinen Fachvortrag über Erzadern, Kohleadern und Qualitätsmerkmale. Nebenbei streute er die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Stahlsorten ein, die man andenken könnte. Pyrianstahl mit seiner Möglichkeit den Schaden eines heißen Schmiedefeuers zu verursachen. Für die Verbrennungen durch das ewige Eis der Frostklamm den Coeliumstahl. Silberstahl als Übungswaffenmaterial, für den geünschten Einsatz zu weich. Zu guter letzt der Diamantstahl, hart, widerstandsfähig und sehr scharf schleifbar.

Brocke um Brocke las sie auf in die Erzsäcke. Irgendwann sah sie selbst aus wie ein Kohlebrocken. Zumindest war es für sie nicht mehr verwunderlich, dass Tarek so eine dunkle Hautfarbe hatte. Schon sehr bald fühlte sie ihre Glieder schmerzen von der ungewohnten Tätigkeit und biss die Zähne zusammen. Sie müsste eh stärker werden, damit sie auch in der Lage war die eigene Klinge zu führen.
So sah man sie öfter in den Minen zu Adoran und Berchgard arbeiten. Die Bergarbeiter störten sich irgendwann auch nicht mehr an der Wahnsinnigen, die in voller Kettenrüstung Erze schürfte und Kohle aufsammelte. Nach dieser selbstauferlegten Marter und den Übungen zu Pferde für die Lanze war sie oft nicht mehr in der Lage abends die Hände über den Kopf zu heben. Der Schlaf jedoch war tief und fest.


"So. Nun fangen wir mal an Erze zu schmelzen und Barren zu formen. Ich zeige es dir, dann machst du weiter. Wenn deine Barren tauglich sind, zeige ich dir wie man Kupfer ausschmiedet."

Sie war in Krathors Reich gelandet. Mindestens.
Die Esse musste angefeuert werden mit den selbstgelesenen Kohlebrocken. Der riesige Blasebalg entwickelte sich zu ihrem Feind. Das Ding lässig mit einer Hand herunterdrücken wie Tarek? Haha! Sie hing mit beiden Händen daran und zappelte wie ein Wurm am Haken. Der Schmiedebereich im Kessel hallte von ihren innigsten Verwünschungen wider und das schadenfrohe Gekicker ihrer Mitkessler half genau gar nicht.
Die ersten Barren waren mehr ein Fladen aus Kohle, Dreck und ihrem Schweiß. Tarek stand Todesängste um seine Werkstatt aus.
Doch dann, es gelang.


Man muss das Gut schmieden, solange es heiß ist.


Heiß. Handschuhe, sie trug Handschuhe nachdem sie sich mehrfach die Finger nachhaltig verbrannt hatte. Tareks lakonische Hinweise "is heiß". kamen in der Regel zu spät. Jedoch zeigte er ihr mit viel Geduld und Verständnis wie man schmiedet. Das erste Produkt aus Kupfer gelang sehr eiförmig, unwuchtig und absolut hässlich. Aber sie kratzte ihre Initialen ein und verehrte es dem werten Ausbilder. Mit dem innigsten Wunsch dahiner - der ungeäußert blieb - er möge es sich dahin schieben wo die Sonne nicht hinscheint.

"So, Helisande. Morgen räume ich meinen Arbeitsbereich und du fertigst ein Model deines Entwurfes an. Aus Silber. Löschwasser stelle ich dir hin. Heiler ist in Bereitschaft."


Wer Freunde hat, braucht keine Feinde!
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Helisande von Alsted
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Beitrag von Helisande von Alsted »

Wo Thyren sind, da ist auch Met.


Wer hatte noch gleich die grandiose Idee gehabt zu Bjoern aus dem Clan der Hinrah zu gehen? Weil der erfahrene Thyrenschmied sich sicherlich besser mit Zweihändern auskannte als jeder von ihnen? Bestimmt Tarek! Der verliebte sich auf den ersten Blick in die Lavaesse, die es in Wulfgard gab und wollte da quasi nicht mehr weg. Zudem verbrüderte er sich direkt mit Bjoern und zwar gegen sie.
Der riesenhafte Thyre hörte sich ihre Gesichte an, lachte erstmal schallend und nickte dann. Er würde helfen und die Ahnen um Beistand bitten, der dringend nötig war. Vor allem als sich feststellte, dass sie keinen thyrischen Schmiedehammer würde anheben können. Also griff sie auf das Werkzeug von Tarek zurück. Bjoern wies sie an die nach eifirger Beratung ausgewählten Erze zu schmelzen und die Barren zu gießen.
Als das vollbracht war, gab es Met.
Nach dem Met sollte sie nach genauer Anweisung die Barren zu einem Stück und das Stück dann auf Länge bringen. Natürlich mit Met!
Sie dengelte und klopfte. Zwischendrin musste das Werkstück immer wieder auf Temperatur gebracht werden. Gerade als sie dachte nun wäre es gut, erhöhte der Riese die Anforderungen.
Kohlestaub drauf und falten.
Falten?
Falten.
Nachdem Falten wurde erneut erhitzt, ausgewalzt, gekohlt, gefaltet, erhitzt und so weiter. Sie erinnerte sich irgendwann nicht mehr wie oft sie die Prozedur wiederholt hatte und nur noch mechanisch hämmerte. Zur Belohnung erhielt sie.... Met!

Die beiden Schmiede grinsten die erschöpfte Kriegerin an und setzten noch einen Drauf. Denn nun musste sie die Form der Klinge ausschneiden, eine heiße Angelegenheit, die ihre ganze Konzentration forderte. Als jedoch die beiden merkten, dass die Kräfte sie schlicht verließen, griffen sie beherzt zu und vollendeten die Form.
Nun kam das Härten.
Sie bibberte mit geschlossenen Augen als ihr erstgeborenes Kind in die Flammen gehalten wurde. Wann war es genug? Wann zu viel? Ein Met sorgte für die nötige Beruhigung der angekratzten Nerven. Kornblumenblau. Jetzt.
Es zischte als die Klinge abgeschockt wurde. Es brodelte und ihr Herz sauste ihr direkt bis in die Stiefel. Natürlich war sie in Met abgelöscht worden. Sie sprang nicht. Kein zerbrechen. Die noch ungeschliffene, schwarze Klinge hielt. Vor lauter Erleichterung hätte sie am Liebsten geheult, jedoch gewiss nicht vor all den dämlich grinsenden Kerlen.


"Ich hab Hunger."

Wo Thyren sind, da ist auch Essen.

Doch nun blieben noch einige Fragen offen. Wie würde der Knauf aussehen müssen? Wie die Griffhülse und die Griffwicklung? Die Parierstange war noch ungeformt. Beim Kauen kam ihr dann die Idee wen sie würde fragen können. Aber erst morgen, oder noch später. Erst nach Essen, Met und stiller Dankbarkeit.
Gast

Beitrag von Gast »

Ein ganz besonderes Schwert

Als der Tag sich dem Ende näherte und der Feierabend zum greifen nahe war, ging die Türe im Bunten Kessel auf.
Da stand sie, Helisande die Knappin der Finsternis. Da war dieses Gefühl, dieser Drang zu laufen. Doch es war zu spät.
Sie kam auf mich zu, eine Pergamentrolle in den Händen haltend. Gemeinsam mit ihr zusammen, bei einem Bier und Mocca gingen wir die Zeichnung des noch ungeborenen Schwertes durch und änderten einige Details ab.
Einige Tage später begaben wir uns dann in die Mine und schürften nach den benötigten Erzen. Helisande machte sich wahrlich gut und sammelte eine menge an Erze. Ganz unerfahren war sie scheinbar in dem Bereich nicht. Ungewöhnlich fand ich nur, das sie in voller Rüstung in der Mine stand. Doch sie meinte nur, das gibt zusätzliche Kraft, die sie bräuchte um das Schert zu führen.
Der nächste Schritt bestand darin, sich mit der Esse und dem Amboss vertraut zu machen und zu lernen, das die Arbeit an der Esse heiss ist.
Nach einer Weile lag es nun vor uns, das erste selbstgeschmiedete Werkstück.
Ein....ja was war es nur? Es sollte ein kleiner Buckler werden. Doch man brauchte viel Fantasie um aus dem Eiförmigen Teller einen solchen zu erkennen. Stolz ritzte sie noch ihre Initzialien ein und klemmte sich das gute Stück unter den Arm.
Dann hies es, die Thyren kennen zu lernen. Ich selbst war noch nie zuvor in Wulfgard. Es war alles so anders und fremd für mich, doch hatten sie etwas das mich in seinem Bann zog. Da stand sie vor mir, eine Riesige Esse bestehend aus einem Lavabecken. Gleich überlegte ich, wie ich eine solche in den Kessel bekomen könnte. Doch es gestaltete sich wohl als Unmöglich, einen Berg an das Haus zu setzen, der auch noch Lava in sich trug.
Gemeinsam mit Björn und Helisande machten wir uns dann an die Arbeit. Lediglich beim Falten und dengeln, ging ich Helisande zur Hand indem ich das Metall mit der Zange unter ihren Schlägen immer wider rasch drehte und in die richtige Position hielt. Am sonsten hielt ich mich lieber an meinem Met fest und schaute ihr beim schwitzen zu.
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Helisande von Alsted
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Beitrag von Helisande von Alsted »

Wo Elfen sind, da ist auch Weisheit - oder zumindeste Marmor.

Ered Luin, die weiße Stadt in jener wirkte die in Mitternachtsblau gewandete Frau wie ein Schatten. Wäre da nicht das rostbraune Haar und die milchweiße Haut, die ein wenig Farbe ins Spiel brachten, man würde sie glatt für eine verirrte Seele halten können. Doch um verirrt zu sein, dafür waren ihre Schritte zu raumgreifend und zielgerichtet. Ein freundliches Nicken und ein ebensolcher Gruß als sie auf dem weißen Platz einen der Elfen ansprach. Mit freundlichen Gesten wurde ihr der erfragte Weg gewiesen auf welchem sie kaum drei Schritte hinter sich gebracht hatte als ihr schon der entgegenkam, den sie suchte.
Lethalon, Nestor seines Volkes, einer der Wächter und neben allen Ehren auch ein Freund. Die Elfendame hinter ihm wurde ihr als Lia'ana vorgestellt. Der Moment des Grauens war gekommen und sie versuchte den elfischen Namen auszusprechen. Trotz aller Mühe endete es in einem Knoten in Laut und Zunge. Es brauchte einige Anläufe bis sie den Namen verständlich über die Lippen brachte. Elfische Namen waren für sie wie eine Bärenfalle. Immer wieder tappte sie hinein und wollte sich am Liebsten den Fuß abnagen.

Die beiden Elfen unterhielten sich über sie, Lia'ana befragte wohl Lethalon zu ihrer Person. Jedoch verstand sie die gewechselten Worte nicht und beschränkte sich aufs Lächeln und Warten. Der Wächter kannte sie gut und sehr schnell verstand er, was sie sich erbat und überdachte ihr Ansinnen. Das rohe Schwarzklingenschwert wurde von den beiden Elfen begutachtet und mit einem Nicken quittiert. Lethalon verstand, dass es noch einen Gewichtsausgleich benötigte und dass das Gefäß noch unvollendet war.
Bange hielt die Rosthaarige die Luft an, doch dann kamen die erlösenden Worte. Man würde sie nicht nur beraten. Nein. Lia'ana war eine elfische Schmiedin und sie würde sie gemeinsam mit Lethalon der Waffe annehmen. Griffhülse, Knauf und Parierstange würden sie gemeinsam anbringen und auswählen. Auch den Grob- und Feinschliff nahmen die beiden in ihre Hände. Offenkundig maßen sie dieser Waffe etwas Besonderes bei mit dem Blick auf die Menschenfrau ihnen gegenüber. Die erneut leise gesungenen Worte verstand jene allerdings wieder nicht und lächelte nur.
Zum festgelegten ersten Tag der neuen Woche würden beide Elfen die Waffe mit nach Wulfgard bringen. Dort würde noch der Griff umwickelt werden müssen und die Gravur angebracht.


"Überleg dir einen Namen."


Ein Name, da war ja noch was. Auch das gehörte zur Aufgabe im Grunde dazu. Ihr Schwert sollte einen Namen haben, den sie gut auswählen sollte. Zusätzlich wünschte sie sich eine Gravur für die Klinge. Doch Worte fielen ihr selbst keine ein. Nachdenklich bahnte sie sich ihren Weg durch den Nebelwald und über die verschneiten Wiesen bis nach Berchgard. Plötzlich hielt sie inne.

Gib einem Elfen ein Schwert und er macht.... hoffentlich kein Messer raus!
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Liaana Silhia
Beiträge: 8
Registriert: Dienstag 28. Oktober 2014, 08:17

Beitrag von Liaana Silhia »

Während der Wind seine Melodie durch die Lande trägt und in seichten Böen in die Schmiede weht, vernimmt man von dort das niedergehen eines Hammers welcher immer zu wohl auf das ein und selbe Metall rast. Der Schlag klingt hart doch wer in jene Schmiede blickt wird sehen das der Schwung voller Liebe und Weichheit geführt ist, er geht gezielt und ohne Umschweife auf das Meisterstück nieder. Während jener Hammer den Rhythmus vorzugeben scheint summt sie, jene welche dem elfischen Antlitz an Schönheit gezeichnet ist, eine ruhige aber kämpferisch - stolze Melodie. Man könnte gar meinen das in jenes meisterliche Schwert und der Kunst welche, sie dort in feinster Arbeit anfertigt um das Stück zu vollenden, ein Teil des Liedes der Mutter hinein manövriert.
Die Funken welche sich von der Esse lösen schweben in einer sanften Bewegung hin und her, als würden sie im Einklang mit der von ihr gesummten Melodie einen Tanz vollführen, weich und und von einer Gewissen Schönheit.

Wer den Blick zur Seite schwenkt und die Utensilien betrachtet welche auf dem aus Mamor gefertigten Tisch ruhen, wird erkennen das ein Stück Drachenhorn, geschliffener Mamor und Leder welches von dem mächtigsten Wesen unter den Ledersortimenten stammt, dem Balron. Jenes Leder soll halt geben und den Griff festigen. Das Drachenhorn wird von Metall ummantelt werden um somit den Glanz des Schwertes beizubehalten. Der Mamor wird im Knauf verarbeitet um die Balance des Schwertes zu sichern.

So vernimmt man wohl noch bis in die tiefe Nacht Arbeitsgeräusche welche aus der Schmiede dringen, ob es nun ein schleifen, ein hämmern, ein kratzen oder aber nur ein räuspern ist.
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