In einem Wald, fern von Gerimor sitzt eine einsame Wächterin auf einem Ast der hohen Bäume. Ihre grünen Augen ist auf dne Mond gerichtet, sie ist gehüllt in Leder nach Elfischem Schnitt. Obwohl sie mit einem Köcher und dem Bogen in ihrem Schoß eher für den Kampf gerüstet ist, sind ihre langen Haare offen und wehen weit Oben im Wind. Lange verharrt sie regungslos wie eine Statue auf dem Ast, bis sich das Geräusch leichter Schritte bemerkbar macht. Sie kannte diese Schritte.. sie wusste direkt, wohin sie schauen musste – und ein Blick den Baum hinab bestätigte es ihr. Gerade als sie hinab sah, sah sie wie ein kleiner Junge, ihr Sohn, Valon kletterte den Baum hinauf und gesellte sich zu ihr. "Ya'nurti denkst du wieder an Varra'ya?", fragt der kleine Waldelf seine Mutter, während er sich neben sie setzt und an sie gelehnt von einem Arm an die Waldelfe gezogen wird. "Ai, er wird gerade genauso wie wir den Mond betrachten und an uns denken, Valon, so wie wir auch an ihn denken."
Die beiden saßen die ganze Nacht da oben und sie erzählte ihm wie immer irgendeine Geschichte von seinem Vater. Letztenendes musste sie ihn wieder einmal mit hinunter nehmen, da er dort auf dem Ast in ihrem Arm eingeschlafen war und ihn in sein Bett bringen. Sie küsst ihn auf die Stirn und streichelt darüber, ehe sie das Haus wieder verlies. Ein weiterer Blick gen langsam erhellenden Himmel, "Das wird ein langer Tag.. Lu.. warte auf mich", schoss es ihr durch den Kopf, als sie damit begann alles vorzubereiten. Schliesslich musste sie alles vorbereiten, ihren Bogen kontrollien, die Rüstung und ihre Kräutervoreräte prüfen, neue Pfeile vorbereiten. Es würde eine lange Reise werden ...
Valon wird von den anderen Elfen unterrichtet, als er aufwacht, andere Elfen von ihr im Spurenlesen und zum gehen, ohne spuren zu hinterlassen. So ging der größte Teil des Tages rum, während manch andere Elfen andere Dinge für sie vorbereiteten, Still und Heimlich, um ihrem Sohn nichts zu verraten.
Eines Nachts offenbarte sie Valon schliesslich alles, sie erzählte ihm die ganze Wahrheit, erklärte ihm die Gründe, versprach zugleich, ihm seinen Vater mitzubringen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe Valon überhaupt reagierte – und seine Reaktion war es, sie zu umarmen und dann einfach abzuhauen, von der Situation zu fliehen, seine Ruhe im Wald zu suchen. Sie beschloss, noch an diesem Abend aufzubrechen, holte ihre Pfeile, ihren Bogen, ihre Kräuter, Verpflegung.. alles was sie Unterwegs brauchen würde. Sie sprach nochmal mit Lysira, schliesslich würde diese in der Zeit auf ihn besonders aufpassen und falls etwas wäre, würde sie es dank ihr erfahren. Sie versprach ihr, Shalaryl etwas auszurichten, versprach ihr viele weitere Dinge, bevor sie schliesslich gehen konnte.
Kaum am Waldesrand angekommen, legt sie ihre Hand an den letzten Baum, schloss ihre Augen und dachte an Valon und Lu. "Ich.. Ar, wir kommen wieder Valon, pass auf dich auf und lerne gut, damit du uns eines Tages begleiten kannst, mein Jah".
Schliesslich dreht sie sich um und sieht weit voraus, gen Horizont und scheinbar darüber hinaus, zu Lu und ihrer Heimat. Der erste Schritt war der Schwierigste.. plagten sie in jenem Moment noch Zweifel, ging jeder weitere Schritt leichter, da sie ihrem Herzen, dem Zug ihrer Seele folgte.