Rafael hatte lange am Baum des Lichtes verbracht, ihn angesehen als erhoffe er sich Antworten auf all die Fragen die er hatte.
Ihn berühren... das tat er heute nicht.
Er musste selber an sich arbeiten und nicht erhoffen das mit einem Schlag er das war was er sein wollte. Seine Fehler zu seinen Stärken machen... das hatte er sich vorgenommen, aber der Weg selber war weit und mit viel lernen bestückt.
Es war bereits Mittag durch, als er sich erhob und gen Ausgang schritt.
Eilig wie er es hatte und weit ausschreitend übersah er, als er um eine Ecke bog, die Person die dort gerade langging und rannte sie bald um. „Oh Verzeihung murmelte er die Person am Arm festhaltend damit sie nicht stürzte um sogleich erschreckt zu begreifen das er die Heiligkeit fast im Arm hielt. Seine Augen weiteten sich voller Beschämung und sie loslassend, beugte er sogleich sein Knie vor ihr.
„Verzeihung eure Heiligkeit, ich hatte euch nicht gesehen.“ Meinte er sofort ehrerbietig,
Doch die heilige Frau nahm es eher mit Humor als das sie ihm zürnte.
Nachdem er sich auf ihre Aufforderung hin wieder erhoben hatte, und sie einige kurzen Worte gewechselt hatten, belegte die Heiligkeit ihn mit einem Auftrag.
Er sollte Temoratreue Diener zur Abendstunde vor dem Haupttor Varunas sammeln, damit sie den entweihten Friedhof den man mitten im Wald gefunden hatte gemeinsam neu weihten konnten.
Der Ritter machte sich sofort auf den Weg um diesen Auftrag aus zu führen.
Seinen Knappen Zeron informierte er als erstes, dann gab er Farion und Aradan bescheid, die als Ritter im Orden dienten und von denen er wusste, überzeugt war das sie die Rechten im Glauben waren.
So vorbereitet, machte er sich auf zur Kapelle der Allianz um dort bis zum Abend im Gebet zu verbringen.
Er betete darum das der Abend von Erfolg gekrönt war, das die armen Seelen ruhe finden würden und der Ort, ein Ort des Friedens sein würde.
Erst als die Zeit voranschritt und es kurz vor dem Treffen war, begab er sich zur Adlerfestung, wo bereits Zeron auf ihn wartete, und gemeinsam mit ihm begab er sich zum Treffpunkt wo neben der Heiligkeit, auch Aradan, Farion, Asteve ein Mann namens Gustav Toepfer und der Templer Ithamar bereits warteten, um dann gemeinsam zu dem entweihten Ort auf zu brechen.
Dort angekommen bat die Heiligkeit das man alle Kerzen, alle Knochen die man fand einsammelte und ein Grab schaffen sollte.
Rafael beauftragte Zeron zum nahen Bogner zu gehen und sich Schaufeln aus zu leihen, während er mit den andren zusammen die Knochen zusammensammelte.
Als Zeron mit zwei Schaufeln zurückkam begann er mit seinem Knappen zusammen ein Grab aus zu heben, wurde dann jedoch von Gustav abgelöst.
So das er selber nur noch die Knochen weiter hinzugab.
Während er damit beschäftigt war wie die anderen auch begann die Heiligkeit die Gräber und den Ort zu segnen.
Rafael spürte die Ruhe in sich, vor allem als er bemerkte das der Stab der Heiligkeit, die Spitze bläulich aufglühte und dann den Ort in ein Licht tauchten.
Voller Demut trat er zurück und wartete. Er konnte nichts weiter mehr tun als die Heiligkeit und Ithamar zu zu sehen.
Als ihre Arbeit getan war, lag der Ort friedlich da, Nichts erinnerte mehr an das Grauen das er hier gespürt hatte und unwillkürlich atmete er auf. Kra`thor war wieder ein Stück genommen worden und gemeinsam mit den andren machte er sich auf den Heimweg, nur um dann verärgert fest zu stellen das sie einen Heimlichen Beobachter gehabt hatten...
Tari! Sein Sohn hatte unweit auf einen Baum gesessen und zu gesehen und zu aller letzt log er ihn auch noch an, in dem er sagt er wäre dort gar nicht gewesen.
Tief Luft holend verabschiedete er sich von der Gemeinschaft, um seinen Sohn heim zu bringen.
Heim, und ihm die Leviten zu lesen.
Weihe eines unheiligen Ortes.
-
Niamh
Und Tari war nicht der einzige gewesen, der das spätabendliche Schauspiel beobachtet hatte. Einige Minuten lang, als die Gläubigen der Temora gerade in ihrer Arbeit vertieft waren, zeigte sich eine zierliche, in Kutte gehüllte Gestalt am Rande der Lichtung. Den Blick einmal über das Geschehen schweifen lassend wendete sie sich allerdings nach kurzer Zeit schon wieder ab, die Gruppe schien in ihrem Treiben nichts zu bemerken.
Ein besonderer Ort war es gewesen, der Friedhof im Wald. Die Inschriften auf den Grabsteinen, wenn auch mühsam herausgekratzt von den Bücklingen der Temora, waren stilles Zeugnis von den Ansichten der hier zur Ruhe gebetteten. "Im Leben bei Alathar, im Tode doch nicht" oder "Falsch gelebt, aber richtig gestorben!", in Stein gemeißelt für die Ewigkeit, diese Leute hatten zweifellos Ahnung von den wahren Dingen der Existenz.
Sie wissen nicht was sie da tun, die blinden Gefolgsleute der Heuchlerin, Liebe predigend und Blumen pflanzend durch die Welt irren, mehr war es nicht. Doch das Leben ist ziemlich unbarmherzig, ist es erst einmal zuende. Und zu spätestens diesem Zeitpunkt würden auch die Fehlgeleiteten merken, wer sie im Stich lässt und wer sie noch retten kann...
Ein besonderer Ort war es gewesen, der Friedhof im Wald. Die Inschriften auf den Grabsteinen, wenn auch mühsam herausgekratzt von den Bücklingen der Temora, waren stilles Zeugnis von den Ansichten der hier zur Ruhe gebetteten. "Im Leben bei Alathar, im Tode doch nicht" oder "Falsch gelebt, aber richtig gestorben!", in Stein gemeißelt für die Ewigkeit, diese Leute hatten zweifellos Ahnung von den wahren Dingen der Existenz.
Sie wissen nicht was sie da tun, die blinden Gefolgsleute der Heuchlerin, Liebe predigend und Blumen pflanzend durch die Welt irren, mehr war es nicht. Doch das Leben ist ziemlich unbarmherzig, ist es erst einmal zuende. Und zu spätestens diesem Zeitpunkt würden auch die Fehlgeleiteten merken, wer sie im Stich lässt und wer sie noch retten kann...