Einige Zeit war nun vergangen, dass sie von ihrer Reise zurückgekehrt war ins Land und seit dem sie zurück ist hatte sie einiges erreicht, aber auch viel Neues kennen und hinzugelernt.
Oft, wenn sie alleine in Neu Adoran am Brunnen sitzt, weil niemand zu finden ist, da es für sie auch recht schwer ist, wenn einmal keine Schritte durch die Straßen gehen oder Menschen in ihrer Nähe sprechen, denkt sie über sowohl erlerntes im Kloster, als auch darüber nach was die Zukunft ihr wohl bringen mag.
Manchmal erwischt sie sich selbst dabei, wie sie darüber nachdenkt wie wohl Farben aussehen, da sie nichts anderes kennt außer der Dunkelheit seit Geburt. Auf ihrer Reise wurde ihr einst gesagt, dass ihre Augen aussehen, wie ein helles weites blaues Meer, wenn die Sonne den Horizont küsst und die Wellen ein sanftes ruhiges Bild auf die Wasseroberfläche zaubern.
Doch bisher hat ihr Glaube an Temora ihr auf all ihren Wegen beigestanden und so solle es auch weitergehen. Die Wahl für sie sich dem Kloster anzuschließen schien die Richtige zu sein, da sie dort einen Platz fand um sich zurück zu ziehen, aber auch eine sichere und geborgene Zuflucht zu genießen. Neue ja man mag sagen Freunde hat sie dort auch gefunden und vieles wurde ihr als Hilfe angeboten, wie zum Beispiel, dass Diakonin Aurea ihr von ihrem alten Haus erzählte, dass unweit des Klosters steht und noch frei stand, was ihr natürlich sehr entgegen kam, da der Kloster unweit davon gelegen war und womit auch Jarin wohl zufrieden wäre, da er es nicht mochte zu viel Stadtgestein um sich herum zu haben.
Aber es gab auch eine andere Seite an der Arbeit im Kloster. Es kam vor, dass Wesen der Dunkelheit in der Richtung ihr Unwesen trieben so wie auch am Abend der 21. Schwalbenkunft 257 als die Novizinnen des Klosters gerade im Unterricht saßen.
Nichts erahnend wurde der Unterricht vollzogen, als ein Klopfen durch die Hallen des Klosters zog. Von der Diakonin wurde eine Novizin zur Türe entsandt um diese zu öffnen dort angekommen stand eine verletzte vor der Türe die natürlich auch Zuflucht bekam und ihre Wunden wurden von der Diakonin selbst versorgt. Die Verletzte sprach davon, dass Rahaler in Schwingenstein gesichtet wurden und das Lichtenthaler Regiment die Verfolgung bereits aufgenommen haben. Natürlich dient das Kloster als wertvolles Ziel für das feindliche Reich. Es klopfte erneut an den Toren des Klosters. Einer der Regimentler stand vor den Türen und wurde zum Schutz abgestellt mit einem zweiten. An diesem Abend blieb das Kloster selbst sicher und auch vor dem Kloster und in Schwingenstein schien die Luft bereits wieder sauber zu sein.
Man kann froh sein, dass man so ein aufmerksames Regiment im Lichten Reich besaß, dass sich kümmert und den Schutz sicher stellt. Sie war sogar am darauffolgenden Tag nach Adoran gegangen um sich nach den Verletzten zu erkundigen um sicher zu stellen, dass alle lebend aus dem Abend heim kehrten. Sie hielt es für eine Pflicht dies zu tun und somit auch den Schutz und die Arbeit des Regiments zu würdigen.
Die Fragen nach dem warum und wieso blieb allerdings unbeantwortet. Warum in der Nähe des Klosters? Wegen dem Baum? Oder gar wegen den Geweihten des Tempels? Auf diese Fragen würde sie wohl kaum spontan eine Antwort finden und doch waren die Gedanken in ihrem Kopf vorhanden.
Die Gedanken waren da, aber sie würde sich durch diese Fragen nicht beeinflussen lassen, da ihr Glaube daran, dass ihr, dem Kloster und ihren Freunden nichts geschehen würde stärker war, als jede Frage nach dem warum.
Einige weitere Gedanken taten sich dahingehend auch auf, da sie wohl lernen müsse sich zu verteidigen und sei es mit dem Stab den sie immer mit sich führe, damit sie nicht völlig hilflos durch auf ihren Pfaden wandeln müsse. Ebenso erkannte sie nach dem Vorfall, dass es wichtig wäre auch sich in der Heilung und ersten Hilfe fortzubilden. Um dies zu tun waren bereits die ersten Vorbereitungen getroffen wurden.
Dejarian war im Hospiz in Adoran tätig und könne ihr einiges beibringen, was die Heilung anbelangt. Es würde natürlich in manchen Dingen schwer werden ihr Dinge beizubringen dadurch, dass sie nichts sehen kann, aber er würde wohl einen Weg finden. Sobald sie ihn gefragt hatte begann er auch direkt die erste Theorie Stunde mit ihr und erwähnte einiges über Wunden deren Versorgung, dass Sie sich auch versuchte alles zu behalten. Die Praxis würden sie wohl auch üben, wohl allerdings zu erst einmal an ‚Versuchspersonen‘.
Was die Verteidigung angeht hatte sie sich an Janarey gewendet, da diese sowohl im Kloster tätig ist, als auch für das Regiment. Sie hatte Kampferfahrung und es wäre für beide eine gute Erfahrung und eine Möglichkeit sich besser kennenzulernen.
Diese neuen Herausforderungen würde sie aber auch alle meistern können und würden sie auf Ihrem Weg weiter nach vorne bringen, denn das Licht der Herrin würde sie begleiten und ihr Schutz bieten.
Gedanken Welten
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Tarila Sumor
Als sie wieder einmal etwas Ruhe fand um ihren Gedanken freien Lauf zu lassen und die letzten Tage Revue passieren ließ stieß sie in Ihren Gedanken auf etwas, dass sie nicht so einfach wieder los lassen wollte.
Die Frage nach dem, was würde man macht, wenn jemand von einem Geist oder Dämon besetzt werden würde?
Die Ereignisse bei Elenor brachten Sie auf diese Frage und sie entschied sich einen Brief ans Festland verfassen zu lassen um an einen alten Freund zu schreiben, der ihr vieles in ihrem Leben vorgelesen hat und von dem sie wusste, dass wenn es Bücher gibt wüsste er davon.
In dem Brief wird folgendes zu lesen sein:
Das Licht der Herrin Möge dich schützen alter Freund,
ich muss mich wohl zu aller erst einmal bei dir Entschuldigen, dass ich dir erst so spät schreibe, aber es ist auch eine Menge passiert.
Durch deine Unterstützung einst habe ich es geschafft und habe mich dem Kloster hier in Gerimor angeschlossen um der Herrin zu dienen, sogar den Bürgerbrief konnte ich erwerben um hier fest einen Platz zum wohnen zu haben.
Ich hoffe, dass es dir und deinen vielen Büchern vor allem gut geht.
Nun bin ich bereits einige Zeit hier und habe viele Leute kennen gelernt dabei bin ich auf etwas gestoßen, dass zwar nicht direkt zusammenhängt, aber mich auf eine Frage brachte:
„Was tun wenn jemand von einem Geist oder ähnlichem besessen ist?“
Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du einmal in deinen Büchern schauen würdest, ob es etwas gibt, dass du mir zu dieser Thematik schicken oder schreiben könntest.
Lass es dir gut gehen und damit du auch etwas für dich hast habe ich dir ein paar Bonbons beigelegt in Kirsche, weil du die soweit ich mich erinnern kann so gerne hast.
gez.
Tarila Sumor
Der Brief wurde nicht von ihr selbst verfasst, sondern von einem ihrer Freunde aufgesetzt.
Nun hieß es für sie erst einmal warten bis eine Antwort ankommen würde von ihrem Bekannten. Aber dies wäre wohl auch eine gute Übung für Sie sich in Geduld zu schulen.
Neben dem Heilunterricht mit Dejarian hatte auch die erste Stunde unter Janarey, was das Kampftraining angeht begonnen und sie konnte dabei sogar einen kleinen Erfolg erzielen, aber der Weg ist noch weit.
Die Frage nach dem, was würde man macht, wenn jemand von einem Geist oder Dämon besetzt werden würde?
Die Ereignisse bei Elenor brachten Sie auf diese Frage und sie entschied sich einen Brief ans Festland verfassen zu lassen um an einen alten Freund zu schreiben, der ihr vieles in ihrem Leben vorgelesen hat und von dem sie wusste, dass wenn es Bücher gibt wüsste er davon.
In dem Brief wird folgendes zu lesen sein:
Das Licht der Herrin Möge dich schützen alter Freund,
ich muss mich wohl zu aller erst einmal bei dir Entschuldigen, dass ich dir erst so spät schreibe, aber es ist auch eine Menge passiert.
Durch deine Unterstützung einst habe ich es geschafft und habe mich dem Kloster hier in Gerimor angeschlossen um der Herrin zu dienen, sogar den Bürgerbrief konnte ich erwerben um hier fest einen Platz zum wohnen zu haben.
Ich hoffe, dass es dir und deinen vielen Büchern vor allem gut geht.
Nun bin ich bereits einige Zeit hier und habe viele Leute kennen gelernt dabei bin ich auf etwas gestoßen, dass zwar nicht direkt zusammenhängt, aber mich auf eine Frage brachte:
„Was tun wenn jemand von einem Geist oder ähnlichem besessen ist?“
Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du einmal in deinen Büchern schauen würdest, ob es etwas gibt, dass du mir zu dieser Thematik schicken oder schreiben könntest.
Lass es dir gut gehen und damit du auch etwas für dich hast habe ich dir ein paar Bonbons beigelegt in Kirsche, weil du die soweit ich mich erinnern kann so gerne hast.
gez.
Tarila Sumor
Der Brief wurde nicht von ihr selbst verfasst, sondern von einem ihrer Freunde aufgesetzt.
Nun hieß es für sie erst einmal warten bis eine Antwort ankommen würde von ihrem Bekannten. Aber dies wäre wohl auch eine gute Übung für Sie sich in Geduld zu schulen.
Neben dem Heilunterricht mit Dejarian hatte auch die erste Stunde unter Janarey, was das Kampftraining angeht begonnen und sie konnte dabei sogar einen kleinen Erfolg erzielen, aber der Weg ist noch weit.
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Tarila Sumor
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Tarila Sumor
An einem der folgenden Morgende klopfte es an der Türe und ein Bote stand dort mit einem Päckchen in der Hand, das etwas größer war und ein Brief lag ihm bei. Sie nahm es dankend entgegen und brachte dem Boten sogar noch etwas Saft für die Mühen.
Sie erfühle zwei Bücher und einen Brief in dem Päckchen, schnell war ihr klar, dass es sich dabei nur um ein Päckchen von ihrem alten Freund handeln konnte.
Sie eilte mit dem Brief zum Kloster hinauf um ihn sich von dem Bibliothekar vorlesen zu lassen. Folgende Zeilen standen in diesem Brief:
„Temora zum Gruß Tari,
es freut mich, dass du gute Erfahrungen in der Ferne machen konntest und deine Bonbons waren genau das richtige für mich.
Natürlich komme ich deiner Bitte gerne nach und habe dir zwei Kopien beigelegt von Büchern die ich für äußerst sinnvoll erachte und dir hoffentlich weiter helfen. Bitte pass auf dich auf und wenn du wieder einmal etwas benötigst scheue dich nicht einen Boten mir zu senden, denn in der Bibliothek hier ist es doch ohne dich recht einsam geworden.
Niemand mehr hier dem ich vorlesen kann.
Ich hoffe, dass du eines Tages wieder kommst um mich zu besuchen.
gez.
J“
Als Tari die Zeilen von ihrem Freund vernimmt stimmt es sie leicht trübsinnig, wenn sie sich vorstellt, wie er dort nun alleine Tag für Tag in der Bibliothek sitzt. Denn der Jüngste war er auch nicht mehr.
Immerhin hatte Sie mit ihm viele Jahre zu gebracht und lauschte seinen Geschichten.
Nachdem der Bibliothekar fertig war reichte Sie ihm die Bücher, damit er diesen Worten auch aufmerksam lauschen konnte.
Und er begann es ihr vorzulesen, so wie sie es von ihm wünschte:
„Das einzige, das alle Besessenen fürchten ist ein Abbild oder ein Zeichen Temoras oder dessen Präsenz durch die Hand eines Priesters.
Wichtige Werkzeuge sind geweihte Kerzen, gesegnetes Wasser und wenn möglich ein Blatt vom Baum des Lichtes.
Desweiteren sollten Lichtbringende und Dunkelheitsverscheuchende Gebete dem Priester geläufig sein.
Wichtiger Bestandteil des Exorzismus ist folgender Vers, den man sich einprägen sollte:
„ Höre mir zu und gehorche, hassender Geist! Mit der Macht meines Arms, dem eisernen meines Willens und durch das Feuer meines Wortes. Komm aus diesem Leib dieser Person. Du sollst dich nicht mehr zeigen, weder in Träumen der Nacht noch in den Gedanken des Tages! Lass ab von diesem Ort, du niedrigstes Raubtier, du übelster Dämon! Deine Wut soll rückgängig gemacht, durch die Sonne, durch das Licht der Herrin Temora.“
Wenn dies alles bekannt und vorhanden ist widmen wir uns dem Ablauf eines Exorzismus.
Er wird in folgende fünf Stufen unterteilt.
Die erste Stufe des Exorzismus ist als Präsenz bekannt und klärt ab, ob ein Dämon überhaupt da ist, als auch das Rufen des Dämons, und stellt den schwierigsten Teil dar. Hier gilt es, den Namen des Dämons zu erfahren.
Die zweite Stufe stellt das Brechen des Dämons dar, welcher mit aller zur Verfügung stehenden Macht gegen den Priester kämpfen wird. Hierzu gehören Geräusche, Zauber und andere Dinge, er kann den Exorzisten jedoch nicht körperlich verletzen.
Die dritte Stufe ist als die Stimme bekannt. Sie ähnelt der zweiten Stufe. Nun gilt es, den Dämonen zum Schweigen zu bringen.
Die vierte Stufe ist der Wettstreit, in dem der Geist des Dämons mit der Präsenz Temora ( des Lichts )kämpft.
Die fünfte Stufe ist die Verbannung. Hier flieht der Dämon zurück in seine Welt. Viele ehemalige Besessene können sich an die Zeit der Besessenheit nicht zurückerinnern, soweit sie denn überhaupt überleben.
Legenden beschreiben eine andere Art Bannung, die den Dämon nicht in den Äther zurücklässt, sondern ihn in einen Gegenstand bindet.
Bedeutend zu dieser und anderen dämonenmagischen Gegenständen ist, dass sie ohne ein Wesen, das sie trägt oder bewegt, vollständig hilflos sind. Erst wenn ein lebender Träger sich dem Gegenstand annimmt, wächst die Macht des gebundenen Dämons und zeitgleich der Versuch der Kontrolle über den Träger. Dies kann alles beinhalten, von Ringen, Rüstungen, Schwertern bis hin zu Alltagsgegenständen.“
Als er mit dem ersten Buch fertig war und sie einiges neues erfahren konnte wollte sie natürlich auch direkt das er ihr das Zweite vorlese.
„Ein von einem bösen Geist besessener Mann der einem Priester am Fluss begegnete. Er war unglaublich stark und konnte Felsen mit seinen Händen zerdrücken. Der Mann rannte auf den Priester zu und bettelte um Gnade, woraufhin der Priester den Dämonen verjagte und nach seinem Namen fragte. Der Dämon im Mann sprach wispernd:
"Unser Name ist Heer, den wir sind viele".
Der Dämon floh aus dem Körper des Mannes und wurde 13 Tage und Nächte vom Priester in den Wald verfolgt, bis er sich erschöpft in einem Baumstumpf versteckte. Der Priester erkannte den Dämon und schlug mit seinem Stab zu und bannte den Dämon auf diese Weise.
Der Priester beschrieb einst den idealen Exorzisten als in der Menschlichkeit gefestigte, körperlich trainierte, junge bis mittelaltrige Person.
Eine weitere Legende beschreibt eine junge Priesterin die ihre tägliche Arbeit in dem Armenviertel einer Stadt verrichtete und dabei auf ein kleines Mädchen stieß, das übermenschlich zu sein schien und Leute ohne jegliche Vorwarnung attackierte. Sie wurde von acht Mannen gemeinsam gehalten und an eine Wand gekettet, damit die Priesterin die Chance hatte sich ihr zu nähern. Beinah vierzehn Tage verbrachte sie in Gebet vor dem Mädchen mit geweihtem Wasser den Dämon zu schwächen bis er verschwand.
Leider jedoch nahm er den Geist des kleinen Mädchens mit zurück in den Äther.
Die Priesterin würde Exorzisten als mitfühlende, willensstarke und vor allem durchhaltende Personen beschreiben.“
Als auch dieses abgeschlossen war hatte sie einiges in Erfahrung bringen können und entschloss sich dazu in dieser Richtung etwas weiter zu forschen.
Einige Zeit des Tages verbrachte Sie in Gedanken darum, ob sie sich bestimmte Symbole verzieren lassen sollte um für den Notfall gewappnet zu sein..
[…] (hier wird nicht weiter Ausgeführt, da man es auch im RP nach und nach entdecken wird)
Nach den Überlegungen und Planungen die sie in Ihrem Geiste durchspielte führten Ihre Schritte sie wieder nach daheim, wo Dejarian wohl schon auf sie warten würde.
Sie hatte in der letzten Zeit häufig Fisch bekommen, vielleicht hatte er ja einmal etwas neues?
Sie erfühle zwei Bücher und einen Brief in dem Päckchen, schnell war ihr klar, dass es sich dabei nur um ein Päckchen von ihrem alten Freund handeln konnte.
Sie eilte mit dem Brief zum Kloster hinauf um ihn sich von dem Bibliothekar vorlesen zu lassen. Folgende Zeilen standen in diesem Brief:
„Temora zum Gruß Tari,
es freut mich, dass du gute Erfahrungen in der Ferne machen konntest und deine Bonbons waren genau das richtige für mich.
Natürlich komme ich deiner Bitte gerne nach und habe dir zwei Kopien beigelegt von Büchern die ich für äußerst sinnvoll erachte und dir hoffentlich weiter helfen. Bitte pass auf dich auf und wenn du wieder einmal etwas benötigst scheue dich nicht einen Boten mir zu senden, denn in der Bibliothek hier ist es doch ohne dich recht einsam geworden.
Niemand mehr hier dem ich vorlesen kann.
Ich hoffe, dass du eines Tages wieder kommst um mich zu besuchen.
gez.
J“
Als Tari die Zeilen von ihrem Freund vernimmt stimmt es sie leicht trübsinnig, wenn sie sich vorstellt, wie er dort nun alleine Tag für Tag in der Bibliothek sitzt. Denn der Jüngste war er auch nicht mehr.
Immerhin hatte Sie mit ihm viele Jahre zu gebracht und lauschte seinen Geschichten.
Nachdem der Bibliothekar fertig war reichte Sie ihm die Bücher, damit er diesen Worten auch aufmerksam lauschen konnte.
Und er begann es ihr vorzulesen, so wie sie es von ihm wünschte:
„Das einzige, das alle Besessenen fürchten ist ein Abbild oder ein Zeichen Temoras oder dessen Präsenz durch die Hand eines Priesters.
Wichtige Werkzeuge sind geweihte Kerzen, gesegnetes Wasser und wenn möglich ein Blatt vom Baum des Lichtes.
Desweiteren sollten Lichtbringende und Dunkelheitsverscheuchende Gebete dem Priester geläufig sein.
Wichtiger Bestandteil des Exorzismus ist folgender Vers, den man sich einprägen sollte:
„ Höre mir zu und gehorche, hassender Geist! Mit der Macht meines Arms, dem eisernen meines Willens und durch das Feuer meines Wortes. Komm aus diesem Leib dieser Person. Du sollst dich nicht mehr zeigen, weder in Träumen der Nacht noch in den Gedanken des Tages! Lass ab von diesem Ort, du niedrigstes Raubtier, du übelster Dämon! Deine Wut soll rückgängig gemacht, durch die Sonne, durch das Licht der Herrin Temora.“
Wenn dies alles bekannt und vorhanden ist widmen wir uns dem Ablauf eines Exorzismus.
Er wird in folgende fünf Stufen unterteilt.
Die erste Stufe des Exorzismus ist als Präsenz bekannt und klärt ab, ob ein Dämon überhaupt da ist, als auch das Rufen des Dämons, und stellt den schwierigsten Teil dar. Hier gilt es, den Namen des Dämons zu erfahren.
Die zweite Stufe stellt das Brechen des Dämons dar, welcher mit aller zur Verfügung stehenden Macht gegen den Priester kämpfen wird. Hierzu gehören Geräusche, Zauber und andere Dinge, er kann den Exorzisten jedoch nicht körperlich verletzen.
Die dritte Stufe ist als die Stimme bekannt. Sie ähnelt der zweiten Stufe. Nun gilt es, den Dämonen zum Schweigen zu bringen.
Die vierte Stufe ist der Wettstreit, in dem der Geist des Dämons mit der Präsenz Temora ( des Lichts )kämpft.
Die fünfte Stufe ist die Verbannung. Hier flieht der Dämon zurück in seine Welt. Viele ehemalige Besessene können sich an die Zeit der Besessenheit nicht zurückerinnern, soweit sie denn überhaupt überleben.
Legenden beschreiben eine andere Art Bannung, die den Dämon nicht in den Äther zurücklässt, sondern ihn in einen Gegenstand bindet.
Bedeutend zu dieser und anderen dämonenmagischen Gegenständen ist, dass sie ohne ein Wesen, das sie trägt oder bewegt, vollständig hilflos sind. Erst wenn ein lebender Träger sich dem Gegenstand annimmt, wächst die Macht des gebundenen Dämons und zeitgleich der Versuch der Kontrolle über den Träger. Dies kann alles beinhalten, von Ringen, Rüstungen, Schwertern bis hin zu Alltagsgegenständen.“
Als er mit dem ersten Buch fertig war und sie einiges neues erfahren konnte wollte sie natürlich auch direkt das er ihr das Zweite vorlese.
„Ein von einem bösen Geist besessener Mann der einem Priester am Fluss begegnete. Er war unglaublich stark und konnte Felsen mit seinen Händen zerdrücken. Der Mann rannte auf den Priester zu und bettelte um Gnade, woraufhin der Priester den Dämonen verjagte und nach seinem Namen fragte. Der Dämon im Mann sprach wispernd:
"Unser Name ist Heer, den wir sind viele".
Der Dämon floh aus dem Körper des Mannes und wurde 13 Tage und Nächte vom Priester in den Wald verfolgt, bis er sich erschöpft in einem Baumstumpf versteckte. Der Priester erkannte den Dämon und schlug mit seinem Stab zu und bannte den Dämon auf diese Weise.
Der Priester beschrieb einst den idealen Exorzisten als in der Menschlichkeit gefestigte, körperlich trainierte, junge bis mittelaltrige Person.
Eine weitere Legende beschreibt eine junge Priesterin die ihre tägliche Arbeit in dem Armenviertel einer Stadt verrichtete und dabei auf ein kleines Mädchen stieß, das übermenschlich zu sein schien und Leute ohne jegliche Vorwarnung attackierte. Sie wurde von acht Mannen gemeinsam gehalten und an eine Wand gekettet, damit die Priesterin die Chance hatte sich ihr zu nähern. Beinah vierzehn Tage verbrachte sie in Gebet vor dem Mädchen mit geweihtem Wasser den Dämon zu schwächen bis er verschwand.
Leider jedoch nahm er den Geist des kleinen Mädchens mit zurück in den Äther.
Die Priesterin würde Exorzisten als mitfühlende, willensstarke und vor allem durchhaltende Personen beschreiben.“
Als auch dieses abgeschlossen war hatte sie einiges in Erfahrung bringen können und entschloss sich dazu in dieser Richtung etwas weiter zu forschen.
Einige Zeit des Tages verbrachte Sie in Gedanken darum, ob sie sich bestimmte Symbole verzieren lassen sollte um für den Notfall gewappnet zu sein..
[…] (hier wird nicht weiter Ausgeführt, da man es auch im RP nach und nach entdecken wird)
Nach den Überlegungen und Planungen die sie in Ihrem Geiste durchspielte führten Ihre Schritte sie wieder nach daheim, wo Dejarian wohl schon auf sie warten würde.
Sie hatte in der letzten Zeit häufig Fisch bekommen, vielleicht hatte er ja einmal etwas neues?