richtig aufgeregt war und auch Flo, der schnatternde Gänserich war mächtig ärgerlich geworden sowie all die anderen Tiere am Hof. Entschlossen setzt sie sich auf die Bank im Garten und beginnt ein Zettelchen zu schreiben.
Nachdem sie unterschrieben hat, drückt sie den Zettel einer Wache am Lagerplatz in die Hand, damit jener den dem König gleich übergibt, und huscht zurück zum Hof.
Die Mutter Eluive sei mit Euch Herr König!
Ich muss mal was loswerden! Vor einiger Zeit kam ja einer Eurer Gesandten vorbei, dem hab ich erklärt was Zottelbart und die Tiere mir bedeuten, nämlich dass wir ne Familie sind und einer für den anderen da ist immer! Und Euer Gesandter war so gnädig mit zu gestatten, dass ich auf die Tiere und meinen Acker, sowie meine Weinranken, die ja auch viel Pflege brauchen, aufpassen und da bleiben darf!
Ich lass mich nämlich von nix abschrecken hab ich dem gesagt, also dem Gesandten, nachdem was ich alles in Bajard erlebt habe, und das war mächtig viel, Herr König, das kann ich Euch höflich mal sagen! Abgesehen dass man mir mal ein Stück Fleisch rausschneiden wollte, ging es da täglich rund! Seitdem steht meine Mistgabel immer beim Tor zum Hof! Man kann ja nicht wissen, was passiert, und das ist nur zur Sicherheit, Herr König!
Also der Herr Darske vom Regiment wollte mich aus meinem Hof raus schmeißen und ich hab ihm dem mal höflich erklärt, dass das nicht geht, nicht ohne meine Familie und das sind mächtig viele, abgesehen von 5 Hühner, zwei Kühen und Schafen, dann noch der alte Telomir, der mal ein Schlachtross war und der Flo, unser schnatternde Gänserich, der wie Zottelbart immer auf uns alle aufpasst und dem Zottelbart seine Frau, die aber schüchtern ist und da ist noch der Wasservogel mit dem Knickflügel, der nicht mehr so richtig fliegen kann, aber wir lieben ihn alle! Drauf kommt es doch an, Herr König, oder? Jetzt haben wir sogar eine Stute, vielleicht verliebt sich der Telomir in sie noch auf seine alten Tage? Und auf all die passen eben Zottelbart und ich, die Aniviel auf! Und ich hab dem auch höflich gesagt, dass Euer Gesandte mir das erlaubt hat!
Was ich damit sagen wollte, Herr König, seid so gütig und macht das diesem Herrn klar, dass wir das dürfen, denn auf mich hört der ja nicht, weil ich so klein bin! Und streiten will ich sicher nicht, weil das hat es bei uns noch nie gegeben, denn alle, die da rundum wohnen, schauen aufeinander und haben uns lieb! Fragt mal die Yette und die Mia, die kennen mich ja! Auch die Hochedle kennt mich und die weiß, dass ich immer ein fröhlicher Mensch bin, es sei denn man bedroht meine Familie oder befiehlt mir sie einfach in Stich zu lassen!
Das mag ich gar nicht, Herr König!
Außerdem hat die Mutter Eluive ein Auge auf uns alle da am Zottelbarthof, die hat mir sogar eine goldene Blume geschenkt mal und den Zottelbart und die anderen Tiere gestreichelt!
Vielen Dank Herr König und bitte seid mit dem Herrn Darske vom Regiment nicht böse, ich bin es ja auch nicht, der macht ja nur, was er denkt tun zu müssen! Aber das tun wir ja alle irgendwie oder?
gez.
(auf dem Zettel ganz unten mag ein Hufabdruck von Zottelbart zu finden sein, den er rasch da hingesetzt hat, als Aniviel nicht hin geschaut hat)